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Boxsport – Telegramm vom 15. Oktober 2021

+++ Nach seinem triumphalen Sieg über Deontay Wilder hat es Tyson Fury richtig krachen lassen. Er zog mit seiner Gefolgschaft in einem Las-Vegas-Nachtclub ein und schmiss dort angeblich eine Party für 800 000 Dollar. Danach ging es per Taxi nach Los Angeles und von dort aus per Flugzeug nach London zurück. Weil Fury und seine Frau unbedingt heim zu ihren Kindern wollten, stiegen sie wieder in ein Taxi, mit dem sie die letzten 250 km zurück legten. Man muss wohl annehmen, dass Fury einen Teil seiner Reisekosten schnell wieder drin haben will. Oder wie kommt er sonst auf die Idee, auf seiner Internetseite handsignierte Fotos von seinem Sieg über Wilder als Autogramme für 100€ zu „verticken“? +++

+++ Das umstrittene Urteil nach dem Kampf zwischen Robin Krasniqi und Dominic Bösel in Magdeburg wird der nach Willen der Punktrichter unterlegene Krasniqi nicht auf sich sitzen lassen. Er hat Beschwerde gegen das Urteil eingelegt und sieht sich um seinen Sieg betrogen. Schützenhilfe bekommt Krasniqi von seinem Hauptsponsor Burim Hazrolli, der 1 Million € zur Verfügung gestellt hat, um einen Rechtsstreit gegen dieses Urteil finanziell zu unterstützen. Krasniqi wird durch Rechtsanwalt René-Dirk Hundertmark vertreten, der bereits erste Schritte eingeleitet hat. +++

+++ Der lange angekündigte erste WM-Kampf im Bridgergewicht zwischen Oscar Rivas und Bryant Jennings findet nicht statt. Rivas neuer Gegner ist der Kanadier Ryan Rozicki (13(13)-0-0), die bisherige Nr. 1 im kanadischen Cruisergewicht. Hintergrund: Briant Jennings darf gemäß den kanadischen Bestimmungen nicht in Kanada einreisen, weil er nicht gegen Covid geimpft ist und sich auch strikt weigert, sich impfen zu lassen. Ob das der tatsächliche Grund oder einfach nur eine Ausrede ist, wird er nur selber wissen. +++

+++ Nicht ganz neu ist, dass auch Frauen in die „Hall of Fame“ aufgenommen werden. Als neue Kandidatinnen werden u.a. die Hamburgerin Susi Kentikian, die Fanzösin Anne Sophie Mathis und Giselle Salandy aus Trindad – Tobago genannt. Kentikian war lange Zeit Weltmeisterin verschiedener Verbände im Fliegengewicht. Mathis galt bis zu ihrer Niederlage im zweiten Kampf gegen Holly Holm als eine der besten Weltergewichtlerinnen. Giselle Salandy war 2008 Weltmeisterin von 8 Verbänden im Superwelter. Leider starb sie bereits im Januar 2009 im Alter von nur 21 Jahren bei einem Autounfall. +++

+++ Nach zähen Verhandlungen haben sich die Parteien der Cruisergewichtler Ilunga Makabu (WBC-Weltmeister, Kongo) und Thabiso Mchunu (WBC Silver-Champ, Südafrika) nach Angaben des Weltverbandes WBC endlich geeinigt. Wann und wo die Pflichtverteidigung genau stattfinden wird, soll in den nächsten Tagen bekannt gegeben werden. Nur soviel ist jetzt schon klar: Dieser Fight wird in ganz Afrika hoch gepusht und live übertragen. +++

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