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Boxsport – Telegramm 53 / 2017

+++ Der schwedische Supermittelgewichtler Erik Skoglund ist letzte Woche nach einer Trainingseinheit ohnmächtig geworden und wurde in ein Krankenhaus seiner Heimatstadt Nyköping gebracht. Er hatte eine Gehirnblutung und musste operiert werden. Er liegt in einem künstlichen Koma. Die Entwicklung der nächsten Tage wird entscheidend für seine zukünftige Gesundheit sein. Skoglund war Teilnehmer des WBSS – Turniers und schied gegen Callum Smith aus. Das war seine bisher erste und einzige Niederlage. Gegenwärtig befand er sich im Training für einen Kampf gegen Rocky Fielding, der am 17. Dezember stattfinden sollte. Wegen der Absage von Haye findet das Event zunächst nicht statt. Skoglund und Fielding wollten demnächst trotzdem gegen einander antreten. Ob daraus noch jemals etwas wird, ist völlig ungewiss. In Schweden gelten strenge gesundheitliche Vorschriften für den Boxsport. Man muss wohl davon ausgehen, dass Skoglund nie wieder in den Ring steigen darf. +++

+++ Ex-WBA-Superchamp Fedor Chudinov trägt wieder einen WBA-Gürtel. Er bezwang am 9. Dezember in Kamerovo / Russland den Kanadier Ryan Ford nach Punkten (119:110, 117:111 und 116:112). Dabei ging es um den WBA-International. Ringrichter bei diesem Fight war der Deutsche Ingo Barrabas. Für den ehemaligen MMA-Kämpfer aus Edmonton war es im 15. Kampf die erste Niederlage. Chudinov hat damit seine Stellung in der erweiterten Weltspitze des Supermittelgewichts bestätigt. +++

+++ Der 37-jährige Orlando „Siri“ Salido hat sein Karriereende bekannt gegeben. Er unterlag am Samstag in Las Vegas gegen Miguel Roman durch TKO 9. Salido sagte: „Ich verlasse den Ring mit dem Wissen, dass ich den Fans große Kämpfe gegeben habe. Ich hoffe, es hat ihnen gefallen.“ Siri war der einzige Boxer, der Vasyl Lomachenko als Profi besiegt hatte. Zu einem immer wieder in Rede stehenden Rematch wird es nun nicht mehr kommen. +++

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+++ Ricky Hatton, ein ehemals erfolgreicher britischer Boxer, will in Zukunft Tyson Fury wieder fit für den Ring machen. Fury hat bereits einige Trainingseinheiten bei Hatton absolviert. Er ist der Meinung, dass Fury die Vorherrschaft von Joshua beenden kann. +++

+++ Um wieder boxen zu können, wäre es von Tyson Fury von Vorteil, wieder eine britische Lizenz zu besitzen. Nach langem Hin und Her standen die Zeichen dafür nicht schlecht. Fury hatte sich noch vor wenigen Wochen dafür bedankt, dass der britische Verband ihm eine neue Chance geben will. Heute, am 11. Dezember sollte es eine Anhörung Furys beim Verband geben. Wer nicht erschien, war Tyson Fury. Mit Stand von 14:30 Uhr hatte man bereits 6 Stunden vergeblich auf ihn gewartet. Man kann es kaum nachvollziehen, was Fury von diesem wichtigen Termin abgehalten haben kann. Will er nun ein Comeback oder ist alles nur Gerede? Meint er es womöglich gar nicht ernst? +++

+++ Nach zuletzt 2 Niederlagen gegen Gennady Golovkin im Mittelgewicht und Erroll Spence jr im Weltergewicht will der Brite Kell Brook zukünftig im Superweltergewicht kämpfen. Der von Eddie Hearn betreute Brook soll am 3. März in Sheffield gegen den Weißrussen Sergey Rabchenko kämpfen. Ein Sieg ist dabei Pflicht, wenn er auch in Zukunft in Reihe 1 mitboxen will. +++

+++ Am Mittwoch, dem 13. Dezember will Weltergewichts-WBO-Champ Jeff Horn seinen Gürtel im heimatlichen Brisbane / Australien gegen Gary „Hellraiser“ Corcoran (WBO #10) aus Großbritannien verteidigen. Ein Rematch gegen Manny Pacquiao kam nicht zustande, weil Pacquiao nicht noch einmal in Australien boxen wollte und dessen Manager Bob Arum an keinem anderen Arrangement interessiert zu sein schien. +++

+++ Der russische Boxer Ruslan Provodnikov weiss nicht, ob er jemals wieder in den Ring zurück kehren wird. Er war als Amateur in 130 von 150 Kämpfen erfolgreich und schaffte es als Profi bis in Reihe 2A des Halbweltergewichts. In großen Fights war er trotz seinem riesigen Kämpferherz immer der Unterlegene. Er hat mittlerweile einen Wohnsitz in Los Angeles und ist dennoch in seiner russischen Heimat politisch aktiv. Er trainiert zwar weiter regelmäßig, aber ein weiterer großer Kampf scheint nicht in Sicht zu sein. +++

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5 Kommentare

  1. 12. Dezember 2017 at 09:10 —

    Scheibar hat EC Boxing jetzt mit Pro7Sat.1 einen häufigeren TV Partner. Sowohl Hammer – Povetkin als auch der Kampfabend aus Hamburg laufen bei ranfighting. Leider zumindest Hammer nur im PPV. Könnte aber die logische Konsequenz aus dem Ausstieg von Sauerland sein.

  2. 12. Dezember 2017 at 10:51 —

    Kell ist durch, da hat man in GB eines der größten WW seit Jahren und man wirft ihm einen Wolf zum Fraß vor. Verstehe nach wie vor nicht wie Hearn so dumm sein konnte?

  3. 12. Dezember 2017 at 14:57 —

    Fury kommt nicht mehr zurück…. hat im Training gemerkt, dass er keine Lust mehr auf das harte Training hat ….er ist done….Bei Brook ist 50/50 …mal sehen was er in der neuen GK leistet…die Chance stehen gut

    • 13. Dezember 2017 at 17:26 —

      2018 hat Fury seinen nächsten Kampf.
      1 Jahr länger Pause als geplant.

    • den einzigen Kampf den Fury noch bestreitet, ist der gegen die Fettmesszange.
      Aber Fury hat mittlerweile soviel Fettmasse angesetzt, dass man seinen KFA nur messen kann wenn man die Fettmesszange aus zwei bahnschranken zusammenbaut.

      Wer hat denn ernsthaft daran geglaubt das Fury zurückkommt?
      Selbst als er in Form war, war er nicht in Form. Und schon damals war
      er alles andere als begeistert vom Training. Das war doch von vorne herein klar das es ne luftnummer wird. Fury hat sich selbst um viel Geld gebracht. Er hätte noch einige Millionen verdienen können, wenn er nach dem Waldemar Kampf nicht den Solis Lifestyle verfallen wäre.

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