Top News

Boxsport – Telegramm 49 / 2016

+++ Der am 5. November ausgefallene Kampf zwischen WBA-Weltmeister Jack Culcay und Pflichtherausforderer Demetrius Andrande soll am 15. Dezember ein zweites mal versteigert werden. Diesen Termin hat die WBA angesetzt. Im November machten sich beide Seiten gegenseitig für das Scheitern der Verhandlungen verantwortlich. Seltsam war dabei, dass die Sauerland-Seite diesen Kampf zwar für ca. 425 000 Dollar ersteigert, aber zu keiner Zeif beworben hatte. Man kann gespannt sein, wie die Versteigerung diesmal ausgeht und ob der Kampf dann auch tatsächlich zustande kommt. +++

+++ Dereck Chisora schließt einen Rückkampf gegen Dillan Whyte nicht aus. Zumindest scheint er nicht abgeneigt zu sein, wenn die Kasse für ihn stimmt. Chisora sagte zu Skysports: „Ich denke die Zuschauer, ich und die ganze Welt glaubten, ich hatte die Entscheidug mit zwei oder drei Runden für mich. Warum das die Richter nicht gesehen haben, weiss ich nicht. Selbst in der letzten Runde hatte ich ihn am Boden. Er berührte den Boden, als er in der letzten Runde durch die Seile ging.“ Ein möglicher Kampftermin für dieses Rematch wird auch schon angepeilt: 29. April, London, auf der Undercard zu Joshua vs Klitschko. +++

haye-klitschko-joshua-schwanger+++ Es ist keine Neuigkeit mehr, dass Anthony Joshua und Wladimir Klitschko am 29. April im Londoner Wembley einen 35- Millionen schweren Megafight um 3 Schwergewicht-Titel (IBF, WBA-Superchamp und IBO) bestreiten werden. Auffallend an dieser ganzen Sache ist alledings der fast „liebevolle“ Umgang zwischen Joshua und Klitschko. Während sich andere zukünfige Kontrahenten entweder „beharken“ oder zumindest aus dem Wege gehen, scheinen IBF-Weltmeister Joshua und der Ex-Champ Klitschko regelrecht ineinander verliebt zu sein. Genau auf den Punkt bringt es David Haye mit einem nicht ganz ernst gemeinten Tweet. (siehe Grafik) +++

+++ Neben Lou DiBella mit Amanda Serrano und Heather Hardy, sowie Eddie Hearn mit Katie Taylor, steigt jetzt auch Oscar de la Hoya mit seiner „Golden Boy“ Promotion in das Frauenboxen ein. Die erste weibliche Kämpferin heißt Marlen Esparza. Die Fliegengewichtlerin gewann bei den Olympischen Spielen in London Bronze und war 2012 Amateurweltmeisterin. Sie hat sich vorgenommen, auch bei den Profis Weltmeisterin zu werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird sie am 17. Dezember auf der Undercard zu Hopkins vs Smith ihr Profidebüt geben. +++

+++ Nach seiner WM-Niederlage 2015 gegen David Lemieux und einem frühen Ausscheiden bei den olympischen Spielen strebt der in Frankreich lebende Kameruner Hassan N`Dam N`Jikam (34(20)-2-0) wieder nach einem Gürtel. Er kämpft am 17. Dezember auf der im Indischen Ozean liegenden Insel Reunion gegen Alfonso Blanco (12(5)-0-0) um den WBA-Interim-Titel im Mittelgewicht. Neben diesem Hauptkampf wird es auf der Undercard besonders interessant: Der in Nürnberg lebende Nigerianer Nuhu Lawal (24(14)-1-0) kämpft gegen Michel Soro (Elfenbeinküste / Frankreich /28(18)-1-1) um den WBA-International im Mittelgewicht. Ebenfalls vertreten ist der in den USA lebende Kubaner Yuriorkis Gamboa (25(17)-1(1)-0). Er kämpft gegen den Südafrikaner Malcom Klassen (33(17)-6-2) um den vakanten WBA-International im Superfedergewicht. +++

+++ Der Kurzzeit-Weltmeister Charles Martin scheint im Moment etwas neben der Spur zu sein. Auf Facebook macht ein Clip von ihm die Runde, bei dem Martin gegen andere Schwergewichtler vom Leder und zwischendurch von seinem fast aufgerauchten Joint zieht. Keiner seiner Sätze kommt dabei ohne das nicht jugendfreie Wort „F…er“ aus. Er hält sich für Bruce Lee. Scheinbar sind es noch Nachwirkungen seiner KO-Niederlage gegen Anthony Joshua. Mit diesem Auftritt hat sich Charles Martin selbst aus den Grenzen des Vertretbaren katapultiert. Man muss bezweifeln, ob er in nächster Zeit wieder in den Ring steigen wird. Vielleicht kommt er wieder zur Besinnung, wenn sich seine letzte Börse gegen Joshua vollständig in Rauch aufgelöst hat. Eigentlich braucht so Jemand Hilfe und Schutz vor sich selbst. +++

+++ Die ehemalige Sauerland – „First Lady“ Cecilia Braekhus (29(8)-0-0) wird am 28. Januar in Oslo gegen die neue Sauerland – „Swedish Princess“ Klara Svensson (17(5)-1-0) kämpfen. Dabei soll es zwischen der 5-fachen Weltmeisterin Braekhus und der WBC-Interim-Meisterin um den WBC-Titel im Weltergewicht gehen. Für ein wenig mehr Brisanz als sonst bei Kämpfen der “First Lady” sorgt die Rivalität zwischen Norwegen und Schweden. Promotet wird das Event von Braekhus selbst in Zusammenarbeit mit Nisse Sauerland. Frauenboxfans sind auf den Ausgang dieses Kampfes gespannt. Auch darauf, ob die Siegerin dann anschließend gegen eine „echte“ Herausforderin, wie die Argentinierin Erica Farias oder die Amerikanerin Layla McCarter antreten wird. +++

 

Voriger Artikel

Anthony Joshua oder Dereck Chisora …

Nächster Artikel

Tippspiel KW 50 - 16.17.12.2016

1 Kommentar

  1. 15. Dezember 2016 at 10:41 —

    Kann mir nicht vorstellen das der Kampf Culcay vs Andrade diesmal tatsächlich zustande kommt, aber wie auch immer….platzt der Kampf sollte man mal darüber nachdenken Culkay den Titel zu entziehen, denn wenn es jemals einen wahren Fake-Champ gab, dann Culkay!

    Ist doch völlig egal wie Joshua und Klitschko mit einander umgehen, wichtig ist das der Kampf tatsächlich statt findet. Außerdem, wenn Klitschko realistisch zu sich selbst ist wird er wissen das er nochmal eine große Börse macht und dann war es das, er ist zwar der Meinung das sein Alter in dem Kampf keine Rolle spielt, aber das hat nur so lange Bestand bis es das erste Mal bei ihm einschlägt.

    Charles Martin kann ja mal ein Tütchen mit Tyson Fury ziehen, dann sind die 2 großen Loser des Schwergewichts zusammen und können über Vergangenes plaudern!

Antwort schreiben