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Boxsport – Telegramm 43 / 2018

+++ Laut einer Meldung von „The Sun“ bereitet sich der 47-jährige Audley Harrison auf eine „sensationelle Rückkehr“ in den Boxsport vor. Nachdem er zuerst sein Interesse an einem Manager- oder Trainerjob bekundet hat, meinte er, dass er nach „einigen Anpassungen“ wahrscheinlich wieder boxen wird. Sein Wunschgegner wäre, wie sollte es auch anders sein, Anthony Joshua. Harrison war im Jahr 2000 Olympiasieger in Sydney und wechselte danach zu den Profis. Richtig große Erfolge hatte er da allerdings nie. Er holte den Titel des Verbandes WBFed, wurde aber bei Kämpfen um andere Titel geschlagen. Unvergessen bleibt der lächerlich Fake-Kampf gegen David Haye in Jahr 2010. Danach siegte er auf wundersame Weise bei einem Pricefighter-Turnier und kam 2 Monate danach zu einem Kampf gegen Deontay Wilder, den er durch TKO 1 verlor. Sollte Harrison tatsächlich in den Ring zurück kehren, kann man wohl kaum mehr erwarten, als einen weiteren lächerlichen Fake-Fight der seinen Sparstrumpf füllen soll. +++

+++ Der Weltverband WBO hielt gerade in Panama seine Jahreshauptversammlung ab. Unter den vielen Teilnehmern war auch SES-Chef Ulf Steinforth. Er ging in diesem Jahr leider leer aus, als die Auszeichnungen verteit wurden. Auf Management-Ebene gab es diesmal nur Ehrungen für Global-Player wie Eddie Hearn, Bob Arum und Frank Warren. Für Raja Amasheh gab es eine Urkunde als erste Weltmeisterin, die ursprünglich aus dem „Nahen Osten“ stammt. Dariusz Michalszewski und Arthur Grigorian wurden für ihre zahlreichen Titelverteidigungen geehrt. +++

+++ Auch der Amateur-Boxverband AIBA hat am vergangenen Wohenende seine Jahrestagung abgehalten. Der Konferenzort war Moskau. Beschlossen wurde u.a. der Rückzug aus dem fehlgeschlagenen Engagement im AIBA Pro-Boxing, eine Kürzung des Haushalts um ca. 50% und der weitere Ausbau der erfolgreichen World Series of Boxing – Veranstaltungen. Die Amateur-Akademie in Italien soll weiter gefördert werden. Auch im Frauenboxen soll es Fortschritte geben, evtl. sogar eine eigene WSB-Serie für Frauen und gemischte Veranstaltungen, wo Männer und Frauen gemeinsam vertreten sein können. Der Interim-President Gafur Rahimov wurde mit 86 von 137 zum neuen regulären Presidenten des Verbandes gewählt. Rahimov gilt als umstritten und wird sowohl von amerikanischen als auch von britischen Behörden-Stellen als hochranginger Krimineller eingestuft. Die AIBA geht davon aus, sich jetzt wieder im sicheren Fahrwasser zu befinden. Man kann gespannt sein, wie das IOC auf die neusten Entwicklungen reagiert und ob das Boxen weiterhin eine olympische Disziplin bleibt. +++

+++ In Christchurch / Neuseeland kam es zu einem Zwischenfall. Nach einer Meldung von der Internetseite newshub.co.nz wurde der Hobby-Boxer Kain Parsons bei einem Charity-Event schwer verletzt und kämpft nun im Krankenhaus um sein Leben. Die beteiligten Organisatoren und der aufsicht führende neuseeländische Boxverband beteuerten, ihre Unschuld und gaben an, dass Parsons lange genug für den Kampf trainiert habe und gesund in den Ring gestiegen sei. Jetzt werden Stimmen laut, die nach strengeren Regeln für Freizeitboxer bei Charity-Veranstaltungen verlangen. Der Gesundheitszustand von Kain Parsons ist sehr ernst. Die Familie hat darum gebeten, die Privatsphäre zu respektieren. Bereits vor 2 Jahren war in Neuseeland ein Kämpfer im Ring gestorben. Danach gab es bereits die Forderung, Boxkämpfe zwischen nicht ausgebildeten Kämpfern bei Charity – Veranstaltungen zu verbieten. Das Event, bei dem Parsons höchstwahrscheinlich für immer seine Gesundheit eingebüßt hat, brachte unterm Strich gerade mal etwas mehr als 3000 Dollar Spendengelder ein. +++

+++ In Thailand ist ein italienischer Boxer an den Folgen einer Verletzung gestorben, die er sich in einem Titelkampf zugezogen hat. Der 49-jährige Italiener Christian Daghito kämpfte am 26. Oktober um den WBC / ABC Silver Gürtel im Halbschwergewicht, als er in Runde 12 schwer KO ging und ins Krankenhaus gebracht wurde. Er lag mehrere Tage mit schweren Hirnschäden im Koma bis er starb. Daghito hatte zwar erst 10 klassische Profi-Boxkämpfe in seinem Rekord, war aber zuvor jahrelang Muay Thai Kämpfer (189 Kämpfe / 145 Siege). +++

+++ Die nächste Runde im WBSS-Turnier wird bereits diskutiert. Im Super-Leichtgewicht Halbfinale werden sich Josh Taylor und Ivan Baranchyk begegnen. Dieser Kampf soll nach Meinung von Kalle Sauerland entweder in Glasgow, den USA, in Russland oder Saudi-Arabien stattfinden. Offenbar hat Sauerland damit „einen Hut in den Ring geworfen“ und die genannten Austragungsorte sind dazu aufgerufen, den WBSS-Veranstaltern ein möglichst lukratives Angebot zu machen. Völlig unverständlich ist dabei, dass auch diesmal wieder Saudi-Arabien mit in die Auswahl gekommen ist. Offenbar ist den Veranstaltern völlig gleichgültig, dass dieses Land gegenwärtig einen terroristischen Vernichtungskrieg gegen den Jemen führt und Regimekritiker ermorden lässt. +++

+++ „Filippino Flash“ Donaire bekundete gegenüber seinem Gegner Burnett sein Mitgefühl, wegen der Verletzung, wegen der der Ire am Samstag in Glasgow aus dem Kampf aussteigen musste. Es wäre nicht die Art gewesen, wie er den Kampf gewinnen wollte, so Donaire. Ryan Burnett erlitt in der 4. Runde einen Bandscheibenvorfall und konnte zur 5. Runde nicht mehr anterten. +++

*** Frauenboxen ***

+++ Nachdem Christina Hammer bereits vor Wochen ihren groß angekündigten Kampf gegen Claressa Shields aus gesundheitlichen abgesagt hat, gab Shields an, trotzdem am 17. November in Kansas boxen zu wollen. Als Gegnerin wurde die Britin Hannah Rankin benannt, die zuletzt in New York gegen Alicia Napoleon um den WBA-Titel im Supermittelgewicht gekämpft und dabei deutlich nach Punkten verloren hat. Das interessante bei dem Kampf zwischen Shields und Rankin ist, dass es nicht nur um Shields IBF- und WBA-Gürtel im Mittelgewicht, sondern auch um den WBC-Titel gehen wird, der bisher Christina Hammer gehörte. Dieser Gürtel ist seltsamerweise neuerdings vakant, obwohl Hammer ihn erst im Juni gegen Tori Nelson verteidigt hat. +++

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14 Kommentare

  1. 5. November 2018 at 09:43 —

    Floyd is back!!!!!!!!!!!!

    Floyd Mayweather Jr. vs Tenshin Nasukawa am 31. Dezember in Saitama, Japan

    Hier der Opening Presser:

    youtube.com/watch?v=WSIvgVxdKQg

    • 5. November 2018 at 12:35 —

      der typ ist pleite oder hat ein extremes bedürfnis nach aufmerksamkeit, und zwar so sehr, dass so gar kein problem damit hat, sich lächerlich zu machen

  2. 5. November 2018 at 10:15 —

    Laut Spiegel gab es bei Öffnen der B Probe von Charr einen Formfehler. Somit könnte er Weltmeister bleiben und der Kampf gegen Oquendo im Januar stattfinden.

    • 5. November 2018 at 13:48 —

      Klasse

      • 5. November 2018 at 15:35 —

        Find ich auch wenns wirklich stimmt.

      • 5. November 2018 at 15:52 —

        es melden jetzt zahllose medien, dass sowohl versäumt wurde charr zur öffnung einzuladen (trotz 3 maligen nachfragens) als auch dass ein nicht akkreditiertes prüflabor getestet hat was dann alle ergebnisse ungültig machen würde.
        sieht wohl sehr gut aus, dass die sache doch gut ausgeht!

        • Super Nachrichten Brennov!

          Hol mich heute abend um 22uhr ab dann gehen wir gemeinsam Feiern.

          Ich wusste doch, dass der Arier Charr ein guter Junge ist und nie betrügen würde.

        • 5. November 2018 at 20:46 —

          Das ist schwer zu glauben das so ein seriöses Unternehmen wie Vada soche Fehler macht ,es ist ja nicht die erste b Probe welche die öffnen!Für mich klingt es wieder nach einem betrugsverduch!!!Da ist doch was faul ,und warum schreiben die vada 3mal an???

          • 5. November 2018 at 20:53

            warum, ganz einfach. die wussten genau wenn charr nicht dabei ist obwohl er will dann ist das ergebniss ungültig. jetzt können sie beweisen, dass sie dabei sein wollten aber nicht informiert wurden. das ist kein betrug sondern kluges vorgehen gegen die hexenjagt die von den dopingjägern betrieben wird. gebt das Doping endlich frei!

          • 5. November 2018 at 21:32

            Brennov, hast Du schon wieder Lack gesoffen..?

          • 6. November 2018 at 08:13

            man brennov,
            du bist so ein schädel,daß es beim lesen wehtut…

  3. 6. November 2018 at 03:29 —

    Brennov Doping frei geben würde bedeuten, dass im Boxen oder dann auch in jedem anderen Sport nur noch vollgepumpte Monster unterwegs sind.

    • 6. November 2018 at 08:57 —

      ja und? warum soll man die möglichkeiten nicht nutzen. vorallem dann unter guter ärztlicher betreuung. es wird sowieso gemacht aber derzeit im verborgenen. in der legalität könnte man es sicherer machen

    • 6. November 2018 at 13:27 —

      Wo Brennov recht hat, da hat er recht!

      Und nein, dann würden im Sport nicht nur aufgeblasene Monster unterwegs sein; denn unabhängig davon, dass Doping verboten sein soll, dopt so gut wie jeder Leistungssportler. Die Frage ist nur, wie intelligent macht er das, ohne erwischt zu werden?

      Der nächste Punkt ist, dass es unterschiedliche Antidoping-Agenturen gibt, die auch unterschiedliche Auffassung davon haben, was und wie viel man zu sich nehmen darf. So können diese Agenturen wunderbar instrumentalisiert werden, um ganz bestimmte Ergebnisse zu erzwingen.

      Eine Farce, der man nur Herr werden kann, wenn man Doping vollständig verbietet, was so gut wie nicht mehr möglich ist oder einfach zulässt. Und da Muskeln im Sport nicht alles sind, würde sich auch niemand so aufpumpen, denn prinzipiell sind z.B. zu viele Muskeln beim Boxen kontraproduktiv.

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