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Boxsport – Telegramm 41 / 2018

+++ Nach einem Bericht der Seite „boxingscene“ soll der britische Promoter Eddie Hearn fast explodiert sein, als er davon hörte, dass WBC-Champ Deontay Wilder einen 60:40 oder mindestens 50:50 Split für einen Kampf gegen Anthony Joshua verlangt. Anscheinend glaubt Wilder demnächst gegen Tyson Fury einen große Sieg einzufahren und sieht es als gerechtfertigt an, genau so viel zu verdienen wie Joshua. Hearn äußerte seine Zweifel, ob Wilder den Kampf gegen Joshua überhaupt will. Über den WBC-Champ sagte er: „Du kannst jede Straße in der Welt lang laufen und fragen, wer Deontay Wilder ist, niemand hat eine Ahnung. (…) Ich weiss es nicht, aber wenn es das ist, was er denkt, bitte verschwende meine Zeit nicht, ich bin wirklich beschäftigt.“ Letzte „Wasserstandsmeldung“ in dieser Angelegenheit: Hearn wäre bereit für einen 50:50 Split, wenn es gelingt 1 Mio Pay-TV Kunden in den USA aufzutreiben. Ansonsten geht es 65:35 für Joshua. Bis zu dem angedachten Kampftermin im April 2019 wird es wohl noch sehr viel zu verhandeln geben. +++

+++ Schwergewichtler Kubrat Pulev und das Sauerland Team gehen in Zukunft getrennte Wege. Pulev hat sich aus dem noch laufenden Vertrag für 150 000 Dollar selbst heraus gekauft. Darüber hinaus muss Sauerland noch für den nächsten Kampf in die Tasche greifen und Trainer Uli Wegner und Betreuer Georg Bramowski bezahlen. Pulev hat zusammen mit 2 Partnern einen eigenen Boxstall gegründet und will sich in Zukunft selbst vermarkten. Pulev steigt am 27. Oktober wieder in den Ring und kämpft gegen den Briten Hughie Fury in Sofia um eine IBF-WM-Chance. Bereits dieser Kampf findet nicht unter der Promotion von Sauerland statt. Allein die Börse für Fury (1 Mio Dollar) wird ein großes Loch in Pulevs Fimenkasse reissen. Die Trennung von Sauerland soll einvernehmlich verlaufen sein. Offenbar geht Pulev von einem Sieg gegen Hughie Fury aus und glaubt danach an eine große Börse gegen Joshua. +++

+++ Nach seinem WBO Titelgewinn machte Mittelgewichtler Demetrius Andrade bereits auf den Pressekonferenz nach dem Kampf seine ersten Ansagen. Er will den Gürtel auf jeden Fall gegen Saunders verteidigen. Da er bei Hearn unter Vertrag ist, wäre ein Kampf gegen Canelo Alvarez nicht unmöglich, wenn der nach dem Kampf gegen Fielding ins Mittelgewicht zurück kehrt. Auch Gennady Golovkin wäre ein in Frage kommender Gegner. Promoter Eddie Hearn forderte Golovkin auf, ebenfalls zu ihm zu wechseln und in sein DAZN-Team einzutreten. +++

+++ Die britische Seite mirror.uk zeigt ein paar Bilder von Floyd Mayweathers neuem Luxusanwesen in Kalifornien. Money Mayweather macht damit seinem Namen alle Ehre. Als Durchschnittsbürger und normalem Boxfan kann einem bei so viel Luxus schon mal der Mund offen stehen bleiben. „Ich in wirklich gesegnet“ postete Mayweather auf Instagram. +++ 

*** Frauenboxen ***

+++ Nach ihrer erfolgreichen IBF- und WBA-Titelverteidigung hat Promoter Eddie Hearn die näheren Zukunftspläne mit seiner Boxerin Katie Taylor vorgestellt. Angeblich soll die Irin am 15. Dezember im Madison Square Garden um ihren 3.Titel kämpfen. Man habe dafür bisher vergebens bei WBC-Weltmeisterin Delfine Persoon und WBO-Weltmeisterin Rose Volante angefragt. Angeblich will Hearn dran bleiben und mit einer von beiden einig werden. Man kann wohl davon ausgehen, dass es die 36-jährige Brasilianerin Rose Volante (14(8)-0-0) sein wird, die auf den Deal mit Hearn eingeht. +++

+++ In Sachen Katie Taylor gab es nach ihrem Sieg gegen Cindy Serrano eine erneute Kampfansage von Amanda Serrano. Die jüngere der Serrano-Sisters hatte erst kürlich dem Boxsport den Rücken gekehrt und wollte in Zukunft nur noch MMA-Kämpfe machen,. Aber nachdem sie die Niederlage ihrer Schwester am Ring mit angesehen hatte, scheint sie es sich anders überlegt zu haben. Sie schickte am Sonntag per Twitter eine „Kriegserklärung“ gegen Taylor raus. Offenbar war sie derart in Rage, dass sie am liebsten gleich am Samstag Abend gegen Taylor in den Ring gestiegen wäre. Ob diese Kampfansage ernst gemeint ist oder zur Samstag-Abendshow gehörte, muss man abwarten. +++

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1 Kommentar

  1. 26. Oktober 2018 at 12:03 —

    Wilder sollte jetzt erst mal Fury klar besiegen, er ist sicherlich Favorit aber das wird kein Selbstläufer, bevor er utopische Forderungen stellt für einen evtl. Kampf gegen Joshua.

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