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Boxsport – Telegramm 30 / 2018

Bild Brähmer/ Zeuge: Marco Baumann

+++ Der Internet-Streamanbieter DAZN.com (sprich: Da-Zone) startet im September auch in den USA durch. Gezeigt wird in den USA nicht das volle Sport-Programm wie in Deutschland, Kanada oder Japan, sondern ausschließlich Kampfsport. Das Angebot umfasst die „Bellator MMA-Serie“, „Matchroom Boxing“ und die „WBSS-Serie“. Gestartet wird am 22. September mit der Veranstaltung in London, bei der es im Hauptkampf zwischen Joshua und Povetkin zu Sache geht. Übers Jahr verteilt werden 22 MMA-Veranstaltungen, 32 „Matchroom“ Boxevents (16/16 USA/UK) und 15 WBSS Veranstaltungen präsentiert. Das Ganze gibt es zu einem Abo-Preis von 9,99 Dollar im Monat. Es werden nicht nur die Hauptkämpfe, sondern die kompletten Veranstaltungen mit Undercard dem Experten-Talk zwischendurch gezeigt. +++

+++ Im unmittelbaren Zusammenhang dazu steht das Bemühen von Eddie Hearn, seinen 1 Milliarde-Dollar-Deal mit DAZN.com mit attraktiven Kämpfen zu beleben. Er braucht unbedingt Verträge mit internationalen Boxgrößen. Gegenwärtig gibt es scheinbar die Absicht von Hearn, Manny Pacquiao für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Hearn: „Ich kenne seine Situation mit Top-Rank nicht, aber wenn er frei ist, werden wir definitiv mit Manny Pacquiao über einen Kampf in Zusammenarbeit mit DAZN reden.“ +++

+++ Manny Pacquiao hat mit dem Sieg gegen Matthysse im Rücken ganz andere Pläne. Offenbar liebäugelt er mit einem Rematch gegen Floyd Mayweather. Auf den ersten Kampf hatten die Boxfans jahrelang gewartet und waren dann enttäuscht, dass es doch nur ein ganz normaler Boxkampf und nicht das 8. Weltwunder, was da im Ring zu sehen war. Mayweather gewann diesen Kampf vor 3 Jahren, verdiente dabei 220 Millionen Dollar und ist mittlerweile nach einem weiteren großen PayDay gegen McGregor im Ruhestand. Pacquiao verdiente damals 100 Millionen und kam in den nächsten 4 Kämpfen nie wieder auch nur in die Nähe so einer Traumbörse. Pacquiao sagte nach seinem triumphalen Sieg in Kuala Lumpur gegenüber NESN (New England Sports Network), dass es nur am Mayweather liegt. Er wäre bereit einen zweiten Kampf zu machen. +++

+++ Das Ende das WM-Kampfes zwischen Tyron Zeuge und Rocky Fielding hat scheinbar ein juristisches Nachspiel. Erst einmal ist  nach wie vor ungeklärt, ob Tyron Zeuge aus seinem Vertrag mit dem Sauerland-Team heraus kommt. Geht es hart auf hart und es kann womöglich keine Einigung erzielt werden, wird man sich wohl oder übel vor Gericht wieder sehen. Außerdem gibt es wegen des Flaschenwurfs von Brähmer ein Nachspiel. Während Wilfried Sauerland es zuerst so darstellte, dass Brähmer mit einer Trinkflasche nach Sauerlands Ehefrau geworfen hat, sagt Brähmer, dass er die Flasche ziellos hinter sich geworfen hätte. Andere Beobachter gingen davon aus, dass Brähmer die Flasche in Richtung von Sauerland Geschäftsführer Ness geworfen hat. Die Flasche traf dannwohl Ness an der Schulter. Frau Sauerland wurde mit Wasser vollgespritzt und angeblich hätte die Taxofit-Trinkflasche dann noch Sauerland sn am Bein getroffen.

Brähmer Zeuge

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Allein schon dass diese, offen gesagt lächerliche Wasserflaschen – Geschichte solche Kreise zieht, zeigt deutlich wie verfahren „die Kiste“ zwischen Sauerland und Brähmer/Zeuge ist. Jürgen Brähmer hat mittlerweile eine gerichtliche Verfügung erwirkt, dass in der Presse nicht mehr behauptet werden darf, er habe die Flasche gezielt auf irgend Jemand geworfen. Was da nun noch alles hinterher kommt, ist fraglich. Fraglich ist auch, ob es unter diesen Gegebenheiten jemals zu einem Rematch zwischen Fielding und Zeuge kommt. Im Kampfvertrag ist ein Rückkampf nicht vorgesehen. Fielding und sein Trainer scheinen auch nicht zu einem Rematch bereit zu sein. Warum sollten sie das auch. Wenn die Gräben zwischen Sauerland und Brähmer sich nicht zuschütten lassen, wird Sauerland sich bestimmt auch nicht dafür einsetzen. Das Beste wird sein, Jürgen Brähmer krempelt selber die Ärmel hoch und fordert Fielding zu einem Kampf auf. Gewinnt er, kann er danach auch gleich gegen Arthur Abraham kämpfen und alle Beteiligten verdienen noch einmal maximale Aufmerksamkeit. Vielleicht wird ja bald (reine Spekulation) Jürgen Brähmer vs Paul Smith als WBA – Eliminator verkündet. Warten wir einfach mal ab, was da jetzt noch Alles so kommt. +++

+++ Zu einem kleinen Zwischefall kam es bei einem Pressetermin in New York anlässlich des bevorstehenden Kampfes zwischen Anthony Joshua und Alexander Povetkin. Jarrell „Big Baby“ Miller drängte sich auf der Bühne in den Vordergrund und wollte Joshua medienwirksam provozieren. Außer einem verbalen Schlagabtausch passierte nicht viel, weil Eddie Hearn und ein paar andere Leute sich dazwischen stellten. Das „Face to Face“ ging dann ungestört weiter. Miller stahl mit seinem Auftritt Joshuas eigentlichem Gegner Povetkin etwas die Show. Alexander Povetkin stand einfach nur daneben wie ein braver Schuljunge im Konfirmantenanzug. +++

+++ Der ehemalige Halbschwergewichts-Champ Jean Pascal steigt am Freitag wieder in den Ring. Nach seiner Niederlage gegen Eleander Alvarez vor einem Jahr besiegte er im Dezember den bis dahin ungeschlagenen Ägypter Ahmed Elbiali. Nach diesem Kampf wollte Pascal eigentlich seine Karriere beenden. Jetzt will er im Cruisergewicht gegen den MMA-Kämpfer Steve Bosse antreten. Für Bosse ist es erst der 2. Kampf im klassischen Boxen. Ob sich diese kanadische Version der ungleichen Kämpfer so gut verkauft wie das Original von Mayweather vs McGregor muss man bezweifeln. +++

*** Frauenboxen ***

+++ Eddie Hearn wird am 6. Oktober in Chicago veranstalten. Im Hauptkampf treffen IBF-Halbschwergewichts-Champ Artur Beterbiev (12(12)-0-0) und der ebenfalls ungeschlagene Brite Callum Johnson (17(12)-0-0) aufeinander. Auf der Undercard findet man Namen wie Jessie Vargas, Jarrell Miller und Demetrius Andrande gegen TBA. Auch ein Frauenkampf ist vorgesehen: Die irische IBF- und WBA-Weltmeisterin im Leichtgewicht Katie Taylor trifft auf die Puerto Ricanerin Cindy Serrano. Zuvor trifft Taylor bereits am 28. Juli in London auf der Whyte vs Parker Undercard auf die Amerikanerin Kimberly Connor. +++

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2 Kommentare

  1. 20. Juli 2018 at 10:19 —

    Fielding hat in GB ganz andere Optionen. Daher wäre es absolut dämlich, für “Peanuts” gegen Zeuge oder Brähmer anzutreten.

  2. 20. Juli 2018 at 10:30 —

    Alexander Povetkin stand einfach nur daneben wie ein braver Schuljunge im Konfirmantenanzug.

    Povetkin ist ja auch ein kultivierter Mensch. Was hat es ihn zu interessieren, wenn Personen verbal in einer Sprache aneinander geraten, die er nicht mal versteht?

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