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Boxsport – Telegramm 30 / 2017

+++ Nachdem Wladimir Klitschko bereits Ende Mai angekündigt hat, er wolle bis Mitte Juni entscheiden, ob er seine Karriere fortführt oder nicht, sind mittlerweile fast 2 Monate vergangen, ohne das eine Entscheidung bekannt gegeben wurde. Offenbar wollen alle beteiligten Seiten das finanzielle Maximum aus dem 2. Kampf zwischen Klitschko und Anthony Joshua heraus holen. Das Rematch soll, falls es denn dazu kommt, weder in England noch in Deutschland stattfinden. Joshuas Promoter Eddie Hearn ist vor einigen Tagen nach Las Vegas gereist um Möglichkeiten zu erkunden, diesen „big fight“ in den USA zu „big money“ zu machen. +++

+++ Sollte es gegen alle Erwartungen nicht zum Rückkampf zwischen Klitschko und Joshua kommen, stehen für Anthony Joshua Pflichtkämpfe an. Der Verband IBF hatte den Kampf gegen Kubrat Pulev auf Eis gelegt, um dem Rematch gegen Klitschko den Vorrang zu geben. Auch der Verband WBA hat seine Pläne. Der Superchamp soll gegen den noch zu ermittelnden regulären Champ kämpfen. Nachdem Shannon Briggs im Mai durch einen Dopingtest gerauscht ist, soll der reguläre WBA-Titel höchstwarscheinlich zwischen Fres Oquendo und dem Russen Alexander Ustinov ausgeboxt werden. Einen Termin dafür gibt es noch nicht. Das Alles dauerte WBA #1 Luis Ortiz zu lange und er forderte vor einem Monat erneut einen sofortigen Kampf gegen Joshua. Jetzt sieht es so aus, als würden sich für den Kubaner ganz andere Möglichkeiten ergeben. +++

+++ Diversen Internetmeldungen zufolge soll ein WM-Kampf zwischen WBC-Champ Deontay Wilder und dem Kubaner Luis Ortiz in Vorbereitung sein. Als möglicher Termin wurde Oktober / November genannt. Promoter Lou DiBella hat für diesen Zeitraum 2 Termine im Barclays-Center New York gebucht. Offenbar haben sich Al Haymon und Don King darüber verständigt, dass der Pflichtkampf gegen Bermane Stiverne aufgeschoben wird. Selbstverständlich wird das nicht ohne eine gute Abfindung für King und Stiverne abgegangen sein. +++

+++ Die Promotion zum Fight zwischen Floyd Mayweather und Conor McGregor läuft auf Hochtouren. Die beiden Kontrahenten liefern sich bei jeder Pressekonferenz Redeschlachten. Man lässt scheinbar nichts unversucht um dem Publikum die hohen Ticketpreise und Pay-TV Gebühren schmackhaft zu machen. Die Preise in der Halle sind für normale Boxfans kaum erschwinglich. Auch wer das Spektakel live von zuhause aus mitverfolgen will, ist mit knapp 100 Dollar dabei. Conor McGregor musste scheinbar im Training eine Schlappe hinnehmen. Er ging im Sparring gegen Jessie Vargas KO. Das berichtet zumindest Vargas Trainer Dewey Cooper in einem youtube-clip. +++

+++ Robert Guerrero hat 2 Tage nach seiner TKO-Niederlage gegen Omar Figueroa jr seinen Rücktitt bekannt gegeben. Er war bereits in Runde 2 dreimal am Boxen. In Runde 3 kam schon das Aus. „The Gost“ Guerrero wollte mit dem Ausgang dieses Kampfes wissen, ob es noch für „oben“ reicht oder er seine Handschuhe besser an den Nagel hängt. Es hat nicht gereicht und Guerrero zog 2 Tage später nach reiflicher Überlegung seine Konsequenzen. Ähnlich erging es bei der gleichen Veranstaltung in den USA dem Polen Artur Szpilka, der überraschend seinem Landsmann Adam Kownacki durch TKO 4 unterlag. Auch Szpilka ist meilenweit von seiner früheren Performance entfernt. +++

+++ Es sieht ganz danach aus, als gäbe es nach der Niederlage von Arthur Abraham gegen Chris Eubank jr ernste Probleme zwischen Abraham und seinem Trainer Uli Wegner. Der Sauerland – Cheftrainer machte schon unmittelbar nach dem Kampf seiner Enttäuschung Luft und es ist vollkommen offen, ob Abraham und Wegner auch in Zukunft weiter zusammen arbeiten werden. Auch wie es mit Abrahams Karriere weiter geht, ist ungewiss. Eigentlich wäre jetzt die Zielgerade erreicht, auf der es nur noch einen Kampf geben kann: Das Duell zwischen Arthur Abraham und Felix Sturm. Dafür ist ist es zwar gefühlt 10 Jahre zu spät, aber immerhin würde es jetzt für Beide mehr Sinn machen als alles Andere. +++

+++ Während das zukünftige Verhältnis zwischen Uli Wegner und Arthur Abraham im nebeligen Bereich liegt, machen Gerüchte die Runde, Wegner würde wieder mit Marco Huck zusammen arbeiten um ihn auf den Kampf gegen Oleksandr Usyk vorzubereiten. Das wäre sicher keine schlechte Idee, aber keine Garantie, dass das nicht ebenso ausgeht wie die Blamage von Abraham gegen Eubank jr. +++

***Frauenboxen***

+++ In Mexiko steht in diesem Sommer das Turnier-Finale zwischen Esmeralda Moreno und Jessica Chavez um den Diamondbelt im Fliegengewicht an. Der Siegerin winkt neben der zu erwartenden guten Börse noch ein Bonus von 100 000 Dollar als Prämie für den Turniersieg. Ein weiterer Höhepunkt des mexikanischen Frauenboxsports befindet sich gerade in der Planung: Die beiden 37-jährigen Publikumslieblinge Mariana Juarez und Jackie Nava wollen gegeneinander antreten. Auch dieser Kampf soll noch in diesem Sommer über die Bühne gehen. +++

+++ Dem allgemeinen Trend folgend, hat jetzt auch Bob Arum das Frauenboxen für sich entdeckt. Nachdem viele große Promoter gute Amateurboxerinnen direkt ins Profilager geholt haben, will Arum scheinbar nicht nachstehen. Er nahm die Leichtgewichtlerin Mikaela Mayer bei „Top Rank“ unter Vertrag. Die 27-jährige boxt ihr Profidebüt am 5. August auf der Lomachenko-Undercard gegen Widney Figueroa (0-1-0). Mikaela Mayer war 2012 Siegerin bei den Panamerikanischen Meisterschaften und Olympiateilnehmerin in Rio. +++

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85 Kommentare

  1. 19. Juli 2017 at 11:54 —

    Ulli Wegner ist meines Erachtens , eine der mit am überschätztesten Personen im Deutschen Boxsport.
    Er versucht seine Boxer in eine Form zu pressen ohne gross auf individuelle Gesichtspunkte des jeweiligen Athleten einzugehen. So generierte er eine Handvoll Doppeldeckungs)Paperchamps die im unverdient unzählige “Bester Trainer” Preise einheimsten. Szdunek war ein Trainer mit Verstand und sozialer Kompetenz aber Wegner……fetter versoffener Sack mit Bulldogenfresse

    • 19. Juli 2017 at 12:13 —

      Blasphemie!!! Du Wurm wagst es? Auf den Poden, Pursche!

    • 19. Juli 2017 at 18:07 —

      Kann nicht mal Bulldogge schreiben aber will Leute beleidigen…

      Szduneks “Verstand und soziale Kompetenz” hat
      a) seine eigene Tochter Kathi zuerst in die Arme des schwarzen Koks-Panthers und dann in die des türkischen “Geschäftsmanns” getrieben (inkl. Nachkommenschaft)
      und
      b) Wladimir so oft durch den Ring krabbeln lassen, dass er daraufhin für den Rest seines Lebens ein rosa Tutu im Ring getragen hat…

  2. Wilder vs Ortiz wäre endlich mal wieder ein Top fight im HW.
    Falls es zu diesem Fight kommt, mal sehen was die Kritiker sich wieder für eine Ausrede einfallen lassen.

  3. 19. Juli 2017 at 12:33 —

    Ja, für Ortiz wird es auch höchste Zeit, er ist ja schon 38 Jahre alt, endlich mal einen echten WM-Kampf zu bekommen, aber ich befürchte das sich vorher einer der beiden verletzt oder irgendeine Substanz im Körper hat!?

    Egal mit wem Huck demnächst trainiert, gegen einen Usyk in Topform hat er keine Chance!

    Für Pulev wäre es ein schöner Zahltag wenn er gegen Joshua antreten dürfte, mehr aber auch nicht!

    Besser wäre es für Abraham wenn er in sich geht und seine Handschuhe an den berühmten Nagel hängt!

    @ reineckefuchs

    Jetzt fängst du auch noch damit an das Abraham einen Kampf gegen Sturm machen sollte/könnte, das nervt schon wenn User Brennov immer wieder damit anfängt!
    Das will doch kein echter Boxfan mehr sehen!
    Wenn es Abraham noch mal wissen will, dann doch lieber einen stallinternen Kampf um den WBA-Titel gegen Zeuge oder im Halbschwergewicht um die EM gegen Murat!

    • 19. Juli 2017 at 13:20 —

      MH

      Ja, man lässt den Kubaner extra lange zappeln, weil er der einzige wirklich ernst zu nehmende Gegner für alle HW`ler ist, aber keine richtige Lobby hat.

      Wenn Huck nix hat, aber Selbstvertrauen hat er. Gegen Usyk wird er baden gehen. Das wissen Alle. Nur Huck und Wegner nicht.

      Zahltag für Pulev? Genau so war das Ganze ja auch nur gedacht. Dass gleiche trifft auch auf alle anderen Boxer bei deutschen Boxställen zu: Für eine WM qualifizieren und eine gute Börse abholen. Mehr ist nun mal nicht drin.

      Für Abraham ist der WM-Zug abgefahren. Er hätte WBO-Europameister werden und diesen Gürtel noch eine ganze Weile verteidigen können. Aber das bringt eben für Sauerland nix. Die wollen Weltmeister, weil sie nur mit WM-Kämpfen beim TV Partner glänzen und kassieren können.

      Sturm vs Abraham wird ihre jeweilige Hardcore-Fanbase interessieren, solange sie die Handschuhe an den Nagel gehängt haben. Unter Umständen kann man das sogar als Trilogie vermarkten. Die 5 % echte Boxfans langweilt das, das hast du Recht. Aber 95% der halbwegs boxinteressierten Zuschauer werden es womöglich immernoch spannend finden.

      Stallinterne Kämpfe würde bedeuten, dass Sauerland bereit ist, entweder die Legende Abraham oder den Nachwuchs zu vernichten.

      • 19. Juli 2017 at 14:37 —

        echt jetzt? spannend? sind Alt-Männer-Krückstöcke denn im Ring erlaubt?
        und keiner redet hier vom Kampf der Kämpfe: Floyd gegen Conor, die sich alle Mühe geben aus einer Zirkusnummer eine noch viel größere Zirkusnummer zu machen.
        Der geldgierige Sack soll sich so richtig auf den Arsch setzen mit der ganzen Witznummer.
        Hier ein Wunsch ans Universum!

      • 19. Juli 2017 at 15:30 —

        „Ja, man lässt den Kubaner extra lange zappeln, weil er der einzige wirklich ernst zu nehmende Gegner für alle HW`ler ist, aber keine richtige Lobby hat.“

        Sehe ich absolut nicht so, dass er der EINZIGE ernst zu nehmende Gegner für Wilder (außerhalb der anderen WM) ist, Big Baby Miller, Adam Kownacki, Alexander Dopeheadkin oder Andy Ruiz wären auch nicht schlecht, bei allem Respekt vor dem Kubaner. Dubois ist natürlich noch extrem jung, aber das dauert auch nicht mehr lange. Dass der Kubaner die Kämpfe, die er sich sicherlich schon lange verdient hätte, nicht bekommt, liegt nicht an irgendwelchen „Lobbys“, sondern daran, dass Boxen ein Geschäft ist und nicht nur ein Sport. Bei Ortiz sind Risiko und anzunehmender Gewinn ungünstig proportioniert. Er zieht nicht gerade ein Millionenpublikum und man kann schnell mal ausgeknockt werden. Warum haben sich wohl erst GBP und dann Matchroom relativ schnell wieder von ihm getrennt, nachdem sie ihn erst unter Vertrag genommen hatten. Mit einem WM Ortiz wäre nicht viel Geld zu holen, daran liegt es. Abgesehen davon sähe ich ihn gegen Wilder nicht unbedingt als Favoriten.

  4. 19. Juli 2017 at 13:02 —

    Zu Wilder/Ortiz gibt es leider schon wieder anderslautende Meldungen, daher sollte man sich nicht zu früh freuen: boxingscene.com/stiverne-hires-prince-dubin-not-allow-wilder-ortiz–118643

  5. 20. Juli 2017 at 16:30 —

    Wilder vs. Ortiz wird nicht stattfinden. Auch wenn Fetti recht mit der Aussage hat, dass auch Povetkin ein ernstzunehmender Gegner für Wilder wäre, so schätze ich Ortiz doch ein wenig gefährlicher ein.

    Und vor Povetkin ist Wilder doch schon 2016 davon gelaufen. Heute ist “nur” ein Jahr später und ich glaube nicht, dass Ortiz um so viel schlechter geworden ist und ich glaube auch nicht, dass Wilder mittlerweile Eier gewachsen sind bzw. Eier wachsen durften.

    Das man mit Ortiz kein Geld verdienen kann, sehe ich ein wenig anders; denn man kann ihn ohne viel Risiko in jeden Kampf schicken und damit rechnen, dass er siegen wird. Gegen Wilder sehe ich Ortiz mit größeren Chancen als Joshua und im Gegensatz zu Joshua könnte Ortiz nicht mal einen Titel verlieren. Und wenn Ortiz den Titel hätte, wäre er dort auch relativ sicher und Matchroom hätte in Ruhe planen können, wie sie die Titel zu Joshua bringen, wenn Ortiz sie niederlegt bzw. bevor er sie niederlegt.

    Nein, ich denke auch, dass es die nicht vorhandene Lobby von Ortiz ist, welche ihn von den großen Kämpfen fernhält. Das niemand gegen ihn boxen will, ist ja zu verstehen, aber das er noch nicht zum PH wurde, spricht eindeutig für die nicht vorhandene Lobby.

    Ustinov kann ich verstehen, aber bei Pulev wird es schon schwer und bei Stiverne noch schwerer. Oquendo und Briggs (auch ohne Doping) gehen gar nicht. Klar dreht es sich im Boxen in erster Linie um Geld, aber es dreht sich leider auch um sehr, sehr viel Politik.

    Denn Geld, Macht und Politik liegen wesentlich dichter beieinander, als Sport und Fairness!

    • 20. Juli 2017 at 20:42 —

      Ich glaube nicht mal, dass Wilder vor Povetkin “weggelaufen” ist, sondern dass die Lust einfach gering war, gegen einen gefährlichen Gegner auswärts anzutreten.. Und dann auch noch in Russland..
      Ein Problem bezüglich geringem Selbstvertrauen kann man Wilder nicht vorwerfen..
      Btw: Ustinov ist für Dich nachvollziehbar, Pulev aber nicht..?
      Dabei hat sich Ustinov seine einzige (TKO-) Niederlage gegen den Bulgaren eingefangen, dieser widerum nur vs WK verloren. Daher ist das für mich weniger nachvollziehbar..!
      Ortiz gefährlicher für Wilder als Povetkin..? Was genau macht ihn denn gefährlicher..? (Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen, dass es vs Ortiz keine gute Ansetzung wäre, aber gefährlicher würde ich nach wie vor den Russen einstufen..)

      MfG

      • 21. Juli 2017 at 11:29 —

        Nun ja, wenn Wilder keine Lust hat gegen einen einen gefährlichen Gegner anzutreten, kommt das einem Davonlaufen schon sehr nahe, wobei in diesem Falle das Davonlaufen schon ein wenig überspitzt ist. Unter Berücksichtigung des Ablaufs wie Wilder Moskau verlassen hat, ist das Davonlaufen jedoch nicht mehr so überspitzt. Zu guter letzt kommt noch hinzu, dass Wilder danach geäussert hat, nie gegen Povekin boxen zu wollen!

        Wilders Selbstvertrauen kann ich nicht einschätzen, aber gemessen an den Gegnern in seinem Kampfrekord, ist dieses nicht so hoch, wie es auf den ersten Blick erscheinen mag und das hätte Wilder schon längst machen können und auch sollen

        Das eine WM für Ustinov für mich noch nachvollziehbar ist, liegt daran, weil Ustinov schon sehr lange ganz weit oben geführt wird, aber noch keine Titel-Chance hatte. Das ich Ustinov noch vor Pulev sehe, obwohl er gegen Pulev verloren hat, mag vielleicht an meinen Vorurteilen gegenüber Pulev liegen, was nicht ihm gegenüber nicht gereade fair sein mag, aber mir fehlt bei ihm der Biss bzw. das Gift. Pulev ist sehr symphatisch, aber als WM kann ich ihn mir nur schwer vorstellen.

        Ortiz sehe ich immernoch als den gefährlichsten Boxer im gesamten Feld. Mal ganz von seiner Reichweite abgesehen, ist er auch ein Southpaw und verfügt über eine ausgezeichnete Ringintelligenz gepaart mit der größten Ringerfahrung. In seinen letzten beiden Kämpfen hat er zwar nicht überzeugt, aber ich vermute da eher taktische Hintergründe, als fehlendes Vermögen.

        Ortiz Kampfrekord ist für mich nicht wirklich ausschlaggebend, wobei ich seinen Sieg über Jennings als geradezu grandios bezeichne. Je besser der Gegner von Ortiz war, desto besser hat Ortiz auch geglänzt. Das mag sich in den nächsten Kämpfen als falsch herausstellen, aber bis dahin ist für mich Ortiz das beste Gesamtpaket und ich weiss nicht, wann ich ein solches das letzte mal gesehen habe. Ortiz einziges Manko sehe ich in seinem Alter!

        Das was mich an Ortiz noch überzeugt, sind die Einschätzungen anderer Boxer, welche seine Qualitäten ähnlich einschätzen.

        • Dieses “Davonlaufen” dreht ihr euch auch immer so wie es gerade passt. Ist immer die einfachste Ausrede, wenn auch haltlos.

          Das das aber nix mit der Realität zu tun hat, ist dir schon klar Digger oder?
          Wenn Wilder keine “Eier” hätte gegen Pove zu boxen, meinst du nicht auch es wäre klüger gewesen den Kampf gar nicht erst zustande kommen zu lassen anstatt anzutreten und dann “Angst” zu bekommen, so das es die ganze Welt mitkriegt? Merkst was? Viel Logik steckt hinter deiner Argumentation nicht.
          Das Pove auch noch gedopt war, kommt hinzu, aber das spielt scheinbar keine Rolle, da er ein netter Kerl ist.

          Allein wenn man sich die beiden anguckt, muss man sich fragen vor was Wilder weglaufen sollte? Pove ist immer noch ein niemand. Im HW hat die Physis oberste Priorität. Das sollte mittlerweile jeder mitgekriegt haben? Und wenn man sich Wilder und Pove anguckt, dann sollte klar sein das Pove absolut niemanden beeindrucken kann mit seiner Physis.
          Außerdem Stiverne war auch ein Brocken, technisch vielleicht nicht so gut wie Pove, aber Physisch mindestens gleichwertig und mit Betonschädel. Und den hat Wilder klar ausgeboxt. Was also sollte ihn daran hindern Pove auszuboxen? Ich weiß echt nicht welchen narren ihr an ihm gefressen habt. Pove hat schon gegen Graf Clinchula bewiesen, dass er absolut kein Mittel findet, um am Jab vorbeizukommen und das gleiche würde ihm gegen Wilder passieren, wenn er nicht schon vorher KO gehen würde. Die Chancen dafür bestehen natürlich auch für Pove, keine Frage, aber wie um Himmelswillen ihr auf den absurden Gedanken kommt, jemand müsste vor Pove angst haben, wird mir für immer ein Rätsel bleiben.

          • 21. Juli 2017 at 18:28

            Meine Antwort dazu ist weiter unten gelandet.

          • 21. Juli 2017 at 19:33

            Ich habe mir das jetz nochmal durchgelesen und möchte noch etwas zum Thema Angst schreiben:

            Wenn Wilder Angst vor Povetkin hat, dann läuft er nicht zu seiner Mama und schreit: “Ich habe Angst!” Er hat auch keine Angst davor, dass ihm Povetkin ein paar Treffer versetzen würde, aber er hat davor Angst, seinen Titel und damit seinen Ruf zu verlieren; denn wenn Wilder gegen Povetkin verlieren würde, wüsste jeder, dass er überhypt war, was er ja auch ist!

            Angst ist nicht gleich Angst. Wilder scheisst sich nicht in die Hose, aber Wilder scheut das Risiko einen Kampf gegen Povetkin zu bestreiten und als Schwergewichtler wird man dann überspitzt, aber auch zurecht, Angshase genannt.

            Du hast doch hier selbst oft genug zum Besten gehalten, dass Klitschko ein Schisser wäre. Und das bei seiner so überragenden Physis. Wie kommt man auf den absurden Gedanken, dass Klitschko auch nur einem einzigen Gegner aus dem Weg hätte gehen sollen, wo er doch so groß und so stark ist.

            Und Du meinst wirklich, für Wilders Presse wäre es besser gewesen, den Kampf gegen Pove erst gar nicht anzunehmen? Wie kommst Du auf diesen absurden Gedanken?

            Wilder hatte bisher eigentlich nur erlesene Gegner und aus diesem Grunde hat er auch eine so schlechte Lobby bei den Fans. Hätte er den physisch schwächeren Povetkin von Anfang an gemieden, hätte sein Ruf noch mehr weiter gelitten. Jetzt kann er behaupten, dass Povetkin gedopt hätte und der an den Mainstream angebundene Otto-Normal-Fan würde ihm das auch noch glauben.

          • 22. Juli 2017 at 01:38

            Ach Fallobsthammer, Dein Nickname ist bei Wilder doch Programm.. Was der “große Sieg” über Szpilka wert ist, hat man ja letztes WE gesehen..

            Nochmal: Ich glaube NICHT, dass Wilder Angst vor Povetkin hat.. Ich glaube, dass von “Team Wilder” einfach realistisch eingeschätzt wurde, wie die Chancen gegen Povetkin zu diesem Zeitpunkt stehen..
            Übrigens ist es schon witzig, dass Du bei anderen Realitätsverlust bemängelst, selbst aber einfach mal Behauptungen aufstellst, die wohl aus einer “alternativen Realität” stammen müssen..
            Mit Aussagen wie “Das Pove auch noch gedopt war” “Pove ist niemand” oder “meinst du nicht auch es wäre klüger gewesen den Kampf gar nicht erst zustande kommen zu lassen” sowie den Vergleichen Stiverne / Povetkin und Klitschko / Wilder drückst Du im Endeffekt sowieso nur aus, dass Du Dich bei diesem Thema nur ungern mit Fakten aufhältst, sondern vielmehr einfach ein wenig provozieren möchtest.. 😉

            Da du Dich fragst, welchen Narren ich am Russen gefressen habe: Ich mag Povetkin, weil er technisch mit das Beste ist, was das HW die letzten 10 Jahre hergegeben hat, weil er für die GK außergewöhnliche Kombinationen schlägt und (last but not least) weil er Manuel Charr so verdammt schön ausgeknockt hat..!

            Btw, beim Boxen geht es eigentlich nicht darum, wer mit eingeöltem Body in knappen Shorts die bessere Figur macht……

          • 22. Juli 2017 at 11:53

            Es ist sehr schade, dass der Fallobsthammer sich dazu nicht äussern wird, so verkommen seine Kommentare immer mehr zu einseitigen Aussage ohne Hand und Fuss!

    • 20. Juli 2017 at 22:53 —

      @ Digger „Wilder vs. Ortiz wird nicht stattfinden.“

      Hmm, könntest Recht haben, aber wenn, liegt das im Augenblick eher an Stiverne (s. meinen Kommentar weiter unten). Wilder und Ortiz wollen den Fight anscheinend und Haymon berät beide, also sollte das technisch leicht zu machen sein.

      „Nein, ich denke auch, dass es die nicht vorhandene Lobby von Ortiz ist, welche ihn von den großen Kämpfen fernhält.“

      Was soll denn das genau sein, eine „Lobby“? Außer Leuten, die mit einem Boxer Geld verdienen möchten. Warum soll jemand nur zum Spaß einen Boxer kleinhalten wollen, wenn mit ihm Millionen zu machen wären? Das ergibt doch wenig Sinn, oder? Außerdem ist Wilder auch nicht gerade ein Burner, vor allem viele Amerikaner können ihn nicht leiden, der Name „Bumzquad“ kommt nicht von ungefähr.

      Einige Kubaner (Solis, Gamboa) haben im Profiboxsport nicht gerade den besten Ruf, das stimmt schon. Aber bei Barrera, Dorticos oder Barthelemy geht doch auch wenigstens ein bisschen was. Pauschalurteile ziehen also nicht wirklich.

      Ansonsten bin ich bei Flo, was Ustinov angeht. Eine Mischung aus Eric Esch und Nikolai Valujew, nur ohne deren Power. Seit dem LKO gegen Pulev nur Obst geboxt. Braucht kein Mensch.

      MfG

      • 21. Juli 2017 at 11:40 —

        Ich würde mich über Wilder vs. Ortiz sehr freuen und wenn dort Verhandlungen stattfinden, hoffe ich auf einen erfolgreichen Abschluss. Glauben werde ich das aber erst, wenn beide im Ring stehen.

        Was die Lobby betrifft, so kann man keider nicht wegleugnen, dass auch im Boxsport die Politik immer mehr Einzug erhält. Das beste Beispiel dafür ist der Umgang mit Povetkin. Einen solchen Boxer muss man boxen lassen und nicht wegen Dopings weg sperren. In beiden Fällen lagen die Werte unterhalb des erlaubten Maßes und was das Meldonium betrifft, so war das überhaupt die größte Farce; denn das Meldonium doch länger nachweisbar ist, war schon vor Povetkin bekannt.

        Kubaner mögen nicht grundsätzlich eine schlechte Lobby haben, aber sie bekommen immer dann eine, wenn sie nach der Krone im Schwergewicht greifen und gerade dann, wenn sich die Krone in den USA befindet. Es gibt eigentlich keine Beiwese dafür, weil ja auch noch nicht soviele Kubaner nach der Schwergewichtskrone gegriffen haben, aber anders kann ich mir nicht erklären, was die Verbände mit Ortiz abziehen.

        • Das sich die ganze Welt gegen Kubaner verschworen hat, kann ich einfach nicht mehr hören.
          Bei Kubanern ist doch generell das Problem, dass sie sich einfach nicht verkaufen können. Lobby hin oder her, niemand kann einen Boxer zum Publikumsliebling formen, wenn dieser nicht sein Maul aufkriegt. Die schuld immer auf andere zu schieben ist schwach.

          Man schaue sich doch die ganzen Kubaner mal an. Die benutzen alle Sekundenkleber als Zahnpasta. Hinzu kommt die Faulheit, nicht englisch lernen zu wollen. Dann braucht man sich doch nicht wundern wenn das beim Publikum nicht ankommt. Der “unschöne” Boxstil ist auch keine ausrede die immer zB bei Rigo gebracht wird. Maiwetter boxt doch laut den meisten Fans auch “langweilig” und trotzdem schauen sich die leute das an, weil er weiß wie er leute dazu bringt ihn entweder zu hassen oder zu lieben.
          Aber wenn man dann einen Rigo sieht der wie ein Chorknabe dasteht, dann juckt das einfach niemanden. Rigo ist ein bewundernswerter Boxer, aber Boxen ist eben auch Show und Business. Das sind keine Amateurkämpfe mehr, das haben die Kubaner immer noch nicht begriffen.

          • 21. Juli 2017 at 14:25

            Wer behauptet denn, dass sich die ganze Welt gegen die Kubaner verschworen haben soll? Und seit wann müssen gute Boxer auch englisch sprechen können?

            Im Ring zählt die Leistung und sonst nichts!

          • 21. Juli 2017 at 14:53

            Digger sorry aber da hast du dir einen gewaltigen Strohmann hergezaubert: klar du hast ja recht IM Ring zählt die Leistung aber ausserhalb? Boxen ist ein Geschäft ( bei dem auch die Boxer einen (grossen) Stück vom Kuchen fordern) also muss es sich auch verkaufen sprich die PR muss stimmen und dazu gehört in den USA auch das du zumindenst gebrochen Englisch spricht sonst hätte ein Sergey Kovalev dort nie ein Fuss in den Ring bekommen und ein wenig Trash-Talk kann auch nicht schaden, ich bin zwar nur anstatzweise Fan von Trash-Talk aber ich bin da wohl ne Aussnahme.

            Also wenn man als Boxer an grosse Kämpfe ran will zählt mit Sicherheit die Leistung aber eben auch die Eigenwerbung 🙂 😉

            MfG

          • 21. Juli 2017 at 17:19

            Klar ist das in Amiland so, aber das hat doch nichts damit zu tun, dass das auch so sein sollte oder das es gar richtig wäre. Ein Boxer definiert sich darüber, einen Gegner in 12 Runden zu besiegen, mehr darf für einen sportlichen und fairen Wettkampf einfach nicht zählen.

            Wenn man einem Boxer nur aufgrund seiner nicht vorhandenen Sprachkenntnisse oder seiner nur ausreichenden Publikumswirksamkeit Kämpfe verweigert, grenzt das an Willkür bis Rassismus und das kann wirklich nicht sein.

            Bei der Promotionsarbeit wird der größte Teil eh von Fachmännern übernommen, welche ihre Boxer entsprechend anpreisen. Das hat auch immer dann gut funktioniert, wenn ein Boxer nur gebrochen die Sprache der Protionsagentur spricht.

            Als die Klitschkos in Deutschland groß wurden, haben sie so gut wie kein Deutsch gesprochen, aber sie haben im Ring überzeugt und entsprechend ihre Kämpfe bekommen.

            Natürlich ist es von Vorteil, wenn Du eine gute Eigenwerbung hast, aber wenn Du ein Top-Produkt zu guten Konditionen anpreist, wird der Kunde auch ohne Werbung kaufen. Und Ortiz ist ein sehr gutes Produkt!

            Trashtalking hin und her, aber während eines Kampfes und danach, erinnert man sich nur sehr wage daran, was vor dem Kampf war. Es zählt im Ring einfach nur die Leistung der Boxer und wenn das anders gehandhabt wird, kann man dafür nicht den Boxer verantwortlich machen.

            Bei Ortiz ist aber nicht einmal so, dass er eine so schlechte Presse hat, nur findet diese nicht ihren Weg in die Schlagzeilen und das bei einem Boxer im Schwergewicht, der technisch seinesgleichen sucht! Es ist ja nicht so, als könne sich das aktuelle Schwergewicht mit Talenten tot werfen!

            Da steckt mehr dahinter und für mich sieht es so aus, dass der HW-WBC-Gürtel nicht an Ortiz bzw. Kuba gehen soll!

  6. 20. Juli 2017 at 22:15 —

    Ortiz gefährlicher für Wilder als Povetkin..? Was genau macht ihn denn gefährlicher..?

    allein schon die 22 cm längere reichweite

    • 21. Juli 2017 at 09:49 —

      …und die Tatsache, dass er kein Russe ist, richtig..? 😉

    • 21. Juli 2017 at 09:58 —

      Mal im Ernst:

      Was beeindruckt Dich an Ortiz dermaßen, dass Du ihn als dermaßen gefährlich einstufst.?
      Einzig wirklich guter Sieg gegen Jennings und das hauptsächlich, weil der Amerikaner damals taktisch komplett versagt hat..
      Povetkin ist wesentlich dynamischer, hat die deutlich besseren Gegner im Record und war über die Jahre wesentlich aktiver (und erfolgreicher..)

      Nicht falsch verstehen, Ortiz wäre trotzdem ein harter Brocken für jeden Gegner, aber an das Level des Russen kommt er mMn nicht ganz heran..!

  7. 21. Juli 2017 at 11:50 —

    Den größten Vorteil von Ortiz gegen über Povetkin sehe ich darin, dass er nicht soviel kassiert wie Povetkin. Aufgrund seiner Physis muss Povetkin ein höheres Risiko als Ortiz gehen und gegen einen sehr schlagstarken Boxer kann das entscheident sein. Ortiz kann die Power der Schläge seiner Gegner besser elimieren als Povetkin, weil Ortiz über eine größere Ringintelligenz verfügt. Er hatte zwar noch nicht so gute Gegner wie Povetkin, aber er hat deutlich mehr Erfahrung!

    Povetkin wirkt für mich nur dynamischer als Ortiz, weil Povetkin dies Dynamik braucht, um seine “schwächere” Physis zu kompensieren.

    • 21. Juli 2017 at 12:31 —

      Deutlich mehr Erfahrung ist nicht richtig..
      Beziehst du das rein auf die höhere Anzahl an Amateur-Kämpfen..?
      Povetkins Amateur-Background ist ja wohl auch nicht schlecht, davon abgesehen hat der Russe eben im Bereich Profiboxen bisher deutlich mehr Erfahrung gesammelt..
      Richtig ist natürlich, dass Povetkins Defence nicht die beste ist.. Da sehe ich auch Vorteile für den Kubaner..
      Bei Povetkin weiß man genau was man hat und das ist definitiv nicht wenig.. Ortiz (aktuelle) Leistungsfähig ist da deutlich schwerer einzuschätzen.. Der direkte Vergleich wäre sehr interessant und wohl auch hochwertiger als eine jeweilige Ansetzung vs Wilder.. Persönlich würde ich eben auf Povetkin setzen, da ich ihn einen Tick stärker einschätze..!

      • 21. Juli 2017 at 14:28 —

        Der Unterschied zwischen beiden ist ja nun auch nicht SO groß. Im Ring sehe ich allerdings Ortiz als den souveräneren Boxer. Ein direkter Vergleich wäre genial und ich würde auf keinen Boxer setzen, aber glauben, dass Povetkin verliert bzw. Ortiz gewinnt!

        • 21. Juli 2017 at 17:28 —

          Wobei das auch eine Frage der Gegner ist..
          Geghen Takam beispielsweise wäre Ortiz wohl auch nicht so souverän wie gegen Scott und Konsorten…

          • 21. Juli 2017 at 18:23

            Klar ist das eine Frage der Gegner und ob Ortiz gegen Takam nicht so souverän gewesen wäre, ist nur eine Spekulation, die nicht wahr sein muss!

            Ich fand Ortiz gegen Scott gar nicht mal so souverän. Ich hatte vielmehr den Eindruck, dass er gerne souveräner gewesen wäre, aber nicht souveräner sein sollte. Ortiz ist der meistgemiedene Boxer im Schwergewicht und das liegt nicht an seiner Promotion sondern daran, dass er einfach für jeden im Schwergewicht blitzgefährlich ist. Er ist der rundum kompletteste Boxer und so wie er Jennings ausgeboxt hat, war klar, dass niemand gegen ihn freiwillig boxen würde, wenn er sich davon nicht einen imensen Schub in seiner Karriere versprechen würde!

            Aber noch etwas zu der Erfahrung:
            Povetkin hat natürlich mit 207 zu 121 Runden mehr Profierfahrung als Ortiz, aber die Rundenzahl allein sagt nicht viel über die Erfahrung eines Boxers aus. Klitschko hat 369 Runden geboxt aber er hat nur Erkenntnisse passend zu seinem Stil gesammelt. So ist Klitschko nur ein Meister im Drücken Klammern und Schubsen, aber wenn er selbst einen Schwinger kassiert verhält er sich absolut unbeholfen und er ist auch nicht in der Lage, eine Gegner klassisch auszuboxen. Da helfen ihm all seine Erfahrungen leider gar nichts.

            Lennox Lewis hatte nur 225 Runden geboxt, aber er hat scheinbar sämtliche Erfahrungen im Ring für sich nutzen können und obwohl er Klitschko sogar in der Physis ein wenig unterlegen war, hätte Wladimir gegen ihn nur ein KO-Chance gehabt.

            Um nutzvoll Erfahrung sammeln zu können, bedarf es auch der Fähigkeit, im Ring lernen zu können und das fehlt heute sehr vielen Boxern.

    • 21. Juli 2017 at 14:38 —

      Hmm, Ortiz vs. Pove … wer ist der Bessere? Interessante Diskussion, sicherlich wäre das der bestmögliche Kampf außerhalb der Boxer, die schon einen WM-Gürtel tragen.

      @ Polonia – It’s the reach, that i preach … wenn es so einfach wäre, würde bspw. Wilder niemals in seinem Leben einen Kampf verlieren. Andererseits sprechen Gegner wie Perez, Klitschmann, Chagaev, Takam, Chambers, Byrd, usw. schon für Povetkin. Beinarbeit/Schnelligkeit sehe ich auch bei ihm. Ortiz dürfte ein bisschen mehr Power haben und die Ringintelligenz sehe ich, um ehrlich zu sein, ziemlich gleich verteilt. Beide würde ich als ausgesprochen intelligente Boxer bezeichnen. Wo ich Vorteile bei Ortiz sehe, ist die Schlagvariabilität. Jab, harte Gerade, Haken, Check-Hook, Uppercut, er hat wirlich alles drauf und das in vielen möglichen Kombos. Povetkin sehe ich da einen kleinen Tuck stereotyper (osteuropäische Schule). Dazu ist der Kubaner natürlich Rechtsausleger und als solcher extrem unangenehm zu boxen. Tja, ich hoffe in erster Linie natürlich auf Wilder/Ortiz, aber gegen Povetkin … wer würde sich das nicht anschauen?

      • 21. Juli 2017 at 17:51 —

        Dem ist praktisch nichts hinzu zu fügen..!

      • 21. Juli 2017 at 17:58 —

        Wo ich Vorteile bei Ortiz sehe, ist die Schlagvariabilität. Jab, harte Gerade, Haken, Check-Hook, Uppercut, er hat wirlich alles drauf und das in vielen möglichen Kombos.

        Und das finde ich schon sehr entscheident in einem Boxkampf, was aber nicht heissen soll, dass Ortiz der haushohe Favorit für mich wäre. Aber unterm Strich sehe ich Ortiz vorne, weil Pove den Schlagabtausch suchen muss und dabei etwas finden könnte, was seine bisherigen Gegner nicht hatten.

        Povetkin hatte ohne Zweifel die besseren Gegner als Ortiz, aber Pove hat dabei auch meistens mehr eingesteckt als Ortiz und gegen Ortiz könnte es sogar nochmehr werden, weil Ortiz nun mal ein gerissener Fuchs mit Affenarmen und imenser Power ist. Perez war richtig gut, aber nicht so variabel wie Ortiz!

        Ortiz ist aufgrundd seiner Arme (Reichweite) als ziemlich groß einzuschätzen und damit hatte Pove nunmal Probleme, weil er so schwierig an den Mann herankommt. Gegen Klitschko war das nicht so schlimm, weil Klitsche wiederum mit Poves Dynamik nicht viel anfangen konnte, aber bei Ortiz sehe ich das etwas anders!

        • 21. Juli 2017 at 18:30 —

          Naja.. Für meinen Geschmack siehst Du Ortiz etwas besser, als er ist.. Anber ne knappe Kiste wäre es allemal..

          “weil Pove den Schlagabtausch suchen muss und dabei etwas finden könnte, was seine bisherigen Gegner nicht hatten. ”

          Sorry, aber so außergewöhnlich ist Ortiz nun auch wieder nicht.. Pove hat als Olympiasieger und Ex-Weltmeister wohl schon einiges gesehen, auch einen Puncher der variabel schlagen kann..

          • 21. Juli 2017 at 18:43

            Ich sehe Ortiz aber nicht nur als Puncher, der variabel schlagen kann. Und welchem Rechtsausleger mit einer Reichweite von 213cm!!! und variablen Punch, hat Pove schon gegenübergestanden?

            Vielleicht hättest Du ja recht und Pove würde Ortiz besiegen. Mir wäre es recht schnuppe, denn alle technisch versierten Boxer bewundere ich bei der Ausführung ihrer Kunst.

          • 21. Juli 2017 at 18:43

            Schade wäre nur, dass dann einer von beiden wahrscheinlich seine Karriere beenden würde!

          • 21. Juli 2017 at 18:53

            Nicht missverstehen, ich würde das wie gesagt als enge Kiste zwischen den beuiden technisch besten HWs sehen..
            Ich sehe Pove nur leicht im Vorteil und keinesfalls als deutlich überlegen..
            Wäre in jedem Fall ein absolutes Highlight, gerade fürs HW..!

          • 21. Juli 2017 at 19:53

            Für mich stellt es kein Problem dar, dass Du Povetkin im Gegensatz zu Ortiz für den besseren Boxer hältst. Wenn man all seine Argumente gebracht und die seiner Dikutanten gelesen hat, dann darf man und soll man auch zu dem Schluss gelangen dürfen, der für einen persönlich der richtige ist!

            Vielleicht bekommen wir ja einmal die Gelegenheit, diesen Kampf auch wirklich zu sehen!

            Aufgrund der negativ Propaganda wird es Povetkin nicht leicht haben, einen Titel-Kampf zu bekommen und für Ortiz gilt ähnliches. Wenn es sich nun ums Boxen dreht und nicht nur um die Kohle, dann wäre beiden nahe zu legen, sich zu einigen, bevor sie von ihrem Alter übermannt werden.

            Lieber einen guten und anspruchsvollen NO-WM-Kampf mit wenig Geldgewinn, als zweitklassige Kämpfe mit genausowenig Geld. Wenn Raybinski versteht, dass man Povetkin zeitgerecht keine WM-Kämpfe anbieten wird,m dann könnte er mit Povetkin vs. Ortiz einen riesen Event auf die Beine stellen:

            “Der wahrscheinlich qualitativ hochwertigste Kampf im Schwergewicht, seit gefühlten zwanzig Jahren. Viele Boxfans würden dafür Geld ausgeben und die Wetten wären selten ausgeglichen!

    • 21. Juli 2017 at 16:28 —

      Übrigens – einen tollen kubanischen Boxer finde ich in diesem Zusammenhang Sullivan Barrera. Aggressiver Boxer-Puncher, der sich auch von Rückschlägen/Knockdowns nicht unterkriegen lässt, unterhaltsamer Stil, technisch top und kommt dabei sehr sympathisch rüber, unter anderem auch deshalb, weil er gutes kolloquiales Englisch spricht. Ihm würde ich eine Titelchance (vielleicht gegen Stevenson) extrem gönnen.

  8. 21. Juli 2017 at 18:26 —

    @Fallobst

    Wenn Wilder hätte gegen Povetkin kämpfen wollen, dann wäre er nicht überstürzt aus Moskau abgehauen, noch bevor relevante Entscheidungen getroffen wurden. Auch hätte er Povetkin nicht auf Schadensersatz verklagt, sondern eine neue Ansetzung gefordert, aber diese hat Wilder ja kategorisch ausgeschlossen. Und das, weil Nanopartikelchen Meldonium in Povetkins Blut gefunden wurden! Mal ganz im ernst, Dr, aber Du weißt schon, dass Wilder selbst dopt und man bei ihm auch Rückstände finden würde?

    Klar wären sie vor einem Kampf genauso gering vorhanden, weil Wilder ja nicht blöd ist, aber Wilder kennt das Geschäft des Leistungsaufbaus außerhalb vom Ring. Als fairer Boxer mit Eiern in der Hose, hätte er maximal für eine Verschiebung des Kampfes eintreten sollen.

    Und dann frage ich mich natürlich, warum der Dr, einfach nicht verstehen will, dass Povetkin nicht des Dopings überführt wurde? Er wurde auch nicht gesperrt oder sonst irgendetwas. Die Dopingvorwürfe gegen Povetkin basieren auf unhaltbare Anschuldigungen, welche übrigens trotz nachweisbarer Falschheit, ihren Weg in die Schlagzeilen gefunden haben. Allerdings weigert sich der WBC ohne Grundlage, Povetkin wieder ins Ranking aufzunehmen!

    Na Prosit Wilder, Du hast eine Megapower, aber wer steht schon auf Feiglinge!

    Tyson hat übrigens für das Schwergewicht miese physische Voraussetzungen. Er hat sie kompensiert und obwohl die Physis oberste Priorität im Schwertgewicht darstellen soll, hat Tyson im Schwergewicht Geschichte geschrieben. Wie konnte das nur passieren!

    Boxen ist ein intelligenter Sport, bei dem die Physis eben nicht alles ist. Dafür gibt es neben Tyson noch viele andere Boxer, welche das bewiesen haben. Das heißt aber nicht, dass eine hervorragende Physis automatisch dumm macht. Nein, auch physisch hervorragende Boxer können sehr intelligent boxen. Aber eben nicht Wilder. Dafür hat er mit dem Boxen viel zu spät angefangen!

    Und dann dieser Quervergleich mit Povetkin und Stiverne. Ich muss Dich fragen, was das soll? Stiverne ist mit Povetkin nicht annähernd vergleichbar! Von der Physis her vielleicht, aber von der Ringintelligenz? Stiverne ist eher so etwas wie Andriy Rudenko! Er hat mehr Power als Rudenko, aber gegen technisch versierte Boxer hat er nur eine kleine KO Chance. Wenn Du gegen Stiverne den Infight vermeidest, kannst Du kaum noch durch KO verlieren!

    • 22. Juli 2017 at 02:29 —

      Wenn Wilder hätte gegen Povetkin kämpfen wollen, dann wäre er nicht überstürzt aus Moskau abgehauen, noch bevor relevante Entscheidungen getroffen wurden. Auch hätte er Povetkin nicht auf Schadensersatz verklagt, sondern eine neue Ansetzung gefordert,

      jeder auch du sagte im boxen gehts ums geld

      mit welchem sinn hätte wilder sich einem auf positiv getesteten povetkin stellen wenn er NICHT kämpfen muss ihn verklagen kann und trzd geld bekommt?

      Dr, aber Du weißt schon, dass Wilder selbst dopt und man bei ihm auch Rückstände finden würde?

      achso wie kommst du zu der erkenntniss?

      hast du etwa was gegen us americaner?

      einfach so ein unschuldigen ami derart zu beschuldigen !?

      du hast aufjedenfall was gegen amerikaner

      Und dann frage ich mich natürlich, warum der Dr, einfach nicht verstehen will, dass Povetkin nicht des Dopings überführt wurde? Er wurde auch nicht gesperrt oder sonst irgendetwas. Die Dopingvorwürfe gegen Povetkin basieren auf unhaltbare Anschuldigungen, welche übrigens trotz nachweisbarer Falschheit, ihren Weg in die Schlagzeilen gefunden haben. Allerdings weigert sich der WBC ohne Grundlage, Povetkin wieder ins Ranking aufzunehmen!

      jap povetkin 2 x positiv getestet dopt nicht

      und wilder nicht getestet dopt

      yo.

      hoffe es gibt ein wilder ortiz würde ortiz durchaus eine 40% siegchance zutrauen

      povetkin eine in etwa nur 20% chance

      wenn wilder gegen povetkin so kämpfen würde wie gegen szpilka

      würde wilder wohl ko gehen oder es würde sehr eng werden zumindest in russland

      wenn er aber wie gegen stiverne auf distanz geht und eher die sichere nummer geht

      würde ich povetkin echt kaum chancen einräumen

      • 22. Juli 2017 at 08:58 —

        Du musst Dich zuerst einmal um das Wissen bemühen, was Doping ist, wie weit man dopen darf und wie verbreitet legales Doping eigentlich ist. Ansonsten ist es recht irrelevant sich mit Dir darüber zu unterhalten.

        Als kleiner Hinweis:
        Leistungssport, so wie er uns in den Medien präsentiert wird, ist ohne Doping gar nicht möglich. Die Kunst ist nur, sich dabei nicht erwischen zu lassen, bzw. Mittel zu finden, welche nicht als illegal eingestuft werden.

        Und Wilder hat gegen Povetkin und Ortiz eigentlch nur die Chance auf einen KO. Bei Wilders Power ist diese Chance jedoch recht groß; denn was Wilder einmal richtig trifft, steht zumeist nicht mehr zeitgerecht auf. Dennoch ist Wilder von einem adäquaten Boxstil weit entfernt, womit sich für einen guten Techniker viele Lücken ergeben.

        • 22. Juli 2017 at 10:09 —

          Du musst Dich zuerst einmal um das Wissen bemühen, was Doping ist, wie weit man dopen darf und wie verbreitet legales Doping eigentlich ist. Ansonsten ist es recht irrelevant sich mit Dir darüber zu unterhalten.

          gott junge

          ja natürlich am besten ich studiere das thema doping.

          Die Kunst ist nur, sich dabei nicht erwischen zu lassen, bzw. Mittel zu finden, welche nicht als illegal eingestuft werden.

          wenn es legal ist, ist es für mic kein doping auch wenns leistungssteigernt wirkt PUNKT !

          Und Wilder hat gegen Povetkin und Ortiz eigentlch nur die Chance auf einen KO.

          dein ernst?

          du boxexperte !!!!!!!!!!!!!!!!!

          sinnlos dich zu beachten

          leb wohl

          • 22. Juli 2017 at 11:30

            Du musst ja nicht das Thema Doping gleich studieren. Es würde genügen, sich ausreichend mit dem Thema zu befassen, bevor man sich nur halbwissend dazu dazu äussert. Dein Problem ist aber, dass Du Wissen, welches man Dir hier bereits oftmals zu vermitteln versuchte, einfach ignorierst!

            Somit muss man sich immer im Kreis drehen, wenn man sich mit Dir darüber auseinandersetzt. Ähnlich problematisch ist es, wenn man mit Dir über russische Boxer schreibt!

            Und wenn Du glaubst, dass WIlder Povetkin ausboxen könnte, dann ist das Dein gutes Recht und es ist auch nicht vollständig auszuschliessen, das es so kommen könnte, aber die Wahrscheinlichkeit ist eher gering. Und für diese Erkenntnis muss man wahrlich kein Experte sein!

          • 22. Juli 2017 at 11:57

            Dein Problem ist aber, dass Du Wissen, welches man Dir hier bereits oftmals zu vermitteln versuchte, einfach ignorierst!

            Somit muss man sich immer im Kreis drehen, wenn man sich mit Dir darüber auseinandersetzt. Ähnlich problematisch ist es, wenn man mit Dir über russische Boxer schreibt!

            natürlich ignoriere ich es/schenke dem keine beachtung warum auch?

            ich weiß was ich weiß, und da können mir noch so viele intelligenzkrüppel was über doping erklären oder mir sagen ich hätte was gegen russen.^^

            allein schon aus dem letzten punkt seh ich mich um klassen intelligenter als 95% der user hier.

            wenn ich so ein ein intelligenzverweigerer wäre würde ich auch jedem der einen boxer kritisiert rassismus vorwerfen 😀

            ihr hab doch alle was gegen, amerikaner, serben,ukrainer, mexikaner, usw..

            das gesagt wird man hat was gegen russen nur weil man ein russischen boxer kritisiert, kommt nicht von einem sondern von vielen usern

            spiegelt den wahnsinnig hohen IQ der mitglieder dieser seite wieder,

            alles professoren

            und eig keine beachtung wert

  9. 22. Juli 2017 at 01:39 —

    À propos – boxingscene.com/ustinov-vs-oquendo-vacant-wba-title-play-october-2–118730

    Das Ganze soll in Baku, Aserbaidschan stattfinden!
    Die WBA übertrifft sich mal wieder selbst.

    • 22. Juli 2017 at 02:22 —

      ustinov sollte sich den titel holen
      danach würden wohl fights gegen miller und charr folgen wenns nach dem ranking geht gegen miller wärs ein halbwegs guter fight

    • 22. Juli 2017 at 09:02 —

      Und warum jetzt Ustinov und nicht Pulev?
      Ich persönlich begrüße das, wäre aber trotzdem für weitere Informationen dankbar!

      • 22. Juli 2017 at 10:11 —

        weil die liste so ist

        1. Luis Ortiz
        2. Alexander Ustinov
        3. Shannon Briggs
        4. Fres Oquendo
        5. Wladimir Klitschko
        6. Manuel Charr
        7. Jarrell Miller
        8. Kubrat Pulev
        9. Trevor Bryan
        10. Andriy Rudenko
        11. BJ Flores
        12. Otto Wallin
        13. Christian Hammer
        14. Kyotaro Fujimoto
        15. Guillermo Jones

        und nicht so

        1.Pulev

        • 22. Juli 2017 at 11:22 —

          Die Tabelle stützt meine Aussge von weiter oben, dass ich Ustinov für einen WM-Kampf vor Pulev vorziehen würde. Danke Polonia!

          Es handelt sich bei Ustinov vs. Oquendo nicht um einen WM-Kampf, aber der Kampf danach.

          • 22. Juli 2017 at 14:50

            digger stubble
            22. Juli 2017 at 11:22

            „Es handelt sich bei Ustinov vs. Oquendo nicht um einen WM-Kampf, aber der Kampf danach.“

            Doch, Digger, auch wenn es für beinahe JEDEN Boxfan unverständlich ist, hier soll tatsächlich der „regular“ WBA WM-Titel ausgeboxt werden!

            Ermöglicht ist das nur aus einem Grund: die WBA hatte immer betont, dieser „regular“ Titel würde nur noch aufgrund alter Ansprüche bestimmter Boxer ausgefochten und danach eliminiert werden . Vermutlich stellt Oquendo jetzt diese Ansprüche (aufgrund des nie stattgefundenen Rematches vs. Chagaev) – siehe den Komment von Polonia, nachdem Briggs, Browne etc. wegen Dopings gesperrt wurden, bzw. nach ihren Sperren noch nicht wieder oben im Ranking sind. Warum allerdings der Gegner Oquendos nicht Luiz Ortiz heißt (der schon mal „Interim-WM“ war, aber das ist im Gegensatz zum „regular“ KEIN WM-Titel, sondern heißt nur, dass du als solcher, im Falle einer Rückkehr des wirklichen WM, in diesem Fall des „regular WM“, sofort PH,wirst), das kann dir vermutlich nichtmal Gilberto Mendoza selbst erkären.

          • 22. Juli 2017 at 14:56

            Eine Möglichkeit fällt mir übrigens grad ein, es könnte sein, dass Mendoza Ortiz als PH für den „Superchamp“ AJ vorgesehen hat und er somit quasi schon „zu hoch gerankt“ ist, um als Gegner für Oquendo in Frage zu kommen. Allerdings wird es ja zu 99,9 % zu einem Rematch Klinschmann vs. AJ in LV kommen, insofern wird dieser Kampf, wenn überhaupt, jenseits Ortiz’ 40. Geburtstages stattfinden.

          • 23. Juli 2017 at 19:10

            Danke für die ausführliche Erklärung, Fetti!

            Ich komme mit den Strategien der Verbände einfach nicht zurecht. Dort herrscht mir einfach zuviel Willkür, welche den wichtigsten Bestandteil des Sports nach und nach eliminieren: “Fairness”.

            Das Ortiz für Oquendo zu hoch gerankt sein könnte, nur weil irgendjemand ihn für Joshua vorgesehen hat, obwohl dieser vorerst nicht kämpfen wird, weil sich der Verlierer Klitschko bisher immer noch nicht zu einer Entscheidung hat durchringen können, ob er überhaupt den Rückkampf möchte, stinkt gewaltigst zum Himmel.

            Ich gehe dann mal davon aus, dass Klitschko sich mit der Entscheidung noch ein wenig Zeit lassen wird. So werden dann Kämpfe mitunter politsch entschieden, ohne das diese überhaupt stattfinden.

            Prima, dann müssen ja nur noch die Verbände aufgelöst werden, um wieder vernünftiges Boxen sehen zu können; denn ein vernünftiges Ranking aller Pro-Boxer scheint ohne die Verbände viel fairer möglich zu sein.

          • 23. Juli 2017 at 20:34

            Kann es nicht sein, dass Ustinov die Chance auf den Titelkampf bekommen hat, weil Ortiz sich 2016 trotz gültigen Vertrages geweigert hat, seinen damaligen WBA-Interims-Titel gegen den Russen zu verteidigen..?
            Der Sieger der Ansetzung wäre doch damals PH von WK oder Fury geworden..

          • 24. Juli 2017 at 02:03

            @ Flo – da könntest du Recht haben, ich weiß es aber nicht. Ist es deinerseits eine Vermutung oder hast du Quellen? Ich weiß, der Kampf war mal im Gespräch, aber dann wurde Ortiz unzufrieden mit den Bedingungen bei GBP und wechselte zu Hearn. Ob er sich tatsächlich geweigert hat, wie du es ausdrückst, oder der Fight im Zuge dessen lediglich aufgrund unglücklicher Umstände nicht stattfand, who knows? Da Ustinow damals (oder immer noch?) ja von Warren und Rabinsky copromotet wurde, hätte es sicherlich Möglichkeiten gegeben, mit Matchroom zusammenzuarbeiten. Es hieß dann aber ja, Hearn wolle Ortiz bewusst als Gegenspieler zu AJ in England aufbauen, um dann zuguterletzt Unification Fights zu ermöglichen. Aber nach den Leistungen Ortiz’ vs. Allen und vor allem vs. Scott hatte da wohl niemand so richtig Bock drauf, oder es lief jedenfalls nicht so zwischen Eddie und Ortiz.

            Wie auch immer, ihr habt sicher die neueste Entwiklung mitbekommen, da ausgerechnet jetzt, wo Stiverne nicht einverstanden war, zur Seite zu treten und so einen Kampf zwischen Wilder und Ortiz zu ermöglichen, der Haitaner angeblich einen unangekündigten VADA-Test „verpasst“ haben soll. Gegen ihn lagen ja eh schon einige Verdachtsfälle vor, insofern ist es für die WBC jetzt ein Leichtes, ihn zu suspendieren. Lt WBC-Rules: verpasster Test = positiver Test, da wird kein Unterschied gemacht; jeder Kämpfer muss sich abmelden und über seinen Aufenthaltsort Bescheid geben, wenn er nicht zuhause/im Gym ist und 24/7/365 für Dopingkontrollen zur Verfügung stehen.

            Da können sich Verschwörungstheoretiker aller Couleur jetzt wieder die Köpfe zerbrechen. Aber die Chancen für einen Fight Wilder vs. Ortiz sind definitiv gestiegen! Hintergrund des plötzlichen Sinneswandels
            Wilders/Haymons könnte übrigens sein, durch einen Sieg über den bei der WBA an #1 gerankten Ortiz Druck auf Joshua zu bekommen für einen Unification-Fight nächsten Jahr. Hab ich mir aber lediglich in meinem kleinen fettundmuskelhirn so zusammenfantasiert. Es kann jedoch auch völlig anders sein, nämlich dass Wilder nur wieder ein großes Bruhei veranstaltet und am Ende gegen Breazeale oder Martin eine Opferverteidigung bestreitet – Business as usual.

          • 24. Juli 2017 at 09:47

            Wilder vs. Ortiz wäre auf jeden Fall eine Top-Ansetzung. Könnte zwar gefährlich werden für Ortiz, könnte aber auch die Chance seines Lebens sein, wenn dieser Kampf tatsächlich zustande kommen sollte.

            Wenn Ortiz den WBC-Titel inne hätte, stünde einem Kampf gegen Joshua nur noch Klitschko im Wege. Gibt es da eigentlich schon irgendein Vorwärtskommen? Bzw. wieviel Zeit hat Klitschko eigentlich, um sich entscheiden zu können.

            Was Ortiz vs. Ustinov betrifft, so erinnere ich mich da wage an etwas, weiss es aber nicht mehr genau. Ortiz hat aber nicht vor Ustinov gekniffen, irgendetwas vertragliches war dafür die Ursache.

        • 22. Juli 2017 at 11:32 —

          Polonia, kannst Du mir jetzt auch noch erklären, warum dann nicht Ortiz gegen Oquendo boxt? Die Liste ist doch so:

          1. Luis Ortiz
          2. Alexander Ustinov
          3. Shannon Briggs
          4. Fres Oquendo
          5. Wladimir Klitschko
          6. Manuel Charr
          7. Jarrell Miller
          8. Kubrat Pulev
          9. Trevor Bryan
          10. Andriy Rudenko
          11. BJ Flores
          12. Otto Wallin
          13. Christian Hammer
          14. Kyotaro Fujimoto
          15. Guillermo Jones

          und nicht so

          1.Alexander Ustinov

          • 22. Juli 2017 at 12:00

            sehr gute frage

            ortiz ist schon seit 100 jahren ganz oben in den rankings.
            und hätte schon lange eine titel chance bekommen sollen.

            warum er die nicht bekommt/bekam ist eine gute frage.

            ein paar intelligente user der seite hier meinen es sei aus politischen gründen man wolle verhindern das es einen kubanischen wm gibt.

            aber ja genau wie man anscheinend verhindern will das es ein russischen wm gibt und ihm desswegen doping unterjubelt. ^^

            ich persöhnlich glaube ortiz ist einfach in einer ungünstigen lage mit promoter titel bemühungen usw

            wer weis was da wirklich ist.
            einfach nur unglücklich für ihn.

          • 22. Juli 2017 at 12:35

            Ortiz hat einfach nur Pech und Oquendo hat einfach nur Glück?

            Wenn das mal nicht ein wenig blauäugig ist!

          • 22. Juli 2017 at 12:38

            oquendo bekommt die chance nur weil er sie sich DAMALS eingeklagt hatte. !

          • 22. Juli 2017 at 15:30

            Polonia, hatte Oquendo die Chance denn damals verdient..?

          • 23. Juli 2017 at 23:04

            flo hat es ja schon richtig gesagt. Ortiz hat damals gegen Ustinov “gekniffen” und viel damit im WBA PH ranking hinter alle zurück. die Rangliste ist irrelevant solangen es noch leute gibt deren PH status besteht und die damit einen wm kampf garantiert haben. dies waren damals übrigens: klitschko, chagaev, Browne, oquendo und Ustinov (damit alle vor Ortiz!). wie briggs dann da rein gerutscht ist weis keiner so genau. naja klitschko hat seine chance zwar schon bekommen aber darf nochmal zum rematch, chagaev, Browne und briggs sind erledigt bzw. haben sich selbst erledigt. bleiben also oquendo, ustinov und Ortiz und zwar genau in der Reihenfolge. die ersten beiden bekommen jetzt ihre chance. und Ortiz dann anschließend. entweder gegen den Sieger oder gegen den Sieger von Joshua – klitschko. wobei der ja zuerst gegen pulev ran muss. würde also sinn machen Ortiz dann gegen den Sieger oquendo – Ustinov anzusetzen. wobei der da dann wahrscheinlich wieder kneift!

          • 24. Juli 2017 at 02:26

            @ Brennov – Interims-WM – und ein solcher war Ortiz – bedeutet aber, ein Recht zu besitzen, den WM, sobald dieser wieder zu kämpfen bereit ist, herauszufordern. Dies bezieht sich in diesem Falle auf den damaligen „regular WM“ (also Chagaev, dann Browne) und nicht etwa auf den „WBA-Superchamp (das war damals noch Fury). Browne wurde suspendiert, Oquendo hatte sich erfolgreich auf ein Rematch gegen Chagaev eingeklagt, aber dieser war nach der Niederlage gegen Browne zurückgetreten. Also müsste in diesem Fall doch der Interims-WM, also Ortiz, das Recht besitzen, gegen den übriggebliebenen Fighter, nämlich Oquendo, um den regular Titel zu kämpfen?

            Wo TF kommt denn da jetzt Ustinov ins Rennen, deiner Meinung nach? Und wann genau hat Ortiz vor ihm „gekniffen“ – bitte Quellen und nicht einfach nur Vermutungen! Ich habe jedenfalls nie eine Meldung gelesen, dass Ortiz offiziell der Interimstitel aberkannt wurde. Ich kann mich täuschen, aber eine ziemlich unbegründete Behauptung überzeugt mich da nicht.

          • 24. Juli 2017 at 10:00

            Ich meine mich zu erinnern, dass Ustinovs Management vertraglich die VADA auschliesen wollte und Ortizs Management war damit aber nicht einverstanden. Leider findet man darüber nicht sehr viel, also ohne Gewähr!

            In diesem Falle könnte ich Ustinov allerdings verstehen. Er ist auch nicht mehr der jüngste und wenn ihm soetwas wie Povetkin “passiert”, würde er sich nicht so schnell davon erholen können, wie Povetkin.

            Und wenn es tatsächlich so war, könnte ich aber auch Ortiz verstehen.

          • 24. Juli 2017 at 12:14

            @ FuM: klar hätte der interims wm dieses recht. aber Ortiz hat den titel freiwillig niedergelegt, da er nicht gegen seinen PH Ustinov verteidigen wollten (wäre zeitgleich mit chagaev – Browne gewesen) daher hat er jedes recht verwirkt!

          • 24. Juli 2017 at 12:18

            boxingscene.com/luis-ortiz-vs-ustinov-pulled-from-canelo-smith-hbo-ppv–107337

            googlen müsstest du eig. selber können aber ich hab dir mal ne Meldung gesucht. der kampf war von der wba angeordnet und schon angesetzt. dann hat Ortiz ihn abgesagt mit der Begründung der kampf bringe ihm nicht und hat den titel niedergelegt!

          • 24. Juli 2017 at 13:56

            von Brennov:
            …dann hat Ortiz ihn abgesagt mit der Begründung der kampf bringe ihm nicht und hat den titel niedergelegt
            ——–
            Ich habe mir den Link angeschaut, aber daraus geht nicht hervor, dass Ortiz gesagt hat, das ihm der Titel nichts bringen und er den Titel niederlegen würde.

            Allerdings verfüge ich auch nur über bescheidene Englisch-Kenntnisse und will nicht ausschliessen, dass ich es einfach falsch übersetzt habe. Vielleicht könntest Du die entsprechende Textzeile ja hier hin kopieren,. dass wäre auf jeden Fall hilfreich!

          • 24. Juli 2017 at 15:01

            Genau – @ Digger, das steht da keinesfalls drin. Da steht, Hrunov (sorry, nicht Rabinsky, wie oben von mir geschrieben) behauptet, Ortiz habe sich unkorrekt und „bösgläubig“ (acting in bad faith) verhalten. Von offizieller Seite (WBA) ist hier überhaupt nicht die Rede.

            @ brennov – Trotzdem Danke für die Quelle, habe ich damals nicht mitbekommen. Aber „Ortiz hat das Recht auf einen Ttitelkampf verwirkt“ – das kann ich aus dem Artikel beim besten Willen nicht herauslesen, und auch die üblichen antikubanischen Kommentare der Amis im Thread unten bringen einen da nicht weiter. Und, was deiner Logik da widerspricht ist, dass es heute wieder an #1 gerankt ist in diesem Verband. Wie bekommst du das zusammen? Und warum ist Ustinov nach Siegen über u.a. Harris, Walker, Airich, Love, Tua (lol) wieder so weit oben?

          • 24. Juli 2017 at 15:13

            googlet selber. ich habe nur einen Artikel zu dem Thema gepostet. es gab viele davon. im Endeffekt soll es um Probleme zwischen Ortiz und seinem managment warum er dann auch gewechselt ist. damals dann zuerst zu hearn. der titel wurde dann niedergelegt und Ortiz boxte im nächsten kampf nur noch um den inter Conti titel.

          • 24. Juli 2017 at 15:18

            bösgläubig“ (acting in bad faith)
            —–
            Das passt zumindest zu der VADA-These, an Ortiz Stelle würde ich mich auch nicht darauf einlassen wollen, die VADA von diesem Kampf auszuschliessen. Aus Hrunovs Sicht wäre das “bösgläubig”, denn ich gehe nicht davon aus, dass er die VADA raus halten will, damit Ustinov frei dopen kann.

            Aber wie gesagt, ich weiss nicht was da vorgefallen ist und spekuliere nur!

          • 24. Juli 2017 at 15:44

            …googlet selber. ich habe nur einen Artikel zu dem Thema gepostet…

            Und Du hast auch das geschrieben:

            …dann hat Ortiz ihn abgesagt mit der Begründung der kampf bringe ihm nicht und hat den titel niedergelegt!…

            Jetzt habe ich schon eine ganze Zeit lang gegoogelt, aber Deine Aussage, dass Ortiz den Titel niedergelegt hat, weil ihm der Kampf nichts bringen würde, ist bisher nirgendwo zu finden und ich frage mich, warum du nicht einfach den Link benennen kannst, wo Du das gelesen haben willst.

            Fetti, erwähnte bereits, dass Ortiz an 1 gerankt ist und Deine These daher ein wenig unlogisch wäre. Verstehe mich bitte nicht falsch, aber Ortiz ist eine Bereicherung fürs Schwergewicht und ich glaube das fast alle hier gerne wissen würden, warum er einfach keinen Kampf bekommt. Alle bisher angeführten Begründungen und Ursachen sind rein spekulativ und es wäre nützlich, endlich einmal Fakten dazu zu erhalten!

            Ortiz wird doch irgendwann einmal Stellung dazu bezogen haben! Warum ist dies nirgendwo einlesbar?

            geschrieben, dass Ortiz vor Ustinov gekniffen hat

          • 24. Juli 2017 at 16:20

            Ich bin da voll beim Digger, das Ganze riecht mächtig „fishy“. Und ich bin erwiesenermaßen nicht unbedingt pro Ortiz. Aber es braucht auch nicht unbedingt besonders viel Sachverstand, um zu bestimmen, wer der bessere Fighter ist und daher die #1 im Ranking und eine Titelchance verdient, Luis oder Ustinov. So etwas geht nur, wenn man beide Augen schließt und die Rankingplatzierungen mit der Lostrommel oder nach Gutsherrenart verteilt. Nur aufgrund irgendwelchen Anschuldigungen Hrunows Ortiz den Interim entziehen (und das ist noch nichtmal irgendwo dokumentiert, dass er überhaupt entzogen wurde), hallo? Wie lange hat es bspw. bei Ward gedauert, als dieser verletzungs- und dann promoterbedingt seinen Titel nicht mehr verteidigen konnte bzw. wollte? Gefühlte Äonen.

  10. 22. Juli 2017 at 21:03 —

    Was haltet ihr von dieser P4P Liste:
    1. Saul Alvarez
    2. Andre Ward
    3. Terence Crawford
    4. Vasyl Lomachenko
    5. Gennady Golovkin
    6. Anthony Joshua
    7. Shinsuke Yamanaka
    8. Jeff Horn
    9. Miguel Brechelt
    10.Keith Thurmann

  11. 22. Juli 2017 at 22:41 —

    Altschauerberg 8 in 91448 Emskirchen !

  12. 23. Juli 2017 at 23:27 —

    Stiverne wird vermutlich auch eine doping strafe von der WBC bekommen, da er einen test verpasst hat. damit wäre der weg frei für wilder – Ortiz.

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