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Boxsport – Telegramm 28 / 2017

+++ Da sich Hassan N`Dam N`Jikam und Ryota Murata nicht über das von der WBA angeordnete Rematch einigen konnten, geht dieser Kampf in die Versteigerung. Angebote können bis zum 7. Juli abgegeben werden. Mindestgebot sind 200 000 Dollar. Die Aufteilung erfolgt zu 75% an den Weltmeister und 25% an den Herausforderer. Der Kampf wurde angeordnet, weil es Zweifel am Urteil des ersten Kampfes (SD-Sieg für N`Dam) vom 20. Mai in Tokyo gab. +++

+++ Canelo Alvarez und Gennady Golovkin haben ihre Promotion für ihren Kampf Mitte September beendet. Stationen ihrer Werbetour waren New York, London und Los Angeles. Sie nahmen zahlreiche Termine mit TV, Rundfunk und Presse war. Die verbleibende Zeit bis zum Kampf wollen Beide jetzt intensiv nutzen um sich auf den großen Fight vorzubereiten. +++

+++ Die Card vom 29. Juli, Barcleys Center New York, mit Mikey Garcia vs Adrien Broner als Hauptkampf, verspricht recht interessant zu werden. Jarrett Hurd vs Austin Trout (IBF Halbmittel WM) und der Mittelgewicht WBC-Eliminator zwischen Jermall Charlo und Jorge Sebastian Heiland sind nicht weniger spannende Ansetzungen als der Hauptkampf. Außerdem mit dabei: Jarrell „Big Baby“ Miller vs Gerald Washington. +++

+++ Äußerst merkwürdig sind die angeblichen Dopinggeschichten um Alexander Povetkin. Scheinbar hat sich sein Promoter Andrej Ryanbinsky sehr für ihn eingesetzt. Während er nach wie vor bei WBC und IBF als scheinbarer Dopingsünder unter Bann steht, haben ihn die WBA und die WBO wieder in ihren Ranglisten aufgenommen. Povetkin boxt am 1. Juli in Moskau gegen Andriy Rudenko um den vakanten WBO International. Um diesen Gürtel kämpften zuletzt Tyson Fury und Christian Hammer im Februar 2015. Der ursprüngliche BoxRec-Eintrag, nachdem es angeblich um den WBO Inter-Conti gehen sollte, war schlichtweg falsch. +++

+++ Nach fast 2 Jahren Pause kehrt Sakio Bika in den Ring zurück. Er kämpft am 8.Juli in seiner Wahlheimat Australien gegen den Einheimischen Luke Sharp um den WBC Asia Titel. +++

+++ Ex-Schwergewichtsweltmeister Tyson Fury äußerte sich zum Kampf zwischen Mayweather und McGregor. Er zeigte sich zuversichtlich, dass McGregor Mayweather schlagen kann. Dass sogar in Runde 1. Wann Fury selbst wieder in den Ring steigen wird, ist völlig offen. Sieht man seine momentane Figur, wird wohl ein langer Weg nötig sein, ihn wieder fit für das Boxen zu machen. +++

*** Frauenboxen ***

+++ Die Kanadierin Jelena Mrdjenovic verteidigt ihre WBA- und WBC-Titel im Federgewicht erneut in Frankreich. Herausforderin am 1. Juli in Straßburg ist die Französin Stephanie Ducastel. Mrdjenovic ist gegenwärtig in Karlsruhe und bereitet sich im Mach1 Gym bei Dominik Junge auf den Kampf vor. +++

+++ Nicole Wesner will ihren WBF-Titel im Leichtgewicht am 8. Juli in Ludwigshafen gegen Hasna Tukic verteidigen. Neben Boxern wie Leon Bauer und Michael Wallisch steht auch Ramona Kühne auf der Card. Gegen wen sie kämpfen will, ist noch nicht bekannt. Kühne stand zuletzt am 16. Juli 2016 gegen Ikram Kerwat im Ring. Die letzte Verteidigung des WBO-Gürtels im Superfeder liegt allerdings schon länger zurück (November 2015). +++

Edit: Ramona Kühne hat bekannt gegeben, wer ihre Gegnerin in Ludwigshafen sein wird. Es ist die 25-jährige Belgierin Djemilla “Pit Bull” Gontaruk (13(2)-3(1)1).

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9 Kommentare

  1. 28. Juni 2017 at 06:36 —

    Schwer zu glauben dass Mc Gregor auch nur einen einzigen Treffer landen will

  2. 28. Juni 2017 at 06:37 —

    wird

  3. 28. Juni 2017 at 08:50 —

    Bin mal gespannt wie der Kampf Jarrell Miller vs Gerald Washington ausgeht, könnte ein guter Kampf der 2. Reihe werden!

  4. Mein Gott, Fury ist nur noch ein Sack voll scheisse! Was hat die Koksnase aus sich gemacht? Er hatte beste voraussetzungen zumindest noch 1-2 Jahre richtig Kohle zu machen im HW.
    Stattdessen zieht er es vor den ganzen Tag zu fressen wie Solis. Unfassbar.

    • 29. Juni 2017 at 11:32 —

      Wladimir hatte die besten Voraussetzungen ein Mann zu werden…

    • 30. Juni 2017 at 09:45 —

      Immer den Ball schön flach halten, Dotore, und stets darum bemüht sein, seine Vorurteile Stück für Stück durch mehr Wissen zu ersetzen. Nur so kannst Du Dich vom Mainstream befreien und ein intelligenterer Mensch werden.

      Quelle: ran.de
      München – Es ist einfach, Tyson Fury zu verurteilen, ihn vielleicht sogar nicht zu mögen. Er polarisiert. Mehr noch. Er provoziert. Einige seiner Äußerungen liegen unbestritten jenseits des guten Geschmacks.

      Aus rein sportlicher Sicht gibt es kaum etwas auszusetzen. Fury beendete im November 2015 die elfjährige Regentschaft des großen Wladimir Klitschko mit einer taktischen Meisterleistung. Wenn auch nicht immer schön anzusehen, es war ein deutlicher Sieg. Ein großer Sieg. Ein Sieg entgegen aller Erwartungen.
      Demontage statt Anerkennung
      Was ebenfalls nicht zu erwarten war: Mit dem Triumph über Klitschko hatte Fury die Büchse der Pandora geöffnet. Statt Anerkennung und Zuneigung folgte die öffentliche Demontage des neuen Schwergewichts-Weltmeisters. Ein schmutziges Spiel mit einem sensiblen Box-Rüpel, der den Engländern so gar nicht als neuer Vorzeige-Sportler taugte.
      “Ich frage mich manchmal, ob wir heute besser dran wären, hätte Tyson damals verloren”, sagte ein nachdenklicher Trainer, Onkel Peter Fury, kürzlich. Er hat wohl nicht ganz Unrecht.
      Sein Neffe kämpfte monatelang mit schweren Depressionen, die er mit Kokain “wegschnupfen” wollte. Zweifelsohne eine dumme Entscheidung. Aber eben auch nicht die Entscheidung eines gesunden Mannes. “Ich hatte Tage, da wollte ich nicht mehr leben”, gab Fury zuletzt sehr kleinlaut im Interview mit dem “Telegraph” zu. 
      Positiver Dopingtest 2015
      Seit seiner Jugend durchlebt Fury immer wieder depressive Episoden. “Man weiß nie, in welcher Stimmung er morgens aufwacht. Ich glaube, er ist ein bisschen schizophren”, sagte Ehefrau Paris Fury bei ran.de. Der Grund für die jüngste psychische Talfahrt war jedoch ein vermeintlich positiver Dopingtest aus dem Jahr 2015.
      Damals, neun Monate vor dem größten Erfolg seiner Karriere, sollen bei Fury geringe Spuren des anabolen Steroids Nandrolon nachgewiesen worden sein. Die Rückstände im Urin waren allerdings so gering, dass der Test zwar als verdächtig nicht aber als strafbar galt. Denn in jener geringen Menge hätte Nandrolon auch durch den Verzehr von verunreinigtem Fleisch in Furys Körper gelangen können. Nachtests bestätigten zudem den ursprünglichen Verdacht nicht. Fury, der stets seine Unschuld beteuert hatte, war rehabilitiert. So dachte er.
      Promoter beklagt Willkür
      16 Monate später holte die britische Anti-Doping-Agentur (UKAD) den Fall jedoch wieder völlig unvermittelt aus der Schublade und suspendierte den amtierenden Weltmeister am 24. Juni 2016. Der für Juli 2016 angesetzte Rückkampf gegen Klitschko – geplatzt. Der sportlich saubere Ruf – ruiniert. Die Leistung gegen Klitschko im ersten Kampf – mit der Fußnote “Dopingsünder” versehen. Es war der Beginn der Depression. 
      Und nicht nur Team Fury stutzte: Warum ermittelt die UKAD 16 Monate nach einem positiven Befund? Eine befriedigende Antwort gibt es nicht.
      “Das ist doch erbärmlich. Das zieht sich jetzt seit 2015. Entweder gibt es einen Dopingfall oder es gibt keinen. Aber das hier ist Willkür”, polterte Furys Promoter Frank Warren bei “PA Sport”. “Sie nehmen ihm die Möglichkeit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen.”

      Lizenzentzug nach Kokain-Geständnis
      Es wird noch kurioser: Als Furys Anwälte ankündigten, gerichtlich gegen die Entscheidung der UKAD vorzugehen, hob diese die Suspendierung im August 2016 wieder auf. Vorübergehend bis zu einer geplanten Anhörung, hieß es. Das sei “regelkonform”. Zunächst sollte das neu angesetzte Rematch gegen Klitschko im Oktober 2016 über die Bühne gehen. Dazu kam es bekanntlich nicht.
      Furys Kokainkonsum flog auf. Und noch ehe die Verbände reagieren konnten, legte der Weltmeister seine Titel mit sofortiger Wirkung nieder, um sich in psychiatrische Behandlung zu begeben. Der britische Box-Verband (BBBC) entzog ihm derweil auf unbestimmte Zeit die Lizenz. Zumindest das war verständlich.
      Fury schuftet fürs Comeback
      Seit einigen Wochen ist Tyson Fury zurück. Zurück im Leben, zurück im Training. Die psychischen Probleme hat er hinter sich gelassen, sagt er. Auch wenn er wohl immer ein wenig anfällig sein wird. Im Gym schuftet er für sein Comeback. 45 Kilo Übergewicht bedeuten dabei eine Mammutaufgabe.
      Sein Ansporn: Er will “seine” WM-Titel vom aktuellen Weltmeister Anthony Joshua zurückgewinnen. Ein Mega-Fight der beiden Klitschko-Bezwinger wäre auf der Insel ein millionenschweres Event, das alles Dagewesene in den Schatten stellen würde. Ein Duell zweier ungeschlagener Schwergewichte, Publikumsliebling Joshua gegen Bad Boy Fury – kein Hollywood-Regisseur könnte es besser inszenieren. Nur der Verband macht nicht mit.
      Doping-Anhörung verschoben
      Statt Hilfestellung für einen Sportler, der nach einer dunklen Phase in seinem Leben die Kurve gekratzt hat, spürt Fury erneut heftigen Gegenwind. Am 8. Mai sollte in London die Anhörung bezüglich seines vermeintlichen Dopingvergehens aus dem Februar 2015 stattfinden.

      Dort sollte auch ein verweigerter Dopingtest Furys im vergangenen Jahr thematisiert werden. Der 28-Jährige hatte während seiner Krankheit Kontrolleure weggeschickt, weil er den Anti-Doping-Bestimmungen ohne gültige Boxlizenz überhaupt nicht unterlegen und sich schikaniert gefühlt hatte.
      Fury fühlt sich diskriminiert
      Bis dahin ist Fury zum Zuschauen verdammt. Ein für den 8. Juli geplantes Comeback auf der Undercard seines Freundes, Mittelgewichts-Champion Billy Joe Saunders, wird es nicht geben. Denn der britische Verband will Fury erst nach einer finalen Entscheidung der Anti-Doping-Agentur die Lizenz wieder aushändigen. Es scheint, als hätten es die Offiziellen mit einem Fury-Comeback nicht sonderlich eilig.
      Möglicherweise spielt auch die Tatsache eine Rolle, dass Anthony Joshua als Vorzeige-Boxer so viel besser geeignet ist. “AJ” fliegen spätestens nach seinem K.o.-Sieg gegen Klitschko die Fanherzen zu. Mit seiner freundlichen und bescheidenen Art ist er der perfekte Repräsentant des stolzen Vereinigten Königreichs.
      Tyson Fury hatte sich in der Vergangenheit immer wieder beklagt, dass er wegen seiner Zugehörigkeit zu den “Irish Traveller” in England diskriminiert würde. So wirklich ernst nahm das niemand. Ein Blick auf die vergangenen anderthalb Jahre rechtfertigt aber zumindest Zweifel an einer fairen Behandlung des gefallenen Weltmeisters – aus welchen Gründen auch immer.

  5. 30. Juni 2017 at 20:10 —

    Es hat den Anschein das Vasyl Lomachenko sich vor einem Gefecht mit Guillermo Rigondeaux drücken will. Statt dessen wählt er ein sicheres Duell gegen Miguel ” The Scorpion” Marriraga. Marriaga mit einem Record von 25-0-2 ist sicherlich kein Schlechter und weit davon entfernt ein “Journeyman” zu sein, hat aber seine Duelle gegen die talentierten Athleten Nicholas Walters und Oscar Valdez verloren. Was vermuten lässt das alles Andere als ein eindeutiger Sieg ohne größere Probleme für Vasyl “High Tech” Lomachenko, eine sehr grosse Überraschung sein dürfte. Ob Lomachenko tatsächlich die Auseinandersetzung mit Guillermo “El Chacal” Rigondeaux meiden oder den Kampf nur anständig “marinieren” lassen will, um das öffentliche Interesse zu potenzieren, wird sich im laufe der nächsten Monate heraus stellen.

  6. 30. Juni 2017 at 20:53 —

    Na ja, Lomachenko´s Gegner waren jetzt bisher nicht die Schlechtesten…

    Es ist aber klar, dass Rigo vom Talent her vielleicht der einzige Gegner ist, der in Loma´s Liga boxt. Rigo ist aber für die Gewichtsklasse schon sehr alt. Da können ein paar Monate mehr die Chancen für Loma schon klar steigern.

  7. 1. Juli 2017 at 01:05 —

    Stimmt schon das Rigo sich allgemein gesehen, für einen Leistungssportler, vor allem für einen Preisboxer der Neuzeit mit seinen fast 37 Jahren, in einem gediegenem Alter befindet. Aber seine Extraklasse ist nicht von der Hand zu weisen und ich hoffe inständig das Loma es nicht darauf anlegt “El Chacal” soweit altern zu lassen, das er seiner Meinung nach kein würdiger Gegner mehr sein kann. Das wäre wirklich sehr schade und eines grossen Champions absolut unwürdig.

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