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Boxsport – Telegramm 19 / 2019

+++ Der 24-jährige WBA-Superchamp und KO-König Gervonta Davis (21(20)-0-0) will seinen Titel im Super-Federgewicht am 27. Juli in Baltimore gegen den ebenfalls schlagstarken 25-jährigen Ricardo Nunez (21(19)-2(1)-0) aus Panama verteidigen. Es ist wohl davon auszugehen, das beide Boxer es auch diesmal auf ein KO anlegen werden. Die bisher bekannten Undercardkämpfe bestreiten Yuriorkis Gamboa (Kuba /USA) gegen Roman Martinez (Puerto Rico) und Ladarius Miller (USA) gegen Jezzrel Corrales (Panama). +++

+++ Die Internetseite „World Boxing News (WBN) berichtet über den möglichen Deal zwischen Canelo Alvarez und Sergey Kovalev. (boxen.de berichtete bereits darüber (klick) ) Offenbar hat Golden Boy dem Management von Kovalev ein neues Angebot unterbreitet, den Kampf am 14. September stattfinden zu lassen. Dem steht noch entgegen, dass es einen Pflichtkampf zwischen Kovalev und Herausforderer Anthony Yarde zu absolvieren gibt. Man ist der Meinung, dass es noch Gesprächsbedarf gibt. Im schlimmsten Fall könnte die WBO Kovalev den Gürtel aberkennen, wenn er nicht zum Pflichtkampf antritt. Das macht den Kampf dann aber für Canelo uninteressant, der ja unbedingt in der 4. Gewichtsklasse Weltmeister werden will. Die praktikabelste Lösung wäre wohl, den Kampf zwischen Canelo und Kovalev erst im Dezember anzugehen. Das Börsenangebot von „Golden Boy“ an Kovalev soll auch sehr niedrig gewsen sein: Etwa die Hälfte von dem, was Daniel Jacobs bekommen haben soll. +++

+++ Der Countdown zum Mega-Fight zwischen Manny Pacquiao und Keith Thurman am 20. Juli in Las Vegas läuft langsam herunter. Es vergeht kaum ein Tag, am dem Keith Thurman nicht irgend etwas über sich, Paquiao und den Kampf auf youtube veröffentlicht. Hier ein kleiner Einblick auf seine Kampfvorbereitungen:

Weitere Clips zu dem scheinbar unerschöpflichen Thema gibt es hier (klick) zu sehen. +++ 

+++ Der Nordire Carl Frampton (26(15)-2-0) hatte in seinem letzten Kampf einen Verlust zu beklagen. Er musste seinen IBF-Gürtel im Federgewicht an Josh Warrington aus Leeds weitergeben, dem er über 12 Runden nach Punkten unterlegen war. Jetzt lässt ihm die Universität Belfast eine neue „Thropäe“ zukommen. Er erhielt den Ehrendoktorhut für seine Verdienste um den nordirischen Sport. Frampton ist der erste Nordire, der in zwei Gewichtsklassen Boxweltmeister wurde. Seinen nächsten Kampf bestreitet Frampton allerdings in den USA. Er tritt am 10. August in Philadelphia bei eine Gemeinschaftsveranstaltung von Warren/Arum/Peltz und Rosado gegen den Mexikaner Emmanuel Dominguez (26(18)-8(2)-2) an. +++

+++ Nicht besonders viel Interesse scheint die Versteigerung des WM-Kampfes zwischen WBA-Superbantam Champ Daniel Roman gegen dem in Kalifornien lebenden Usbeken Murodjon Akhmadaliev hervorgerufen zu haben. Das russische Boxmanagement „Wold of Boxing“, bei dem u.a. auch Bivol, Povetkin und Lebendev unter Vertrag sind, ersteigerte als einziger Bieter den Kampf für gerade mal 145 000 Dollar. Diese WBA-WM soll bis 30. September stattgefunden haben. Wann und wo das Ganze stattfinden soll, ist noch nicht bekannt. +++

+++ Der ehemalige Champ David Haye gibt zu Bedenken, dass Anthony Joshua es sich noch einmal genau überlegen soll, schnell einen Rückkampf gegen Ruiz zu bestreiten. Joshua wäre von seiner Niederlage noch viel zu „verwirrt“. Haye meinte weiterhin, dass es Dillian Whyte wäre, der erst einmal einen Titelshot verdienen würde. +++

*** Frauenboxen ***

+++ Der trotz des Versprechens der Titelreduzierung von der WBA neu eingeführte „Gold“- Titel soll ja angeblich einen baldigen Titelshot in Aussicht stellen. Dazu reichte der bisherige Interim-Titel eigentlich aus. Was die WBA sich dabei gedacht hat, ist nicht zu ergründen. In dieser Woche  wird es auch bei den Frauen um einen „Gold“ Titel gehen. Am kommenden Freitag wird die Spanierin Miriam Gutierrez (11(4)-0-0) in ihrer Heimatstadt Madrid im Leichtgewicht gegen die Ungarin Bianka Majlath (3(3)-1-0) kämpfen. Diese Ansetzung ist ein absoluter Witz und sagt gleich im Voraus, wer diesen Kampf zu gewinnen hat. Majlath hat einen gepimpten Kampfrekord und ihre 3 KO-Erfolge den “grandiosen” Siegen gegen bisher durchweg sieglose Aufbaugegnerinnen zu verdanken. Gegen die einzige Boxerin, die überhaupt schon mal einen Kampf gewonnen hat, unterlag sie nach Punkten. Solche Kampfansetzungen, die dann auch für einen Titelshot qualifizieren sollen, sind einfach nur lächerlich und schaden dem Frauenboxen. +++

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2 Kommentare

  1. 3. Juli 2019 at 21:27 —

    Kovalev sollte seiner Pflichtverteidigung nach kommen, einen möglichen Kampf gegen Canelo Alvarez wird es meiner Meinung nach vermutlich nie geben….dazu sind die beiden Parteinen vermutlich zu weit auseinander, abgesehen davaon halte ich das Risiko das Alvarez verlieren könnte doch für sehr groß und was wäre dann, bei einer Niederlage, mit dem Vertrag mit DAZN?

  2. 3. Juli 2019 at 23:59 —

    Mit Yarde hat sich MainEvents und TopRank doch schon längst auf Step-Aside-Geld geeinigt, wenn der Kampf Kova gegen Canelo stattfinden sollte. Allerdings soll das Angebot seitens GBP an Kovalev nicht gerade toll gewesen sein – wundert das jemanden? Für mich ist das Ganze ein abgekartetes Spiel, ebenso die Geschichte mit Munguia. Man verhandelt mit vielen, um den Preis zu drücken. Kovalev und GGG sind beide relativ durch (obwohl es für Canelo immer noch zweimal gereicht hat) und Munguia noch viel zu unerfahren, da will De la Homo und sein Zimtschneckelchen möglichst günstige Easy-Wins einfahren. Und wenn’s kanpp wird, gibt es ja immer noch das Ehepaar Byrd, beide blind und er auch noch taub, als PR, Ref und willige Kalfaktoren für ein paar Dollar mehr.

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