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Boxsport – Telegramm 16 / 2018

+++ WBC-Weltergewicht Champ Keith Thurman wurde sein Titel vom Verband vorläufig abgenommen. Als Grund dafür hat Präsident Mauricio Sulaiman Inaktivität genannt. Thurman eroberte den WBC-Gürtel im März 2017 von Danny Garcia. Den Rest des Jahres laborierte er nach einer Ellenbogen-OP herum. Angeblich wollte er am 19. Mai wieder in den Ring steigen, sagte diesen Termin aber wegen einer Handverletzung ab. Um den vakanten Gürtel sollen nun Danny Garcia und Shawn Porter kämpfen, die im WBC Ranking oben liegen. Thurmann hatte genau diese Beiden in seinen letzten 2 Kämpfen knapp nach Punkten geschlagen. Sollte Thurman wieder kampffähig sein, hat er das Recht, den dann amtierenden WBC-Weltmeister sofort herauszufordern. Keith Thurman hält auch den WBA Super-Champ Titel. Ob die WBA etwas ähnliches vor hat, ist bisher nicht bekannt. +++

+++ Am kommenden Samstag gibt es in der „Baden-Arena“ Offenburg ein Sauerland-Stallduell zwischen dem 38-jährigen Arthur Abraham (46(30)-6(1)-0) und dem 27-jährigen Dänen Patrick Nielsen (29(14)-2(1)-0). Beide Boxer zeigten sich zuversichtlich und in der Verfassung, den Kampf gewinnen zu wollen. In einem Interview sagte Abraham, dass er noch 2 – 3 Kämpfe machen, aber seine Karriere vor seinem 40. Geburtstag beenden will. +++

Abraham vs Nielsen 1

+++ Laut Meldungen von „badlefthook.com“ und „talksport.com“ hat der Verband WBC einen Eliminator zwischen Dillian Whyte (#1) und Luis Ortiz (#3) angeordnet. Nicht ganz nachvollziehbar ist dabei, dass man dabei Dominic Breazeale (#2) dabei außen vor lässt. Es könnte allerdings auch bedeuten, dass Breazeale bereits als nächste Gegner von Deontay Wilder für eine freiwillige Titelverteidigung vorgesehen ist. Ebenso ist möglich, dass der Verband einen 2. Eliminator zwischen Dominic Breazeale und Alexander Povetkin (#4) anordnet. +++

+++ Der 32-jährige Minimumgewichtler Chayaphon Moonsri aus Thailand steuert auf seinen 50. Sieg zu. Der WBC-Champ ist bisher in 49 Kämpfen ungeschlagen und gewann dabei 17 mal vorzeitig. Seit 2014 trägt er den WBC-Weltmeistertitel. Der Gegner für diesen Jubiläumskampf ist der 23-jährige Leroy Estrada (16(6)-2(1)-0) aus Panama. Moonsri ist bei BoxRec weltweit auf #2 gelistet. Sein Gegner ist auf #3. Das Minimumgewicht wird von einem anderen Thailänder angeführt. Der 27-jährige Thammanoon Niyomtrong (Alias Knockout CP Freshmart) ist WBA-Champ und liegt knapp vor Moonsri auf #1. +++

+++ Laut bisher unbestätigten Informationen soll es demnächst ein Rematch zwischen dem Karlsruher Vincent Feigenbutz (28(25)-2(2)-0) und dem Südafrikaner Ryno Liebenberg (18(12)-6(2)-0) geben. Beide kämpften bereits am 17. Februar gegeneinander. Damals wurde der Südafrikaner wegen einer Verletzung aus dem Kampf genommen, die weniger schlimm war, als sie aussah. Die zuvor angedachte Kampfpaarung zwischen Khoren Gevor und Ryno Liebenberg fällt deswegen vorläufig aus. +++

*** Frauenboxen ***

+++ Die 41-jährige Schwedin Maria Lindberg (16(9)-3-2) bekommt noch einmal die Gelegenheit um einen großen WM-Gürtel zu kämpfen. Am 25. Mai tritt sie bei einem großen Stadionevent in Warschau gegen die 33-jährige Lokalmatadorin Ewa Piatkowska (10(4)-1-0) an. Dabei geht es um den WBC-Gürtel im Superweltergewicht. Bei diesem Event sind auch Kämpfe polnischer Schwergewichtler geplant. Mit dabei sind der in Polen geborene Izuagbe Ugonoha, Artur Szpila und Mariusz Wach. Der Gegner von Wach wird Eric Molina sein. +++

+++ Am 22. Juni will die bisherige WBC- und IBF-Weltmeisterin im Supermittelgewicht, Claressa Shields (5(2)-0-0), in Detroit gegen Hanna Gabriels (18(11)-1(1)-1) aus Costa Rica um die vakanten Gürtel der Verbände WBA und IBF im Mittelgewicht kämpfen. Den 2. Hauptkampf bestreiten die Deutsche Christina Hammer (22(10)-0-0) und die Amerikanerin Tori Nelson (17(2)-1-3) ebenfalls im Mittelgewicht. Dabei geht es um die Titel der Verbände WBC und WBO von Christina Hammer. +++

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14 Kommentare

  1. 25. April 2018 at 02:23 —

    Ich kann den WBC nicht verstehen das sie Thurman den Titel aberkennen, wenn schon eine Veränderung dann hätte man Porter und Garcia um den Interimstitel kämpfen lassen sollen,das hätte Sinn gemacht, deshalb wurde ein Interimstitel auch mal ins Leben gerufen!
    Der WBC hat in letzter Zeit immer mal wieder einen Interimstitel ausboxen lassen der eigentlich keine Berechtigung hatte.

    Wenn sich Feigenbutz in einen Rematch nochmal Liebenberg stellen würde, wäre das mehr als fair, nur glaube ich erst daran wenn es soweit ist.

    Die Kämpfe von Shields und Hammer laufen auf eine Titelvereinigung der beiden hinaus, vorausgesetzt sie sind beide siegreich. Die Gegnerinnen sind nicht ungefährlich, zumindest im Vergleich was es sonst so an Paarungen im Frauenboxen gibt.

  2. 25. April 2018 at 19:12 —

    Laut Meldungen von „badlefthook.com“ und „talksport.com“ hat der Verband WBC einen Eliminator zwischen Dillian Whyte (#1) und Luis Ortiz (#3) angeordnet.

    ortiz in allen ehren, ABER warum zur hölle darf man nach einer niederlage bei dem es um einen bestimmten titel geht, als nächstes sofort ein eliminator machen bei dem es erneut um den titel geht?

    !?!?!?!?

    schwachsinn.

    würde ihn lieber gerne in einem eliminator bei den anderen verbänden sehen
    und mal sehen wie er sich gegen joshua schlagen würde

  3. 25. April 2018 at 22:06 —

    @ reineckefuchs

    Hmmm… bei boxen1.com steht das Thruman seinen WBC-Titel selbst niedergelegt hat nachdem der WBC davon informiert hat ihm den Titel abzuerkennen und einen Interims-WM auszuboxen.

    @ Polonia

    Du findest es Schwachsinn das Ortiz einen Eliminator gegen Whyte beim WBC boxen soll, aber in einen anderen Verband wäre das ok für dich, also ich halte deine Meinung für Schwachsinn.
    Ortiz sah von allen Gegnern die Wilder hatte bisher am besten aus und war kurz vor knapp sich den Titel zu schnappen, außerdem steht er beim WBC an 3. Whyte wäre doch nur ein weiteres Opfer für Wilder. Außerdem, eigentlich sollte Whyte auch keinen weiteren Ausscheidungskampf mehr bestreiten müssen, er ist die Nr.1 und Silver-Champ, aber das fällt wohl unter Boxpolitik!?

  4. 25. April 2018 at 22:32 —

    Sehe für beide Champions derzeit nur Ortiz, Pove und Fury als ernsthafte Gefahr an. Eventuell noch den Haymaker wenn er sich gegen Bellew überzeugend rehabilitiert. Und dann eventuell den Sieger des WBSS Turniers im Cruiser.
    Kämpfe gegen Leute wie Breazeale,Takam, Pulev oder Stiverne braucht kein Mensch.

    Miller und Joe Parker wären akzeptable Gegner für freiwillige Titelverteidigungen.

    Im Übrigen ist es mehr als Auffällig wie Eddie Hearn seinen zweiten Mann Dilian Whyte als „Gatekeeper“für AJ einzusetzen versucht um gute Gegner zu blocken ( analog zu GGG/Sturm damals).

  5. 25. April 2018 at 23:04 —

    Du findest es Schwachsinn das Ortiz einen Eliminator gegen Whyte beim WBC boxen soll, aber in einen anderen Verband wäre das ok für dich, also ich halte deine Meinung für Schwachsinn.

    ehm? natürlich ist das schwachsinn?
    da er doch erst eine titelchance bei dem verband hatte?
    das ist so als wenn badou jack jetzt gegen stevenson verliert und dann direkt nochmal ein eliminator bestreiten kann und in so kurzer zeit 2 titelchancen erhält.
    oder wat weis ich da kannst du 1000 beispiele nennen
    es ist schwachsinn denk doch mal logisch nach.
    sowas gabs noch nie.
    egal kb weiter darauf einzugehen wenn du das nicht verstehst pech 😀

    • 25. April 2018 at 23:07 —

      Sowas gabs noch nie? Das gab es dauernd… vor allem beim WBC !

      • 26. April 2018 at 00:00 —

        na dann nenn mir mal EIN EINZIGES beispiel das jemand ne title chance hatte und im nächsten kampf direkt ein eliminator um den gleichen titen boxen konnte 🙂

        EIN beispiel von ANDAUERND 🙂

        • 26. April 2018 at 07:34 —

          Ok gern! Die letzte Mandatory Defense von Wilder war gegen Bermane Stiverne. Der hatte seine erste gegen den Stickman verloren, dann gegen Derric Rossy geboxt und im Anschluss wieder um den Titel gegen Wilder. Ein Kampf dazwischen!

          In der Regel kommt einer von oben und einer von unten: Crossroads

        • 26. April 2018 at 17:01 —

          @ Polonia.
          Ein Beispiel wäre Michael Katsidis..

          • 26. April 2018 at 17:07

            ..oder Bernard Hopkins..

          • 26. April 2018 at 20:51

            Hoppla. Hab vorhin nicht genau gelsesen..
            Hopkins fällt demnach natürlich weg, aber Katsidis passt als Beispiel mit den Niedelagen vs Marquez, Guerrero & Burns..!

    • 26. April 2018 at 00:10 —

      @ Polonia

      Nee Sportsfreund, du verstehst es nicht!

      Das sind die ersten 3 Beim WBC:

      1. Whyte
      2. Breazeale
      3. Ortiz

      Da Wilder vermutlich gegen die Nr.2 Breazeale boxen wird, der WBC noch einen Eliminator wünscht, machen die Nr. 1 und 3 Sinn.
      Mal ganz abgesehen davon, du würdest einen Ausscheidungskampf von Ortiz in den anderen Verbänden ja zustimmen, aber das wird schwierig da Ortiz in den anderen 3 führenden Verbänden nicht in den Top 15 gelistet ist.

      • 26. April 2018 at 12:38 —

        Stiverne kannst du nicht als beispiel zählen da er beim ersten kampf selber Titelträger gewesen ist. Ansonsten wirst du mir kein beispiel dafür nennen können 😉
        und versteht mich nicht falsch ich würde es ortiz gönnen bzw wünschen in naher Zukunft nochmal um nen Titel boxen zu können.

  6. 26. April 2018 at 01:11 —

    Mal sehen ob Whyte das Ganze @Ortiz und WBC überhaupt so mitmacht.

    Ein IBF-Eliminator gegen Pulev würde für ihn mehr Sinn machen und dann ein Rematch gegen AJ.

    Das lässt sich in GB bestimmt gut verkaufen. Besser als ein Kampf zwischen AJ und Pulev, den da keiner kennt.

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