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Boxsport – Telegramm 11 / 2019

Am kommenden und auch am darauf folgenden Wochenende fehlen die ganz große Fights. Man kann es sich sparen, ausufernde Vorberichte zu schreiben. Statt dessen das Thema „Pulev“, weil man unter dem betreffenden Beitrag hier auf boxen.de nicht diskutieren kann ohne das die Beiträge von der „Autorin“ gelöscht werden und ein paar andere News:

Wie bereits allseits bekannt ist, hat sich Kubrat Pulev nach seinem Sieg in Kalifornien dazu hinreißen lassen, der Interviewerin Jenny Sushe einen Kuss auf die Lippen zu drücken. Offenbar war sein Adrenalinspiegel nach dem Kampf noch so hoch, dass er sich dabei keinerlei Gedanken über die möglichen Folgen gemacht hat. Angeblich war er mit der Dame befreundet. Zumindest kannte man sich schon vor dem Kampf. Sushe hatte sogar einen Tag zuvor ein Foto zusammen mit Pulev auf ihren Instagram Account veröffentlicht, nach dem „Sündenfall““ aber wieder gelöscht.

Um genau diese Foto entstand dann eine Hype. Man hat (wer auch immer) das Foto bearbeitet und so verändert, damit es so aussieht, als würde Jenny Sushe Kubrat Pulev „begrapschen“. Dieses Bild wurde in Windeseile in den Netzwerken verbreitet. Die Seite WBN gibt da ein bisschen Aufklärung und stellt beide Versionen des Fotos nebeneinander: (Klick)

Angeblich hat die arme Frau jetzt eine Staranwältin damit beauftragt, gegen Pulev vorzugehen. Ob das Ganze wirklich so schlimm war und ob es wirklich nötig ist, so einen Hype zu veranstalten, sei mal dahingestellt. Man könnte fast auf den Gedanken kommen, dass diese ganze Angelegenheit nur dazu benutzt wird, um Pulev (notfalls auch als „Bad Boy“) bekannter zu machen. Man muss sich nur daran erinnern, wie oft z.B. Floyd Mayweather in den (Negativ-) Schlagzeilen war. Geschadet hat ihm das auf Dauer gewiss nicht. Im Gegenteil: Mayweather war und ist ständig in aller Munde und hat einen enormen „Marktwert“ erreicht. Die bisher einzige Reaktion kam von der „California State Athletic Commission“, die Pulev in Kalifornien nicht mehr boxen lassen will, zumindest bis diese Angelegenheit geklärt ist.

+++ Der altbekannte Stalker Shannon „The Cannon“ Briggs (60(53)-6(2)-1) will nach 3 Jahren wieder in den Ring steigen. Der 46-jährige kündigte an, dass er am 15. Juni einen Kampf bestreiten will. Nach seinem letzten Kampf im Mai 2016 war davon die Rede, dass er gegen David Haye kämpfen würde. Diese Begegnung kam nicht zustande. Dann hieß es 2017, er solle gegen Fres Oquendo kämpfen. Auch das klappte nicht, weil Briggs bei einem Dopingtest durchfiel. Das zog eine 6-monatige Sperre nach sich. Er hätte bereits 2018 wieder kämpfen können. Scheinbar gab es für ihn kein lohnenswertes Angebot. Man kann nur spekulieren, gegen wen Briggs in den Ring steigen wírd. Ein Kampf gegen Oquendo würde jetzt wenig Sinn machen. Ob er qualifiziert genug ist, Manuel Charr herauszufordern, ist ungewiss. In den nächsten Wochen werden wir Gewissheit bekommen. +++

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+++ Der von der WBA „pro forma“ angestetzte Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Denis Lebendev ist vom Tisch. Usyk hat den WBA-Titel nun offiziell niedergelegt und will sich in Zukunft auf das Schwergewicht konzentieren. Lebedev, der bisher als „WBA-Champ in Pause“ geführt wurde, soll nun ím Juli gegen den 26-jährigen britischen Cruisergewichtsmeister Lawrence Okolie (12(9)-0-0, WBA #6) kämpfen. Gelingt dem 39-jährigen Lebedev noch einmal ein Sieg, darf er sich wieder WBA-Superchamp nennen. Verliert er, wird das wohl einer der letzten Kämpfe des ehemaligen russischen Elitesoldaten gewesen sein. +++

+++ Jimuel Pacquiao, Sohn von Boxikone Manny Pacquiao, möchte sich als Amateurboxer bei den Olympischen Spielen einen Namen machen. Der 18-jährige sagte zur „Manila Times“, dass er auf keinen Fall die Karriere seines Vaters als Profiboxer duplizieren wolle. Pacquiao Senior und seine Frau sind trotzdem wenig von diesen Plänen begeistert und wollen, dass ihr Sohn ein Studium aufnimmt. +++

+++ Die Undercard zum Joshua vs Miller füllt such so langsam. Nachdem der Kampf zwischen dem Amerikaner Chris Algieri und dem Briten Tommy Coyle bereits bekannt gegeben wurde, spricht Eddie Hearn jetztdavon, dass auch Callum Smith auf der Undercard vertreten sein wird. Ein Gegner wurde noch nicht genannt. +++

*** Frauenboxen ***

+++ Am 13. April werden in Atlantic City Claressa Shields und Christina Hammer zu einem Titelvereinigungskampf aufeinander treffen. Die 2-fache Olympiasiegerin aus den USA trägt als Profiboxerin die Titel der Verbände IBF, WBA und WBC. Christina Hammer ist seit Jahren WBO-Weltmeisterin und musste den WBC-Titel abgeben, weil sie wegen Krankheit nicht zum bereits 2018 geplanten Kampf gegen Shields antreten konnte. +++

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3 Kommentare

  1. 30. März 2019 at 07:55 —

    Denke mal das der Pulev “Kissgate” Vorfall tatsächlich ne PR Nummer ist. So geistigbeschränkt mancher Athlet auch sein mag. So einen Fauxpas erlaubt sich keiner in den Staaten ohne das dies gewollt ist. Bin da mit Fuchs, geht wahrscheinlich um eine Optimierung der Vermarktungsstrategie und Steigerung des Bekanntheitsgrades von Pulev.
    Hat doch eigentlich gut funktioniert. Über Nacht wusste der Großteil der Boxingcasuals in den Staaten wer Kubrat Pulev ist.

    Mal zu den wichtigen Themen. Traurig aber wahr die most exciting News ist das Gefecht Shields vs. Hammer. Wie wack iss das denn.

  2. 30. März 2019 at 09:22 —

    Kann nirgendwo Quoten für den Kampf Shields vs Hammer finden. Falls jemand nen Link posten kann, wäre ich dankbar.

    Die Amis gehen voll steil auf Hammer! Denke jedoch immer an den K(r)ampf gegen AS Mathis und würde daher auf Shields setzen.

    • 30. März 2019 at 20:44 —

      Die Hammer hat nach dem Desaster gegen Mathis ihren Boxstil radikal geändert. Sie hat hre Beinarbeiut verbessert und versucht nicht mehr, ständig zu klammern.

      Trotzdem wird es gegen Shields nicht einfach. Ich denke auch, dass Shields von den Punktrichtern den Sieg bekommt, falls der Kampf eng ist. Klarer Heimvorteil. Ich hoffe, Christina Hammer kassiert gut dabei.

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