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Boxsport – Short News

+++ Dean Whyte, der Bruder des britischen Schwergewichtlers Dillian Whyte, erklärte auf der Seite „Worldboxingnews“, dass es im vergangenen Jahr ein „lächerliches“ Angebot gab, nochmals gegen Anthony Joshua zu kämpfen. Beide standen sich bereits 2015 in der O2 Arena London gegenüber, wobei Whyte durch TKO 7 den Kürzeren zog. Das Rematch sollte 2019 wieder in der O2 Arena stattfinden. Whyte lehnte das Angebot wegen der für ihn viel zu geringen Börse ab. Danach gab es den Kampfvertrag zwischen Joshua und dem Amerikaner Jarrell Miller, dem fast doppelt so viel geboten wurde. Aus diesem Kampf wurde dann aus bekannten Gründen nichts. Ob Joshua und Whyte noch einmal gegeneinander kämpfen werden, ist nun wohl in weite Ferne gerückt. Beide haben allerdings eine gewisse Rivalität und die Energie es zu wollen. Egal ob es dabei um Titel geht oder nicht. Damit gibt es eine gute Option auf einen Top-Kampf für Joshua, falls er seine Gürtel in einem der nächsten Kämpfe verlieren sollte. +++

+++ Kaum ist das Comeback von Mike Tyson in aller Munde, meldet sich auch einer seiner Ex-Gegner: Danny Williams. Er lebte trotz Niederlagen in Serie in den letzten Jahren immernoch davon, dass der den Ruf des Tyson-Bezwingers hat. Williams gab bekannt, dass es eine offizielle Kontaktaufnahme mit Tyson gäbe. Er ist mit seinen 46 Jahren der letzte noch aktive Boxer von den fünf, die jemals gegen Míke Tyson gewonnen haben. Ob die Zuschauer dieses Rematch tatsächlich sehen wollen, sei mal dahin gestellt. +++

+++ Wesentlich interessanter: Entgegen allen bisherigen Ansagen will scheinbar jetzt auch Evander Holyfield mit seinen 57 Jahren zurück in den Ring. Er kündigte an, wieder ins Training einsteigen zu wollen. Sein Ziel sei die Unterstützung einer wohltätigen Organisation. Holyfield wird auf der Seite „Talksport“ zitiert:

Der Moment, auf den Sie alle gewartet haben…. Der Champion ist zurück! Ich möchte ankündigen, dass ich ein Comeback im Ring machen werde. Ich werde in Showkämpfen für einen guten Zweck kämpfen. Ich trainiere, um eine Wohltätigkeitsorganisation zu fördern, die mir sehr nahe steht. Unsere Unite4OurFight-Kampagne zielt darauf ab, den Schülern die Ressourcen zur Verfügung zu stellen, die sie für die emotionale Entwicklung und Bildung benötigen.” 

Könnte das bedeuten, dass es doch noch zu einem dritten Kampf gegen Mike Tyson kommt? Es bleibt abzuwarten, ob beide Ex-Champs ihre Ankündigungen weiter voran treiben und ob sie sich auf ein drittes Faustgefecht einlassen werden. Sollte es tatsächlich zu einem dritten Kampf zwischen Tyson und Holyfield kommen, werden sie dabei gewiss keine boxerischen Höchstleistungen mehr vollbringen. Dennoch wäre es aller Ehren wert, wenn sie es aus Gründen der Wohltätigkeit und für die Fans tun. +++

+++ Tony Bellew lobte die technischen Fähigkeiten von Oleksandr Usyk. Er hatte ja bereits das „Vergnügen“ mit ihm im Ring zu stehen. Er wurde 2018 von Usyk in Runde 8 gestoppt. Bellew glaubt allerdings, dass der Ukrainer seine Schwierigkeiten mit Chisora haben wird, der ein “echter“ Schwergewichtler ist. Bellew: „Das Problem wird in der Nahdistanz kommen, wenn er ganz nah dran kommt und die schwergewichtige Körperlichkeit zum tragen kommt.“ und weiter: „Usyk wird seine Präszision, seine Schnelligkeit und seine Reichweite nutzen. Aber wenn er das Tempo und die Reichweite nicht diktieren kann, wird er nicht in der Lage sein zu dominieren. Das wird sein größtes Problem mit Chisora sein.“ +++

+++ Gennady Golovkin will nach der Corona-Krise zuerst gegen relativ unbekannten Polen Kamil Szeremeta kämpfen. Er besteht darauf und verweist auf die Tatsache, dass Szeremeta den Vorrang habe. Er wolle gegen ihn eine Pflichtverteidigung boxen. Damit rückt der angestrebte 3. Kampf gegen Canelo Alvarez nach hinten. Golovkin habe angeblich Kampftermine im September 2019 und (bereits vor Corona) Mai 2020 angeboten. Die Seite des Mexikaners habe das abgelehnt. Kritiker sagen, Golovkin wählt damit einen leichten Weg und sollte sich besser Gegnern stellen, die die Zuschauer auch sehen wollen. Den Polen kennt in den USA kaum jemand. Kämpfe gegen Jermall Charlo oder Demetrius Andrade wären auch für das DAZN Publikum interessanter. Da DAZN durch die gegenwärtig nicht stattfindenden Veranstaltungen Abonennten verloren habe, wäre es angebrachter, wenn GGG gegen einen TOP-Gegner antritt. Sollte es dann irgendwann später doch noch zu einem dritten Kampf gegen Canelo kommen, ist Golovin womöglich bald 40 Jahre alt. Seine Chancen, gegen Canelo überhaupt noch etwas auszurichten, werden damit nicht größer. Golovkin wird damit indirekt vorgeworfen, seinen sechs Kämpfe umfassenden Vertrag mit DAZN durch Kämpfe gegen möglichst leichte Gegner erfüllen zu wollen. +++

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1 Kommentar

  1. 7. Mai 2020 at 11:54 —

    Ex-Boxer wie Tyson oder auch Holyfield sollten die Handschuhe am berühmten Nagel hängen lassen, ob Showkämpfe oder reale Kämpfe…..die sind einfach zu alt und so ganz ungefährlich ist das ja auch nicht!

    Na ja, was den Gegner von Golovkin betrifft, der Pole Szeremeta, der ist nun mal der Pflichtherausvorderer von Golovkins IBF-Titel und der Kampf stand ja auch schon länger im Raum!

    Aber so lange das mit der Pandemie nicht im Grifff ist, in den USA geht es ja heftiger zu als z.B. in Deutschland, wird es wohl eh keine großen Kämpfe geben!?
    Angedacht ist ja so einiges, aber bisher hat sich ja noch nichts durchgesetzt, bzw. gab es ja keine Zustimmungen von den Behörden!

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