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Boxsport Short News 22.11.2021

Boxsport Short News 22.11.2021

Während Shawn Porter nach seiner Niederlage gegen Terence Crawford seinen Rücktritt angekündigt hat, ist Crawford schon wieder im Gym. Soweit bekannt, plant der WBO-Champion, im März kommenden Jahres in den Ring zurückzukehren. Wie es heißt, hat Keith Thurman Interesse an einer Begegnung mit Crawford geäußert.

Dmitry Bivol wird seinen WBA-Titel im Halbschwergewicht am 11. Dezember im russischen Jekaterinburg gegen seinen Landsmann Umar Salamov verteidigen. Der 27 Jahre alte Russe mit Wohnsitz in den USA ist auf Platz 3 der WBO. Allerdings kommt man nicht umhin, sich zu fragen, wie Salamov dorthin gelangt ist. Im Laufe seiner neun Jahre langen Karriere hat Salamov noch nie gegen einen hochkarätigen Gegner geboxt. Der bekannteste Name in Salamovs Bilanz ist der von Tomas Adamek, allerdings nur, weil der 41 Jahre alte Tscheche fast genau so heißt, wie der bekannte polnische Ex-Boxer. Zumindest mir sagen die Namen Doudou Ngumbu, Bob Ajisafe, Brian Howard, Norbert Nemesapati und Norbert Dabrowski überhaupt nichts.

Branchenkenner gehen allerdings davon aus, dass Bivol nur deswegen gegen Salamov kämpft, damit er nicht seinen Titel verliert, bevor es möglicherweise im kommenden Jahr dann gegen ‚Canelo‘ Alvarez geht.

Bild: bivol_d / Instagram

Angeblich wird der Rückkampf zwischen Jermell Charlo und Brian Castano im kommenden Februar im texanischen Houston stattfinden. Beide Boxer hatten im Juli schon einmal die Fäuste gekreuzt und sich mit einem für Castano enttäuschenden „split draw“ getrennt.

Konkrete Angaben hat John Fury nicht gemacht, nur soviel: die Börse von Tommy Fury für den Kampf gegen Jake Paul sei höher, als die mancher Weltmeister: „Er (Tommy) bekommt Millionen dafür. Wenn wir also Millionen dafür bekommen, wenn wir verlieren,  dann tun wir es, weil es ein gutes Geschäft ist.” Tommy Fury und Jake Paul werden am 18. Dezember gegeneinander antreten. Der Kampf wird in Florida und bei einem Catchweight von 192 Pfund über 8 Runden ausgetragen.

Auch Firat Arslan wird noch 2021 wieder im Ring stehen. Der mittlerweile 51-jährige WBA International Champion im Cruisergewicht will am 4. Dezember in den Kölner Satory Sälen seinen Titel verteidigen. Gegner ist laut Boxen1-Exklusivbericht der Kolumbianer Alejandro Berrio.

Bild: Firat Arslan / Facebook

Nachdem Tyson Fury vor kurzem erklärt hat, er wolle im Frühjahr wieder im Ring stehen, hat sich via Twitter Jose Joyce als Gegner angeboten.

„Ich habe viel Respekt vor Tyson Fury, als Freund und als Kämpfer, aber mein Terminkalender ist im Februar frei.”

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16 Kommentare

  1. 23. November 2021 at 00:29 —

    Kritiker von Dmitry Bivol sind der Meinung, dass Bivol im Mai nur mit viel Glück gegen den Briten Craig Richards gewonnen hat und sich vor allem von Gilberto ‚Zurdo’ Ramirez fernhalten sollte.
    –––––––
    😀😀😀😀😀😀
    Was für „Kritiker“ du alles kennst. Also, dass er sich von Ramirez fernhalten sollte, ist schon absurd, aber diese These kann man vielleicht noch irgendwie rechtfertigen, wenn man Fan von Zurdo ist. Aber dass er gegen Richards „nur mit viel Glück“ gewonnen haben soll, ist einfach nur dumm. Richards hat maximal vier Runden gewonnen und hatte die PR extrem auf seiner Seite – sie haben den Kampf viel enger gesehen, als er eigentlich war. Die 118:110 des polnischen PR waren imo korrekt gescored.

    • 23. November 2021 at 00:41 —

      Zumindest mir sagen die Namen Doudou Ngumbu, Bob Ajisafe, Brian Howard, Norbert Nemesapati und Norbert Dabrowski überhaupt nichts.
      –––
      Naja, Ajisafe, Nemesapati und Dabrowski kann man im europäischen Boxen schon kennen, wenn man regelmäßig Kämpfe anschaut. Klar, toll ist der Gegner nicht, aber ich finde Salamov weniger obskur als zum Beispiel Trent Broadhurst, Lenin Castillo oder eben Craig Richards, gegen die Bivol auch schon um WM-Titel gekämpft hat und wo der Ausgang entsprechend langweilig und einseitig war.

      • 23. November 2021 at 02:24 —

        …..auch Ngumbu sollte dir kein Unbekannter sein Schreiberling, der hat 3 Mal gegen Igor Mikhalkin geboxt und 3 Mal nach Punkten verloren, 1 mal in Deutschland und 2 mal in Frankreich und es ging immerhin einmal um den WBO-Interkonti-Titel und einmal um die IBO-WM.

        Mal so ganz nebenbei, fand am Samstag die Universumveranstaltung ganz ansprechend, kein Boxen auf Topniveau…aber ansprechend!

        • 23. November 2021 at 06:14 —

          Wenn Ihr sie kennt: Glückwunsch. Was Du vergessen hast, zu erwähnen: Ngumbu hat 2015 gegen Salamov verloren.

        • 23. November 2021 at 06:58 —

          Du hast Recht, Luzifer, der hat schon fast die komplette Weltspitze im LHW geboxt, zwar fast immer verloren und ist schon ne Weile her, aber immerhin …

    • 23. November 2021 at 06:14 —

      @ ak

      “Dumm” scheint mir in diesem Zusammenhang eine eher weniger konstruktive Kritik. Aber grundsätzlich hast Du recht, ich hatte den Kampf gegen Richards enger in Erinnerung.

      • 23. November 2021 at 07:07 —

        War auch nicht konstruktiv gemeint, wobei ich nicht wußte, dass du dich dabei selbst zitiert hattest, sondern eher dachte, du zitierst irgendeinen Ramirez-Fan aus den Kommentarspalten von boxingscene o. ä.

        Ramirez spuckt ja bekanntlich schon länger große Töne, was Bivol angeht, zumal er im direkten Vergleich Barrera schneller finishen konnte als der Russe. Wobei zumindest ich von konkreten Verhandlungen beider Teams oder von irgendwelchen Offiziellen von GBP noch nichts gehört habe. Falls es aber doch mal zu einer Begegnung kommen sollte, würde ich mit Sicherheit nicht auf den Mexikaner setzen, das steht mal fest.

        • 23. November 2021 at 08:10 —

          @ ak
          Warum nicht?

          • 23. November 2021 at 09:11

            Also wenn wir von gepimpten Kampfbilanzen sprechen, dann ist der Mexikaner einer der ersten, die mir einfallen. 2016 gegen einen altersschwachen Abraham WM geworden und hat seitdem außer Hart keinen einzigen guten Gegner geboxt, Barrera war definitiv nicht mehr top und gegen Hart hat er ja nicht gerade überzeugend zweimal gewonnen. Klar, aus dem SMW ist er vermutlich mittlerweile rausgewachsen, was die durchwachsenen Leistungen gegen Hart teilweise erklären kann und Bivol hat sich in den letzten Kämpfen auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Dennoch hat Bivol boxerisch deutlich mehr drauf und auch wesentlich mehr Power als Ramirez. Bivol ist jemand, der gefordert werden muss, gegen Typen wie Richards oder Castillo bringt er einfach nicht sein A-Game, darin ist er Boo-Boo Andrade nicht unähnlich. Ramirez würde er meiner Einschätzung nach vielleicht sogar vorzeitig besiegen.

  2. 23. November 2021 at 09:22 —

    Hört man in der Szene eig. etwas wie es um die verhandlungen zwischen huck und kabayel steht? Ahmet Öner hat gestern verlauten lassen er wolle kabayel ein angebot machen, das er nicht ablehnen könne um gegen Kossobutskiy zu kämpfen.

  3. 23. November 2021 at 13:48 —

    @ ak

    Zugegeben, die Leistungskurve von Ramirez hat einen Knick bekommen. Das macht ihn aber nicht zwingend zum “Opfer”.

    • 23. November 2021 at 17:23 —

      Nein, Opfer mit Sicherheit nicht. Im Gegenteil, es wäre, neben Smith jr. und eventuell Jean Pascal vermutlich Bivols bester Gegner. Aber Grund zum „Davonlaufen“ vor Zurdo gibt es für den Russen definitiv auch nicht.

  4. 24. November 2021 at 10:09 —

    Schreiberling, ich mag Deine Artikel wirklich.. Aber bei dem hier stellen sich doch einige Fragen..

    ” dass Bivol nur deswegen gegen Salamov kämpft, damit er nicht seinen Titel verliert,”
    Es ist eher so, dass Salamov verglichen mit Bivols letzten Gegnern ein Upgrade ist..
    Der bekannteste Gegner Salamovs war Damien Hooper..

    “Zumindest mir sagen die Namen Doudou Ngumbu, Bob Ajisafe, Brian Howard, Norbert Nemesapati und Norbert Dabrowski überhaupt nichts.”
    Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen..??? o.O

  5. 24. November 2021 at 13:26 —

    @ Flo9r

    Tach, Flo9r.
    Erstmal Danke für Dein Lob. Ja, man mag Salamov als Upgrade zu Castillo sehen, im aktuellen Boxrec-Ranking liegen aber Craig Richards und Joe Smith jr BESSER als Salamov.

    Und natürlich kann ich mir vorstellen, dass Bivol – alleine aus pekuniären Gründen – gerne seinen Titel gegen Alvarez verteidigen würde, wenn er ihn dann noch hat. Insofern sehe ich Salamov als “gute Wahl”, um diesen Status auch zu behalten.

    Den Namen “Norbert” … habe ich übrigens tatsächlich schon mal gehört. 😉

    Zum Thema Damien Hopper … soweit ich mich erinnere, hat Salamov gegen ihn verloren und war dann nicht an einem Rematch interessiert.

    • 24. November 2021 at 15:35 —

      Prinzipiell ist die Situation im LHW auch nicht viel anders als in den meisten anderen GK. Oben gibt es zwei, drei „Bosse“ (in dem Fall Beterbiev, Bivol), die eigentlich schon längst gegeneinander hätten antreten können, aber lieber auf ihren jeweiligen „Championspöstchen“ ihre Eier schaukeln und ihre Gürtel gegen zweit- bis drittklassige Herausforderer (Deines, Richards, Salamov) verteidigen. Dann gibt es ein paar hungrige Talente bzw. eigentlich nur eins, Joshua Buatsi, der aber noch zu grün ist, um einen der beiden Großen zu fordern und abgesehen davon auch schon wieder fast zu viel Risiko darstellt. Was das Ganze nämlich zu einer Besonderheit macht, ist die Anwesenheit, bzw. Abwesenheit von Canelo, auf den die beiden Chefs permanent schielen. Das ist extrem schlecht für den Sport. Denn erstens ist es überhaupt nicht sicher, ob er überhaupt jemals im LHW kämpfen wird, und zweitens, wenn, dann ist es fraglich, gegen wen. Solange diese Situation derart offen ist, wird sich nicht viel ändern in dieser GK.

      Ein Gvozdyk, der leider aufgehört hat, würde der Szenerie sehr gut tun, ein starker Herausforderer, der selbst auf einen Titel drängt und schon einen „Big Fight“ für sich entschieden hat. Callum Smith käme da für mich in Frage. Er würde sicher sowohl für Bivol als auch für Beterbiev eine ernsthafte Gegnerschaft darstellen. Aber ist er selbst nach seiner Niederlage gegen Canelo schon wieder bereit für einen großen Fight? Aus seiner Ecke hört man, im Gegensatz zum Schaumschläger Ramirez, jedenfalls nichts. Der hat mit Gonzalez demnächst erstmal alle Hände voll zu tun, denke ich. Einen weiteren ordentlichen Kampf sehe ich in Beterbiev vs. Browne. Der hat extrem gut gegen Badou Jack, aber extrem dumm gegen Jean Pascal geboxt. Wenn er es schafft, sich das „Physismonster“ Beterbiev vom Leib zu halten, lang zu bleiben und mit seinem sehr guten Jab zu frustrieren, könnten wir hier evtl. sogar eine Überraschung erleben. Es bleibt so auf jeden Fall spannend, auch wenn sich, jedenfalls meiner Einschätzung nach, bis nach dem nächsten Canelo-Kampf nicht sehr viel bewegen wird.

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