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Boxsport Short News 19.11.2020

Boxsport Short News 19.11.2020

Auch wenn die ganz großen Fights am kommenden Wochenende fehlen, so gibt es doch zumindest aus deutscher Sicht eine interessante Begegnung. In seinem ersten Kampf auf britischem Boden steht Sebastian Formella dem Sohn von Boxlegende Nigel Benn gegenüber. Der 24-jährige Conor Benn bringt eine Bilanz von 16-0-0 bei 11 KO-Siegen und seinen WBA-Continental-Gürtel mit in das Match. Formella (22-1-0) verlor zuletzt im August gegen Shawn Porter.

In einer Videokonferenz hat ‚Hafen-Basti‘ erklärt, dass er in der Kampfnacht keine Gefälligkeiten von den drei britischen Ringrichtern erwartet: „Ich denke, wenn es eine enge Runde gibt, werden die Richter sie wahrscheinlich Conor geben. Das wäre dasselbe, wenn wir in Deutschland kämpfen würden, ich hätte dann den Vorteil. Aber am Samstag weiß ich, dass ich mehr als er tun muss, um die Runde zu gewinnen.”

Einen weiteren Heimvorteil – nämlich britisches Publikum – kann Benn aber nicht für sich verbuchen, der Kampf findet ohne Zuschauer statt. „Es ist das erste Mal, dass Conor ohne Menschenmenge kämpft!“ weiß Formella: „Und das ist eine seltsame Erfahrung. Die Fans in England sind verrückt und ich finde es schade, dass wir nur in einer leeren Arena kämpfen werden.“

Formellas Prognose: „Ich denke, meine Erfahrung ist einer der Schlüssel. Ich habe mehr Kampferfahrung, habe sechs 12-Runden-Kämpfe gehabt und bin in vier Mal alle 12 Runden gegangen. Und natürlich habe ich Schwächen (bei Connor Benn) gesehen.” Als Sparringspartner hatte sich Formella unter anderem Jack Culcay geholt.

In Deutschland kann man die Begegnung zwischen Formella und Benn live bei DAZN verfolgen.

Nachdem der Kampf zwischen den britischen Heavyweights Daniel Dubois und Joe Joyce bereits im April, Juli und Oktober stattfinden sollte, ist es nun bald soweit: am 28. November treffen  ‚Dynamite‘ Dubois und ‚Juggernaut‘ Joyce in London aufeinander. Jetzt hat David Haye Daniel Dubois gewarnt: „Ich habe einen Favoriten, weil ich gesehen habe, was Joe kann. Bei Dubois gibt es mehr Fragezeichen als bei Joyce. Um die zweite Hälfte des Kampfes zu erreichen, muss Dubois in einem hervorragenden Zustand sein.“

Eddie Hearn hat angeblich schon mit Kalle Sauerlang über diesen Fight gesprochen, jetzt hat sich auch Sauerland-Boxer Filip Hrgovic zu Wort gemeldet. Der 28-jährige hatte nach seinem Sieg über Rydell Booker härtere Tests gefordert und Interesse an einem Kampf gegen Michael Hunter geäußert. In einem an Hunter gerichteten Video legte Hrgovic jetzt noch einmal nach.

“Ich möchte Dir diese Nachricht zukommen lassen: Lass uns diesen Kampf machen! Du musst keine Angst haben. Es wird nicht lange dauern. Du wirst gar nichts spüren. Du wirst in den Schlaf fallen und im Krankenhaus wieder aufwachen. Es wird nicht weh tun.”

Spielt Hrgovic damit auf seinen unspektakulären Boxstil an, der Hunter einschlafen lassen könnte? Oder geht der kroatische Schwergewichtler tatächlich davon aus, er könne ‘The Bounty’ kurzrundig KO schlagen? Ich persönlich halte die Ankündigung von Hrgovic für „reichlich vollmundig“ und hoffe, dass Hunter die passende Antwort im Ring gibt!

Es gibt Neuigkeiten von Adrien Broner. Nein, diesmal geht es nicht um einen weiteren Aufenthalt hinter Gittern, sondern ums Boxen. Es ist dem 31-jährigen ehemaligen Weltmeister gelungen, Roy Jones jr als Trainer zu gewinnen. Zumindest behauptet Jones das in diesem Video.

Der Argentinier Juan Domingo Roldan – Bilanz: 67 – 5 – 2  bei 47 KO-Siegen – ist im Alter von 63 Jahren in einem Krankenhaus in Cordoba gestorben. Todesursache: Atemversagen im Zusammenhang mit einer Lungenentzündung, nachdem Roldan positiv auf Covid-19 getestet worden war. Drei Mal hatte ‚The Hammer‘ Roldan um einen Weltmeistertitel geboxt, drei Mal musste er sich geschlagen geben: gegen Marvin Hagler, Thomas Hearns und Michael Nunn verlor Roldan. Nach der Niederlage gegen IBF-Champion Nunn hatte Juan Domingo Roldan 1988 seine 10-jährige Karriere als Profiboxer beendet.

Hier noch einmal der Kampf zwischen Roldan und Marvin Hagler im Jahr 1984.

Der Düsseldorfer Timo Rost steht als Gegner für Felix Sturms Comeback nach knapp fünf Jahren Ringabstinenz fest. Rost, der sich selbst promotet, hat sich angeblich selbst als Gegner angeboten.

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13 Kommentare

  1. 19. November 2020 at 09:42 —

    Der Comeback Gegner für Felix Sturm wird Timo Rost

  2. 19. November 2020 at 10:07 —

    @ c.boxing

    Kommt auch noch. Timo trainiert aber nicht mehr bei Rüdiger May in Köln. Habe ihn noch nicht erreichen können.

  3. 19. November 2020 at 14:33 —

    Der Timo ist genau der richtige um den ringROST loszuwerden. *haha* kleines wortspiel musste einfach sein.
    sturm brauch vermutlich geld nach seiner verurteilung in erster instanz (weis jemand wie es mit der berufungsverhandlung steht)
    schade so kurz bevor er in die Hall of fame aufgenommen hätte werden können. naja aber aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

    • 19. November 2020 at 14:37 —

      hoffe natürlich nach ende der corona einschränkungen kommt nächstes jahr im sommer doch noch der kampf gegen abraham!

      • 19. November 2020 at 20:52 —

        F. Sturm wird NIEMALS in die HOF kommen. Versuchen irgendwelche Trolls ja schon seit Jahren, Maske, Ottke, Michalczewski & Co. vorzuschlagen – zum Glück immer abgelehnt. Und die hatten einen tausendmal besseren Rekord als Catic.

        • 20. November 2020 at 07:58 —

          5 x weltmeister in 2 gewichtsklassen allein damit ist er legendärer als die genannten Maske, Ottke, Michalczewski & Co.

          • 20. November 2020 at 10:07

            Du meinst legendär den Titel mehrfach gegen Mittelmaß (Castillejo, Soliman, Geale, Chudinov) verloren und mit seltsamen Urteilen oder gegen verletzte Gegner (Barker) wieder zurück„erobert“?

            Eher bekommt der „boxen.de-Kotzcast“ (Zitat Schreiberling) zehn Millionen Zuschauer auf YouTube als dass Sturm HOFer wird.

  4. 19. November 2020 at 14:42 —

    Was ist eig. dran, dass Charr seinen Titel am 20.12 gegen Mark de Mori verteidigen wird?

    • 19. November 2020 at 18:08 —

      Davon weiß wohl nur die eine Zeitung mit den großen roten Buchstaben. Falls ja: was für ne Verteidigung sollte das sein? Gegen die Boxrec # 267 der Welt …

      • 19. November 2020 at 21:07 —

        Falls ja: was für ne Verteidigung sollte das sein? Gegen die Boxrec # 267 der Welt …
        und dennoch nicht chancenlos gegen den amtierenden dabelju bi ej champinion of se wööörld.

        • 20. November 2020 at 04:11 —

          @ Polonia

          Hast Recht. Brandgefährlich, der Mann. Und Herr Charr ist ja mittlerweile eher als Friedensstifter unterwegs. Wobei es ja Berichte gibt, nach denen die Geschichte in Berlin eher “inszeniert” wurde ist … PR.

          • 20. November 2020 at 22:56

            Wobei es ja Berichte gibt, nach denen die Geschichte in Berlin eher “inszeniert” wurde ist … PR.

            welche geschichte in berlin? das mit der schussverletzung? soll inszeniert worden sein wegen PR?

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