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Boxsport Short News 18.02.2021

Boxsport Short News 18.02.2021

Nachdem der Kampf zwischen Jamel Herring und Carl Frampton ursprünglich schon am 13. Juni 2020 in Framptons Heimatstadt Belfast stattfinden sollte und wegen der COVID-19-Pandemie auf den 27. Februar 2021 in die Londoner Copper Box verlegt wurde, gibt es nun erneut eine Änderung: der Fight soll nun in Dubai ausgetragen werden, ein Datum gibt es noch nicht. Grund für die Verschiebung ist eine Handverletzung bei Frampton.

Die WBO hat festgelegt, dass Oleksandr Usyk und Joe Joyce um den Interim-Titel des Verbands boxen müssen. Eigentlich war Usyk schon Pflichtherausforderer, hatte aber auf sein Recht zu verzichtet, damit Tyson Fury und Anthony Joshua um die unumstrittene Meisterschaft kämpfen können. Noch abzuwarten bleibt, ob der Gewinner von „Fury vs Joshua“ den WBO-Titel verteidigen wird oder niederlegt. In diesem Fall wäre der Sieger aus „Usyk vs Joyce“ automatisch  neuer WBO-Champion. Wie Eddie Hearn bekanntgegeben hat, geht er davon aus, dass die Begegnung zwischen Usyk und Joyce in die Purse Bid geht.

Die IBF hat einen Kampf zwischen Shavkat Rakhimov und Kenichi Ogawa um den vakanten IBF-Titel im Superfedergewicht angeordnet. Soweit bekannt, müssen sich die beiden Parteien bis zum 17. März einigen, andernfalls geht der Kampf in die Purse Bid.

Zeitgleich hat der Verband einen Titeleliminator zwischen dem Briten Martin ‚Wardy‘ Ward und dem Südafrikaner Azinga ‚Golden Boy‘ Fuzile bestellt, um den Pflichtherausforderer für den 130-Pfund-Titel zu ermitteln. 

Josh Warrington möchte nach seiner KO-Niederlage gegen Mauricio Lara am vergangenenWochenende die Scharte wohl so schnell wie möglich auswetzen. Nachdem Eddie Hearn noch vor Kurzem erklärt hatte, Warrington solle sich zuerst erholen, seine Verletzungen auskurieren und dann eine Entscheidung treffen, hat der Matchroom Boxing Boss nun bekanntgegeben, Warrington wolle das Rematch gegen Lara so schnell wie möglich. Hearn sagte, er werde versuchen, den zweiten Kampf noch in diesem Sommer in Warringtons Heimatstadt Leeds zu veranstalten. Warrington erlitt bei seiner Niederlage gegen den 22-jährigen Underdog aus Mexiko einen Kieferbruch, ein perforiertes Trommelfell und eine Schulterverletzung.

Matchroom Boxer Callum Smith wird nach seiner Niederlage gegen Saul Alvarez im vergangenen Dezember ins Halbschwergewicht aufsteigen. Ein Kampftermin für ‚Mundo‘ steht noch nicht fest. Laut Eddie Hearn soll Smith aber 2021 wieder im Ring stehen.

Dmitry Bivol wird möglicherweise im April gegen den Briten Craig ‚Spider‘ Richards antreten. Richards hält seit dem vergangenen Dezember den britischen Titel im Halbschwergewicht, ein Kampf gegen den WBA-Weltmeister wäre ein großer Schritt nach oben. Bivol dürfte aber reichlich Ringrost mitbringen: der 30-jährige Russe – Bilanz 17-0-0 – hat zuletzt im Oktober 2019 geboxt. Eddie Hearn plant angeblich eine britische PPV-Show, in deren Rahmen neben Bivol und Richards auch Filip Hrgovic gegen Martin Bakole kämpfen könnte.

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27 Kommentare

  1. 18. Februar 2021 at 12:18 —

    Usyk vs joyce ist ein guter kampf. der sieger ist würdiger herausforder vom weltmeister. genauso ist es whyte – povetkin. beide sind dann interims wm.

    • 18. Februar 2021 at 15:12 —

      Whyte vs. Povetkin halte ich für recht uninteressant. Povetkin dürfte wieder das Rennen machen, aber mit 42 sehe ich für ihn zur Zeit keine reelle Chance mehr auf den WM-Titel. Aufgrund seiner Physis (erst recht mit42) würde er wahrscheinlich nochmals gegen Joshua verlieren. Aber auch gegen Fury und auch gegen Wilder sehe ich ihn nicht vorne, obwohl ich es ihm wirklich gönne.
      Allerdings hat Povetkin gegen Whyte höchst eindrucksvoll gezeigt, dass er auch mit 42 Jahren noch einen Schlag im Repertoire hat, der seinesgleichen sucht!

      Sollte Whyte gewinnen, dann wird er auch nicht wirklich viel weiter kommen, als Chisora, der ein brillianter Prüfstein auf dem Weg zur Spitze im HW ist. Mehr allerdings auch nicht!

      • 18. Februar 2021 at 16:12 —

        ich sehe whyte als klaren favouriten. aber wir werden sehen. chisora ist nicht das was du über ihn sagt vorallem widerspricht du dir da ja selbst denn whyte hat ihn ja bereits 2 mal geschlagen beim 2. mal sogar eindrucksvoll.

        • 18. Februar 2021 at 18:42 —

          Chisora ist also kein brillianter Prüfstein auf dem Weg zur HW-Spitze? Oder stört Dich eher das: “Mehr allerdings nicht!”

          Wäre nett, wenn Du mir Deine Aussage etwas näher erklären könntest!

          • 19. Februar 2021 at 09:32

            nein deine logik ist falsch. du sagst whyte wird es nicht weiter bringen also chisora der ein prüfstein sein soll um an die spitze im hw zu kommen. aber whyte hat eben diesen prüfstein sehr gut genommen. also entweder ist er damit dann schon an der spitze des hws oder chirsoa ist nicht so sehr dieser brilliante prüfstein!

          • 19. Februar 2021 at 10:09

            Der Boxsport ist alles andere als logisch!

            Chisora, der brillante Prüfstein wurde von Whyte zweimal vorgeführt, dass stimmt, aber daraus ergibt sich nicht zwangsläufig, dass Whyte auch das Zeug zum WM hat, was ihm ja bereits durch Joshua und auch Povetkin bewiesen wurde.

            Chisora wird in Zukunft von Whyte als Prüfstein abgelöst werden, viel mehr traue ich Whyte aufgrund seiner Skills nicht zu. Körperlich ist er ein wenig stärker als Chisora, aber gegen Wilder, Joshua und ganz besonders Fury sehe ich für Whyte nur eine Lucky-Punch-Chance. Selbst gegen die Schwergewichtsopas Ortiz und Povetkin, sehe ich für Whyte kein Licht am Ende des Tunnels!

            Sämtliche Kreuz- und Quervergleiche bringen im Boxsport nicht wirklich etwas. Ein grobe Voreinteilung ist damit möglich, mehr aber auch nicht. Schlussendlich müssen sie erst gegeneinander boxen, um sicher zu sein, wer der bessere ist und selbst dann entscheidet nicht selten eine Art „Lucky-Punch“ einen Kampf und schon ist ein logisches Urteil nicht mehr möglich.

            Whyte wurde z.B von Povetkin beinahe so gefinnisht, wie Povetkin von Joshua. Deiner Logik nach würde Joshua vs. Whyte also keinen Sinn machen. Macht es aber doch, denn sowohl hat Povetkin Joshua angeklingelt als auch Whyte Povetkin und Whyte hatte seinerzeit ebenfalls Joshua angeklingelt. Rückkämpfe hat es bisher leider noch nicht gegeben und das ist im heutigen Boxsport eine wesentlich Krux!

            Davon gibt es unzählige Beispiele, die immer wieder nur aufzeigen, dass Kreuz- und Quervergleiche gerade im Schwergewicht nicht wirklich hilfreich sind!

            ———-

            Aber was ist denn nun Chisora nicht, was ich gesagt habe, diese Antwort bist Du mir bislang schuldig geblieben?

          • 19. Februar 2021 at 11:20

            ich stimme dir zu dass chisora ein guter gate keeper ist (wobei er mitlerweile auch abbaut) so wie es tony thompson mal eine zeit war. aber er ist noch nicht der gate keeper für die top 5 (vielleicht für die top 10) whyte wie auch povetkin sehe ich da einfach drüber. die sind vielleicht die gate keeper für die top 5 derzeit bzw. der sieger ist in den top 5 nunmal drin und das ist weltspitze die besteht nicht nur aus einem boxer. whyte war und wäre bei einem sieg wieder wbc interims wm. das reicht für mich zur weltspitze. auch der sieger usyk – joyce gehört da hin zusammen mit fury, joshua und wilder. top 5 eben!

          • 19. Februar 2021 at 11:32

            Chisora hat den 1. Kampf gegen Whyte bei jedem außer Eddies Punktrichtern gewonnen.

            Im 2. führte er auch nach Punkten bis er unkonzentriert und dämlich in den Haken läuft.

          • 19. Februar 2021 at 13:04

            Danke für die Antwort, brennov, jetzt kann ich nachvollziehen, was du mir sagen wolltest und stelle fest, dass unsere Meinungen gar nicht mal so weit auseinander liegen.

            Der größte Unterschied dürfte sein, dass ich den Erfolg im Boxen eher langfristig sehe. Als Beispiel nenne ich da mal Povetkin. Er war in seiner Glanzzeit einer der Schwergewichtler mit den besten Skills und er war sogar mal WBA-WM aber langfristig war abzusehen, dass er sich dort nicht halten kann, weil Povetkin dafür “zu klein” war. Bis heute hat sich an dieser Einschätzung nichts geändert!

            Heute ist die physische Voraussetzung im Schwergewicht etwas anders zu betrachten, als vor 20-30 Jahren. Früher war die Dichte von Physismonstern wie Fury, Klitschko, Wilder, Joshua, Ajagba, Dubois, Yoka usw. bei Weitem nicht so hoch, wie damals. Daher haben es die etwas kleineren Boxer auch schwerer dort oben anzugreifen und auch dort oben zu bleiben.

            Whyte ist für mich kein schlechter Boxer, Chisora auch nicht und es gibt noch einige andere in dieser Klasse, aber für alle wird es da ganz oben sehr, sehr eng, weil sie einfach keine Physismonster sind. Das ist ein wenig schade, aber vielleicht ändert sich das ja mal wieder!

  2. 18. Februar 2021 at 15:11 —

    Gerade nach Joyce vs. Dubois halte ich Usyk vs. Joyce ebenfalls für eine sehr gute Ansetzung. Joyce lässt sich nicht so leicht unterkriegen und er kann gut austeilen. Der Ukrainer bekäme damit einen “echten” Schwergewichtler vor die Fäuste, den er nach allen Regeln der Kunst ausboxen müsste. Ich glaube nicht das für Usyk zu einem KO reichen würde, womit er sich bis zum bitteren Ende gegen einen wirklich gut eingestellten und hart schlagenden Joyce durchsetzen müsste. Das wäre etwas ganz anderes, als gegen Chisora!

    Dafür, dass Joyce erst so spät mit dem Boxen angefangen hat und erst vor kurzem mit 35 Jahren seinen zwölften Profi-Kampf bestritt, hinterlässt er einen wirklich, wirklich guten und gefährlichen Eindruck. Technisch gibt es für ihn keine Chance gegen Usyk, aber dafür ist Joyce körperlich und erst recht mental sehr stark. Ein Sieger lässt sich da vorab kaum ausmachen!

    • 18. Februar 2021 at 21:38 —

      W O W !!!!!! 10 Zeilen Allgemeinplätze, die sich jeder Depp (sogar einer wie du) zusammenreimen kann, und dann die bahnbrechende Erkenntnis (Trommelwirbel):

      Ein Sieger lässt sich da vorab kaum ausmachen!

      Ja, unglaublich, sonst müssten sie ja wohl kaum gegeneinander kämpfen. Aber für solch philosophische Weisheiten braucht es den wahren Kämpfer für die Wahrheit gegen das Mainstream-Establishment, den Robin Hood gegen die Lügenpresse, den letzten Samurai des Investigativjournalismus: Dicker Schwabbel, der dunkeldeutsche Schafsschänder aus Schwepnitz. 👏

    • 19. Februar 2021 at 07:26 —

      Doch.. der Sieger sollte relativ klar Usyk heissen..
      Nichts gegen Joyce, aber für den Ukrainer isser definitiv zu langsam..
      Das bedeutet natürlich nicht, dass der Sieger schon vorab feststeht, sondern lediglich, dass das alles andere als ein 50/50 Fight ist.. 80/20 Usyk!

      • 19. Februar 2021 at 09:19 —

        80/20 für Usyk? Mutige These!

        Wenn ich alleine die reinen Boxskills beider Boxer betrachte, dann kommt das gut hin mit 80/20, aber wenn ich auch die anderen Parameter wie Größe, Schlag- und Mentalstärke hinzuziehe, sehe ich Usyk vs. Joyce eher ausgeglichen.

        Diese Einschätzung basiert aber darauf, dass ich von Usyk im HW noch nicht wirklich was Entscheidendes gesehen habe. Chisora ist recht klein und nicht sonderlich schlagstark und dazu noch über den Zenit. Witherspoon brauch ich erst gar nicht zu erwähnen und Hunter ist für mich kein reinrassiger Schwergewichtler.

        Joyce schätze ich da deutlich stärker ein, zumal Joyce in seiner kurzen und späten Karriere schon jetzt kurz vor einem WM-Kampf steht und daher gegen Usyk unglaublich motiviert sein wird. Gerade letzteres könnte für mich das Zünglein an der Waage sein; denn ich fand seine Leistung gegen Dubois wirklich bemerkenswert.

        Aber es wird sich zeigen. Grundsätzlich bin ich eigentlich immer für den Außenseiter, was in diesem Falle klar Joyce ist. Aber Usyk bei seiner Arbeit zuzuschauen hat was und wenn er Joyce dominiert, würde es deutlich machen, wie sehr es sich doch lohnt, die Kunst des Boxens zu beherrschen, wenn man auf körperlich deutlich überlegenere Boxer trifft.

        Ich hatte seinerzeit gedacht, Ortiz würde mit seinen Skills Wilder abfertigen und Povetkin hätte gar nicht so schweres Spiel gegen Joshua. Aber in beiden Fällen siegte die körperliche Überlegenheit!

        Wie dem aber auch sei, im April werden wir mehr wissen!

        • 19. Februar 2021 at 13:47 —

          Ganz ehrlich, für die These brauchts nicht viel Mut..
          Stylemäßig ist Usyk doch DER Albtraum für Joyce.. mehr als 20% Chancen auf den Lucky Punch kann man dem Briten da nicht geben.. Tendenziell eher weniger..

        • 19. Februar 2021 at 13:48 —

          Der Fight würde mMn ziemlich ähnlich laufen wie der vs Gassiev..

      • 19. Februar 2021 at 10:23 —

        Seh ich ganz genauso, denke auch 80/20 Usyk. Zumal Usyk schon gezeigt hat, wie er Joyce 6 Runden dominieren kann. Joyce ist jetzt sicherlich besser als damals und erfahrener auch, jedoch ist Usyk das jetzt ebenfalls und schneller wird Joyce sicherlich nicht geworden sein.

        • 19. Februar 2021 at 11:09 —

          Danke für die Info, ich wusste bis eben nicht einmal, dass die beiden schon zusammen im Ring gestanden haben. Das ändert aber trotzdem nur marginal etwas an meiner Meinung/Hoffnung; denn der Kampf ist ja schon 8-9 Jahre her und während Joyce da erst mit dem Boxen anfing, war Usyk bereits nahezu perfekt ausgebildet.

          Ich schätze daher Joyce Lernkurve deutlich höher ein, zumal Joyce von Anfang an im Schwergewicht geboxt hat und gegen Usyk gar nicht mal so schlecht aussah. Ich fand ihn besser als Hunter, habe bis jetzt aber auch nur die Highlights gesehen!

          • 19. Februar 2021 at 13:43

            Er ist zu langsam für Usyk.. that´s it..

          • 19. Februar 2021 at 14:04

            Übrigens bezweifle ich mal, dass Joyce Lernkurve seitdem deutlich höher war.. denn für eine hohe Lernkurve brauchts ja auch noch entsprechendes Talent.. und da schätze ich dann doch Usyk nochmal n Tick talentierter als den Juggernaut ein…

          • 19. Februar 2021 at 14:25

            Eigentlich liegt es auf der Hand!

            Jemand der nichts kann und sich Mühe gibt, hat in der Regel immer eine höhere Lernkurve als jemand, der bereits alles kann. Die Höhe der Lernkurve wird ja stets vom Ausgangspunkt berechnet. Und wenn nicht einer der Vergleichpartner gerade absolut talentfrei ist, und das ist Joyce ohne Zweifel nicht, spielt das Talent in dieser Bemessung eigentlich kein große Rolle!

          • 19. Februar 2021 at 14:42

            Nein..
            Weder konnte Usyk vorher alles noch Joyce nichts..
            Schau Dir doch die Kampfweisen beider nochmal an.. Wo soll denn die Lernkurve bei Joyce besonders hoch gewesen sein..? Jab oder doch rechte Gerade..??
            Der lebt zu 94% von Physis und Athletik.. alles was mit Talent und “sweet science” zu tun hat ist maximal rudimentär ausgeprägt.. plattfüßig, keine Kombinationen, keine Meidbewegungen..
            Gut sind dafür Jab, Power und Kinn.. Cardio auch ganz ok..

            Joyce könntest Du jerderzeit gegen Leute wie Breazeale, Martin, Hrgovic oder Yoka in den Ring stellen und er würde immer seine Leistung bringen.. Gegen solche vergleichsweise große, schwere HWs hat der immer ne Chance..
            Aber gegen Usyk fehlen ihm die Mittel..
            Das wird n lockeres 120:108.. auf der Insel machen se dann ggf halt 117:111 draus und gut is..

          • 19. Februar 2021 at 16:13

            Eigentlich ist es gemeinläufig bekannt, dass die Lernkurve mit zunehmendem Wissen und zunehmenden Fähigkeiten abnimmt. Das liegt daran, dass zu Beginn der Lernphase noch viel Fehler mehr gemacht werden, als in der späteren Lernphase. Aber vielleicht liegt da ja nur ein Missverständnis vor. Ich hätte vielleicht von der Steilheit der Lernkurve sprechen sollen und nicht von der Höhe der Lernkurve. Aber sei es drum, darauf kommt es ja auch nicht an!

            Die Boxkarriere von Joyce ähnelt ein bisschen der Karriere von Wilder und kein Boxfan hätte jemals gedacht, dass die boxerischen Fähigkeiten von Wilder sogar zweimal für Ortiz ausreichen würden.

            Wilders Talent zum Boxen war und ist ohne Zweifel begrenzt. Auch in seiner späteren Karriere, als die ersten richtigen Gegner gewählt wurden, war sein „Stil“ durch die Windmühle recht vorhersehbar und langsam. Kombinationen gab es kaum und seine Beinarbeit war und ist erschreckend. Aber er hat immer besser gelernt, wie er seine Rechte geduldig an den Mann bringen kann, ohne dabei die Deckung oder Geduld zu verlieren. Diesbezüglich hatte Wilder eine ziemlich steile Lernkurve, ansonsten hätte er es gegen Ortiz niemals zweimal geschafft!

            Gesamtboxtechnisch gesehen war die Lernkurve nur marginal, denn auch heute noch kann Wilder nur die Rechte richtig gut. Alle andere Boxtechniken sind bei ihm zu vernachlässigen. Allerdings hat es dazu gereicht, den seinerzeit besten und erfahrensten Schwergewichtstechniker (nach Fury) gleich zweimal auszuknocken.

            Joyce boxt besser und variabler als Wilder. Er hat zwar nicht so viel Power, aber dennoch genug, um jeden da oben schlafen zu legen. Wenn er, und davon gehe ich aus, an seiner Rechten so arbeitet wie Wilder, dann kann es auch für Usyk locker reichen; denn Joyce braucht keine besonderen Kombinationen und auch keine besondere Beinarbeit. Er braucht nur viel Geduld und einen präzisen Schlag, den er mit einer Art Finte einleitet. So wie Wilder vs. Ortiz 2. Alles andere braucht Joyce nicht großartig lernen, denn er würde Usyk niemals nach Punkten besiegen!

            80/20 für Usyk mag durchaus realistisch sein, aber die hatte ich für Ortiz gegen Wilder auch und obwohl der erste Kampf schon etwas anderes deutlich machte, schob ich Wilders Sieg auf einen Lucky-Punch. Im zweiten Kampf hat sich aber offenbart, dass Wilder bezüglich seiner Rechten eine ziemlich steile Lernkurve absolviert hatte. Ähnlich sehe ich das bei Joyce und ich müsste schon weit wegsehen, um das zu ignorieren!

            Nach bzw. mit Wilder habe ich gelernt, dass die Boxkünste im Schwergewicht oftmals nicht so entscheidend sind, wie tatsächlich Physis und Psyche!

          • 19. Februar 2021 at 22:18

            Was du meinst ist dass seine lernkurve steiler war nicht höher und dass sie abflacht nicht abnimmt. Joyce lernkurve mag steiler gewesen sein aber sie hat nie annähernd die Höhe der von usyk erreicht

          • 19. Februar 2021 at 23:01

            Bei Dicker Schwabbel zeigt die Lernkurve von Beginn an (völlige Verblödung) steil nach unten in Richtung lobotomisierte Imbezillität.

          • 20. Februar 2021 at 07:01

            So sieht es aus Brennov!

  3. 19. Februar 2021 at 12:44 —

    Worst of Dicker Schwabbel-Geschwabbel:
    „Whyte vs. Povetkin halte ich für recht uninteressant.“
    Klar, total uninteressant, deshalb haben auch 222,000 Inselaffen den PPV gekauft. Und durch den Loss werden es beim zweiten Kampf höchstwahrscheinlich noch einmal mehr.
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    „Chisora, der brillante Prüfstein wurde von Whyte zweimal vorgeführt, dass stimmt“
    Klar, komplett vorgeführt, deshalb hat er auch einmal nur mit Beschiss gewonnen und einmal lag er z.Z. des Niederschlags auf den Punktzetteln vorne
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    „Deiner Logik nach würde Joshua vs. Whyte also keinen Sinn machen. Macht es aber doch, denn sowohl hat Povetkin Joshua angeklingelt als auch Whyte Povetkin und Whyte hatte seinerzeit ebenfalls Joshua angeklingelt. Rückkämpfe hat es bisher leider noch nicht gegeben und das ist im heutigen Boxsport eine wesentlich Krux!“
    Klar, dass du das nicht rallst – Whyte fährt mittlerweile die WBC-Schiene und sein Ziel war es, PH von Wilder (jetzt natürlich Fury) zu werden. Eddie setzte ihn dorthin, was auch Sinn ergibt, nachdem er schon einen Titelträger der WBA/WBO/IBF im Haus hat. Wäre Whyte nicht so dämlich gewesen und hätte einen Tune-up-Kampf gegen Pove verloren, wäre er immer noch genau das, und Fury müsste erst Whyte boxen (oder ihm Step-Aside-Geld zahlen) und Eddie hätte tatsächlich einen Grund, Fury vs. AJ auf die lange Bank zu schieben – und würde bei Whyte vs. Fury außerdem nochmal abkassieren. Würde Whyte sogar WBC Weltmeister werden, dann wäre ein RK gegen AJ nicht nur sinnvoll, sondern vor allem lukrativ – so ist es aber ganz einfach Schwachsinn.

    Was den Rückkampf von AJ vs. Pove angeht, so ist die Forderung unrealistisch und auch dämlich: nur weil AJ kurz mal gewackelt hat, muss er nicht sofort einen RK annehmen. Er hat durch KO gewonnen und lag auf allen Zetteln vorne. Dazu gibt es mit Fury, Wilder, Ortiz, Hunter, Yoka etc. noch zahlreiche gute Gegner, die er noch nicht geboxt hat – warum also rückwärts denken? Ergibt keinen Sinn. Etwas mehr als deine Kommentare natürlich schon, aber insgesamt zu wenig.
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    „80/20 für Usyk? Mutige These!
    Wenn ich die Boxskills beider Boxer betrachte, dann kommt das gut hin mit 80/20“
    Klar – und warum ist die „These“ dann also mutig? Weil Joyce 40 Pfund mehr wiegt – Schwabbellogik.
    –––––––––––––––––––
    „und Hunter ist für mich kein reinrassiger Schwergewichtler. “
    Klar, Usyk hat ja auch im HW gegen Hunter gewonnen, is logisch
    –––––––––––––––––––
    „Danke für die Info, ich wusste bis eben nicht einmal, dass die beiden schon zusammen im Ring gestanden haben.“
    Klar, der finale Rettungsschuss ist nahe. Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Sabbel halten, anstatt aus allen vier Backen Blödheit herauszublasen.
    –––––––––––––––––––
    „Wie dem aber auch sei, im April werden wir mehr wissen!“
    Alle anderen Ja, du Nein.

  4. 19. Februar 2021 at 13:04 —

    Je lauter das Blöken, desto mehr Schaf!

    youtube.com/watch?v=4iuJ2dNSD60

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