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Boxsport-Rückschau auf das Wochenende (KW7)

Am vergangenen Wochenende fehlten zwar in den Ansetzungen die ganz großen Namen, aber man sah so einige Fights, die noch einmal erwähnenswert sind. Gutes Boxen hängt nicht immer nur davon ab, wie bekannt ein Boxer bereits ist. Manchmal entwickelt man Sympatie für Boxer, die man noch gar nicht kannte. Manchmal wünscht man sich, der Kampf würde noch ein paar Runden länger gehen. Manchmal ist man aber auch froh, wenn ein unansehnliches  Gewürge recht schnell vorbei ist. Hier eine kleine Auswahl von dem, was am Wochenende geboten wurde:

Bereits am Freitag gab es in den Minnesota / USA ein Event von ESPN und Top Rank / Bob Arum, bei dem im Hauptkampf Rob Brant seinen WBA-Titel im Mittelgewicht gegen Khasan Baysangurv verteidigen konnte. Der in der Ukraine lebende Russe erwies sich dabei als zäher Gegner. Das Ergebnis war zwar recht eindeutig, aber gemessen daran, dass der relativ junge Baysangurov eigentlich noch in der Aufbauphase ist, war das was er zeigen konnte schon recht ordentlich. Seine Power rteichte leider nur bis in die 11. Runde. Aber wir werden ihn in den nächsten Jahren bestimmt noch öfter um Titel kämpfen sehen.

Auf der Undercard lief eigentlich alles nach Plan der Veranstalter. Auch Mikaela Mayer, die einzige Frau im Team von Bob Arum war erfolgreich. Sie setzte sich über 8 Runden gegen die Mexikanerin Yareli Larios nach Punkten ( 79:73, 80:72 und 78:74) durch und verteidigte damit ihren NABF-Titel im Super-Federgewicht.

Die wohl wichtigeste Veranstaltung am Samstag gab es in Los Angeles zu sehen. Im Hauptkampf verteidigte Leo Santa Cruz seinen WBA Gürtel im Federgewicht gegen Herausforderer Rafael Rivera. Man sah einen Kampf, der etwas hinter den Erwartungen zurück blieb. Am Ende gab es mit 3x 119:109 einen eindeutigen Sieg für Titelverteidiger Santa Cruz.

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Am Sonntag wurde wieder einmal auf dem Hamburger Kiez geboxt. In der Großen Freiheit 36 fand unter dem Namen „Boxen im Norden“ ein Boxevent statt, wie es auf St.Pauli üblich ist: Kämpfe auf Augenhöhe, bei denen die Zuschauer richtig mitgehen können und das deutsche Boxen in guter Atmosphäre regelrecht gefeiert wird. Vor Überraschungen ist man nicht sicher, wenn die Ansetzungen nicht schon vorher einen Sieger und einen Verlierer vorsehen. Der als „Boxfotograf“ bekannte Klaus Frevert schien bei seinem Debüt als Matchmaker gute Arbeit geleistet zu haben. Die beiden bedeutendsten Kämpfe gab es im Super-Mittelgewicht zu sehen.

Der in Hamburg lebende Boxer und Trainer Khoren Gevor und der Kubaner Dayron Lester trennten sich mit einer SD-Entscheidung (78:74, 79:73 und 76:77). Der 38-jährige Gevor forderte danach erneut einen Kampf gegen Vincent Feigenbutz.

Sebastiano Lo Zito hatte gegen Alexander Rigas das Nachsehen und verlor seinen Deutschen Meistertitel. Grund dafür war ein Niederschlag in Runde 4. Die Ecke von Lo Zito warf darauf hin das Handtuch. Letztendlich war dieser Kampf nicht unbedingt das Gelbe vom Ei. Vielleicht gibt es ein Rematch, falls sich die Beteiligten darauf verständigen können.

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1 Kommentar

  1. 20. Februar 2019 at 02:39 —

    Ganz nüchtern betrachtet, da hat Gevor aber Glück gehabt das er Heimvorteil hatte, in jeden anderen Land hätte er den Kampf haushoch nach Punkten verloren!

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