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Boxsport – Rückschau auf das Wochenende (KW 34)

Neben der bereits erwähnten Veranstaltung in Russland mit dem klaren Sieg von Sergey Kovalev über Anthony Yarde gab es an diesem Wochenende noch ein paar andere interessante Events und Fights in den USA und anderswo, die erwähnenswert sind. Hier ein kleiner Überblick:

In Edinburg / Texas sah man eine Veranstaltung von Tom Brown und Sampson Lewkowicz. Im Hauptkampf ging es um den Interim-Titel der WBA im Super Bantam. Titelträger Brandon Figueroa (22, Texas) verteidigte diesen Gürtel zu ersten Mal gegen den Argentinier Javier Nicolas Chacon (38). Es kam wie erwartet zu einem vorzeitigen Sieg für Figueroa. Der Herausforderer war dem „Jungen Wilden“ einfach nicht gewachsen und kassierte von Beginn an zu viel. Das vorzeitige „Aus“ kam schon in Runde 4, als der Argentinier nach einem Schlaghagel auf den Brettern war und bei dem Versuch rechtzeitig aufzustehen, scheiterte.

Brandon Figueroa führt das WBA Ranking nach Weltmeister Daniel Roman an. Der will seinen Gürtel am 13. September gegen den gebürtigen Usbeken Murodjon Akhmadaliev verteidigen. Danach sollte es vielleicht Zeit für einen Kampf zwischen Interim- und Weltmeister werden.

Bei einer anderen Verantaltung in Austin / Texas ging es um ein paar kleinere Titel. Auf der Undercard war das kleine Comeback von James Kirkland zu finden. Er fertigte seinen Aufbaugegner Colby Counter erwartungsgemäß ab. Das „Aus“ für den 33-jährigen aus Missouri kam bereits in Runde 1 durch KO. Man muss jetzt sehen, wo die Reise mit Kirkland demnächst hingeht. Dieser Aufbaukampf beförderte ihn erst einmal bei BoxRec auf #29 des Super-Weltergewichts. Er wird wohl noch zwei oder drei mal gegen bessere Leute siegen müssen, um wieder in „Schlagdistanz“ auf einen Titelfight zu kommen.

Der 28-jährige Philippino Victorio Saludar verlor seinen WBO-Titel im Minimumgewicht an der 22-jährigen Wilfredo Mendez. Gekämpft wurde in Puerto Rico, der Heimat des Herausforderers. Das Urteil lautete 117:110, 116:111 und 115:112 klar und deutlich zu Gunsten von Mendez. Zuvor hatte Saludar den Gürtel in Japan geholt und auch dort einmal verteidigt. In den letzten Runden dieses Kampfes war schon klar, dass der Titel verloren war und beide Seiten zeigten dem Publikum nicht mehr viel.

Auch auf den Philippienen wurde um eine WM gekämpft. Es ging im Fliegengewicht um den vakanten Gürtel des Verbandes IBO. Dabei gewann der 28-jährige Mexikaner Maximo Flores gegen den 26-jährigen Einheimischen Carlo Cäsar Penalosa durch TD 7. Der Philippino hatte bereits in Runde 3 nach einem unabsichtlichen Kopfstoße einen Cut über dem linken Auge erlitten. Nach Auszählen der Punktrichterzettel ergab sich mit 66:67, 67:66 und 65:68 eine Entscheidung zu Gunsten des Mexikaners.

Um den WBC-Titel und den des „The Ring“ Magazins im Super-Fliegengewicht ging es in Sonora / Mexiko zwischen dem mexikanischen Titelverteidiger Juan Francisco Estrada und dem Amerikaner Dewayende Beamon. Der sehr intensiv geführte Kampf endete in Runde 9, als der Ref den Herausforderer stehend aus dem Kampf nahm. Beamon hatte sich in den Runden zuvor verausgabt und doch nicht die Kondition mit in den Ring gebracht, die er versprochen hatte. Er sah zwar körperlich voll austrainiert aus, aber das allein reichte nicht aus, um dem boxerisch besseren Estrada beizukommen.

Bei der selben Veranstaltung siegte auch Liam Smith durch TKO 7 über den Mexikaner Mario Alberto Lozano. Einen Sieg gab es auch für den 27-jährigen Kroaten Filip Hrgovic. Er bezwang den 26-jährigen Mexikaner Mario Heredía. Jetzt glauben einige Fans und “Experten”, Hrgovic habe einen großen Sieg errungen, Aber wenn man sich den Gegner anschaut, war dieser Sieg vorprogrammiert. Wenn Hrgovic im Schwergewicht tatsächlich was reißen will, muss er erstmal ernsthafte Gegner schlagen. Solche Siege wie gegen den fettleibigen Mexikaner bedeuten rein gar nichts. Auch wenn das manche Leute anders sehen und Hrgovic als nächsten WM-Kandidaten hochjubeln wollen.

 

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