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Boxsport – Rückschau auf das Wochenende (KW 31)

Gegenwärtig haben wir ein kleines “Sommerloch” zu verzeichnen, was die großen Kämpfe anbelangt. Spätestens im September wird dann der “heiße Herbst” eingeläutet.

Bereits am Freitag gab es in Las Vegas eine Veranstaltung von Roy Jones jr zu sehen. Im Hauptkampf trat die Schwedin Eva Wahlstrom gegen die Amerikanerin Ronica Jeffrey an, um ihren WBC-Gürtel im Superfedergewicht zu verteidigen. Nach 10 Runden gab es eine SD – Entscheidung. Die Bewertung dieses ausgeglichenen Kampfes war zumindest von einer Punktrichterin her etwas seltsam. Während Tim Cheatham ein 95:95 sah und Richard Oscario mit 96:94 knapp für Wahlstrom entschied, wertete Lisa Gampia 90:100. Sie gab unverständlicherweise alle Runden an Jeffrey. Wie man als Punktrichterin so einen offensichtlich gekauften Müll abliefern kann, ist unerklärlich.

Bild: WBC

Das wichtigste Event des Wochenendes fand im New Yorker Barclays Center statt. Über Kownacki vs Arreola wurde hier schon berichtet. Aber auch die weiteren Kämpfe dieser Card waren recht interessant. Im eigentlichen Hauptkampf der Veranstaltung gab es eine kleine Überraschung. Der bis dahin in 23 Kämpfen unbesiegte 28-jährige Marcus Browne unterlag dem 36-jährigen Jean Pascal. Das allerdings bei einem Abbruch-Kampf. Pascal konnte von Glück reden, dass er in der 4. Runde einen Volltreffer ins Ziel brachte, der Browne auf die Bretter warf. Die Runden zuvor gingen wohl alle an Browne. In Runde 7 gab es in einer unübersichtlichen Situation einen weiteren Bodenbesuch von Browne. In Runde 8 kam das „Aus“ wegen einens schweren Cuts an Brownes Augenbraue. Es wurde nach Punkten für Pascal entschieden, der sich damit den WBC-Silver und den WBA-Interim Titel holte und nun wieder einmal in die komfortable Situation gekommen ist, auf einen WM-Fight spekulieren zu können.

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Der 34-jährige Curtis Stevens hat wohl seine beste Zeit hinter sich. Er stand nach über einem Jahr wieder im Ring und kämpfte gegen den gebürtigen Nigerianer Wale Omotoso. Stevens ging in jeder der nur 3 geboxten Runden zu Boden. Beim dritten Mal hatte der Ref offenbar genug gesehen und beendete den Kampf. Im Weltergewicht gab es auch eine kleine Überraschung. Der bis dahin in 14 Kämpfen ungeschlagene Julian Sosa unterlag dem als Aufbaugegner gedachten Brian Jones (15(9)-10(2)-0) in Runde 5 durch TKO. Einen Frauenkampf gab es u.a. auch zu sehen: Helen Joseph (USA) bezwang Edina Kiss (Ungarn) mit drei mal 60:53.

In Japan holte sich der aus der Hauptstadt Tokyo stammende Takeshi Inoue den WBO Pacific Titel im Super-Welter zurück, den er vor seiner Niederlage im WM-Kampf gegen WBO-Champ Jaime Munguia besessen hatte. Er schlug den Thailänder Komsan Polsan in der 2. Runde KO und ist erneut in Lauerstellung auf einen größeren Pay-Day.

Auch in Großbritannien weiß man die Zuschauer mit ungleichen Kämpfen zu begeistern. In Oldham gab es am Samstag eine Veranstaltung, bei der durchweg im Aufbau oder Reaufbau befindliche Boxer gegen zum Verlieren eingekaufte Gegner antraten. Mit dabei war Super-Welter Sam Eggington, der nach seiner TKO 5 Niederlage gegen Liam Smith bereits den zweiten Aufbaukampf absolvierte. Im ersten bezwang er den 26-jährigen Jordan Grannum (5-57-2) über 4 Runden. Diesmal war der 28-jährige Lewis van Poetsch (9(2)-108(10)-2) sein Gegner, den er über 6 Runden nach Punkten besiegte. In Großbritannien gibt es offenbar genug Boxer, die als Aufbaugegner einfach nur ihren Job machen und davon recht gut leben können.

Die gleiche Art von Veranstaltung gab es auch in Tuscaloosa / Alabama / USA zu sehen. Im Hauptkampf dieser von Aufbaukämpfen geprägten Veranstaltung war der 36-jährige Julius Indongo zu sehen, der nach seinen Niederlagen gegen Terence Crawford (2017, TKO 3) und Regis Progais (2018, TKO 2) erstmalig wieder im Ring stand und den 32-jährigen Amerikaner Carltavius Jones Johnson durch TKO 2 besiegte. Damit reihte sich die „Blue Machine“ aus Namibia gleich wieder auf #12 im Super-Leichtgewicht in der BoxRec-Liste ein. 

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