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Boxsport – Rückschau auf das Wochenende (KW 28)

So richtig glücklich dürfte „Golden-Boy“ Promoter Oscar de la Hoya mit den Ergebnissen seiner Veranstaltung in Carson nicht gewesen sein. Immerhin hat sich sein Cousin bei diesem Event die erste Niederlage eingehandelt. Diego de la Hoya musste in Runde 6 nach einem Kopftreffer zu Boden und machte dem Ringrichter deutlich, dass er nicht weiter kämpfen kann. So holte sein Gegner Ronny Rios den NABF-Gürtel von de la Hoya und sicherte sich auch den vakanten WBA-„Gold“ Titel im Superbantamgewicht. Offenbar hat der „Golden-Boy“-Nachwuchsboxer beim ersten richtigen Gegner gemerkt, dass er noch reichlich „Luft nach oben“ hat.

Bei der gleichen Veranstaltung gab es einen zweiten Hauptkampf, der ebenfalls im Superbantamgewicht stattfand. WBC-Weltmeister Rey Vargas bekam es mit Interim-Champ Tomoki Kameda zu tun. Wie bereits im Vorfeld angenommen, ging dieser Kampf über die vollen 12 Runden. Vargas verteidigte seinen Gürtel souverän mit einer Punktwertung von drei mal 117:110. Kameda bekam dabei einen Punkt wegen Nachschlagens in Runde 12 abgezogen. Das hatte keinen Einfluss mehr auf die Kampfwertung. Demnächst soll es zu einem Kampf zwischen Rey Vargas und Guillermo Rigondeaux kommen. Man kann durchaus daran zweifeln, ob Rey Vargas dann auch diesen Kampf so locker gewinnt. Von der Veranstaltung in Carson gibt es leider keine wirklich vorzeigbaren Youtube-Clips.

Hier nur ein kleiner Zusammenschnitt von Vargas vs Kameda:

WBC-Halbfiegengewichtchamp Ken „Amazing Boy“ Shiro verteidigte in Osaka seinen Gürtel gegen Herausforderer Jonathan Taconing von den Philippinen. Taconing ging nach einer Rechten zum Kopf zu Boden und wurde danach vom Ref als kampfunfähig aus dem Gefecht genommen.

Den Hauptkampf dieser gemeinsamen Veranstaltung von Teiken und Top-Rank bestritten Rob Brant und Ryota Murata um den regulären WBA-Gürtel im Mittelgewicht. Dieser Kampf war ein Rematch. Im ersten Kampf verlor der Japaner den Gürtel durch eine Punktniederlage an Brant. Diesmal sollte es anders kommen. Murata siegte durch TKO 2 und holte sich so seinen Gürtel zurück. Dies Revanche war eindrucksvoll und sehenswert. Ringrichter Luis Pabon ging dabei bis an die Grenzen des Vertretbaren und gab Brant die Gelegenheit sich zu verteidigen. Als dann der Schlaghagel des Japaners immer weiter ging, zeigte Pabon Verantwortung und beendete den einseitig gewordenen Kampf.

Mit den Ergebnissen seiner Veranstaltung kann der britische Promoter Frank Warren zufrieden sein. In er O2-Arena wurde den Zuschauern gutes Boxen geboren. Das Stallduell zwischen Daniel Bubois und Nathan Gorman fiel deutlicher aus, als man zuvor angenommen hatte. Dubois bestimmte das Kampfgeschehen souverän und drängte Gorman fast von Beginn an in die Defensive. Das Ende kam in Runde 5, als Goreman sein Pulver endgültig verschossen hatte und KO ging.

Auch der Kampf zwischen Joe Joyce und Bryant Jennings sah einen eindeutigen Sieger: Joyce verteidigte seinen WBA-“Gold“-Gürtel deutlich nach Punkten (115:112, 118:109 und 117:110). Dabei wurde Jennings in Runde 10 ein Punkt wegen Tiefschlagens abgezogen. Dennoch war dieser Kampf der erste, bei dem Joyce volle 12 Runden kämpfen musste und „nur“ nach Punkten gewann.

Für den Finnen Robert Helenius gab es am Samstag in Minneapolis eine KO 8 – Niederlage. Man glaubt es kaum, wenn man sieht, mit welcher Leichtigkeit Washington Helenius finishen konnte. Vielleicht hätte „The Nordic Nigthmare“ mehr Geld in ein gutes Training, statt in seine Tattoos investieren sollen. Seine Verteidigung ist nach wie vor grottig und der Traum von der großen Boxerkarriere dürfte nun endgültig ausgeträumt sein. Ihm geht es dabei so ähnlich wie Dimitrenko, der (wie bereits auf boxen.de berichtet) auch einmal große Ambitionen hatte und jetzt nur noch als Aufbaugegner herhält.

Bereits am Freitag gab es einen interessanten Frauenkampf in Japan. Es ging dabei im Fliegengewicht zwischen WBA-Weltmeisterin Naoko Fujioka und WBO-Weltmeisterin (Halbfliegen) Tenkai Tsunami um den Gürtel Fujiokas im Fliegengewicht. Beide Boxerinnen lieferten sich in Tokio eine heisse Schlacht, die keinen Sieger und auch keinen Verlierer verdient hatte. Die Punktrichter bewerteten den Kampf mit 95:96, 95:95 und 96:94 als Unentschieden und damit konnte die mittlerweile 43-jährige Fujioka ihren Gürtel wieder mit nachhause nehmen. Ihre 9 Jahre jüngere Gegnerin wird mit ihrem WBO-Titel in der nächst tieferen Gewichtsklasse weiter machen können.

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8 Kommentare

  1. 15. Juli 2019 at 03:13 —

    Nach Punkten hätten sie Helenius in den USA vermutlich beschissen, nach 7 Runden hatten gerade mal 2 Punktrichter Helenius nur mit 1 Punkt vorne, der andere Washington……eigentlich ein Unding!
    Abgesehen davon hat sich Helenius die Ko-Niederlage selbst zuzuschreiben, hat wohl gedacht er könne seine Gegner nur mit dem Jab auf Distanz halten und hat dabei so gut wie keinen Wert auf seine Deckung gelegt! Außerdem kam mir Helenius recht langsam vor!?

    @ reineckefuchs

    Diego De La Hoya ist nicht der Sprößling von Oscar, er ist der Neffe !

    …und, Gorman nicht Goreman.

  2. 15. Juli 2019 at 08:10 —

    Diego ist der Cousin.

  3. 15. Juli 2019 at 09:44 —

    Ohweh, ich habe Oscar ein Kind untergejubelt. Sorry, ich war auf dem falschen Pfad. Danke für euren Hinweis.

    • 15. Juli 2019 at 10:25 —

      da muss man besser recherchieren. Am Ende dichtest du ihm noch Netzstrümpfe an.

      • 15. Juli 2019 at 10:45 —

        Ohweh, gleich kommt Onkel Google aus dem schönen Amerika wieder um die Ecke und beschwert sich, dass Boxen.de Beiträge gegen die Google Richtlinien verstoßen. Zum Beispiel mein Bericht vom 8. Januar über Mike Tysons Pläne als Farmer ins Cannabis-Geschäft einzusteigen.

        Sowas darf nicht geschrieben werden, weil es gegen die Google Standards ist, wenn Mike Tyson mit Drogenkonsum in Verbindung gebracht wird. Das der Fakt dennoch stimmt, spielt keine Rolle…. Google schafft sich damit seine eigene Realität. Widdewiddewitt

        Ich habe den Artikel dann komplett gelöscht, weil es mir zu dumm war, den Artikel zu ändern. Das ist die neue “Fake-News” Regelung aus den USA. Was Wahrheit und Lüge ist, wird von Google entschieden. Und gelogen werden darf nur von der US-Regierung.

        • 15. Juli 2019 at 10:51 —

          Gegen die Google Standards? Was hast du mit Google zun tun?

          • 15. Juli 2019 at 11:42

            Google hat die Geschäftsleitung von Boxen.de angeschrieben. Da Google-Werbung auf der Seite ist, überprüfen die scheinbar alles, was auf boxen.de veröffentlicht wird. Auch auf meinen eigenen Seiten machen die das. Jedesmal wenn ich einen neuen Artikel hochgeladen habe, ist Google automatisch einer der ersten Leser.

            Früher nannte man sowas Kontrolle und Zensur. Heutzutage ist es scheinbar normal, das man nur noch sagen oder schreiben kann, was den Baronen recht ist.

          • 15. Juli 2019 at 12:29

            tja, wenn ihr euch darauf einlasst und einmal gekniffen habt, dann haben sie euch bei den Eiern.
            Ich habe auch mal gelegentlich Rezensionen geschrieben und einer hatte sich darüber aufgrergt und einen Anwalt eingeschaltet, weil ihm meine Kritik nicht passte. Google hatte mich angeschrieben. Seitdem schreibe ich keine mehr, da es so so einfach ist miese Kritik loszuwerden. Dann ist das ganze System einfach nichts wert. Seitdem lese ich mir auch keine Rezensionen durch

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