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Boxsport – Rückblick auf das Wochenende (KW 40, Teil 2, international)

Aus der Fülle der internationalen Boxsport-Events hier eine kleine Auswahl von Fights, die erwähnenswert sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob es die Hauptkämpfe der jeweiligen Veranstaltung waren. Es gab u.a. in Großbritannien, den USA, Mexiko und Japan recht gut besetzte Cards. Leider gibt es nicht von allen Kämpfen youtube-Aufzeichnungen.

Auch in Polen, wo der Boxsport gerade im Aufwind ist und eine zunehmende Fanbase hat, wurde gekämpft. Bei einer Veranstaltung in Zakopane gab sich Ex-Cruiser-Champ Krysztof „Diabolo“ Wlodarczyk wieder einmal die Ehre und stieg gegen den in den USA lebenden Haitianer Al Sands in den Ring. „Diabolo“ machte kurzen Prozess mit seinem Gegner und gewann durch TKO2. Das war der 3. Sieg in Folge, seit der Niederlage Wlodarczyks im WBSS-Turnier gegen Murat Gassiev. Ob sich der 37-jährige damit noch einmal für einen großen Kampf empfehlen kann?

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Auf der britischen Insel gab es u.a. eine Queensberry-Veranstaltung von Frank Warren. In Leicester wurde um einige WBO-Gürtel gekämpft. Den Hauptkampf um den WBO Interconti im Superleichtgewicht zwischen den beiden Briten Jack Catteral und Ohara Davis entschied Titelverteidiger Catteral nach Punkten für sich (118:110 und 2x 115:113). Im Superfeder ging es zwischen dem Briten Sam Bowen und dem Argentinier Horacio Alfredo Cabral um den vakanten WBO-Interconti, den Bowen durch einen TKO -Sieg 4 holen konnte.

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Um den WBO-Interim im Fliegengewicht ging es zwischen der Britin Nicola Adams und der Mexikanerin Isabel Millan. Für Nicola „Babyface“ Adams, eine erfolgreiche Amateurin, war es erst der 4.Profikampf. Sie war 2016 bei den Amateuren Weltmeisterin und holte sich bei den Olympischen Spielen 2012 und 2016 jeweils die Goldmedaillie. Ihr Ziel ist es, auch als Profiboxerin Weltmeisterin zu werden. Wenn sie dieses Vorhaben erreichen will, muss sie die gegenwärtige WBO-Weltmeisterin Arely Mucino schlagen. Das dürfte für die 36-jährige wesentlich schwieriger werden, als der Kampf gegen Millan, die sie „nur“ nach Punkten (2x 97:93 und 96:94) besiegen konnte.

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Im Schwergewicht standen sich der Newcomer Daniel Dubois und der altgediente Kevin Johnson gegenüber. Das war ein Kampf, wie er ungleicher nicht sein konnte. Dubois versuchte bereits im ersten Durchgang, den Kampf zu beenden. Der 21-jährige Brite schlug auf den 39-jährigen Amerikaner ein, als wolle er seine KO-Gefährlichkeit ein weiteres mal unter Beweis stellen. Der Kampf ging dann aber doch über volle10 Runden und endete mit einer 100:91 Wertung zu Gunsten von Dubois durch den Ringrichter. Spätstens nach der 2. Runde hat man von diesem Kampf genug gesehen. Der Brite schlug laufend, aber erfolglos auf Johnson ein. An „Kingpin“ mühte sich schon vor fast 10 Jahren Vitali Klitschko ab, ohne ihn auf die Bretter zu kriegen. Man kann nur hoffen, das Kevin Johnson es sich gut bezahlen lassen hat, 10 Runden lang den Prügelknaben für Dubois zu spielen.

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In Tijuana / Mexiko konnte sich der Lokalmatador Luis Nervy wieder näher an seinen WBC-Titel im Bantamgewicht heran kämpfen. Er hatte den Titel verloren, weil er im Rematch gegen den Japaner Shinsuke Yamanaka das Gewichtslimit überschritten hatte. Darauf hin gab es große Debatten mit dem Weltverband und Gewichtskontrollen wurden verschärft. Nervy wurde kurzeitig „kalt gestellt“. Der WBC-Gürtel im Bantam ist nach wie vor vakant. Nervy durfte am Samstag erst einmal nur um den ebenfalls vakanten Silverbelt dieser Gewichtsklasse boxen. Sein Gegner, der Philippino Jason Canoy, war „leiche Beute“ und wurde mit einem TKO 3 abgefertigt. Es ist damit zu rechnen, dass der nun rehabilitierte Luis Nervy demnächst wieder um den „richtigen“ WBC-Gürtel kämpfen darf.

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Im Halbfliegengewicht der Frauen verteidigte Kenia Enriquez zum 2. mal ihren WBC-Interim-Titel. Ihre Gegnerin war die in bisher 7 Kämpfen ungeschlagene Norleidys Graterol aus Venezuela. Der einseitige Kampf endete nach 10 Runden mit 100:90 und 2x 100:89 für die Heimboxerin, die nun auf einen Titelshot gegen die frisch gebackene Weltmeisterin Yesina Gomez hoffen kann.

Die hochkarätigste Veranstaltung des Samstags gab es in Chicago. Eddie Hearn veranstaltete in der „Wintrust Arena“. Das Event war sehr gut besetzt und auf DAZN.com zu sehen. Im Hauptkampf besiegte WBA-Superbantam-Weltmeister Daniel Roman (USA) Herausforderer Gavin McDonnell (Großbritannien) durch TKO 10. IBF-Halbschwer Champ Artur Beterbiev (Russland) fertigte den bis dahin ungeschlagenen Briten Callum Johnson mit einem KO 4 ab. Jessie Vargas (USA) und Thomas Dulamore erreichten im Kampf um den WBC-Silverbelt im Weltergewicht nur ein Unentschieden. Jarrell „BigBaby“ Miller bekam mit seinem KO 2 Sieg über Tomasz Adamek aus Polen einen weiteren guten Namen in seine Erfolgsbilanz. Für eine Überraschung konnte Heimboxerin Jessica McCaskill sorgen, die mit einer starken Performance WBC-Superleicht-Weltmeisterin Erica Farias aus Argentinien den Gürtel abnehmen und sich mit diesem unerwarteten Sieg an die Spitze in der internationalen BoxRec-Liste im Superleichtgewicht setzen konnte.

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Am Sonntag konnten die Boxbegeisterten bereits ab 14:00 Uhr per Stream eine Veranstaltung aus Japan verfolgen. Die 3 WM-Hauptkämpfe endeten mit Siegen der Titelträger. WBA-Superleicht Champ Kiryl Relikh musste mit Eduard Troyanovsky über die Runden. WBA-Bantam Champ Naoya Inoue siegte durch KO1 über Herausforderer Juan Carlos Payano. WBC-Halbfliegen Champ Ken Shiro bezwang Milan Milendo durch TKO 7.

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2 Kommentare

  1. 9. Oktober 2018 at 00:58 —

    Inoue wird das Turnier gewinnen…keine Zweifel….es gibt keinen besseren…

    Dubois sollte sich langsam mal aus der Komfort-Zone trauen, der Alte Buschbewohner…..

    Beterbiev hat mal wieder gezeigt, dass er ein First- Class-Hype-Job ist….er wird untergehen….Bivol wird ihn sovjetisieren

    • 9. Oktober 2018 at 08:01 —

      Beterbiev hat Johnson First-Class zweimal auf die Bretter innerhalb von vier Runden geschickt und gezeigt, dass er einstecken kann.
      Zugegeben: Seine Deckung ist beschissen.
      Bivol ist ohnehin eine Extraklasse für sich

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