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Boxsport – Rückblick auf das Wochenende (KW 37)

Neben dem „Hauptkampf“ des vergangenen Wochenendes zwischen Golovkin und Alvarez gab es bei dieser und anderen Veranstaltungen weitere Fights die eine Erwähnung wert sind. Natürlich wird im Moment Alles von den aufgeregten Diskussionen um das Punkturteil im „Canelovkin-Rematch“ überschattet. Deswegen verlieren die anderen Kämpfe aber nicht an Wert.

Bleiben wir bei der Veranstaltung in Las Vegas. Nenben den Hauptkampf gab es mindesten 3 weitere spannende Begegnungen. Der WBO-Champ im Super-Welter Jaime Munguia bekam es mit dem kanadischen Herausforderer Brandon Cook zu tun. Zwischen den beiden entwickelte sich ein Schlagabtausch, der vor Allem eins deutlich machte: Ruhiges und überlegtes Boxen besiegt übermütiges Wollen aber nicht Können. Der Kanadier glaubte besonders schlau zu sein, wenn er den Champ mit Kraft überrollen will. Die Quittung kam in Runde 3: Cook griff mit wilden Schwingern an und bekam vom Mexikaner die Antwort zum Kopf. Folge: Erster Bodenbesuch und anzählen. In der Folge setzte der Weltmeister nach, prügelte auf Cook ein und vollendete sein Vernichtungswerk. Der 32Jährige Cook war wehrlos und kam auch nicht auf die Idee, einfach mal weg zu gehen. Ringrichter Tony Weeks beendete den Kampf, noch bevor Cook das nächste mal zu Fall kam. Der erst 21Jährige ungechlagene Champ Munguia holte sich damit seinen 31 Sieg (26 KO) in Folge.

In einem weiteren Kampf standen sich der Kanadier David Lemieux und der Ire Gary „Spike“ O`Sullivan gegenüber. In der Woche vor dem Kampf gab es bereits jede Menge verbalen Schlagabtausch. Die Provokationen gingen von Spike aus. Er bekam dann im Ring die Quittung dafür. Der Ire hatte offenbar den Plan, Lemieux erst einmal arbeiten zu lassen. Er wehrte sich kaum und wollte wohl warten, bis Lemieux sein Pulver verschossen hat. Diese Rechnung ging nicht auf. Eine halbe Minute vor Ende der ersten Runde erwischete der Kanadier den Iren mit einem präziesen linken Haken zum Kinn. Spike versuchte aufzustehen. Es gelang ihm sichtlich nicht. Der Ref brach das Anzählen ab und beendete den Kampf.

Ebenfalls ein vorzeitiges Ende gab es beim Comeback von Roman Gonzalez, der nach einem Jahr zum ersten mal wieder im Ring stand. Er schien seine 2 Niederlagen gegen den Thai Wisaksil Wangek verschmerzt zu haben und boxte seinen gewohnt souveränen Stil gegen Moises Fuentes. Der 31Jährige Chocolatito aus Nicaragua hatte den Mexikaner im Griff und bestimmte zunehmend das Kampfgeschehen. Schließlich stellte Gonzalez in Runde 5 Fuentes an den Seilen und schlug eine Komination zum Kopf. Ein rechter Haken fällte den Mexikaner, der auf dem Rücken landete. Die Anzählerei von Robert Byrd war vollkommen sinnlos, weil Fuentes „abwesend“ war. Ergebnis TKO 5 Sieg für Chocolatito, der eigentlich ein KO 5 war.

Natürlich wurde auch an anderen Orten gekämft. Bereits am Freitag verteidigte die 43Jährige WBA Weltmeisterin Naoko Fujioka ihren Gürtel im Fliegengewicht gegen die 30Jährige WBA-Interim Titelträgerin Irma Sanchez aus Mexiko. Die angriffe der Herausforderuin landeten meistens auf der Deckung der Weltmeisterin. Die Bewegungsabläufe von Fujioka und ihre Meidbewegungen sahgen schon gut aus. Die Herausforderin nimmt außer einem demolierten Gesicht absolut nichts aus diesem Kampf mit. Das Punktergebnis konnte eindeutiger nicht sein: 3x 100:90 für die Japanerin, die in ihrem Alter mit einer Top-Leistung vor heimischen Publikum in Tokyo glänzen konnte.

Ebenfalls am Freitag gelang WBC-Superleicht Champ Jose Carlos Ramirez in Fresno / Kalifornien ein überraschend deutlicher Sieg gegen Herausforderer Antonio Orozco. Beide Boxer waren bis dahin in 22 bzw. 27 Kämpfen ungeschlagen. Der Herausforderer war in den Runden 4 und 8 am Boden und erlitt in den Runden 4 (links) und 6 (rechts) Cutverletzungen an den Augen nach Schlagwirkung. Das Ergebnis: 3x 119:107. Leider war von dem Kampf nur ein kurzer Clip von der 10. Runde aufzutreiben.

Die 30Jährige Argentinierin Debora Anahi Dionicuíus aus Villaguay verlor am Freitag in Concordia / Argentinien ihren IBF-Titel im Superfliegengewicht an ihre 31Jährige Landsfrau Jorgelina Guanini aus Buenos Aires. Es war nach 7 Jahren und 28 Siegen die erste Niederlage für Dionicuius. Der Kampf wurde mit 96:94 und 2x 94:96 sehr knapp bewertet und es sollte nicht wundern, wenn es ein Rematch geben wird.

Von der großen weiten Welt weitgehend unbeachtet fand am Samstag in Kemerovo / Russland ein Boxevent statt. Bis auf einige „Zugpferde“, die die Veranstaltung interessant machen sollten, war es eine Präsentation von russischen Nachwuchboxern, die ihren Einstand ins Profiboxen gaben. Den Hauptkampf bestritt Dmitry Kusdryashov, der erst 10 Tage zuvor in Grozny im Ring stand und dort seinen Gegner durch TKO 6 bezwang. In Kemerovo bekam der „Russian Hammer“ es mit dem Rumänen Alexandru Jur zu tun, den er mit einem KO 1 abfertigte. Kurz vor Ende der ersten Runde kam Kudryashov mit einer Linken über Cross gut zum Kopf durch. Er setzte nach und lies dem Rumänen keine Chance mehr. Hier die ganze Veranstaltung, bei der auch „Prominenz“ wie Dmitry Bivol und Ruslan Provodnikov anwesend waren. Der Kampf zwischen Kudryashov und Jur kommt ganz zum Schluss des Clips.:

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