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Boxsport – Rückblick auf das Wochenende (KW 34)

Nachdem bereits in den letzten beiden Wochen nicht viel passiert ist, setzte sich auch am vergangenen Wochenende die kleine Sommerflaute fort. Es gab einige gute Events, aber wirklich große Fights mit Top-Boxer waren weder in Europa noch in den USA dabei. Einige der Favoriten strauchelten, andere siegten vorzeitig. Alles wie immer, keine Besonderheiten. Trotzdem hier ein kleiner Rückblick:

Der 30-jährige Kongolese Ilunga Makabu kämpfte am Samstag in seinem Heimatland gegen den in Frankreich lebenden Gabuner Boxer Taylor Mabika um den WBO International im Cruisergewicht. Makabu, der 2016 im Kampf um den vakanten WBC-Titel gegen Tony Bellew durch TKO 3 unterlegen war, hatte diesmal den Erfolg auf seiner Seite. Er bezwang seinen Gegner im „Grand Hotel“ Kinshasa durch TKO 5 und bringt sich damit wieder in die Nähe eines großen Titelkampfs. Zumindest wird er erst einmal in den Top 10 des Verbandes um einige Plätze nach oben geklettert sein.

Abseits der bekannten Veranstaltungsorte und Titel der großen Verbände gab es eine weitere afrikanische Veranstaltung in Uganda. Der einheimische Cruisergewichtler Joey Vegas krönte sich mit seinen 36 Jahren zum UBO-Champ. Um sich nun doch noch „Weltmeister“ nennen zu können, besiegte er den 34-jährigen Karama Nyilawila aus Tansania durch TKO 6. Vegas hat in seiner Karriere gegen Boxer wie Ryno Liebenberg, Dmitry Sukhotskiy, Mairis Briedis, Dmitry Bivol oder Umar Salamov immer wieder als Aufbaugegner gedient. Das er sich jetzt und auf der Zielgeraden seiner Boxkarriere den Traum von einem eigenen Gürtel erfüllt hat, sei ihm gegönnt. Auch wenn er meilenweit von der Spitze des Cruisergewichts bei BoxRec nur auf #521 notiert ist. 

Joey Vegas

Joey Vegas (Urban Television Uganda)

Neben einigen Kleinveranstaltungen in Deutschland wurde auch im Nachbarland Dänemark geboxt. Bei einer Veranstaltung von Nisse Sauerland kamen auch zwei Boxer aus Deutschland zum Einsatz. Xhek Paskali kam über 6 Runden zu einem Punktsieg über Bernard Donfack. Im Hauptkampf der Veranstaltung in Stuer ging es um den WBO-Titel im Super-Bantamgewicht der Frauen. Die 24-jährige Dina Thorslund kämpfte gegen die 27-jährige Jessica Munoz und gewann mit 99:91 und 2x 100:90 deutlich nach Punkten. Dieser Kampf war also ein „Heimspiel“ für Thorslund. Noch im Mai hieß es, Thorslund wolle um den WBC-Titel kämpfen. Die damals vorgesehene Gegnerin, WBC-Weltmeisterin Fatuma Zarika, musste verletzt absagen. Thorslund kämpfte dann gegen Ex-Weltmeisterin Alicia Ashley um den WBC-Interim. Der Kampf gegen Zarika sollte folgen, sobald die WBC-Weltmeisterin wieder fit ist. Offenbar hat man jetzt einen leichteren Weg gewählt, Thorslund zur Weltmeisterin zu machen. Der WBO-Titel wurde frei, weil die Titelträgerin Amanda Serrano aufgestiegen ist und den Gürtel niedergelegt hat. Hier die letzte Runde dieses doch augenscheinlich ungleichen Gefechts (Klick).

Die bedeutendste Veranstaltung in den USA fand in Glendale / Arizona statt. Das gemeinsame Event von Pelz Boxing Promotions und Bob Arums Top-Rank war gut besetzt. In den Hauptkämpfen gab es überraschende Kampfausgänge zu sehen. Der mexikanische WBO-Leichtgewicht-Weltmeister Raymodo Beltran verlor seinen Gürtel nach Punkten an Herausforderer Jose Pedraza aus Puerto Rico. Beltran war dabei sogar einmal am Boden. Pedraza winkt noch in diesem Jahr ein Vereinigungskampf gegen WBA-Champ Vasyl Lomachenko.

Anders als Beltran verteidigte der hoch motivierte 23-jährige Ghanaer Isaac Dogboe seinen WBO-Gürtel in Superbantam gegen Herausforderer Hidenori Otake aus Japan. Der 37-jährige aus Tokyo wurde bereits in Runde 1 zum Opfer. Nach einem Bodenbesuch wurde er von Dogboe weiter bearbeitet und hatte kaum etwas entgegen zu setzen. Er machte einen hoffnungslos unterlegenen Eindruck und wurde noch in Runde 1 von Ringrichter Chris Flores aus dem Kampf genommen. 

Isaac Dogboe ist der Enkel eines ghanaischen Königs

Isaac Dogboe ist der Enkel eines ghanaischen Königs

Bei dieser Veranstaltung gab es auch einen Frauenkampf zu sehen. Die 28-jährige Top-Rank Boxerin Mikaela Mayer fertige die gleichaltrige Ungarin Edina Kiss in 3 Runden ab. Die Ungarin war in Runde 1 am Boden und hatte bereits nach 3 Durchgängen genug. Sie trat zur 4. Runde schon nicht mehr an. Mikaela Mayer aus Colorado Springs konnte damit ihren Kampfrekord auf 7(4)-0-0 steigern und wird wohl demnächst etwas stärke Gegnerinnen brauchen.

 

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3 Kommentare

  1. 27. August 2018 at 14:26 —

    Das mit Dina Thorslund verstehe ich nicht, am 8 September soll laut Boxrec Fatuma Zarika gegen Yamileth Mercado um den WBC Gürtel boxen und was hat Amanda Serrano mit dem ganzen zu tun? Sie boxte im Superfedergewicht und boxt ebenfalls am 8.9. im Superleichtgewicht gegen Yamila Esther Reynoso

    • 27. August 2018 at 14:29 —

      Ok Amanda Serrano hatte zuletzt im Superbantam geboxt ist mir entgangen

    • 27. August 2018 at 20:13 —

      Für Thorslund wurde die leichte Variante gewählt. Hauptsache sie ist erst einmal Weltmeisterin… Ob sie später gegen Zarika kämpfen wird, ist offen. Im Mai hieß es, sie Kämpft gegen die Kenianerin, sobald sie wieder gesund ist. Warum der Kampf nun nicht zustande kam ist nicht bekannt.

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