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Boxfans trollen Tommy Fury

Boxfans trollen Tommy Fury

Die Anhänger der Dating-Reality-Show „Love Island“ konnte er beeindrucken, bei den Boxfans hat er das bislang nicht geschafft. Tyson Fury`s kleiner Bruder Tommy stand nach seinem Ausscheiden bei der britischen Version von „Love Island“ am vergangenen Samstag zum ersten Mal wieder im Ring.

Bei seinem dritten Fight als Profi hatte es der 20-jährige aus Manchester auf der Undercard von Daniel Dubois vs Kyotaro Fujimoto mit dem Polen Przemyslaw Binienda zu tun, ein Aufbaukampf für den „kleinen“ Fury.

Klar, auch andere Boxhelden haben mal klein angefangen und gegen Journeymen mit negativem Kampfrekord geboxt, aber vermutlich steht Tommy als Träger eines berühmten Namens besonders im Fokus der Aufmerksamkeit. Und möglicherweise ist der junge Boxer auch ein wenig zu sehr von sich selbst überzeugt.

Als Tommy nämlich nach seinem Sieg über Binienda, der mit einer Bilanz von 2-26-0 in den Kampf ging, interviewt wurde, schoss der junge Fury ein wenig übers Ziel hinaus. Nachdem er gebeten wurde, seine Gefühle nach dem schnellsten KO-Sieg seiner Karriere zu beschreiben, sagte ‘TNT’: “Ehrlich gesagt fühlt es sich absolut großartig an! Danke an all meine Fans! Was meint Ihr!?“

Die Menge schwieg.

 

Zugegebenermaßen hatte die Interviewerin mit ihrer – sagen wir mal – euphorischen Art der Fragestellung quasi den Weg für eine solche Antwort bereitet, doch Bescheidenheit scheint dem jungen Fury fremd zu sein.

Die britischen Boxfans nahmen`s zur Kenntnis und quittierten Fury`s Großspurigkeit mit Hohn und Häme: „Tommy Fury geht unter wie ein schlechter DJ in einem leeren Männerclub!“ befand ein Twitter-User. „Caroline Flack (die Moderatorin der britischen Ausgabe von „Love Island) hat eine bessere Bilanz als der Typ, den sie gegen Tommy Fury aufgestellt haben.“ krittelte ein zweiter. „Das war peinlich!“ stellte ein anderer fest.

„Das war verdammt schrecklich … Tommy Fury, zum Teufel, wo haben sie Deinen Gegner hergeholt? Vom Job Center?“ fragte ein Dritter. Worauf die Antwort eines anderen Users lautete: „Jedenfalls nicht vom Jab Center!“

Die britischen Boxfans nehmen kein Blatt vor den Mund: „Ich habe mich gefragt, warum der Mann, der die Mülleimer leert, diese Woche nicht gekommen ist. Gerade habe ich herausgefunden, dass er gegen Tommy Fury gekämpft hat.“

Wobei nicht alle unbedingt Tommy Fury als den Verursacher sehen: „Ich denke, dass es letztendlich mehr darüber aussagt, wieviel Vertrauen die Veranstalter in ihn haben (eindeutig nicht viel) als über Fury selbst. Er kann nur versuchen, zu schlagen, wen er vor sich hat!“

Das ist zwar richtig, doch der „kleine“ Fury sollte in Zukunft nicht nur seine Gegner kontrollieren, sondern auch sich selbst. Ansonsten läuft er Gefahr, dass die Boxfans seine Kämpfe nur noch aus einem Grund verfolgen: um ihn verlieren zu sehen.

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