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Boxen.de Box-ABC: B wie Bob and weave

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Unter “bobbing and weaving” versteht man das Auspendeln von ankommenden Schlägen mit dem Oberkörper. Dabei gibt man während des Schlages des Gegners mit dem Knie nach und bewegt den Oberkörper und den Kopf diesselbe Richtung. Die Bewegung geschieht kreisförmig, am Ende steht man wieder in der Ausgangsposition da. Um eine Führungshand oder linken Haken eines Normalauslegers auszupendeln, bewegt man sich nach rechts, bei einer rechten Schlaghand geht die Bewegung nach links.

Der wahrscheinlich bekannteste Vertreter des bobbing and weaving ist der kürzlich verstorbene ehemalige Schwergewichts-Weltmeister Joe Frazier. Auch Mike Tyson war in den frühen Jahren seiner Karriere mit dieser Technik sehr erfolgreich.

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Bobbing and weaving wird vor allem in der amerikanischen Boxschule vermittelt. Beim europäischen Stil versucht man eher, die ankommenden Schläge mit einer geschlossenen Doppeldeckung abzublocken. Es gibt aber auch einzelne europäische Boxer, die diese Technik anwenden (z.B. Alexander Povetkin). Diese Boxer hatten aber zumeist an irgendeinem Punkt ihrer Karriere einmal einen amerikanischen Trainer.

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15 Kommentare

  1. Brutus
    16. April 2012 at 17:37 —

    Danke für die Auskunft adrivo.

  2. Ayotec
    16. April 2012 at 17:42 —

    Amir khan macht es auch sehr oft, brauch man aber gutes auge und etwas glück, habe shcon leute gesehen die dabei sich in die faust “gewaved” haben

    das war Böse
    schlag geschwindigkeit
    plus duck geschwindigkeit,

    da wird einiges multipliziert

  3. Shlumpf!
    16. April 2012 at 18:44 —

    Nahezu unabdingbar für einen guten Infighter. Nur mit geschlossener Deckung kriegt man die Distanz nicht verkürzt. Sobald man dann die Deckung aufmacht, kann der größere Gegner voll mit ner Geraden mit der Schlaghand reinhauen.
    Gerade im HW gibts die letzten Jahre viele, die versuchen die Distanz zu verkürzen in dem sie blind nach vorne stürmen, anstatt sich mit pendeln nach vorne zu bringen.
    Besonders Wladimir Klitschko hat seinen Stil perfekt auf solche Gegner ausgerichtet. Der hat soviel Dampf in der Führhand, dass den meisten nach 2 Runden so der Schädel brummt, dass sich das mit dem stürmen dann erledigt hat.

  4. Rodens
    16. April 2012 at 18:56 —

    @Shlumpf!

    ich frage mich wie WK über 12 Runden in einem fort so brachial Jabben kann. Das ist eine Kraftausdauerleistung die ich mir nicht erklären kann…!?

  5. Mr. Wrong
    16. April 2012 at 19:32 —

    Bei WK ist nicht die Kraft des Jabs ausschlaggebend, sondern das perfekte Timing!
    Die Gegner laufen förmlich frontal in seine Linke rein.
    Damit lässt sich auch seine Kraft erklären.
    Was die Ausdauer betrifft, so kostet das Jabben weit weniger Energie, als rechte Powershots bwz. Serien…

  6. kevin22
    16. April 2012 at 19:56 —

    Mr. Wrong sagt:

    “Bei WK ist nicht die Kraft des Jabs ausschlaggebend, sondern das perfekte Timing!”

    Es ist eher ein Zusammenspiel aus beidem!
    WK hatte vor ca. 3 Jahren mal seine Schlagkraft im Jab messen lassen, es waren über 400 kj pro Treffer! Und dabei wurde nicht nur ein Schlag gemessen, es waren zig Versuche hintereinander und jeder Jab schlug so hart am Messpunkt ein!

    Mr. Wrong sagt:

    “Die Gegner laufen förmlich frontal in seine Linke rein.
    Damit lässt sich auch seine Kraft erklären.”

    Na dann schau dir mal noch ein paar Kämpfe von WK an, er stellt sich seine Gegner hin wie er sie braucht und dann kommen linke Jabs gepaart mit linken Haken!
    Wüsste nicht welche Gegner im so dumm ins Messer gelaufen wären!?

  7. Shlumpf!
    16. April 2012 at 21:16 —

    Ich denke auch, dass es das Zusammenspiel von Kraft und Timing ist. Er hat ein sehr gutes Gespür dafür, wann der Gegner am unbeweglichsten ist und dem Jab nicht mehr aus dem Weg kommt. Die Kraft sorgt dafür, dass die Gegner nicht einfach durch den Jab durchmarschieren, denn das wäre bei WKs Infightfähigkeiten fatal.

    @kevin22

    Das mit dem hinstellen kommt aber oft erst später im Kampfverlauf (sehr schön gegen Chambers zu sehen, den hat er sich richtig schön hingestellt) wenn die Gegner mürbe geklopft sind. Am Anfang laufen die ihm schon oft geradewegs hinein, eben oft mangels technischem Können hinsichtlich Pendelbewegungen.

  8. Shlumpf!
    16. April 2012 at 21:17 —

    Ich denke auch, dass es das Zusammenspiel von Kraft und Timing ist. Er hat ein sehr gutes Gespür dafür, wann der Gegner am unbeweglichsten ist und dem Jab nicht mehr aus dem Weg kommt. Die Kraft sorgt dafür, dass die Gegner nicht einfach durch den Jab durchma.r.schieren, denn das wäre bei WKs Infightfähigkeiten fatal.

    @kevin22

    Das mit dem hinstellen kommt aber oft erst später im Kampfverlauf (sehr schön gegen Chambers zu sehen, den hat er sich richtig schön hingestellt) wenn die Gegner mürbe geklopft sind. Am Anfang laufen die ihm schon oft geradewegs hinein, eben oft mangels technischem Können hinsichtlich Pendelbewegungen.

  9. Dampfhammer
    17. April 2012 at 01:23 —

    Je größer u schwerer man dabei ist, desto mehr kann man das mit dem Pendeln vergessen.
    Gibt immer Ausnahmen, die einen Körperbau haben, der es vieleicht doch ermöglicht, aber im Normalfall ist das für größe Leute mMn relativ brotlos.
    (Ali zB war ja eher von schmaler Natur (untrainiert).. trotz einer gewissen Größe, das ging noch)
    Die Klitschkos gehen mit dem Kopf eher schnell mal wet zurück und ich kann das mit meiner (allerdings noch sehr begrenzten) Erfahrung auch gut nachvollziehen.
    Klar kann man, wenn man top sein will, nicht ganz so grottensteif dastehen, wie Fury beispielsweise, riesig, hin oder her, aber wiegesagt.. je mehr Gewicht (Knochen/Grundsubstanz), desto mehr hat es sich mit dem Geschaukel.

  10. Rodens
    17. April 2012 at 01:46 —

    Haye war im Klitschkofight perfekt in dieser Kunst. Und RJJ.

    @Dampfhammer

    Die Klitschkos haben eine gerade noch ideale Korrelation von Größe/Masse und Beweglichkeit.
    Die noch größeren/schwereren Fighter müssen für das Mehr an Größe/Masse mit Defiziten in der Beweglichkeit bezahlen. Es ist die Frage, ob ein Fury, wenn er lernt seine Talente so perfekt einzusetzen, wie die Klitschkos es mit den ihren tuen, es mit ihnen aufnehmen könnte.

  11. kevin22
    17. April 2012 at 05:52 —

    Rodens sagt:

    “Haye war im Klitschkofight perfekt in dieser Kunst.”

    NEIN!

    Haye nutzte diese “Kunst” lediglich um nicht getroffen zu werden! Wenn man sie perfekt beherrscht, dann geht man auf diese Weise in den Gegner rein und versucht ihn auch zu treffen!

    Das geduckte Auspendeln wärend der Gegner schlägt, ist für grosse Gegner eh nicht wichtig! Wenn die sich bücken würden, wären sie mit ihrem Gegner auf Augenhöhe! Das wäre ja grundlegend falsch!

  12. kevin22
    17. April 2012 at 07:00 —

    Shlumpf! sagt:

    “Das mit dem hinstellen kommt aber oft erst später im Kampfverlauf”

    Je nachdem wie schnell der Gegner seinen Willen verlor und ab wann er erkannte, dass er chancenlos war!
    Im Grossen und Ganzen geschah das meisst bereits in der 3. Runde.

  13. schnippelmann
    17. April 2012 at 07:40 —

    @ Dampfhammer

    Was die Größe angeht hast Du Recht. Mir liegt das bei 1,92 m auch nicht wirklich. Zumal noch hinzukommt, das man bei schnellen Gegnern auch mörderische Reflexe braucht um diese Bewegung so weit auszuführen, dass man möglichst viel Schlagkraft nimmt bzw. ganz ausweicht.

  14. Shlumpf!
    17. April 2012 at 09:22 —

    @kevin22

    Ja genau, dann sind sie weichgeklopft 😉

    Der aktuell weit verbreitete Typ Schwergewichtsboxer (bullig, mit Masse als größter Trumpf) ist für einen guten Techniker wie Wladimir wie gemacht, nirgendwo ist ein solch klasse Jab effektiver (für mich einer der besten Jabs die es je im HW gab)

  15. Rodens
    17. April 2012 at 11:52 —

    @Kevin22

    NEIN!

    Haye nutzte diese “Kunst” lediglich um nicht getroffen zu werden! Wenn man sie perfekt beherrscht, dann geht man auf diese Weise in den Gegner rein und versucht ihn auch zu treffen!

    Das stimmt. Er hat selten auf den Jab mit J&W plus Konter geantwortet. Vielleicht aus Angst vor dem Cross von WK. Seine besten Aktionen waren keine Konter, sondern Reinspringen in den Mann.

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