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Boxen bleibt im olympischen Programm

In den zuletzt vergangenen Monaten gab es einige Irritationen über den Verbleib des Boxsports im Programm der Olympischen Spiele. Das IOC hatte eine Liste von Ungereimtheiten mit dem Boxverband AIBA zu klären und diesem Verband einige Auflagen erteilt. Mittlerweile sind wesentliche Punkte zumindest im Sinne des Boxsports geklärt worden. Das allerdings zum Nachteil der AIBA. Die Überraschung: Das IOC hat nicht das Boxen, sondern die AIBA von den Olympischen Spielen ausgeschlossen.

Die Begründung dafür: Undurchsichtige Finanzgeschäfte, eine offenbar zwielichtige Verbandsspitze und ungeklärte Ungereimtheiten bei Kampfrichterentscheidungen. In allen diesen Punkten hatte das IOC die AIBA bereits vor Monaten aufgefordert, eindeutig für Klarheit zu sorgen.

Das von der AIBA bisher erzielte Ergebnis reichte scheinbar nicht aus, um das IOC von einer Verbesserung der Verhältnisse zu überzeugen. Folge: Die Boxsportverbände der einzelnen Länder werden bei den Spielen in Tokio ohne ihren Dachverband AIBA antreten. Die Kampfrichter unterstehen bei den olympischen Wettkämpfen direkt dem IOC.

Diese IOC-Entscheidung bedeutet ein großes Aufatmen für den olympischen Boxsport. Endlich haben die Aktiven und das ganze Umfeld die Gewissheit, dass der Boxsport auch bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio auf dem Programm stehen wird. Noch mehr Grund zur Freude haben die weiblichen Boxer. Statt wie bisher 36 weibliche und 250 männliche, werden in Tokio 100 weibliche und 186 männliche Boxer in den Ring steigen. Gekämpft wird bei den Männern in 8 statt bisher 10 und bei den Frauen in 5 statt bisher 3 Gewichtsklassen. Das bedeutet eine wesentliche Verbesserung zu Gunsten der Gleichberechtigung der Frauen.

Um die erforderliche Olympiaqualifikation zu erreichen, werden zwischen Januar und Mai nächsten Jahres 4 kontinentale Turniere durchgeführt, wobei Asien und Australien/Ozeanien zusammen genommen werden.

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