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Boxen 2014 – Die In & Out – Liste

Jeder begeisterte Fan des gepflegten Faustkampfs wird natürlich seine eigenen Kandidaten, speziell nach seinen persönlichen Vorlieben oder Abneigungen für eine In & Out – Liste haben. Deshalb kann man aber mal gerne rückschauend den einen oder anderen auffälligen Boxer/Boxerin oder einige Ereignisse aus der Welt des Boxsports betrachten. Vielleicht gibt das ja auch mal Anlass zu einer sinnvollen Diskussion. Hier also ein paar Kandidaten des Autors, für die 2014 vielleicht ein besonderes Jahr war. Sicher haben es auch viele Andere verdient erwähnt zu werden, aber das wäre ein Roman ohne Ende.

 

Aufsteiger Männer International:

Oleksandr Usyk. der Ukrainer mit der etwas eigenwilligen Frisur ist einfach mal eine Hausnummer, mit der man in Zukunft im Cruisergewicht rechnen muss. Mit 6 vorzeitigen Siegen in 6 Kämpfen ist der Olympiasieger von London (Schwergewicht) bereits auf bestem Weg in die Top 10 des Cruisergewichts. Er trägt den WBO-Inter-Continental Gürtel und hätte damit das Recht, WBO-Champ Marco Huck herauszufordern. Sollte es jemals dazu kommen, kann man sich wohl auf einen guten Fight freuen.

Anthony Joshua. 2012 Olympiasieger von London im Superschwergewicht mit einer Profibilanz von 10 vorzeitigen Siegen in 10 Kämpfen absolvierte 2014 sieben Kämpfe. Bereits Ende Januar steht er wieder im Ring. Spätestens 2016 ist er ein heißer Kandidat für einen WM-Kampf.

 

Weitere Boxer die man im Auge behalten sollte:

Felix Verdejo. ein Leichtgewicht aus Puerto Rico. Der 21-jährige kann auf eine Kampfbilanz von 16(12)-0-0 verweisen. Auch er absolvierte 2014 sieben Kämpfe. Bei seiner Teilnahme an den olympischen Spielen von London scheiterte er im Viertelfinale an Vasyl Lomachenko.

Errol Spence. Ein Weltergewichtler aus Texas/USA. Der 24-jährige hat einen Kampfrekord von 15(12)-0-0. Er war von 2009 bis 2011 in den USA Amateurmeister und schaffte es bei Olympia in London bis ins Viertelfinale. Der Rechtsausleger absolvierte seine letzten 3 Kämpfe bereits in Las Vegas als Boxer von Oscar de la Hoya`s „Golden Boy Promotions“ und gilt als der „Geheimtipp“ im Weltergewicht.

 

Aufsteiger Männer national:

Vincent Feigenbutz. Der junge Boxer aus Karlruhe fällt auf. Er zieht seine Gegner nicht über lange Runden mit, sondern sucht immer eine vorzeitige Entscheidung. Seine Kampfbilanz: 18(17)-1(1)-0. Man müsste wohl eine ganze Weile überlegen um in Deutschland einen 19-jährigen Boxer mit diesen vorzeigbaren Erfolgen zu finden. Bereits jetzt trägt er die Inter-Continental-Gürtel der Verbände GBU und WBO. Mit einem Sauerland-Vertrag in der Tasche gilt er als einer der Hoffnungsträger im Supermittelgewicht. Rein verbal ist er auch nicht auf dem Mund gefallen und bietet sowohl Arthur Abraham, Robert Stieglitz und auch Felix Sturm die Stirn.

Tom Schwarz. Der 20-jährige vom Magdeburger SES-Team löste bisher alle seine Aufgaben souverän. Auch er stand 2014 sieben mal im Ring. Im neuen Jahr wird er seinen bisherigen Kampfrekord von 10(7)-0-0 gewiss weiter aufbessern und aus dem Schatten von SES-.Schwergewichtler Michael Wallisch heraustreten. Den Namen Tom Schwarz sollte man sich merken.

 

Absteiger der Jahres:

Andre Ward. Der WBA- und WBC- Superchamp hat 2014 nicht im Ring gestanden. Nach dem Sieg im Super-Six- Turnier kam nicht mehr viel von Ward. Es gab gesundheitliche Probleme und deswegen eine Pause. Jetzt sollte er eigentlich wieder fit sein. Ob er nur auf einen wirklich lukrativen Kampf wartet oder einfach mal satt ist, bleibt im nebeligen Bereich. Ein Vergleich David Haye drängt sich auf. Bei dem weiß man auch nicht genau, woran man ist.

James Kirkland. Der einst so verheißungsvoll Halbmittelgewichtler hatte Probleme mit dem Gesetz. Er hört auf jeden, der ihm das Blaue vom Himmel verspricht. Zuletzt sollte er gegen Rosado kämpfen. Das passte ihm scheinbar nicht und er hielt sich für qualifiziert und berufen genug, auf einem Kampf gegen Saul Alvarez zu bestehen. Damit hatte er sein Blatt überreizt und blieb so 2014 ganz ohne Kampf.

Peter Quillin. Der WBO-Champ im Mittelgewicht legte seinen Titel freiwillig nieder. Nachdem er im April gegen Lukas Konecny noch einmal Einiges an Energie in einer freiwilligen Titelverteidigung aufbieten musste, kniff er vor einem Pflichtkampf gegen den bis dahin in 24 Kämpfen ungeschlagenen Russen Matt Korobov. Das Korobov schlagbar ist, bewies dann Andy Lee, der ihn durch TKO 6 entzaubern konnte und sich so den vakanten WBO-Titel holte.

 

Comeback des Jahres Männer:

Manny Paquiao. Einer der besten Boxer dieses Planeten konnte nach 2 aufeinander folgenden Niederlagen 2012 und einem Sieg 2013 im Jahr 2014 zwei bis dahin ungeschlagene Boxer besiegen. Die Diskussionen um einen Kampf gegen Floyd Mayweather haben im 5. Jahr ihrer Dauer neuen Aufwind bekommen.

 

Männliche “Boxer des Jahres”:

spare ich mir. da gibt es bestimmt zu viele persönliche Lieblinge und eine endlose Diskussion. Mein Favorit ist Sergey Kovalev.

 

Boxerinnen des Jahres:

Delfine Persoon. Persoon bewies ihre Klasse erneut in einem Kampf gegen Diana Prazak. Sie holte sich den WBC-Gürtel von der bis dahin in 19 Kämpfen ungeschlagenen Argentinierin Erica Farias und konnte Prazak vorzeitig schlagen. Für 2015 sind bereits 2 Kämpfe im März und Mai in Planung.

Cecilia Braekhus. Der norwegischen Sauerland-Boxerin stand 2014 vier mal im Ring und ist nun Weltmeisterin aller 4 großen Verbände. Durch eine Gesetzesänderung in Norwegen wird sie womöglich demnächst auch in Norwegen boxen dürfen. Ein besonderer Hit für 2015 wäre ein Kampf zwischen Delfine Persoon und Cecila Braekhus.

 

Aufsteigerin des Jahres:

Nicole Wesner. Die Spätstarterin im Profiboxen schaffte es in exakt 2 Jahren Profikarriere zur Doppelweltmeisterin der Verbände WIBF und WBF. In der nächsten Ausgabe von „Boxen.de“- Print erscheint ein Interview mit ihr und Trainer Steven Küchler.

 

Comeback des Jahres Frauen:

Jackie Nava. Nach 2 Jahren Babypause ist die Mexikanerin wieder voll im Geschäft und hat die Titel der Verbände WBC und WBA im im Superbantamgewicht zurück erobert.

 

Kampf des Jahres mit der meisten Spannung:

Sergey Kovalev vs Bernard Hopkins. Es war absolut spannend, diesen Kampf zu verfolgen. Das es am Ende doch nur ein „über die Runden retten“ von Hopkins wurde, kann man ihm nicht verdenken. Schließlich hat er dennoch mit fast 50 eine Top-Leistung abgeliefert.

 

Bester Kampf des Jahres:

Sam Soliman vs Felix Sturm. Hier gibt es bestimmt viele andere Meinungen und viele andere gute Kämpfe, die spektakulärer waren. Aber so wie Soliman Sturm ausgekaspert hat, das hat schon eine besonderer Erwähnung verdient. Er hat mit einfachsten Mitteln aufgezeigt, das er aus dem ersten Kampf gelernt hat und hat Sturm vor heimischem Publikum regelrecht vorgeführt.

 

Mieseste Veranstaltung des Jahres:

Rolf Neumann, Lübeck 26. April – der werte Herr „Rolle Lübeck“ schießt sich als Veranstalter selbst ins Aus. Die Veranstaltung mit 100 Zuschauern war ein finanzielles Fiasko. Um sich aus der Affaire zu ziehen, täuscht Neumann seinen eigenen Tod während der Veranstaltung vor und seine Frau spielt diese miese Schmierenkomödie auch noch über 2 Tage lang voll mit. Mit dem als Boxsportveranstalter wird nie wieder jemand etwas zu tun haben wollen. Boxer und Zuschauer in Schrecken versetzt und geprellt. So etwas ist unterste Gürtellinie. Alle Grenzen sind meilenweit überschritten. „Tot“ ist der Rolf Neumann nun wirklich – zumindest als Boxpromoter. Seine 60-jährige Ehefrau wird noch eine ganze Weile ackern müssen, falls er seine Schulden die er überall zu haben scheint, jemals begleichen will.

Autor : Johannes Passehl

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12 Kommentare

  1. Boxer des Jahres:

    Da gibt es nur einen, Jürgen “Pretty Boy” Brähmer hat wiedermal die besten seiner Klasse geboxt und wenn diese mal nicht zu Verfügung standen wie zB Kovalev weil er geflüchtet ist und lieber gegen BHop boxte, hat Brähmer immer das beste geboxt was gerade verfügbar war.

    Für mich jetzt schon eine Legende dieser Teufelskerl.

  2. Mieseste Veranstaltung des Jahres:

    Rolf Neumann, Lübeck 26. April – der werte Herr „Rolle Lübeck“ schießt sich als Veranstalter selbst ins Aus. Die Veranstaltung mit 100 Zuschauern war ein finanzielles Fiasko. Um sich aus der Affaire zu ziehen, täuscht Neumann seinen eigenen Tod während der Veranstaltung vor und seine Frau spielt diese miese Schmierenkomödie auch noch über 2 Tage lang voll mit. Mit dem als Boxsportveranstalter wird nie wieder jemand etwas zu tun haben wollen. Boxer und Zuschauer in Schrecken versetzt und geprellt. So etwas ist unterste Gürtellinie. Alle Grenzen sind meilenweit überschritten. „Tot“ ist der Rolf Neumann nun wirklich – zumindest als Boxpromoter. Seine 60-jährige Ehefrau wird noch eine ganze Weile ackern müssen, falls er seine Schulden die er überall zu haben scheint, jemals begleichen will.
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    Wie g.eil ist das denn? 😀 😀 😀

    Schade das es die Echsenbrut nicht genauso macht.

  3. 4. Januar 2015 at 15:27 —

    Bester Kampf des Jahres:

    Sam Soliman vs Felix Sturm
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    Meine Fresse wer kam denn auf die Idee????

  4. 4. Januar 2015 at 15:41 —

    Danke an den Autor für die Mühe!
    Bei vielen Rubriken gehen die Meinungen natürlich auseinander.
    Kampf des Jahres war für mich Crawford vs. Gamboa. Zwei Leute mit top Anlagen, der Kampf geht hin und her, ist technisch stark, schnell und brutal. Alles dabei, was es braucht!
    Aufsteiger und Boxer des Jahres imho Naoya Inoue. Jetzt gibt es gleich sicher einen Aufschrei, da ja alles was unter 70 kg ist kein Männersport ist, aber bitteschön… Der Jap kann alles, ist technisch super, hat ultraschnelle Hände und die miesesten Körperhaken seit es miese Körperhaken gibt. Der Junge wird das Business rocken, und ein möglicher Inoue vs. Gonzalez-Clash wäre sozusagen so lecker wie eine Monster-Packung Schokolade 😉
    Absteiger ist Andre Ward – hoffe, er kommt 2015 mit guten Fights zurück. Sonst verkommt er zu einem vergeudeten Talent.
    KO des Jahres: Amir Mansour vs. Fred Kassi.
    Rolf Neumann? Ohne Worte – erwähnenswert wäre noch, in welchem Gewerbe seine Frau tätig ist. Meist in einer Position, in die Boxer nicht kommen wollen. Wäre aber vielleicht was für Carlos 😀

  5. 4. Januar 2015 at 15:52 —

    Top 10 Knockouts

    1. Marvin Sonsona WKO3 Akifumi Shimoda
    2. Amir Mansour WKO7 Fred Kassi
    3. Tomoki Kameda WKO7 Pungluang Sor Singyu
    4. Alexander Povetkin WKO7 Manuel Charr
    5. Rey Loreto WKO3 Nkosinathi Joyi
    6. Victor Postol WKO11 Selcuk Aydin
    7. Carl Froch WKO8 George Groves
    8. Andy Lee WKO5 John Jackson
    9. Jorge Sebastian Heiland WKO10 Matthew Macklin
    10. Pedro Guevara WKO7 Akira Yaegashi

    Top 5 FOTY

    1. Orlando Salido WKO11 Terdsak Kokietgym
    2. Lucas Matthysse WKO11 John Molina
    3. Roman Gonzales WTKO9 akira yaegashi
    4. Francisco Rodriguez Jr WUD Katsunari Takayama
    5. Carl Froch WKO8 George Groves

    Boxer des Jahres

    1. Roman Gonzales
    2. Sergey Kovalev
    3. Francisco Estrada
    4. GGG
    5. Carl Froch

    Aufsteiger des Jahres

    1. Nicholas Walters
    2. Naoya Inoue
    3. Francisco Rodriguez Jr.
    4. Alexander Povetkin
    5. Miguel Cotto

    Absteiger des Jahres

    1. Nonito Donaire
    2. Manuel Lopez
    3. George Groves
    4. Akira Yaegashi
    5. Sergio Martinez

    Miesester Kampf des Jahres

    1. Wladimir Klitschko WKO5 Alex Leapai

    2. Danny Garcia WKO2 Rod Salka
    3. Ruslan Provodnikov WTKO5 Jose Luis Castillo
    4. Jürgen Brähmer W10 Sekunden Pawel Glazewski
    5. Guillermo Rigondeaux WSuckerpunch Sod Kokietgym

    Miesteste Entscheidung

    1. Christina Hammer WDQ/NC Sophie Matthis
    2. Oscar Escadon WUD Tyson Cave
    3. Brandon Rios WDQ Diego Gabriel Chaves
    4. Danny Garcia WMD Mauricio Herrera
    5. Arthur Abraham wird einen direkten Rückkampf mit Paul Smith machen

    Spielverderber des Jahres

    Andy Lee

  6. 4. Januar 2015 at 16:02 —

    … na bitte , die Grundidee des Beitrags funktioniert doch. Die vorgeschlagenen Beispiele und Rubriken sind auf jeden Fall nur als Anregung zur Diskussion gedacht. Jeder hat seine Helden, zumindest das ist unumstritten.

    Ja ok… hier sprach en wenig “Schadenfreude” mit … Soliman hätte man auch als “Spielverderber” nehmen können 😉

    Bester Kampf des Jahres:

    Sam Soliman vs Felix Sturm

  7. 4. Januar 2015 at 16:44 —

    Comebach des Jahres könnte man auch Jermain Tylor nehmen… nur fraglich wie lange das anhält.

  8. 4. Januar 2015 at 17:17 —

    Rohrkrepierer des Jahres: boxen.de

  9. 4. Januar 2015 at 20:41 —

    Haha, Spruch des Jahres: “I won’t entertain fighting Huck in Germany. You have to get a knockout just to get a draw in Germany to be honest.“ Tony Bellew

  10. 5. Januar 2015 at 01:10 —

    Sorry für die Tippfehler!

  11. 5. Januar 2015 at 14:53 —

    Der einzige Grund warum Tom schwarz Aufmerksamkeit kriegt ist seine Partnerin! Ist doch eine super Sache für einen jungen boxer.. Man sucht sich eine semi-bekannte perle und bumst sich quasi aneinander hoch.

    Wäre zb Arthur Hermann nur mit einer seifenoper Darstellerin und/oder dsds dritten zusammen.. 🙁

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