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‚Boo Boo‘ Andrade bleibt WBO-Weltmeister

‚Boo Boo‘ Andrade bleibt WBO-Weltmeister

Im Seminole Hard Rock Hotel und Casino in Hollywood hat WBO-Mittelgewichtsweltmeister Demetrius Andrade seinen Titel gegen den Briten Liam Williams mit Erfolg verteidigt. Am Ende sahen die drei Punktrichter den 33-jährigen US-Amerikaner mit 118-109, 118-109 und 116-111 vorne.

„Sie nennen ihn ‚The Machine'”, hatte Andrade vor dem Kampf über Williams erklärt. „… wenn ich mit ihm fertig bin, wird er ein rostiger Eimer sein!“  Und das schien Andrade von Beginn an in die Tat umsetzen zu wollen: schon im ersten Durchgang wackelt der 28 Jahre alte Brite.

In Runde 2 kann Andrade seinen Gegner mit einer Kombination niederschlagen. Auch im dritten Durchgang ist ‚Boo Boo‘ der bestimmende Mann im Ring. Ihm gelingt es erneut, Williams auf den Boden zu bringen, doch der Brite kommt nun langsam besser in den Kampf, der nicht immer schön anzuschauen ist. Vor allem gegen Andrades harte Uppercuts scheint Williams aber kein Mittel zu finden, hat aber gute Nehmerqualitäten.

Im letzten Drittel scheint Andrade etwas die Luft zu fehlen, was dazu führt, dass auch Williams seine Momente hat, aber auch der Tank des Briten ist ziemlich leer. Als die Schlussglocke ertönt, kann man den Kampf eigentlich in einem Satz zusammenfassen: Williams war unerbittlich, aber Andrade war noch unerbittlicher. Nun bleibt abzuwarten, ob es für ‚Boo Boo‘ zu einem Titelvereinigungskampf gegen Gennadiy Golovkin oder Jermall Charlo kommt.

Auf der Undercard gab es für die Fans des aserbaidschanischen Heavyweights Mahammadrasul Majidov einen Schock, als der 34-jährige in der ersten Runde von seinem Gegner Andrey Fedosov besiegt wurde. Majidov – immerhin dreimaliger Amateurweltmeister – musste nach einer Rechten seines Gegners schon nach 59 Sekunden runtergehen und fiel dabei so unglücklich, dass er eine Verletzung an seinem rechten Fußknöchel davontrug. Auf unsicheren Beinen kassierte Majidov eine weitere harte Rechte und ging erneut zu Boden, worauf Ringrichter Samuel Burgos nach 1:24 Min der ersten Runde den Kampf abbrach. Majidov musste wegen seiner Knöchelverletzung auf einer Trage aus dem Ring gebracht werden. Je nach Schwere der Verletzung ist die Profikarriere des Schwergewichts damit nach nur 4 Kämpfen und 10 Runden möglicherweise schon zu Ende.

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6 Kommentare

  1. 18. April 2021 at 13:06 —

    Nachdem Ben Askren gegen Jake Paul schon in der ersten Runde KO gegangen ist, wird uns der “Eliteboxer” (Jake Paul über Jake Paul) auch weiterhin nicht erspart bleiben.

    • 18. April 2021 at 13:40 —

      Der selbsternannte “Elite-Boxer” hat noch nicht einen Kampf gegen einen Boxer gemacht und haut so auf die Trommel, lächerlich. Was kommt als nächstes? Ein Kampf gegen Tiger Woods? Soll er sich doch mal mit Holyfield oder Tyson in den Ring stellen, die beiden Oldies würden ihm schon zeigen auf welchem Niveau er sich befindet.

  2. 18. April 2021 at 13:20 —

    Andrade hat sich, nur um publikumsattraktiver zu werden, zum Ende seiner Karriere einen Brawler-/Boxerpuncher-Stil angewöhnt, ähnlich wie Rigondeaux oder Lara. Das erfüllt zwar seinen Zweck, macht ihn aber auch konteranfällig. Außerdem hat er nicht ganz den Motor, um das 12 Runden lang ohne Konditionsverluste durchzuziehen, seine zeitweise wilden Schwinger, die natürlich nicht alle treffen, machen das Ganze nicht besser.

    Den Kampf fand ich persönlich aber klasse, sehr unterhaltsam, vor allem die Uppercuts von Andrade und die Moral von Williams haben mich beeindruckt. Was ich absolut nicht verstehen kann, ist das Verhalten der anderen Champs. GGG will am 31.12.! gegen Murata antreten, an diesem Tag wird ja in Japan traditionell auf großer Bühne geboxt. Logisch, bei GGG geht es nur noch um die Rente, aber wenn ich bei DAZN verantwortlich wäre, würde ich ihn sofort rauswerfen, denn eigentlich wäre ein Fight entweder gegen Andrade oder Munguia Pflicht. Murata ist ein absoluter Paperchamp und nicht im Mindesten auf dem Level von Golovkin. Und Charlo kämpft jetzt – nach großem Geblubber von wegen Bandera Roja – gegen Juan Montiel, der von Munguia in der zweiten Runde ausgeknockt wurde. PBC-Matchmaking at its best, wieder mal.

  3. 18. April 2021 at 13:39 —

    @ ak

    Brain off-Modus an

    Aber, aber … das sind doch alles echte Schemps und nicht so Pehpaschemps wie der Juhtjuba!

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