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Bob Arum kritisiert Showtime und Printmedien in den USA

Der amerikanische Boxpromoter Bob Arum (Top-Rank) geht mit Teilen der US-Medienwelt ins Gericht. Besonders den Medienanbieter „Showtime“ und die Printmedien geht er in einem Statement an, was von „Fight Hub TV“ auf youtube veröffentlicht wurde. Er benennt seinen Vertragspartner ESPN, Fox und DAZN als gute Boxsportanbieter. Von Showtime scheint er keine so gute Meinung zu haben. Man würde wohl mehr Wert darauf legen, mit Filmen und Serien sein Geld zu verdienen als mit dem Boxsport.

Auch die amerikanischen Printmedien kommen nicht gut weg. Arum bemängelt, dass es keine gute Berichterstattung vom Boxsport gibt. Es gäbe bei keiner amerikanischen Zeitung Journalisten oder Redakteure, die sich im Boxsport gut auskennen. Anders sei dagegen die Berichterstattung in Großbritannien, wo jede größere Zeitung Leute beschäftigt, die im Boxsport bewandert sind.

Zumindest mit seiner Meinung über die Berichterstattung hat der mittlerweile 88-jährige Arum recht. Eine Sportart steht oder fällt mit der Medienpräsenz. Das war und ist auch in anderen Sportarten so. Medien können dafür sorgen, dass einigermaßen populäre Sportler und damit auch ihre Sportart gepusht werden. Das war auch in Deutschland recht deutlich zu sehen an den Einschaltquoten, die Henry Maske, Axel Schulz und andere deutsche Boxer einst erzielten.

Vor etwa 10 Jahren fing mit dem Ausstieg vom ZDF die Medienpräsenz des Boxens an zu bröckeln. Einer der Hauptfehler war vielleicht auch, dass sich deutsche Sender immer nur ein ein Boxsport-Unternehmen gebunden hatten. Beim ZDF war es „Universum“ von Klaupe Kohl, die ARD kannte scheinbar nur das Sauerland Team. Auch dieser Vertrag wurde irgendwann nicht mehr verlängert. RTL zeigte nur noch Klischko-Kämpfe und für SAT 1 gab es nur Felix Sturm. Später wurde den SAT 1 Zuschauern die Kickboxerin Christine Theiss aufgedrängelt.

Seitdem gab und gibt es in regelmäßigen Abständen im MDR Boxsport zu sehen. Einige andere Boxunternehmen haben immer wieder versucht, durch eigene Livestream-Übertragungen ihre Veranstaltungen zu präsentieren. Aber wenn dann auch nur 5 € dafür verlangt wurden, war das Interesse im Keim erstickt. Das ZDF hatte einen Neustart für eine Zusammenarbeit mit dem neu gegründeten Universum-Boxstall in Planung. Man warf allerdings bereits nach einer einzigen Veranstaltung die Flinte ins Korn. Später einigte man sich dann doch darauf, noch einen zweiten Boxabend auszugestalten. Wie und wann das einmal weiter gehen kann, ist wegen der momentanen Corona – Entwicklung ungewiss.

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