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Blake Caparello vs Isaac Chilemba – 16. März Melbourne

Vielleicht ist der Kampf zwischen dem Australier Blake Caparello und Isaac Chilemba, dem in Südafrika lebenden Boxer aus Malawi, nicht unbedingt das, was einen Boxfan vom Hocker reisst. Dennoch ist diese Begegnung recht interessant, weil beide Boxer nicht nur um 2 kleine Gürtel boxen. Es geht auch darum, wem der imaginäre Titel „Best of the Rest“ des Halbschwergewichts zusteht und wer sich damit für weitere gute und vor Allem lukrative Kämpfe empfehlen kann. Geboxt wird am Freitag im „Melbourne Palace“ Flemington/Melbourne.

Der 31-jährige Blake Caparello (26(10)-2(1)-1) wird bei dieser Begegnung den WBA-Oceania Gürtel mit in den Ring bringen. Darüber hinaus geht es auch um den vakanten Titel „WBC-International“. Für Isaac Chilemba ist es der erste Kampf nach seinen 3 Niederlagen und einer langen Verletzungspause seit November 2016.

Vielleicht lohnt sich ein Queervergleich: Wie Blake Caparello, hatte auch sein Gegner Isaak Chilemba bereits das „Vergnügen“ gegen Sergey Kovalev zu kämpfen. Chilemba war dabei einmal am Boden, stand aber volle 12 Runden durch. Caparello gelang es, Kovalev in Runde 1 auf den Hosenboden zu schicken. Das gelang wohl hauptsächlich, weil er auf Kovalevs Fuß stand und der nicht ausweichen konnte. Er ging dann aber bereits in Runde 2 nach einem Körpertreffer runter und überstand diese Runde nicht. Kovalev setzte entschlossen nach und deckte ihn „ausreichend“ ein, bis Ringrichterin Sparkle Lee ihn aus dem Kampf nahm.

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Schaut man auf die bisherige Gegnerschaft, hat Chilemba gegen die besseren Gegner im Ring gestanden. Allerdings gingen diese Kämpfe dann auch meistens verloren. Zuletzt verlor er in Folge gegen Eilander Alvarez, Sergev Kovalev und Oleksandr Gvozdyk. Der Kampf gegen Gvozdyk endete in Runde 8 mit einer gebrochenen Hand. Roy Jones jr, der damals in seiner Ecke stand, gab den sinnlosen Kampf auf. Seit dem stand Chilemba nicht wieder im Ring.

Geht es nach der BoxRec-Liste, liegt „Il Capo“ Caparello auf #28, unmittelbar hinter Enrico Kölling (27) und 2 Plätze vor Adam Deines (30). Im Falle eines Sieges über „Golden Boy“ Chilemba würde er natürlich noch etwas weiter nach oben steigen. Er wäre dann vielleicht im Bereich von Karo Murat (13) und Dominic Bösel (17) und damit ein noch interessanterer Gegner für Kämpfe gegen deutsche Boxer. Gleiches gilt auch für den Afrikaner Chilemba, falls ihm ein Sieg gegen Caparello in dessen australischer Heimat gelingen sollte. Aber gehen deutsche Boxpromoter das Risiko ein, ihre „Pferdchen“ gegen gleichwertige Gegner aus dem Ausland in den Ring zu schicken?

Wie bereits oben erwähnt, sind beide Boxer nicht unbedingt in Reihe 1 dieser Gewichtsklasse zu hause. Aber solche Boxer müssen ein Kölling, Bösel, Deines oder Murat erst einmal schlagen um im Halbschwergewicht mit Recht in die Top 10 oder für gute oder zumindest lukrative Titelfights in Frage zu kommen.

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2 Kommentare

  1. Chilemba WUD (117:111; 2x 115:113)

  2. 16. März 2018 at 16:38 —

    Gleichwertige Gegner aus dem Ausland..??
    Deines ist nicht mal ansatzweise auf Chilemba´s Level…

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