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„Bivol steht unter Druck!“

„Bivol steht unter Druck!“

Sagt Craig Richards. Der 30-jährige Brite – 16-1-1 bei 9 KO-Siegen – ist Bivols Gegner am kommenden Samstag. Und Craig Richards ist der klare Außenseiter. Das wiederum bedeutet: ‚Spider’ Richards kann die Sache ganz locker angehen, Bivol muss liefern. Vor allem, weil sich der WBA-Champion aus Sankt Petersburg gerne für einen Vereinigungskampf mit WBC- und IBF-Titelträger Artur Beterbiev empfehlen möchte.

Und das, so glaubt Richards, könnte ihm in die Karten spielen: „Ich bin bei der WBA jetzt auf Platz 5 und bei der IBF unter den Top Ten. Ich weiß, dass dieser Typ kein Scherz ist, aber ich habe dafür gesorgt, dass ich in allen Bereichen vorbereitet bin. Er ist ein guter Kämpfer. Er hat gute Beinarbeit. Er hat ein paar gute Namen geboxt. Aber ich glaube nicht, dass er jemanden geboxt hat, der das mitbringt, was ich in den Ring bringe.“

Große Worte, denen Craig Richards aber schon im vergangenen Dezember auch Taten folgen ließ, als er Shakan Pitters die erste Niederlage seiner Karriere zufügte und ihm dabei den britischen Titel im Halbschwergewicht abnahm.

Bivol betritt den Ring mit einer Bilanz von 17-0-0 bei 11 Knock-out-Siegen. Rein rechnerisch liegen die beiden Kontrahenten „erfahrungstechnisch“ durchaus auf gleicher Höhe. Die höhere KO-Quote und wohl auch die größere Schlaghärte kann Bivol für sich verbuchen: 64,71 zu 50% bei Richards. In jüngerer Zeit war allerdings Richards der aktivere Mann. Während Dmitry Bivol zuletzt vor anderthalb Jahren im Ring stand, als er Lenin Castillo bezwang, kämpfte Craig Richards zuletzt vor 4 Monaten. Ein Sieg des Briten über Bivol ist allerdings eher unwahrscheinlich.

Hauptkampf der Fightnight in der Manchester Arena ist die Begegnung zwischen Neuseelands Joseph Parker und Heimboxer Derek Chisora. Während ‚Del Boy‘ sich zuletzt recht gut verkauft hat, scheint Parker die Spritzigkeit und Schlagkraft früherer Tage abhanden gekommen zu sein.

Bild: DAZN

Joseph Parkers Manager David Higgins hat aber wohl eine andere Sicht der Dinge und erklärte vor ein paar Tagen bei „SkySports“, Derek Chisora ​​stünde vor einer Katastrophe: „Vorausgesetzt, Joseph Parker macht keinen dummen Fehler und arbeitet nach unserem Plan, dann sehe ich, dass er Derek Chisora ​​in den Ruhestand schickt!“ Man darf gespannt sein.

Ebenfalls auf der Card vertreten: Katie Taylors Titelverteidigung gegen Natasha Jonas und der Kampf von Chris Eubank jr gegen Marcus Morrison.

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5 Kommentare

  1. 27. April 2021 at 12:34 —

    Da sind wieder gut die zwei Gesichter des Eddie H. zu erkennen. Auf der einen Seite: „Wenn wir diese Missmatches nicht stoppen, laufen uns die Zuschauer davon und gucken lieber Jake Paul.“ Auf der anderen: Bivol vs. Richards, Taylor vs. Jonas, Eubank vs. Morrison, aufgepeppt mit dem mäßig talentierten Hatton-Sohnemann.

    Der Hauptkampf ist das einzig halbwegs interessante, wobei … geht so, der Rest bestenfalls zum Vorspulen.

  2. 27. April 2021 at 12:39 —

    @ ak

    Man muss sehen, wie Richards sich verkauft. Wenn er nen guten Tag hat, ist es zumindest ein spannender Kampf.

  3. 27. April 2021 at 15:26 —

    Denke auch das Bivol vs. Richards kein allzu beeindruckendes Gefecht ist. Ist nicht mehr als ein guter stay busy Fight und ein relativ easyJet Pay Day für Bivol. Bis auf Frank Buglioni der aus der Calsaghe Schule stammt hat er niemand geboxt der anständig boxen kann.

    Der Dell Boy dürfte in diesem Stage seiner Karriere auch nur noch ne Puncherschance haben. Denke das Parker technisch zu stark sein dürfte. Vor allem seit er seinen Lebensmittelpunkt nach Vegas verlegt hat scheint er mehr fokussiert und Ziel stressiger zu sein

    • 29. April 2021 at 12:48 —

      Ganz genau, unabhängig von der Inaktivität ist Bivol als Gym rat bekannt. Er wird in shape in den Ring steigen. Richards hat absolut nichts zu bieten, was Bivol nur ansatzweise beeindrucken könnte. Es würde mich nicht wundern, wenn nach hinten heraus das Handtuch geworfen wird.

      Was den Hauptkampf betrifft, hängt es mMn davon ab, in welcher Verfassung Parker sein wird? Sollte sich eigentlich nach pkt durchsetzen. Zudem bin ich gespannt, ob Buddy McGirt noch das eine oder andere dem Dell Boy beibringen konnte.

      • 1. Mai 2021 at 16:23 —

        Ein anständiger Abschluss der Karriere wäre dem Dell Boy zu wünschen. Er war immer für nen Lacher gut. Hoffe deine Vermutung bewahrheitet sich und Derek lernt auf seine alten Tage noch mal dazu und verlagert sich mehr aufs Konterboxen. Hauen kann er immer noch wie ein Pferd tritt.

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