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Bivol siegt über Salamov

Im Yekaterinburg Sports Palace (KRK Uralets) hat WBA-Halbschwergewichtsweltmeister Dmitry Bivol am gestrigen Abend erwartungsgemäß seinen Titel gegen seinen Landsmann Umar Salamov verteidigt. Nach 12 geboxten Runden werteten die Punkrichter 118:110, 118:109 und 119:109 für den alten und neuen Weltmeister. In der gutbesuchten Halle waren auch Alexander Povetkin, Denis Lebedev und Ruslan Provodnikov unter den Zuschauern.

Salamov war zwar nicht nur gekommen, um seine Börse abzuholen, dem 27-jährigen Tschetschenen fehlten aber die boxerischen Mittel. Die erste Runde gestaltete sich noch recht ausgeglichen, Bivol mit Weltmeisterbonus vermutlich vorne. Aber schon in der Folgerunde kamen die klareren Aktionen vom Weltmeister. Vor allem mit seinem Jab konnte Bivol immer wieder punkten, nicht spektakulär anzuschauen, aber effektiv.

Und so holte sich der Weltmeister Runde um Runde, auch wenn Salamov in Runde 4 einige Treffer landen konnte, dafür aber von Bivol unmittelbar danach bestraft wurde. Die Runden 5 und 6 verliefen relativ ruhig, Bivol baute seinen Punktvorsprung weiter aus, ohne Eile und ohne ein Risiko gegen den größeren und hart schlagenden Herausforderer einzugehen.

Im neunten Durchgang schien Bivol verärgert und deckte den Herausforderer nach einem Treffer auf die Deckung mit einer Schlagserie ein. Ähnliches passierte auch in Runde 11.

In der zwölften und letzten Runde versuchte Salamov noch einmal, Wirkung bei Bivol zu erzielen und lieferte vermutlich seine beste Leistung des ganzen Kampfes ab, doch insgesamt hat der Herausforderer einfach zu wenig getan.

Das verdeutlicht auch die folgende Statistik, die CompuBox bei Twitter veröffentlichte.

„Erstaunliche Diskrepanz bei den gelandeten Schlägen. Bivols 31 gelandete Schläge in Runde 7 übertrafen fast die Gesamtzahl von Salamovs Schlägen in diesem Kampf! (…) 76% der von Bivol stammenden Schläge waren Jabs.“

„Er hat mich in der letzten Runde überrascht”, sagte Bivol nach dem Kampf: „Ich dachte, er wäre fertig, aber er hat eine enorme Leistung gezeigt und mir in der Schlussrunde einige riskante Momente beschert.“

Das Endergebnis, wie schon oben geschrieben : 119:109 von Guiseppe Quartarone aus Italien, 118:110 vom Ukrainer Andrey Baliasov und 118:109 von Jörg Milke aus Deutschland. Ringrichter des Kampfes war Gustavo Padilla aus Panama.

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1 Kommentar

  1. 12. Dezember 2021 at 16:46 —

    247:35 total Punches muss man auch erst mal schaffen. Spricht für die herausragende Qualität Bivols. Freue mich auf den Kampf gegen Beterbiev oder Canelo 😀

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