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Billy Dib gewinnt vakanten IBF-Titel im Federgewicht

Am Freitag sicherte sich Billy Dib in Australien vor heimischem Publikum den vakanten Federgewichtsgürtel der IBF durch einen zu deutlichen Punktsieg über Jorge Lacierva. Der Titel war vakant gewesen, nachdem die IBF ihn Yuriorkis Gamboa aberkannt hatte. In einem Kampf ohne viel Action setzte sich Dib vor allem aufgrund seiner Beweglichkeit und seinen schnelleren Händen durch, da er Lacierva meist auf Distanz hielt und immer wieder schnelle Einzeltreffer setzte.

Beide Boxer tasteten sich in der ersten Runde erst einmal ab um zu sehen was der Gegner zu bieten hatte. Und auch in der zweiten Runde nahm das Tempo kaum zu, was erneut eine ausgeglichene Runde zur Folge hatte, die bei den Punktrichtern vermutlich bei Billy Dib landete, welcher die schnelleren Fäuste der beiden hatte und sich zudem auf flinken Beinen viel durch den Ring bewegte, so dass Lacierva Probleme hatte ihn zu stellen. In der dritten Runde gelang diesem das etwas besser, und der Kampf bekam auch etwas mehr Feuer, als beide Boxer noch nach dem Rundenende kurz aufeinander einprügelten. Doch schon eine Runde später musste er einen großen Rückschlag hinnehmen, als Ringrichter Jack Reiss ihm einen Punkt für einen angeblichen Hinterkopfschlag abzog.

Die Runden blieben eng, was problematisch für Lacierva war, da er damit rechnen musste, dass die knappen Runden zugunsten vom Heimboxer Dib gewertet werden würden, doch eine Tempoerhöhung von Lacierva ließ auf sich warten. Zwar gewann Lacierva wohl die sechste Runde als erste definitiv, doch insgesamt sah es schon gegen Runde Sieben wieder so aus, als wäre Dib der fittere der beiden. Der Australier frustrierte Lacierva mit seinen schnellen Händen, seinen Reflexen und seiner guten Beinarbeit, die den Mexikaner selten in die Halbdistanz kommen ließ. Zudem etablierte Dib seinen Jab gut, der jede Runde für ihn punktete. Kaum etwas änderte sich, während die Runden dahin schwanden, und Lacierva machte genug um die Runden ausgeglichen zu halten, aber nicht um sie so eindeutig zu gewinnen, dass sie ihm gegeben worden wären.

Jedoch war in den Runden Acht und Neun ein wenig mehr Dringlichkeit in Laciervas Boxem zu erkennen. Während er in der Achten schon leicht die Oberhand hatte, drehte er in der Neunten noch mehr auf und beeindruckte mit einigen guten Schlagsalven, ohne dabei aber Dib vor ernsthaftere Probleme zu stellen. Allerdings erlitt der Mexikaner in dieser Runde auch eine Cutverletzung über seinem linken Auge von einem unabsichtlichen Kopfstoß. Inzwischen musste Lacierva wohl auf den KO gehen, doch Billy Dib hatte die stärkere zehnte Runde, und während beide das Tempo in der Elften noch einmal ein wenig anzogen und Lacierva wieder das Heft mehr in die Hand nahm, gelang es ihm nie den Australier mit einem Treffer zu beeindrucken. Dib konnte sogar noch die bessere zwölfte Runde für sich verbuchen und schien damit als Sieger festzustehen, während auf die Punktkarten der Punktrichter gewartet wurde.

Diese sahen Dib mit 116-114, sowie zu deutlichen Scores von 118-111 und 119-109 vorne und krönten ihn zum neuen IBF-Titelträger. Für den 25-jährigen Australier ist es der erste Titelgewinn, nachdem er 2008 noch an Steven Luevano gescheitert war. Jorge Lacierva hingegen musste seine achte Profiniederlage hinnehmen und scheiterte zum dritten Mal in einem Titelkampf.

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