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Bika nach Unentschieden gegen Dirrell weiterhin WBC-Champion; Lara holt WBA-Titel mit klarem Punktsieg gegen Trout

Erislandy Lara ©Team Lara.

Erislandy Lara © Team Lara.

WBC-Supermittelgewichts-Champion Sakio Bika (32-5-3, 21 K.o.’s) konnte auf der Golden Boy-Veranstaltung in New York seinen Titel mit einem Unentschieden gegen den amerikanischen Hoffnungsträger Anthony Dirrell (26-0-1, 22 K.o.’s) verteidigen.

Bika machte in den Anfangsrunden eine Menge Druck, Dirrell konnte aber mit seinen geraderen Schlägen gut kontern. Nachdem Bika langsam den Kampf unter Kontrolle zu bekommen schien, konnte Dirrell in der fünften Runde mit einer Rechten Schlagwirkung erzielen und nachsetzen. Bika verlor das Gleichgewicht und wurde zum zweiten Mal in seiner Karriere angezählt. In der sechsten Runde kam der Australier aber zurück und brachte Dirrell kurz zum Wackeln.

Die folgenden Runden waren allesamt recht eng, wobei Bika mehr schlug, Dirrell aber nach wie vor präzise Konter landen konnte. In der elften Runde wurde der Kampf immer unsauberer, als Bika seinen Gegner zu Boden schubste und gegen den knieenden Dirrell nachschlug. Wenig später schlug Bika auch noch klar tief, weswegen er vom Ringrichter einen Punkt abgezogen bekam.

Die Schlussrunde war heftig umkämpft, Dirrell konnte aber die präziseren Treffer landen und ließ sich noch vor dem Gong feiern. Der Amerikaner hatte sich aber zu früh gefreut, da die Punktrichter sich nicht auf einen Sieger einigen konnten (114-112 Bika, 116-110 Dirrell, 113-113).

“Ich habe mehr Druck gemacht”, sagte Bika im Interview mit Showtime. “Ich habe gedacht, dass ich gewonnen habe. Ich bin kein Promoter, ich entscheide nicht, ob ich ihm ein Rematch geben werde. Ich werde mich mit meinem Manager zusammensetzen, ich will einen großen Fight.”

Der kubanische Halbmittelgewichtler Erislandy Lara (19-1-2, 12 K.o.’s), der in seinem letzten Kampf gegen Alfredo Angulo den WBA-Interims-Titel geholt hatte, konnte sich mit einem einstimmigen Punktsieg gegen den amerikanischen Ex-Champion Austin Trout (26-2, 14 K.o.’s) den regulären WBA-Titel sichern.

Die beiden Rechtsausleger neutralisierten einander in den Anfangsrunden, Lara konnte aber die klareren Treffer landen. Ab der fünften Runde war Trout derjenige, der nach vorne ging und den Kampf machte, damit spielte der Amerikaner aber Lara in die Hände. Lara konnte in den mittleren Runden immer wieder mit seinen Kontern punkten und zog so auf den Punktezetteln langsam davon.

In der elften Runde schickte Lara seinen Gegner mit einer linken Gerade sogar noch zu Boden, Trout war schwer angeschlagen, überstand aber die Runde mit Mühe. In der letzten Runde setzte Lara nicht mehr entschlossen genug nach, um für eine vorzeitige Entscheidung sorgen zu können, auf den Punktezetteln war der Kubaner aber mit 118-109, 117-110 und 117-110 der klare Sieger.

“Die kubanische Schule hat mir heute den klaren Sieg gegen Trout ermöglicht”, sagte Lara. “Austin Trout ist ein großartiger Kämpfer, mein Stil ist aber besser. Meine Leistung gegen Trout war besser als die von Canelo Alvarez, ich will gegen ihn kämpfen.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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14 Kommentare

  1. UpperCut
    8. Dezember 2013 at 04:45 —

    schade fuer dirrell (hab den fight nicht gesehen)

  2. UpperCut
    8. Dezember 2013 at 04:51 —

    uebrigens:

    Ranking the 10 Most Overhyped Boxers of the Past Decade

    bleacherreport.com/articles/1877918-ranking-the-10-most-overhyped-boxers-of-the-past-decade

    haye ist mit dabei 🙂

  3. 1127
    8. Dezember 2013 at 08:30 —

    Wer haye aus diese Liste packt hat meiner Meinung nach vom boxen keinen Schimmer. Haye hat das cruiserweight beherrscht wie kein anderer Boxer, hat alles und jeden ko geschlagen. Im schwergewicht bildete er mit den Klitschkos die Top 3. Überbewertet sieht für mich anders aus.

  4. Boxfanatiker
    8. Dezember 2013 at 09:54 —

    Hätte mich gefreut wenn direll er und sein bruder sind grossartige boxer ! Sein bruder andre is aber viel besser der würde bika zerfressen

  5. ghetto obelix
    8. Dezember 2013 at 10:43 —

    Ging das Unentschieden in Ordnung?

  6. SergioMartinez
    8. Dezember 2013 at 10:44 —

    auf showtime waren sich alle einig dass das unentschieden berechtigt war ich hatte auch eher bika vorne fuer mich gabs nur wegen dem Punktabzug ein Unentschieden!!
    erislandy Lara hat klasse gekaempf und sich eindeutig besser verkauft als alverez der gegen trout eher verloren als gewonnen hat, damit ist erislandy offen fuer noch groessere Kaempfe!!!!

  7. cuba style
    8. Dezember 2013 at 11:10 —

    ich hab immer gesagt lara wäre ein 5 mal schwierigerer gegner für mayweather als alvarez oder guerrero es waren
    die kubaner werden in allen gewichtsklassen runter gehalten

  8. SergioMartinez
    8. Dezember 2013 at 11:19 —

    da stimme ich dir 100 prozent zu cuba style,das problem ist eindeutig die meisten so genannten boxfans haben keine Ahnung vom boxen oder der cubanischen boxschule und wollen nur fetzen fliegen sehen, deswegen schafen es die cubaner nie ganz an die spitze!

  9. El Demoledor
    8. Dezember 2013 at 11:22 —

    Also Bika hätte imo gewinnen müssen. Am Ende kann er wohl dann eher froh sein, in den USA ein Unentschieden bekommen zu haben. Bika ist es ja gewohnt, verschaukelt zu werden.
    Dirrell ist ein gutes Talent (aber ein Level unter Andre), aber er kann halt über 12 Runden kein Tempo gehen.

    Lara kann man nur gratulieren; das war wohl sein Durchbruch.
    Er wäre aufgrund seines Punches, seiner Reichweite und seines eher abwartenden Stils wohl der schwierigste Gegner für Mayweather.
    Aber Lara bringt nicht so viel Money, weswegen Floyd sicher andere Kämpfe vorziehen wird.

  10. theironfist
    8. Dezember 2013 at 12:49 —

    für mich ist das Urteil schon strittig, Bika war der aktivere Mann aber die genaueren Treffer hatte für mich Direll, wäre Direll zum Schluss nicht so passiv gewesen und wäre er in den letzten Sekunden nicht weggerannt wie eine P.ussy, sondern hätte nochmal alles gegeben und den Ko. gesucht, wäre das Urteil anders ausgegangen knapper PTS Sieg für Direll, denke das sein Bruder Andre Direll das Ding gemacht hätte zum Schluss, entweder Rematch, wäre vll aber kohletechnisch uninteressant oder ein Kampf gegen Andre Direll

    Sakio Bika ist aber nach wie vor eine Bestie im Ring, für mich der Mike Tyson aus dem SMW..denke er wird als nächstes seinen Gürtel gegen Badou Jack verteidigen, obwohl ich Andre Direll erstmal interessanter finden würde

  11. SiQ
    8. Dezember 2013 at 14:23 —

    ein glück hat der antiboxer dirrell nicht gewonnen und kann sich nicht weltmeister schimpfen…ganz schwache vorstellung von ihm… und man konnte sehr schön erkennen wie er das unsympathische dirrell-gen in sich trägt

  12. johnny l.
    8. Dezember 2013 at 20:09 —

    Klar war Bika aktiver. Klar ist er stärker. Aber, liebe Leute, es zählen ja wohl die Treffer. Die waren bei beiden etwa gleich, lt. Compubox. Einige Runden waren extrem eng. Tja, aber Direll hatte den Knockdown und Bika eine Point Deduction. Wer hätte also als Sieger den Ring verlassen müssen?

  13. johnny l.
    8. Dezember 2013 at 20:15 —

    theironfist sagt:
    8. Dezember 2013 um 12:49
    Sakio Bika ist aber nach wie vor eine Bestie im Ring, für mich der Mike Tyson aus dem SMW.
    ––––––––––––––––––––––
    So was würde ich „positiven Rassismus“ nennen. Und außerdem absoluten Schwac.hzucker – Tyson und Bika haben im Ring außer der Hautfarbe nicht viel gemeinsam. Stilistisch könnte man da noch eher Lemieux als „weißen Tyson des MW“ bezeichnen. Aber was soll dieser Blö.dsinn? Warum muss man bei allem und jedem, was hart schlägt, den Vergleich mit Tyson heranziehen? Lasst euch mal was Neues einfallen …

  14. Dampfhammer
    9. Dezember 2013 at 00:15 —

    Dirrel ist eben nicht gleich “Dirrel”.

    Wird Zeit, dass der WBC Titel mal ernsthaft angeboten wird.

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