Bewährungsprobe für Amir Mansour: Am 19. August gegen Dominick Guinn

Er gilt als der Geheimtipp unter den amerikanischen Schwergewichtlern: Amir „Hardcore“ Mansour (14-0, 11 K.o.’s). Zu Beginn des vorigen Jahrzehnts wurde Mansour als hoffnungsvolles Talent gehandelt, eine achtjährige Haftstrafe machte aber alle Karrierepläne fürs Erste zunichte. Seit seiner Entlassung 2010 hat Mansour fünf Mal geboxt und alle fünf Gegner durch K.o. besiegt. Mit Dominick Guinn (33-7-1, 22 K.o.’s) trifft Mansour am 19. August nun auf seinen bislang bekanntesten Gegner.

Dabei ist Mansour während seiner Haftzeit nicht untätig herumgesessen. Durch einen Zufall landete er im selben Zellenblock wie der Leichtgewichtler Calvin Davis, der Mansour im Gefängnis trainierte. Gesparrt wurde in einer drei mal drei Meter großen Besenkammer, wo man vor seinem Gegner nicht davonlaufen konnte. Diese Umstände haben sich laut Mansour auch auf seinen Stil ausgewirkt, besonders was die Beweglichkeit im Oberkörper betrifft.

Am 19. August kämpft Mansour zum ersten Mal um einen Titel – die nordamerikanische Meisterschaft der IBF. „Ich werde mein Ding durchziehen“, sagte Mansour gegenüber Fighthype. „Hoffentlich führt mich dieser Fight zu größeren und besseren Dingen.“

© adrivo Sportpresse GmbH

12 Gedanken zu “Bewährungsprobe für Amir Mansour: Am 19. August gegen Dominick Guinn

  1. Er zeigt wirklich Bomben-Ansätze. Wenn er sich wirklich beeilt – Und danach sieht es bei der Gegnerwahl aus, dann rechne ich ihm durchaus Chancen auf einen WM Gürtel zu. Das ist Jemand, der durch seine Kombination aus Auge, Speed, Technik und Punch genau das mitbringt, was man stilistisch gesehen braucht.

  2. A.Mansour ist ein Boxer der mir nun gar nichts sagt,aber ich werde mir mal am So. auf YouTube den einen oder anderen Kampf raussuchen und ansehen,damit ich besser mit reden kann.

    Mit D.Quinn bekommt er jetzt natürlich einen Gegner der in der Schwergewichtsszene bekannt ist,wenn auch nicht mehr das Maß aller Dinge,aber wenn er den besiegt wird es wohl nicht mehr für einen WM-Kampf reichen,aber für einen der Untertitel der großen Verbände könnte es dann trotzdem passen!?
    Vielleicht sieht man ihn auch mal in Deutschland als Gegner für Pulev,Helenius,Gerber,Wallisch und co!?

  3. @ adrivo

    Schreibt doch mal bei Gelegenheit einen Bericht über David Rodriguez 35-0-0(33 KO),der hat zwar auch noch nicht die großen Namen geboxt,sein Bekanntester war sein letzter Gegner Owen Beck,der hat ihm den Titel des WBC-Fecombox-Champs eingebracht,er ist für die meisten genauso unbekannt wie A.Mansour,aber immerhin die Nr.18 des WBC und mit 33 Jahren und einer Größe von 1,93 M auch nicht zu unterschätzen und ihr habt doch bestimmt noch etwas mehr Hintergrundwissen als ich!?

  4. @Tom: Ja, wenn was ansteht, werden wir über Rodriguez schreiben. Ebenfalls nicht uninteressant ist Franklin Lawrence (15-2-2, 10 K.o.’s). Der hat in letzter Zeit eine starke Serie hingelegt. Hat u.a. Jason Estrada K.o. geschlagen, was Adamek und Povetkin nicht gelungen ist.

  5. @ adrivo

    Ja das ist korrekt,Lawrence wäre auch ein gutes Thema,in der Schwergewichtsszene tut sich ja nicht all zu viel und ich denke ihr bekommt mehr Resonanz als wenn ihr über die leichteren Gewichtsklassen Berichte verfasst,die sind zwar sehr interessant aber es reagiert fast keiner darauf!

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