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Gevor entschuldigt sich bei Ringrichter Küchler: “So etwas darf nicht passieren”

WM-Herausforderer Khoren Gevor hat sich für seinen Ausraster nach dem WM-Kampf gegen Robert Stieglitz entschuldigt. Nach der Disqualifikation in der zehnten Runde war Gevor auf den Ringrichter Manfred Küchler losgegangen und musste daraufhin von der Security aus dem Saal gebracht werden.

“Da sind meine Nerven mit mir durchgegangen, so etwas darf mir nicht passieren, das hat im Boxring nichts zu suchen”, sagte Gevor. “Ich habe mich bei Herrn Küchler entschuldigt. Ich hätte nicht so reagieren dürfen. Ich habe ihm aber auch gesagt, dass ich nach wie vor nicht verstehen kann, wofür ich disqualifiziert wurde. Robert und ich sind mit den Köpfen aneinander gestoßen, dann hat er geklammert, und wir sind gemeinsam gestürzt. Das war sicher kein Foul von mir, und ich denke, jeder, der die Fernsehbilder gesehen hat, kann das bestätigen. Ein Kopfstoß, als ich auf Robert drauf lag, hat es nie gegeben. Es gibt Leute die dies Behaupten, aber das ist falsch. Trotzdem hätte ich natürlich danach nicht derartig ausrasten dürfen. Das tut mir sehr leid.”

Laut Gevors Manager Peter Schulze hat Küchler die Entschuldigung angenommen, und sich sogar dafür ausgesprochen, dass Gevor nicht – wie vielerorts gefordert wurde – mit einer lebenslangen Sperre belegt wird. Schulze: “Wir sind uns einig, dass Khorens Verhalten falsch war und sanktioniert werden muss. Aber die Strafe sollte angemessen sein und im Rahmen bleiben. Man muss immer auch in Betracht ziehen, dass niemand zu Schaden gekommen ist und dass Khoren mittlerweile einsieht, dass er einen Fehler gemacht hat. Er hat sich in einer Affekthandlung zu Aktionen hinreißen lassen, die so nicht passieren durfte. Dafür muss er bestraft werden, aber eine lebenslange Sperre käme einem Berufsverbot gleich. Davon hat niemand was, und es stünde nicht in Relation zur Tat. Ich bin mir sehr sicher, dass die entscheidenden Gremien der Verbände das genauso sehen, und ich hoffe, dass diejenigen, die nach dem Kampf eine lebenslange Sperre gefordert haben, genauso im Affekt reagiert haben wie Khoren und dieselbe Größe zeigen und sich für ihre Äußerungen entschuldigen. Wenn dies nicht so sein sollte, wäre es schon sehr bitter. Ich möchte nur daran erinnern, dass es im Fußball heißt: Wer eine gelbe Karte fordert, muss selber eine bekommen. Auch so etwas gehört sich nicht und schadet dem Ansehen des Sports.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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26 Kommentare

  1. Michael Jürgens
    13. April 2011 at 09:33 —

    lebenslang sperren!
    das darf nie wieder passieren, abschreckung für alle anderen idioten

  2. Peddersen
    13. April 2011 at 09:42 —

    ‘Wer eine gelbe Karte fordert, muss selber eine bekommen. Auch so etwas gehört sich nicht und schadet dem Ansehen des Sports.’

    Ja, Schulze, tolle Analogie! Im Klartext: Wer also eine Bestrafung fordert, muss mit derselben härte bestraft werden. D.h. alle die, die eine lebenslange Sperre für das Fehlverhalten seines Schützlings gefordert haben, sollten selber mit einer lebenslangen Berufssperre belegt werden. Was soll das nun im Einzelnen heißen? Gevor wird nicht bestraft, dafür aber alle die, die dies gefordert haben? Oder sollen alle, einschließlich Gevor, bestraft werden? Dann wird das Arbeitsamt aber mächtigen Zulauf bekommen. Da kann man nur hoffen, dass die Sünder nicht in der selben Schlange stehen.

    @ Schulze
    Deine Analogie ist für´n A….!

  3. Shlumpf!
    13. April 2011 at 09:57 —

    Zumindest die ersten vernünftigen Worte seit dem ganzen Theater.

  4. Peddersen
    13. April 2011 at 10:19 —

    Shlumpf

    Schulze und Gevor sind einsichtig geworden. Ich finde auch, dass das von einigen geforderte Strafmaß zu hoch angesetzt ist. Was aber Schulzes Forderung anbelang (Alle die, die eine lebenslange Berufssperre gefordert haben, sollten sich dafür entschuldigen.), ist zum jetzigen Zeitpunkt völlig daneben. Der tut ja gerade so, als ob die Sache bereits vom Tisch ist. Solche Forderungen von Entschuldigungen tut man erst danach. Und nur weil Küchler die Sache nicht so eng sieht, heißt es nicht, dass das Schiedsgericht es genauso sieht. Mag sein, dass es zu hart für ihn (und auch für mich) ist, was einige hier vom Schiedsgericht fordern, aber (zum jetzigen Zeitpunkt) eine eine Entschuldigung dafür verlangen ist anmaßend! Und dann diese du mme Analogie mit den gelben Karten erst!! Du mm und Arroganz gepaart, da schwillt bei mit die Ader.

  5. Roy Jones Junior
    13. April 2011 at 10:56 —

    Bei diesen deutschen Boxveranstaltungen läuft in der Regel alles wie “geschmiert”, da stört doch nur ein Herr Gevor. Wir wollen sauberen Musikantenstadl-Sport! Wo kommen wir denn sonst hin.

  6. MainEventGanz Gross
    13. April 2011 at 11:13 —

    Ghevor vs Küchler sollte im Ring ausgetragen werden !!!! ich würde 20er im ppv dafür hinlegen 🙂
    sowie küchler sich geduckt, den schlägen von ghevor ausgewiechen ist, hat es mich an pretty boy floyd erinnert! 🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

  7. MainEvent
    13. April 2011 at 11:15 —

    Ghevor vs Küchler sollte im Ring ausgetragen werden !!!! ich würde 20er im ppv dafür hinlegen 🙂
    sowie küchler sich geduckt, den schlägen von ghevor ausgewiechen ist, hat es mich an pretty boy floyd erinnert!

    wird der der kampf über volle distanz gehen? TOP die wette gilt

    @roy jones junior: so ist es!

  8. Albaner
    13. April 2011 at 11:42 —

    Gevor fühlt sich immer ungerecht behandelt und jedesmal wenn er verliert sind die anderen schuld !Ich finde er sollte sich selber eingestehen das er nicht zu der Weltspitze gehört und nicht ständig mitleid suchen von wegen ich würde betrogen ich muss nur KO gewinnen usw.Gewor sein verhalten gegenüber Küchler war das allerletzte und sowas hat im Boxsport nicht zu suchen das ist fakt allerdings eine Lebenslange sperre halte ich für unangemessen .

  9. Ferenc H
    13. April 2011 at 11:43 —

    Ist ja schön das sich Gevor entschuldigt aber den Ringrichter angreifen geht gar nicht. Wo kommen wir denn dahin wenn ein boxer damit mehr oder weniger durchkommt?

  10. mr loco
    13. April 2011 at 11:55 —

    also wenn gevor lebenslang gesperrt werden sollte, frage ich ich was das angemessene strafmaß für einen herrn öner-döner wäre?! lebenslange folter??????

  11. DrHenrik
    13. April 2011 at 12:54 —

    Bin ich hier der einzige mit dem Gefühl, dass da in der Zwischenzeit viele Absprachen getroffen wurden und evtl. auch der eine oder andere Briefumschlag den Besitzer gewechselt hat? Diese plötzlichen massiven Wendungen sind mir nicht ganz geheuer.

  12. Tom
    13. April 2011 at 12:55 —

    Es wird keine lebenslange Sperre geben! Möglich das sie ausgesprochen wird,lässt sich aber nicht durchsetzen.
    Wenn sie ausgesprochen wird,wird sie aber im Schnitt nach 2 Jahren wieder aufgehoben.
    Bestes Beispiel aus deutscher Sicht ist wohl Peter”de Ap”Müller,der hat am 7.6.1952,nachdem er sich von Ringrichter Pippow seiner Meinung nach ungerecht behandelt fühlte,diesen mit einem wunderbaren Treffer ko geschlagen.
    Urteil vom BDB damals,lebenslange Sperre,die allerdings nach ca.2 Jahren wieder aufgehoben wurde.In der Zwischenzeit hat Müller in den USA geboxt.

    Zab Judah ist auch mal auf den Ringrichter losgegangen,es gab Nur 6 Monate Sperre und eine Geldstrafe.

    Außerdem wen interessiert in dem Fall der BDB?

    Wenn Gevor mit einer ausländischen Lizenz boxt,darf auch in Deutschland Kämpfe bestreiten!

  13. MainEvent
    13. April 2011 at 13:35 —

    http://www.oocities.org/marco_ruiz2000/judah_Nady.jpg

    Ghevor hätte so oder so verloren, da kam der RR zu früh, hat Schmerzensgeld auf Kosten von Sat1 Werbeeinnahmen “generiert”

  14. Harry Greb jr
    13. April 2011 at 15:32 —

    Wer entschuldigt sich denn bei Gevor dafür , dass er beschissen wurde?

  15. Tom
    13. April 2011 at 16:07 —

    Harry Greb jr

    Beschissen?????????????

    Erkläre mal bitte was du genau meinst!!

  16. Peddersen
    13. April 2011 at 19:26 —

    Tom

    Hab dir auf der Seite “Adamek schlägt McBride…” geantwortet.

  17. Helivan
    13. April 2011 at 19:50 —

    So eben habe ich gelesen, das Gevor für ein halbes Jahr gesperrt wurde und eine Geldstrafe von 5000€ zahlen muss. Für mich ist das echt zu wenig…

  18. Helivan
    13. April 2011 at 19:51 —

    Pütz nannte zwei Gründe für das verhältnismäßig milde Urteil.

    Zum einen habe Gevor Reue und Einsicht gezeigt und glaubhaft versichert, dass der Angriff ohne Vorsatz erfolgt, sondern Folge einer Kurzschlussreaktion gewesen sei. Zum anderen habe er Gevor in den zehneinhalb Jahren, die dieser professionell boxe und dem Verband angehöre, als einen fairen Sportsmann und äußerst sympathischen Menschen kennengelernt, der sich bis zum Samstag nichts habe zu Schulden kommen lassen.

    Quelle: Sport1

  19. kevin22
    13. April 2011 at 21:00 —

    DrHenrik sagt:

    “Bin ich hier der einzige mit dem Gefühl, dass da in der Zwischenzeit viele Absprachen getroffen wurden und evtl. auch der eine oder andere Briefumschlag den Besitzer gewechselt hat? Diese plötzlichen massiven Wendungen sind mir nicht ganz geheuer.”

    Nein bist du mit Sicherheit nicht, eine Entschuldigung, wenn sie Ernst gemeint ist, macht man gleich am nächstem Tag!
    Das ganze Theater ist eine Farce und wurde in Zusammenarbeit mit dem Promoter, Rechtsanwälten und unter Beachtung des Nutzens klar beabsichtigt!

  20. kevin22
    13. April 2011 at 21:39 —

    Die Freischaltung meines Postimgs wartet nun wieder seit 45min auf die Freischaltung, anscheinend ist hier um 21Uhr niemand mehr zu erreichen… Zustände wie vor Monaten!

  21. UpperCut
    14. April 2011 at 04:48 —

    unbedingt lesen! sportal.de/sportal/generated/article/boxen/2011/04/12/19451800000.html

  22. Peddersen
    14. April 2011 at 08:13 —

    UpperCut

    Der Beitrag ist voreingenommen, sehr subjektiv, wirft mit Mutmaßungen um sich, die nicht objektiv begründet sind – “…was man auf Grund der Erfahrung Manfred Küchlers eher vermuten muss, er wollte dem Veranstalter einen Gefallen tun, indem er den Kampf sofort zu Gunsten des Heimboxers entscheidet” – und es wird dann einfach in einem der nächste Sätze auf unfairen Unparteiischen.

    Das ist ne Meinung, die auch genauso gut hier von einem der User geschrieben sein könnte. Wenn der Autor, wie er sagt, versucht, Licht ins Dunkle zu bringen, tut er das nicht, wenn er mit unbegründetet Mutmaßungen und Unterstellungen arbeitet.

    Fazit: unbedingt lesen und lernen, wie man durch mehr oder wenige geschickte Rhetorik unreflektierte Leser für sich gewinnen kann.

  23. Harry Greb jr
    14. April 2011 at 19:45 —

    Tom,
    Gevor hätte klar gewonnen. Stieglitz war doch eindeutig angeklingelt. Der konnte sich nur durch klammern vorm KO retten. Das hat doch jeder gesehen. Und Küchler hat ihm deshalb extra Auszeiten gegeben, damit er sich über die kritische Situation retten kann. Weiß der Geier, wo sich S die Verletzung zugezogen hat. War für mich nicht nachvollziehbar. Schlimm war jedehfalls die einseitige Berichterstattung von Sat1, wenn man dass überhaupt so nennen kann. Nichts wurde analysiert keine andere Meinung außer der mit ihrer rosaroten Brille zugelassen. Niveau unter Sport1-Berichterstattung.

  24. UpperCut
    15. April 2011 at 07:56 —

    Peddersen, dir ist klar, dass du getnau das tust was du dem autor vorwirfst? ich denke was er ueber sat1 sagt ist sehr richtig

  25. kevin22
    15. April 2011 at 08:06 —

    Harry Greb jr sagt:

    “Gevor hätte klar gewonnen. Stieglitz war doch eindeutig angeklingelt.”

    Und die Erde ist eine Scheibe…

  26. Peddersen
    15. April 2011 at 08:23 —

    Nein!! Warum nein? Ganz einfach. Da du nicht eine einzige unbegründete Behauptung, Unterstellung, Mutmaßung und Verläumdung in meinem Beitrag finden kannst, was ich in deinem anempfohlenen Artikel ausschließlich kritisiert habe. Nenne mir eine Stelle und ich nehme alles zurück.

    Was er über Sat1 sagt, mag richtig sein, nur steht das nicht zur Debatte. Das macht den Artikel nicht besser. Lies den Artikel noch mal durch. Die krasse Stelle habe ich zitiert. Aus dieser Stelle geht ganz klar hervor, dass er Küchler als mutmaßlichen Betrüger darstellt, ohne dies zu beweisen. Das hat nichts mehr mit Presse und Meinungsfreiheit zu tun. Das ist ne glatte Straftat (Üble Nachrede bzw. auch Verläumdung genannt). Ich will Küchler nicht verteidigen. Du wirst auch keine Meinung darüber in meinem Beitrag finden und auch in diesem nicht. Nur wenn man soche Behauptungen aufstellt, dann müssen sie bewiesen werden. Der Autor kann von Glück reden, wenn er dafür nicht belangt wird.

    P.s. Die Chancen dafür stehen ganz gut, da er eh kaum gelesen wird.
    Und nochmal, nenne mir die Stelle in meinem Beitrag, wo ich genau das mache, was ich dem Autor vorwerfe. Und begründe es!

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