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Bernard Hopkins verliert Abschiedskampf

Mit so einem ungewöhnlichen Ende der Karriere von Bernard Hopkins hat wohl Keiner gerechnet. Er flog nach, oder besser wegen einer Schlagserie von Joe Smith jr durch die Seile und landete unsaft am Boden außerhalb des Rings. Damit war der Kampf entschieden: KO 8 Sieg für Smith jr.

In den Runden zuvor dominierte der 25 Jahre jüngere Smith recht deutlich. Hopkins leistete zwar eine gute Beinarbeit, war aber ständig im Rückwärtsgang und fing sich jede Menge Treffer ein. Mit viel Augen zudrücken für den einst großen Champ kann man ihm vielleicht 2 Runden dieses Kampfes geben, wenn überhaupt. Er hangelte sich an den Seilen entlang, ähnlich wie im Kampf gegen Kovalev. Wie das Ergebnis nach vollen 12 Runden ausgesehen hätte, weiss man natürlich nicht. Hopkins hatte gerade in der 6. und 7. begonnen, sich etwas von den Seilen zu lösen und frei im Ring zu boxen.

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Respekt vor Hopkins war von Smith jr auch nicht zu erwaren. Immernhin ging es bei diesem Kampf um seinen WBC-International Gürtel. Wir werden den jungen Amerikaner noch öfter sehen. Ein verdienter Sieg über eine Boxlegende in seinem Kampfrekord zu haben und damit dessen Karriere zu beenden, ist nicht jedem Boxer vergönnt.

Mit diesem „Abgang“ zieht Bernard Hopkins mit Joe Luis gleich. Luis wurde 1951 bei seinem letzten Kampf von Rocky Marciano ebenfalls in Runde 8 durch die Seile geschickt. Er hatte damals nur das Glück, dass die Boxringe noch eine breite Schürze hatten und er nicht wie Hopkins bis auf den Boden fiel.

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Die Punktrichter schienen Hopkins sehr zugetan gewesen zu sein. Beim Kampfende gab es bis dahin folgende Wertung: 67:66, 66:67 und 69-64 für Smith. Es war also nach Punktrichtermeinung noch Alles drin. Das macht allerdings klar, dass die Punktrichter den Kampf wohl zu Gunsten von Hopkins offen halten wollten. Jeder hat deutlich gesehen: Hopkins hat so gut wie jede Runde verloren.

Ob Bernard Hopkins sich mit diesem „Abgang“ zufrieden gibt? Das er lieber als strahlender Sieger den Ring für immer verlassen hätte, steht wohl außer Frage. Dann hätte er sich vielleicht doch einen leichteren Gegner wählen sollen. Vielleicht noch einmal einen Boxer wie Howard Eastman ausbuddeln oder auch einen gemeinsamer Abschiedskampf mit Roy Jones jr machen. Warten wir mal ab, was in den nächsten Tagen von Hopkins zu hören ist. Falls sich Hopkins mit diesem Abgang nicht zufrieden gibt, ist ein Rücktritt vom Rücktritt durchaus möglich.

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28 Kommentare

  1. 18. Dezember 2016 at 10:13 —

    ..und ihr wollt mir erzählen, dass Jürgen Brähmer gegen diesen Hopkins chancenlos gewesen wäre???

    Jürgen hätte ihn auch ausgeknockt 🙂

    • 18. Dezember 2016 at 11:11 —

      Wäre und hätte sind wahrscheinlich Deine Lieblingsworte..

      Große Fresse kann man danach immer haben, etwas armselig kommt das jetzt aber trotzdem rüber.. Brähmer soll sich mal eher an Mr. Cleverley orientieren, gegen den hat er in “Topform” auch realistisch gesehen Chancen.. 😉

    • 18. Dezember 2016 at 11:38 —

      Lieber Fan.Brähmers Still ist vollkommen anders als die von Smith.Der “schöne” Jürgen ist ein konterboxer und reagiert nur.Smith dagegen ist einer der ganze Zeit nach vorne geht.Hobkins konnte nun mal den enormen Druck nicht standhalten.Ich glaube nicht,das Brähmer eine Chance gegen Hopkibs hätte.Jedenfalls nicht in dem jetzigen zustand.Smith würde den “Ork” ausknocken.

    • 18. Dezember 2016 at 17:54 —

      Du bist so ein erbärmlicher Typ, Junge! Typisch Behörden-Hoden!
      Wartest ab bis Hopkins 51 Jahre alt ist und aus dem Ring fällt, um wieder anzukommen mit “Mein Freund der schöne Jürgen könnte einen alten Mann, der gerade aus dem Ring gefallen ist KO schlagen”.
      wähwähwäh…Beim MMA haben sie dir anscheinend endgültig dein Hirn zermatscht.

  2. Schade, so einen Abgang hat BHop nicht verdient. Dennoch respekt, dass er sich so einem starken gegner gestellt hat.

    @ The Fan

    ich hatte eigentlich gedacht, dass du deine Abwesenheit hier genutzt hast, um eine Therapie gegen deine Träumereien zu Starten. Aber wie ich sehe war das zwecklos.

    Diese niederlage ändert nichts daran, dass Pretty Boy NULL chancen gegen BHop hätte.

    Übrigens, wo bleibt eigentlich der von dir versprochene kampf Pretty Boy vs BHop? Ich warte da immer noch drauf.

    • 18. Dezember 2016 at 13:44 —

      @ Dr. Fallobst

      ..weil die Beinarbeit von B-Hop Dich restlos überzeugt hat? Was war das???

      Sorry, aber man hat in diesem Kampf eindeutig gesehen, dass von dem einstigen Executioner NICHTS mehr übrig ist – das war ein Trauerspiel!!

      Smith hat ordentlich geboxt – straight – aber eine aussergewöhnliche Leistung war das nicht…für B-Hop hat es deutlich gereicht und der hat nichts besseres zu tun, als nach dem Kampf Märchen zu erzählen – eines Champions unwürdig!!!

      Ich hoffe sehr für ihn, dass er nicht den Weg eines Roy Jones Jr. einschlägt…

      • 18. Dezember 2016 at 17:57 —

        Ich hoffe, dass du nicht den Weg eines Roy Jones Jr einschlägst…oh…schon zu spät, Mr. Hirntot!

        Smith Jr bräuchte für deinen Intim-Freund max. 5 Runden.

        Weil Jürgens Kopf- und Meidbewegungen nicht mal halb so gut wie die eines 51-Jährigen sind…

  3. 18. Dezember 2016 at 13:00 —

    glaubt Ihr das Joe Smith Weltmeister werden kann im Halbschwergewicht ?

    • 18. Dezember 2016 at 18:01 —

      Nicht gegen Kovalev oder Ward.
      Stevenson seh ich auch mind. 70:30 gegen ihn und wenn der mit der Linken durchkommt ist sowieso Schluss.

      Wenn Smith Jr aber zu Sauerland wechselt, einen WBA-Papiertitel gegen einen unbekannten Indianerhäuptling geschenkt bekommt und über Jahre das Brähmersche Fallobst boxt, könnte er sogar den Rekord von WM-Titelverteidigungen im Halbschwergewicht brechen.

  4. 18. Dezember 2016 at 13:09 —

    Solange Kovalev und Ward da sind, wird es nur zu WM-Titeln zweiter Klasse reichen.

  5. 18. Dezember 2016 at 13:52 —

    Bin ganz froh das der Kampf durch Ko geendet hat, da wäre sonst vermutlich ein etwas eigenartiges Punkturteil zu stande gekommen!?
    Hopkins hat für seinen letzten Kampf nochmal Mut zum Risiko gezeigt und sich nicht solch einen schwachen Gegner gesucht wie es Jones Jr. seit geraumer Zeit macht!

    Aber die Fußverletzung von Hopkins ist doch ein Witz….wie soll er sich denn bei dem Sturz den Knöchel verletzt haben?

  6. 18. Dezember 2016 at 14:01 —

    Das wurde einfach zeit. er hats einfach übertrieben. er hätte schon vor kovalev aufhören sollen!

    • Wieso? Kova hat es nichtmal geschafft ihn auszuknocken. BHop hat bewiesen das er immer noch mit den Top leuten mithalten kann.

      Würde ihm noch einen abschiedskampf gönnen, er soll es nur nicht so machen wie Roy Jones Jr. Allerdings hat Bhop dafür sowieso zu viel geld um so zu enden.

      • 18. Dezember 2016 at 18:06 —

        Ich bin mir 100% sicher, dass B-Hop ohne den “Ringausfall”, der mit der direkten Schlagwirkung überhaupt nichts zu tun hatte sondern einfach nur daran lag, dass er sich an den Seilen runtergeduckt hat und so zwischendurch gefallen ist, den Kampf noch nach Punkten geholt oder max. knapp verloren hätte.
        Dann hätten alle wieder gestaunt. So hatte er eben das Pech, dass man höchstens einem Wladimir wünscht!

  7. 18. Dezember 2016 at 14:04 —

    Ich glaube nicht das Opa Hopkins ein Gradmesser für Weltmeisterschaftsniveau gewesen ist.. Es war doch deutlich zu sehen, dass sein biologisches Alter nun auch im Ring angekommen ist. Joe Smith ist nichts besonderes und wenn ich lesen muss er würde Brähmer ausknocken kann ich nur lachen!!
    Der bessere Kampf war wohl Usyk gegen Mchunu!! Usyk würde für Smith und Hopkins zusammen keine 12 Runden brauchen!!!

    • 18. Dezember 2016 at 14:08 —

      Uysk ist ja auch ein Cruiser der schon mit den Schwergewicht liebäugelt 😉

    • 18. Dezember 2016 at 14:21 —

      Buckel
      Du hast aber schon mitbekommen, daß die Zuschauer bei Usyk vs Mchunu sehr ungehalten waren?
      Wenn es ein ” Kampf” war, war der scheiße!
      “Usyk würde für Smith und Hopkins zusammen keine 12 Runden brauchen!!!”
      Na ja, wenn man erst ab der 3. Runde anfängt, wird es eng.

      • 20. Dezember 2016 at 06:05 —

        Warum war das amerikanische Publikum mal wieder ungehalten?? Es war zu wenig Prügelei im Ring!! Mit Beinarbeit und Technik kommen se halt nicht klar in Amerika… Außer es ist der gute Floyd Mayweather der regelmäßig Marathon im Ring gelaufen ist!!!

    • Buckelfred RICHTIG! Und weißt du was? Joshua würde auch keine 12 runden für Rigondeaux brauchen!

      • 18. Dezember 2016 at 15:15 —

        😹

      • 18. Dezember 2016 at 18:10 —

        Da wäre ich mir nicht so sicher!
        Du hast wohl noch nie Tom&Jerry gesehen!?

        Rigondeaux würde einfach Joshuas Beine hochklettern bis zum Kopf, dann ins Ohr kriechen und in Joshua´s Gehirn die Kontrolle über das Steroid-Monster übernehmen!

      • 20. Dezember 2016 at 06:12 —

        ….aber Vincent Feigenbutz würde 12 Runden gegen Batman durchhalten!! Wie wäre es mit Sonic gegen Dr. Robotnic?? Der Kampf des Jahrhunderts wäre aber glaube ich Axel Schulz gegen Regina Halmich, oder was meint Ihr?? Ich finde Halbschwergewicht und Cruiser liegen nicht soooo weit auseinander um derartige Vergleiche zu ziehen!!

  8. 18. Dezember 2016 at 15:20 —

    hat der penner nicht mal behauptet das ihm kein Weisser in KO schlagen wird ?
    wie es Chris Trucker sagen würde “You just got knocked the fuck out”

  9. 18. Dezember 2016 at 18:55 —

    Ein guter Haken und BHop machte einen “Hop” aus dem Ring mit super “B” Note. Was für ein Abgang für einen der nicht wusste wann Schluss ist. 🙂

  10. 18. Dezember 2016 at 23:23 —

    Hopkins hätte zwar verloren,aber eben nur nach Punkten.
    Er kann zumindest weiterhin zu Recht sagen,dass er niemals
    “im Ríng” Ko gegangen ist.

    Hall of Famer ist er so oder so!

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