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Bermane Stiverne unter Dopingverdacht?

 

Vor ein paar Tagen teilte die VADA dem Weltverband WBC mit, bei Bermane Stiverne sei ein Anti-Doping-Test auffällig geworden. Angeblich habe seine Urinprobe vom 4. November die verbotene Substanz Methylhexanamin enthalten. Diese Substanz, auch „Dimethyamylamine“ (DMAA) genannt, wäre Bestandteil von diversen Nahrungsergänzungsmitteln für Sportler. Verboten sei dieses Mittel bereits seit 2010. Der bei Stiverne durchgeführte Test steht im Zusammenhang mit den vom Verband WBC neu ins Leben gerufenen Extrakontrollen für alle Boxer, die in den WBC-Ranglisten vertreten sind.

Der Verband hat daraufhin sofort reagiert und mit Untersuchungen begonnen. Es sollen einerseits die Umstände aufklären werden, unter denen Stiverne mit dem Mittel in Berührung kam. Andererseits soll das Mittel genau untersucht werden. Angeblich wurde daraufhin in den USA vorläufig der Handel mit allen Energiezubereitungen und ähnlichen Mitteln eingestellt, die die verbotene Substanz DMAA in womöglich versteckter Form enthalten könnten.

Bermane Stiverne zeigte sich in dieser Angelegenheit 100% kooperativ und machte Angaben, wie er glaubt zu der verbotenen Substanz gekommen zu sein. Er habe am Tag der Dopingkontrolle ein Mittel genommen, was ihm die Urinprobe erleichtern sollte. Also ist höchstwahrscheinlich eine Substanz mit entwässernder Wirkung gemeint. Er habe dieses Mittel auf Empfehlung von Mitarbeitern des EOS Gym in Henderson / Nevada genommen. Stiverne trainiert in diesem öffentlichen Fitness-Gym und hat offenbar dem dortigen Personal völlig vertraut.

Er wäre darüber hinaus auf der Suche nach einem Präparat gewesen, was ihm bei der „Post-Workout-Müdigkeit“ helfen würde. Er gab an, sehr naiv gewesen zu sein, weil er die Inhaltsstoffe der empfohlenen Mittel nicht kannte. Spätestens hier sollte man wohl mit leichtem Stirnrunzeln reagieren. Er suchte also ein Mittel, durch das er nach dem Training nicht immer so kaputt und müde ist. Aha.

Alle diese Umstände wurden durch den Verband WBC in Windeseile begutachtet und bewertet. Stiverne kommt dabei mit einem „blauen Auge“ davon. Er habe sich kooperativ gezeigt. Das Mittel DMAA ist eine verbotene Substanz, aber Stiverne habe sie nicht vorsätzlich eingenommen. Bisher sei Stiverne in Sachen Doping noch nicht negativ aufgefallen. Er unterliegt jetzt strengeren VADA-Kontrollen. Falls er dabei noch einmal auffällt, wird es auf unbestimte Zeit keine Zusammenarbeit zwischen WBC und Stiverne mehr geben. Als „Schuss vor den Bug“ wurde Bermane Stiverne zu 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit im Bereich der Drogenprävention junger Sportler und 75 000 Dollar Geldstrafe an das WBC-Anti-Drogenprogramm „verdonnert“.

Der russische Boxmanager Vlad Hrunov erklärte nach dem Bekanntwerden dieser Angelegenheit, dass der Kampf zwischen Stiverne und Povetkin nicht gefährdet sei. Beide Boxer kämpfen am 17. Dezember in Ekaterinenburg / Russland um den WBC-Interimstitel im Schwergewicht.

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19 Kommentare

  1. 15. November 2016 at 17:24 —

    Dopevetkin ääähh Povetkin sollte sich das nicht gefallen lassen und auch dopen

  2. 15. November 2016 at 20:23 —

    Gegenüber den Klitschkos sind doch Leute wie Stiverne und Co kleine Fische.Ich will gar nicht wissen wieviel verbotene Substanzen Wladimir schon Jahrzehnten zu sich nimmt.Mir kann hier keiner erzählen,das Klitschko seine Muskelberge durch Schweiß und Training
    angehäuft hat.Einfach lächerlich………. 🤔🤔🤔🤔🤔🤔🤔🤔😠😠😠

    • 15. November 2016 at 23:29 —

      S-c-h-w-i-m-m-e-n!
      Klitschko geht regelmäßig schwimmen, anstatt laufen zu gehen!
      Das ist sein Geheimnis!

      Hast du noch nie einen RTL-Trailer vor den Kämpfen gesehen?

      Erklär du uns lieber mal wie du so fett sein kannst, wenn du angeblich fast täglich stundenlang trainierst!?
      Wie Tony Jaa oder Buakaw siehst du ja nicht gerade aus, Muay-Thai-Champignon…

      • 15. November 2016 at 23:53 —

        Hahaha…..Es gibt auch Thai Boxer die über 90 kg wiegen.Ich bin kein Spargel Tarzan sondern eine Kampfmaschiene mit Super-Punch Qualitäten. 😎😎😎

      • 16. November 2016 at 14:28 —

        Der antwortet seinen eigenen Fakes ist das krank. Eigentlich sehr traurig, wenn du nicht so ein Spinner wärst.

        • 16. November 2016 at 16:07 —

          Junge du bist doch nicht mehr normal.Warum sollte ich als Carlos ein Fake Account erstellen.Ich hatte mich hier komplett zurückgezogen aber irgendwie kommt man von dieser Seite nicht los.Habe mich erneut mit einer neuen E-Mail Adresse angemeldet.Ich werde demnächst ein neues Video von mir hier reinstellen.Dann kapierst du endlich,das ich der wahre Carlos bin.😛😛😛

          • 16. November 2016 at 16:55

            Woher weißt du wenn von euch beiden ich jetzt meinte? Oder schreibst du per Zufallsprinzip zurück, je nach dem mit welchem du grad online bist. Armselig.

  3. 15. November 2016 at 21:58 —

    Kann mir jemand den Unterschied zwischen dmaa und dmba erklären? Ernsthaft bitte, also nicht das b, vielleicht dope ich ja auch 😀

    • 15. November 2016 at 23:26 —

      DMBA (1,3-Dimethylbutylamin) ist der Nachfolger von DMAA (1,3-Dimethylamylamin).
      DMBA ist mittlerweile seit Februar 2015 allerdings auch verboten.
      supplement-bewertung.de/dmba-fakten-nebenwirkungen-verbot

      Selbstverständlich dopest du, wenn du dir ohne zu wissen was du überhaupt nimmst, irgendwas aufschwätzen lässt.

      Genieß die 5 Jahre, in denen sich bei dir noch was in der Hose bewegt!

  4. 15. November 2016 at 23:57 —

    DMAA ist ne Stimulanz die in jedem dritten amerikanischen Trainingsbooster enthalten war und man bekommt sie auch immernoch zu genüge.
    Man hat ein paar Stunden einen guten Fokus und fühlt sich frisch und euphorisch aber auf den Muskelaufbau oder die nachhaltigen Ausdauerwerte in der Vorbereitung für einen Kampf hat es keinen positiven Einfluß.

    Was der Unterschied ist zu DMBA?
    In erster Linie eine kleine Abweichung der chemische Strukturformel ,die es den Supplementherstellern möglich macht eine Substanz mit gleicher Wirkung beizumischen die sich genauso gut verkaufen lässt und NOCH nicht illegal ist.

  5. 16. November 2016 at 09:53 —

    Egal in welchem Sport…man dopt sich, um ganz noch “oben” zu kommen. Vielleicht sollte man alles legalisieren. Dann hört die Heuchelei auf und jeder kann für sich entscheiden, ob er seine Gesundheit für Ruhm und Ehre ruinieren will….
    zum Kotzen!

  6. 16. November 2016 at 11:15 —

    Ich bin absolut gegen Doping, bei mir ist alles natürlich, vor allem der Bizeps. Aber DMAA, DMBA, DMHA, mal im Ernst, diese Vorschriften sind völlig lachhaft, demnächst werden Kaffee und grüner Tee verboten. Diese Booster sind doch tausendmal besser als Ephies aus zweifelhafter Herkunft röllchenweise zu schlucken.

  7. 16. November 2016 at 11:47 —

    Koffein gilt ja als Doping.
    Ich denke auch, man kann nicht verallgemeinern. In einem Interview mit gannicus spricht der Rapper fler naiv, aber ehrlich über sein Hobby Bodybuilding u.a. Den Konsum des (Kälber)Mastmittels tren.. Da ist dmaa Kindergeburtstag gegen*

  8. 16. November 2016 at 17:47 —

    Ist jemandem bekannt, ob bei der IBO-Weltmeisterschaft von Marco Huck am Samstag auch der Europameisterschaftstitel von Dmytro Kucher auf dem Spiele steht???

    • 16. November 2016 at 17:56 —

      @ globuli

      Ich denke eher nicht, da es eine WM ist, wenn auch nicht die Beste, wird Kucher wohl seinen EM-Titel nieder gelegt haben wie das so immer der Fall ist!

  9. 17. November 2016 at 10:27 —

    unter den gesichtspunkte was mit den Dopingfällen povetkin, fury und stiverne passiert ist (nämlich nichts) ist auch die entscheidung im fall sturm (nämlich auch nichts!) völlig nachvollziehbar und legitim!

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