Beeindruckender K.o.-Sieg gegen Dsindsiruk: Martinez zementiert Position als derzeit bester Mittelgewichtler

Sergio Martinez ©Claudia Bocanegra.
Sergio Martinez © Claudia Bocanegra.

Der Argentinier Sergio Martinez zeigte in der Nacht auf heute wieder einmal eindrucksvoll, warum er als der derzeit beste Mittelgewichtler auf diesem Planeten gilt. Martinez gelangen gegen den eigentlich als Defensivkünstler bekannten exzellenten Techniker Dsindsiruk insgesamt fünf Niederschläge, die in der achten Runde schließlich zum Abbruch des relativ einseitigen Gefechts führten.

Viele Experten hatten vor dem Kampf geglaubt, dass Dsindsiruks Jab für Martinez zum Problem werden könnte, es war aber der Argentinier, der in den ersten drei Runden das Duell der Führhände auf Grund seiner ausgezeichneten Reflexe und längeren Reichweite dominierte. Dsindsiruk konnte mit Martinez‘ unorthodoxem Stil, der fast durchgehend auf eine Deckung verzichtet und wo blitzschnelle Hände aus dem Nichts angeflogen kommen, nur wenig anfangen.

In der vierten Runde kam Martinez mit einer linken Geraden durch, eine weiterer Treffer auf die Stirn schickte Dsindsiruk zu Boden. Für den Ukrainer war es der erste Knockdown seiner Karriere. Zwar fand Dsindsiruk in der fünften Runde wieder ganz gut in den Kampf rein und kam selbst mit der Linken ein Mal gut durch, gegen Ende der Runde machte der Gary Shaw-Fighter nach einer weiteren Linken, die er nicht kommen gesehen hatte, erneut Bekanntschaft mit dem Ringboden.

Die sechste Runde war hingegen wieder relativ ausgeglichen, Dsindsiruks Jab traf nun öfter und auch seine linke Schlaghand kam häufiger durch. Martinez zeigte erste kleine Ermüdungserscheinungen und war auch unter dem linken Auge etwas gezeichnet. Die siebente Runde war die einzige, die man guten Gewissens Dsindsiruk geben konnte. Martinez wich den Schlägen seines Gegners nicht mehr so gut aus und machte in diesem Durchgang eindeutig zu wenig.

Just zu dem Zeitpunkt, an dem man sich fragte, ob Dsindsiruk eventuell doch noch eine Chance haben könnte, schaltete Martinez einen Gang höher. Eine Rechts-Links-Rechts-Links Kombination schickte Dsindsiruk zum insgesamt dritten Mal zu Boden, Martinez merkte an dieser Stelle, dass der K.o. in Reichweite war. Eine weitere Linke schickte Dsindsiruk schwer zu Boden, der Ukrainer hatte zum ersten Mal Mühe, wieder auf die Beine zu kommen. Ein rechter Haken auf die Schläfe führte zum dritten Niederschlag in der achten Runde und veranlasste Referee Arthur Mercante, das Gefecht zu beenden.

„Ich wusste, dass ich seinen Jab neutralisieren musste“, sagte Martinez nach dem Kampf. „Stück für Stück habe ich das auch geschafft. Ich war so motiviert wie noch nie. In der achten Runde habe aufgedreht, ich habe meine zweite Luft bekommen.“ Martinez stellte außerdem klar, dass sein größtes Ziel die Pound for Pound-Krone sei. Ob er diese durch Kämpfe gegen die beiden vor ihm gereihten Boxer Manny Pacquiao und Floyd Mayweather, oder durch Vereinigungskämpfe im Mittelgewicht anstreben wird, ließ der 36-Jährige offen.

© adrivo Sportpresse GmbH

33 Gedanken zu “Beeindruckender K.o.-Sieg gegen Dsindsiruk: Martinez zementiert Position als derzeit bester Mittelgewichtler

  1. Was soll man dazu noch sagen..Einfach Klasse und weiter so ..es wäre sicherlich ein schöner Kampf mit Manny Pacquiao irgend wann mal aber bis da hin gibt es jede Menge Zeit und viele andere gute Boxer ! Der soll mal vielleicht alle 3 Deutsche Weltmeister schlagen und da hätte er schon die Geschichte im Boxen geschrieben!!!

  2. Hätte nicht gedacht das Dsindsiruk so unter die Räder kommt.Das er verliert,OK aber so!?

    Würde Martinez gerne gegen Sturm sehen,das wäre bestimmt ein munterer Kampf,aber Stürmchen traut sich ja sowieso nicht!

  3. @Leif
    Selbst Boxer mit ausländischen oder ausländisch klingenden Namen können in Deutschland kaum vermarktet werden.Deshalb haben sich einige bekannte Boxer
    Künstlernamen zugelegt.

    Hier einige Beispiele:

    Muamer Hukic-Marco Huck
    Adnan Catic-Felix Sturm
    Awetik Abrahamjan-Arthur Abraham

  4. @ Pitt

    Kämpfe aus dem Ausland mit ausländischen Kämpfern müssen im deutschen Fernsehen nicht vermarktet werden,das Problem ist,das die Kämpfe einzeln zu Unsummen angeboten und verkauft werden.
    Am 26.3. z.B. gibt es eine Live-Übertragung auf Sky.
    Der drittletzte Paquiao-Kampf lief live auf Eurosport ,es gibt immer mal wieder Kämpfe aber das kostet.

  5. @Pitt, wenn es so wäre, dann wäre ja auch nicht Klitschko, Mikkel Kessler, David Haye, Lennox Lewis etc in BRD vermarktbar sein. Also auch ausländischen und so klingenden Namen sowie auch ausländischen Boxer sind bestimmt machbar in Deutschland zu vermarkten!
    Das einige es nötig haben eine Künstlername zuzulegen finde ich eher peinlich. Letztes Beispiel ist ja das Wikinger Boxpromotion ihre Nikolina Orlovic in Nikki Adler umbenennt hat. Besonders peinlich weil wir erinnern wie man Felix Sturm damals versuchte zu beleidigen vorm Kampf gegen Sylvester. Heute hat Sylvester das ganz richtige getan, an Sauerland und Trainer Karsten Röwer gewechselt. Heute ist er ein ganz andere Boxer mit neue Qualitäten.
    Aber warum schimpfte die Wikinger so gegen Felix und nannte ihn ständig Adnan Catic, wenn sie jetzt selber ihre Schützling in Nikki Adler umbenannt haben. Peinlich! Finde eher Nikolina klingt weiblicher und sympathischer!

  6. @Tom
    Ich habe mich wohl falsch ausgedrückt.
    Ich meinte damit,dass sich das Interesse an ausländischen Kämpfen bei der breiten
    Masse der Bevölkerung in Grenzen hält.

    Den Paquiao-Kampf auf Eurosport habe ich auch gesehen.

  7. @Leif
    Die Kiltscko’s sind die Ausnahme.

    Ich meinte ja auch nicht das Interesse der Boxsportbegeisterten,sondern denke an den
    Anklang in der breiten Masse der Bevölkerungsschichten,d.h.an die Einschaltquoten
    im Fernsehen.

  8. @ Pitt

    Die breite Masse wird sich so oder so nicht vor den Fernseher setzen wenn eine Boxübertragung nachts live gesendet wird sondern nur die Boxfans.
    Z.B. der Kampf Ward-Abraham kommt nachts,würde Sturm im Ausland boxen und der Kampf würde nachts ausgestrahlt werden,sitzt auch nicht die breite Masse vorm Tv,bestenfalls wäre es so wenn der Kampf Vormittags nochmal wiederholt werden würde.

    @ HamburgBuam

    Meinst du Martinez gegen Pirog?

  9. Habe die letzen 3 Runden gesehen weil der erste Teil nicht da ist auf youtube. War so weit ich es gesehen habe eine Ringschlacht nur sollte sich Martinez seine hängene Deckung abgewöhnen ausser „Rocky“ hat keiner so ne übermenschliche nehmerfertikeiten ;-). Und zum Thema vermarktung: Ich würde es toll finden wenn solche Boxer wie Martinez, Pacman, Donaire, und auch Takashi Uchiyama nach Deutschland kommen würden aber ich könnte mir es auch nur schwer vorstellen. z.B. wenn es schonmal erwähnt worden ist Martinez VS. Pirog in Volksparkstadion? ich glaube da würde kaum einer hingehen

  10. Dsindsiruk wie viele andere Rechtsausleger, sobald ein anderer Linkshänder dransteht kriegen die Probleme. Für manche Boxer sind schützende Hände a la Kohl und Sauerland doch nicht so verkehrt! Martinez hat Sergej wie einen Schuljungen aussehen lassen, geil! 🙂
    Respekt an Mayorga, hat bis zur 12. durchgehalten, im Gegensatz zu Bozic, und das für lausige 50.000!
    Yuri Foreman sollte sich in Zukunft auf Beschneidungen konzentrieren.

  11. @Tom
    Zuschauerquoten am gestrigen Samstag:
    Stefan Raab 2,05 Mio,Bülent Ceylan-Show 2,9 Mio ,DSDS 6,97 Mio,Tagesschau 8,74 Mio.

    Was ich damit sagen will ist:Wenn ein Felix Sturm oder ein Arthur Abraham ca.5 Mio
    und die Klitschko’s zwischen 10 und 12 Mio erreichen, so sind das auch für die breite Masse der Zuschauer sehr gute Quoten.

    Wenn jedoch eine Boxveranstaltung „Live“ auf Eurosport nicht mal 1 Mio erreicht,ist das eine schlechte Quote.

  12. @ Pitt

    Du hast schon recht,aber siehe dir die Uhrzeiten an,an denen die von dir genannten Sendungen ausgestrahlt worden sind,das kannst du nicht mit Sendungen vergleichen die nachts ausgestrahlt werden!
    Früher wurden auch mehr Boxkämpfe aus den USA nachts live im deutschen Fernsehen ausgestrahlt als heute,allerdings gab es da auch noch weniger Boxen im TV.

  13. Unglaublich dass Martinez schon 36 ist, er hat die speed eines jungen Roy Jones. Ein Kampf mit dem Pacman in einem Catchweight von 150 Pfund wäre für beide Seiten perfekz, aber dafür fehlen Roach und Arum die Eie r!

  14. @Tom
    O.k.Tom ,bleiben wir bei den späten Ausstrahlungszeiten:

    Die Bülent Ceylan-Show mit 2,9 Mio wurde um 22.15 Uhr ausgestrahlt.

    Die DSDS-Entscheidung mit 3,07 Mio um 23.30 Uhr.

    Dies sind für diesen späten Zeitpunkt gute Einschaltquoten.

    Jetzt stellen wir mal die Quoten im vergleichbaren Zeitraum von Sturm und Abraham,
    also ca.5 Mio.,gegenüber.

  15. Jetzt Martinez gegen die deutschen Möchtergern Champs,Super champs,und die mal alle wegräumen egal ob mittelgewicht oder Supermittelgewicht oder was auch immer,der pustet die alle weg.. Erst das Stürmchen,dann den abflauenden Hurricane,dann stieglitz und wie sie alle sche…öhm heissen !

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