Balzsay verteidigt WBA-Titel gegen Sartison mit K.o. in letzter Minute

Karoly Balzsay ©Eroll Popova / boxing.de.
Karoly Balzsay © Eroll Popova / boxing.de.

WBA-Supermittelgewichts-Weltmeister Karoly Balzsay (25-2, 18 K.o.’s) hat seinem Titel im Stallduell gegen Dimitri Sartison (29-2, 18 K.o.’s) mit einem spektakulären Finish verteidigt. Der 32-jährige Ungar bleibt damit der Pflichtherausforderer von Superchampion Andre Ward.

In den Anfangsrunden war der gegenseitige Respekt der Stallkollegen, die in der Vergangenheit auch schon öfter miteinander gesparrt haben, noch deutlich zu spüren. Ab der dritten Runde riss Sartison den Kampf zunehmend an sich, Balzsay hielt zwar dagegen, schlug aber insgesamt zu wenig.

Sartison hatte in den mittleren Runden des öfteren auf der Außenbahn Erfolg, Balzsays Schläge blieben zu oft an der Deckung des Ex-Champions hängen. Möglicherweise teilte sich Balzsay in dieser Phase aber auch nur seine Kräfte ein, schließlich wollte er nicht denselben Fehler wie im Kampf gegen Robert Stieglitz machen, wo er sich nach einer starken Anfangsphase komplett verausgabt hatte.

Nach der siebten Runde bekam Balzsay von seiner Ecke die Anweisung, mehr für den Kampf zu machen, und der Ungar gehorchte. Die Runden waren zwar weiterhin relativ ausgeglichen, die härteren Treffer schienen aber nun von Balzsay zu kommen. Sartison war im Schlussviertel bereits deutlich unterm linken Auge gezeichnet, hatte zu diesem Zeitpunkt aber noch einen leichten Punktevorsprung.

In der elften Runde kam erstmals so richtig Stimmung in der Halle auf, beide Boxer erhöhten noch einmal das Tempo und zeigten eine Top-Kondition. In der zwölften Runde war Sartison dann einen Moment lang unachtsam und musste nach einem Volltreffer für viele überraschend zu Boden. Balzsay erkannte die Gelegenheit und suchte die vorzeitige Entscheidung. 50 Sekunden vor Kampfende wurde der verteidigungsunfähige Sartison schließlich vom Referee aus dem Kampf genommen.

WBO-Weltmeister Jürgen Brähmer (38-2, 30 K.o.’s) war bei seinem Heimspiel in Schwerin ebenfalls erfolgreich und bezwang den zähen Afrikaner Vikapita Meroro (21-4, 9 K.o.’s) einstimmig nach Punkten. In der vierten Runde gelang Brähmer ein Niederschlag, insgesamt war der 33-jährige Halbschwergewichtler mit seiner Taktik, die harte linke Schlaghand ins Ziel zu bringen aber etwas zu vorhersehbar, weswegen er einige Male von Meroro abgekontert wurde.

Die härteren Treffer waren aber ganz klar bei Brähmer, dem in der zehnten und letzten Runde auch beinahe noch ein vorzeitiger Sieg gelungen wäre. So ging es zu den Punktezetteln, wo der Schweriner mit 97-92, 98-91 und 98-91 klar vorne lag. Mit diesem Sieg ist Brähmers seinem Ziel, an einen weiteren WM-Kampf zu kommen, einen weiteren Schritt näher gekommen. Im aktuellen WBO-Ranking nimmt der Deutsche Position sechs ein.

© adrivo Sportpresse GmbH

17 Gedanken zu “Balzsay verteidigt WBA-Titel gegen Sartison mit K.o. in letzter Minute

  1. Und nun zur Frage des Tages:

    Was nützt es,wenn FIGOSPORT die gesamte Veranstaltung „live“ überträgt,die Verbindung aber derart überlastet ist,dass man nicht durchkommt?

    Sport 1 übertrug übrigens auch nicht.

  2. Pitt sagt:

    „Was nützt es,wenn FIGOSPORT die gesamte Veranstaltung “live” überträgt,die Verbindung aber derart überlastet ist,dass man nicht durchkommt?“

    Auf jeden Fall haben sie tausenden Fans den Samstagabend gründlich verdorben und ihrem Ansehen sehr geschadet!
    Universum ist schon am Ende und pfeift auf dem letztem Loch, aber auf diese Art wird es erst Recht nichts mehr werden.

    Da gelobe ich mir doch die Streams bei bild.de, die übertragen in einer super Qualität und absolut stabiler Verbindung!
    Figo hat sich eindeutig ein Eigentor geschossen, wie heisst es so schön: „Schuster bleib bei deinen Leisten!“

  3. War insgesamt ein netter Kampfabend mit dem Highlight zum Schluss, respekt an Balzay und Sartison: das war wirklich spannend. Für Ward wirds bestimmt nicht reichen, aber ich glaube, dass Abraham/Stiglitz die beiden in der gestrigen Verfassung nicht mit links schlagen würde – das könnten ein paar gute paarungen werden („the best of the rest“ Ward, Bute).

    von der Leistung Brähmers war ich etwas enttäuscht, das war nicht überzeugend. Zu wenig klare Treffer gesetzt und selbst zu viele kassiert.

  4. @Kevin 22
    Bin um 19 Uhr kurz durchgekommen.Hier kam nur ein Rahmenfight,der mich nicht interessierte.Habe dann wieder ausgeschaltet.
    Gegen 20 Uhr gab es dann kein Durchkommen mehr,die Verbindung war hoffnungslos überlastet.

  5. @ Pitt

    Als die Menzer ihr Opfer Doris Köhler (8-11-1) zur Schlachtbank führte kam ich noch einmal kurz rein, aber ansonsten war die gesamte Seite am Boden!

    Bei figo gibt es nicht einmal eine Entschuldigung oder Erklährung für diese Pleite, die können anscheinend nur die offiziellen Pressemiteilungen auf ihre Seite kopieren und mehr haben die nicht drauf!

  6. Also ich bin alle 2-3 Minuten raus geflogen, ich war zwar froh das ich überhaupt was sehen konnte aber es war schon echt anstrengend.
    Wenn die bei Universum nicht bald einen vernünftigen TV-Vertrag bekommen wirds das wohl gewesen sein! Irgendwo müssen die Einnahmen ja herkommen, im Vergleich wird Sauerland ja nur so mit Millionen vollgeschüttet 🙂

  7. Sport 1 scheint an der Übertragung von Boxveranstaltungen nicht mehr interessiert zu sein.
    Aus den Verträgen mit Universum und SES sind sie wohl endgültig ausgestiegen.
    Diese Lücke kann jetzt Eurosport und „Das Vierte“ ausfüllen.Bekanntlich hat jetzt „Das Vierte“die Übertragungsrechte für SES-Veranstaltungen erworben.Eurosport hat immer noch einen Vertrag mit Arena,obgleich Arena ja nur noch aus dem Ausland veranstaltet.Eurosport könnte wohl demnächst die Übertragungen für ECB übernehmen.
    Da müßte doch eigentlich für Universum auch noch was drin sein.

Schreibe einen Kommentar