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Baha Laham nach Punktsieg über Tyler Asselstine weiterhin ungeschlagen

Am Freitagabend setzte sich im kanadischen Montreal im Kampf zweier zuvor ungeschlagener Leichtgewichte Baha Laham nach Punkten knapp und etwas glücklich durch. Der 31-jährige Kanadier bezwang seinen fünf Jahre jüngeren Landsmann, obwohl er insgesamt etwas weniger gemacht zu haben schien und seine starke Phase in den mittleren Runden nicht ganz genug gewesen zu sein schien.

Der deutlich kleinere Laham ging von Anfang an nach vorne, während Asselstine ein wenig mehr darum bemüht war die Distanz zu halten. Aus der Rechtsauslage bewegte sich dieser rückwärts und feuerte dabei eine Vielzahl von Schlägen ab, die jedoch kaum Power zu haben schienen. Laham suchte den Weg nach innen mit einer gebückten Körperhaltung und einer hohen Deckung und legte es darauf an mit wiederholten linken Haken zum Körper seinem beweglicheren Kontrahenten die Kondition zu rauben. Die ersten drei Runden sicherte sich jedoch alle Tyler Asselstine, da er deutlich aktiver war und auch die etwas besseren Treffer landete.

In der vierten Runde erhöhte Laham das Tempo und ging noch aggressiver nach vorne, was es Asselstine schwerer machte durch den Ring zu zirkeln ohne sich an den Seilen stellen zu lassen. In seiner bis dahin besten Runde hinterließ Laham durchaus Spuren bei Asselstine mit seinen Angriffen zum Körper. Auch in der fünften Runde setzte sich der subtile Trend fort, dass Lahams Druck sich langsam auszuzahlen schien. Asselstine war nun weniger aktiv als noch in den Anfangsrunden, hielt die Distanz seltener und kassierte mehr und härtere Treffer, auch wenn er weiterhin noch gute Treffer seinerseits landete. Doch allein schon die inzwischen höhere Workrate von Laham machte deutlich, dass dieser Asselstine langsam seinen Kampf aufzwang.

Asselstine begann jedoch die sechste Runde plötzlich wieder stärker und stellte Laham an den Seilen, wo er aus der Distanz endlich mit dem Jab seine linke Schlaghand vorbereitete. Laham nahm sich nun eine kleine Auszeit und drehte erst in der zweiten Hälfte der Runde wieder ein bisschen auf. Die siebte Runde war von beiden eng umkämpft. Beide Boxer bemühten sich, fielen aber immer wieder in den Clinch, nachdem sie sich ebenbürtig in der Halbdistanz für ein paar Sekunden bekämpft hatten. Die Distanz, auf der der Kampf nun stattfand, bevorteilte eindeutig den kleineren Lamar, doch Asselstine hielt inzwischen ordentlich dagegen, obwohl er seine Vorteile, die in der Distanz lagen, willentlich aufgab.

Der Kampf schien nach Punkten eng zu sein, als die vorletzte Runde anbrach. Sowohl Asselstine als auch Laham, der den Kampf in der vergangenen Woche kurzfristig angenommen hatte, wirkten erschöpft, so dass die Schläge der beiden zunehmend unpräziser und unsauberer wurden. Beide wühlten nun regelrecht in der Nahdistanz herum und versuchten mit einer höheren Aktivität die Punktrichter für sich zu gewinnen. Vor allem in der zehnten und letzten Runde gelang dies Tyler Asselstine besser, der einfach noch mehr im Tank zu haben schien. Er drängte jetzt Laham zurück und ließ seine Hände bis zum Schlussgong häufiger fliegen. Kurz vor Ende schien ihm sogar noch ein Niederschlag zu gelingen, doch der Ringrichter entschied, als Laham zu Boden ging, auf einen Ausrutscher.

Es lag nun an den Punktrichtern den Sieger zu bestimmen, und diese sahen es 95-95, 96-94 und 96-94 per Mehrheitsentscheidung für den Heimboxer Baha Laham. Für Laham war es der elfte Profisieg im zwölften Kampf. Ein Unentschieden bleibt damit der einzige Makel auf seinem Kampfrekord. Tyler Asselstine hingegen musste in seinem dreizehnten Profikampf seine erste unglückliche Niederlage hinnehmen.

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