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Badou Jack weiter ungeschlagen nach glanzlosem Punktsieg über Farah Ennis

In einem unterhaltungsarmen Kampf fuhr der schwedische Supermittelgewichtler Badou Jack einen klaren Punktsieg über seinen auf dem Papier bislang besten Gegner ein. Jack gewann einstimmig gegen den US-Amerikaner Farah Ennis, der einen lethargischen Kampf ablieferte, zu passiv war, und nie wirklich in Fahrt kam. Badou Jack punktete ihm dementsprechend einfach mit einer höheren Workrate aus ohne dabei jedoch selber zu glänzen.

Beide Boxer versuchten erst einmal den Jab zu etablieren, wobei Badou Jack mit seinen deutlichen Reichweitenvorteilen es etwas leichter hatte seinen unterzubringen. Dennoch blieb es in der ersten Runde sehr ausgeglichen und noch ohne viele gute Treffer. Auch in Runde Zwei nahmen sich die beiden Boxer nicht viel, wobei Badou Jacks Aggressivität ihm vielleicht einen kleinen Bonus bei den Punktrichtern gab. Der Schwede ging langsam aber konstant nach vorne, während Ennis sich rückwärts bewegte und versuchte zu kontern. So gut wie alle Treffer blieben jedoch Jabs, auf die sich beide konzentrierten.

Viel änderte sich in den nächsten Runden nicht, da Jack weiter hinter dem Jab nach vorne ging. Ennis wartete zu passiv auf Kontermöglichkeiten, die sich aber kaum ergaben, da Jack auf Distanz blieb, wo er mit seinen langen Armen Treffer setzen konnte, während Ennis etwas zu weit weg war. Vor allem blieb der 30-jährige US-Amerikaner zu passiv und ließ seine Fäuste zu selten fliegen um die Runden gewinnen zu können. So bot der Kampf wenige Höhpunkte, auch wenn Jack zumindest versuchte in der vierten Runde das Tempo anzuziehen.

Teilweise wirkte es so, als wolle Farah Ennis gar nicht im Ring sein, da er konstant zurück wich und die Möglichkeiten, die sich ihm boten um anzugreifen, nur sehr selten nutzte. Dies war vor allem erstaunlich, da er, wenn er dann doch einmal seine Fäuste fliegen ließ, durchaus gut durchkam, weil Jacks Defensive alles andere als undurchdringlich war. Badou Jack sammelte Runde um Runde ohne das Tempo anziehen zu müssen oder zu irgendeinem Zeitpunkt wirklich zu dominieren. Es reichte ihm die höhere Workrate abzuliefern, ein paar Treffer pro Runde zu landen und so auf den Punktsieg zuzusteuern. So folgten keine wirklichen Highlights bis zum Schlussgong, und die Punktrichter hatten einen einfachen Job. Sie sprachen Badou Jack mit 100-90, 98-92 und 98-92 den verdienten Punktsieg einstimmig zu.

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2 Kommentare

  1. El Demoledor
    20. Juli 2013 at 16:47 —

    Hatte mich auf einen engen Kampf eingestellt, aber Ennis hatte wohl keinen Bock.
    Jedes weitere Wort über diesen Kampf wäre eines zuviel. Auch Jack ist imo kein WM-Kandidat…

  2. SergioMartinez
    20. Juli 2013 at 20:42 —

    Die haben Ennis sicher bezahlt damit er verliert!!

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