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Artur Mann unterliegt Mairis Briedis durch TKO 3 – full fight

Ohne große Umschweife kann man sagen, dass die Siegchancen für Artur Mann im Kampf gegen Mairis Briedis von vorn herein recht dünn waren. Zum Vergleich: Briedis ist gegenwärtig einer der besten aktiven Cruiser und Mann hatte seine Karriere eigentlich gerade beendet. Dass er diesen Kampf und den damit verbundenen Zahltag noch mitnimmt, sollte nachvollziehbar sein. Das würde wohl jeder so machen, auch ohne großartige Erfolgsaussichten.

Trotzdem sah man zum Auftakt der Begegnung zwei Boxer, die erst einmal auf gleichem Level zu kämpfen schienen. Zumindest in der ersten Runde und in den ersten 2 Minuten der zweiten Runde ergab sich ein ausgeglichenes Bild mit nur leichten Vorteilen für den Letten, der bei dieser Gelegenheit seinen IBF-Gürtel verteidigte. Die dritte Minute der zweiten Runde sah dann schon etwas anders aus. Briedis schien sich jetzt seinen Gegner „ausgeguckt“ zu haben und nahm einer härtere Gangart auf.

Artur Mann kassierte zunehmend präzise und scheinbar auch harte Treffer. Briedis machte jetzt „ernst“. Kein Abtasten mehr, sondern Kampf war angesagt. Mann war zum Ende der 2. Runde schwer angeklingelt und musste runter auf die Knie. Nach dem Anzählen und der Wiederfreigabe des Kampfes waren noch 10 Sekunden bis zum Pausengong, der den Gastboxer aus Deutschland in die Verschnaufpause rettete.

Nach der Pause war erst einmal nichts mehr davon zu merken, dass Artur Mann in der Runde zuvor bereits Federn gelassen hatte. Doch das sollte sich schnell ändern. Briedis schien zu spüren, dass da nicht mehr viel kommt. Er setzte sein „Weichklopfen” fort und von Artur Mann kamen nur noch ein paar reflexartige Angriffe, die aber im Nichts verpufften. Nach einer Kopf-Körper Kombination musste Mann erneut runter. Nach dem Anzählen ging es noch einmal weiter, aber Briedis hatte „den Braten gerochen“ und setzte Mann so sehr unter Druck, dass der noch einmal runter ging. Er stand auf, nahm dann gleich noch einmal Knie und ließ sich auszählen. Es hatte keinen Sinn mehr. Locker gesagt: „der Drops war gelutscht.“

Mehr als ein „Stay-busy-Kampf“ war das sicher nicht für Briedis. Mehr als ein Zahltag für Mann auch nicht. Man kann dem Herausforderer zu Gute halten, dass er wenigstens in der Anfangsphase seine Chance gesucht hat. Doch der Unterschied zwischen Mann und Briedis war einfach zu groß, dass es eine reale Siegchance für den Boxer aus Hannover gegeben hätte.

Hier der Kampf:

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