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Artur Beterbiev vs Enrico Kölling – 11. November Fresno / USA

Nachdem der IBF-WM-Kampf zwischen Artur Beterbiev und Enrico Kölling schon einmal abgesagt war, soll es nun am 11. November in Fresno zu dieser Begegnung kommen. Beide wollten eigentlich im Juli einen IBF-Eliminator boxen. Angeblich hatte der in Montreal lebende Russe kein Visum für die USA bekommen. So ganz durchsichtig war diese ominöse Absage nicht. Normalerweise wäre es für Bob Arum kein Problem gewesen, ein Visum für Beterbiev zu bekommen. Offenbar wollte man diese Verzögerung und ahnte bereits, was kommen wird.

Jetzt findet dieser Fight unter anderen Vorzeichen statt. Da Andrè Ward seine Karriere nicht ganz überraschend beendet hat, sind seine Titel (IBF, WBO und WBA Super) vakant und werden gerade neu ausgeboxt. Beterbiev und Kölling kämpfen also keinen Eliminatorfight, sondern direkt um den vakanten IBF-Gürtel. Auch für Sergey Kovalev schließt sich ein Kreis. Er boxt 2 Wochen später in New York um “seinen” jetzt wieder vakanten WBO-Titel. Bereits am vergangenen Samstag boxte Dimitry Bivol das erste mal als WBA-Weltmeister. Einen „Superchamp“ gibt es bei der WBA auch im Halbschwer zukünftig nicht mehr. WBC-Champ ist weiterhin Adonis Stevenson, der erst im neuen Jahr wieder in den Ring steigen wird.

Enrico Kölling ist bereits am 4. November in Kalifornien angekommen und bereitet mit lockerem Training auf den großen Titelfight vor. Er grüßt seine Facebook- Freunde mit einem Bild, dass ihn durchgeschwitzt aber strahlend lächelnd zeigt. Der Berliner ist ein sympatischer Kerl, das kann man nicht anders sagen. Das er Mut hat, zeigte er zuletzt gegen Ryno Liebenberg, dem er nach seinem Sieg in Neubrandenburg ein Rematch in Südafrika anbot. Auch das Rematch ging knapp am Kölling. Dieser Auswärtskampf im Februar war der bisher letzte von Kölling. War Liebenberg noch relativ leicht zu händeln, wartet in Kalifornien mit Beterbiev eine echte KO-Granate auf Kölling.

Artur Beterbiev ist gebürtig in Dagestan / Tschetschenien. Er konnte bereits als Amateur große Erfolge für sich verbuchen. Beterbiev war russischer Meister, Europameister und Weltmeister. Bei seiner Olympia-Teilnahme in Peking hatte er weniger Glück. Er schied gegen den starken Chinesen Zhang Xiaoping aus, der dann auch Olympiasieger wurde. Als Profi absolvierte Beterbiev erst 11 Kämpfe, die er alle vorzeitig gewinnen konnte. Sein bisher längster Kampf dauerte 7 Runden.

Wie die Chancen zwischen Kölling und Beterbiev verteilt sind, liegt auf der Hand. Das Poster oben sagt eingentlich schon Alles. Man muss schon ein große Optimist oder absoluter Kölling-Fan sein, wenn man Kölling mehr als eine Außenseiter-Chance zutraut. Wenn er gegen Beterbiev überhaupt etwas erreichen will, muss er versuchen auf schnellen Beinen über die Runden zu kommen. Selbst dann müsste er dabei noch so viele Treffer landen, dass er die Mehrzahl der Runden nach Punkten gewinnt. Das ist fast unmöglich, ohne Gefahr zu laufen, von Beterbviev „abgeschossen“ zu werden. Kölling ist selber nun mal kein KO-Künstler, wie es Beterbiev einer eben ist. Es wäre zwar ein großer Traum, Henry Maskes IBF-Gürtel wieder nach Deutschland zu holen, aber die Chancen dafür stehen nur auf Hoffnung. Gelingt es ihm dennoch, wäre Kölling der am hellsten leuchtende Stern am deutschen Boxhimmel.

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13 Kommentare

  1. 7. November 2017 at 04:15 —

    Auf dem Foto sieht Beterbiev aus wie Wolverine

  2. 7. November 2017 at 13:16 —

    Tja, da stellen sich eigentlich nur 2 Fragen…..in welcher Runde fällt Kölling oder kann Kölling die Sensation schaffen und Beterbiev ausboxen?
    Letzteres wohl eher nicht, aber vielleicht schafft er es ja über die Runden!?
    Es wäre wohl besser gewesen wenn Kölling weiter um Interconti-Meisterschaften geboxt hätte um dann im nächsten Jahr den Sieger aus Murat vs Bösel um die EM heraus zu fordern!?

    • 7. November 2017 at 14:48 —

      Den Sieger aus den Duell Murat vs. Bösel kann er immer noch boxen falls er nicht doch gegen Beterbiev gewinnt

  3. 7. November 2017 at 13:54 —

    Dagestan ist nicht Tschetschenien das sind zwei unterschiedliche Gebiete mein freund.
    Das einzige was Kölling gewinnen kann ist seine gute Börse die er bekommt aber ansonsten wird es ein K.O. Sieg für Beterbiev werden.
    Gibt es was neues bezüglich dem Rechtsstreit Beterbiev und seinem Promoter?

    • 7. November 2017 at 14:32 —

      Da hat der Kollege recht, Beterbiew ist in Chassawjurt geboren, das ist russisches Territorium.

      Kölling ist natürlich 1:100 Außenseiter. Aber er hat Eier, das muss man ihm lassen. Und Beterbiev ist auch treffbar, so ist es nicht, gegen Jeff Page war er am Boden. Vermeiden muss Kölling vor allem den Infight, da ist Beterbiev nahezu unbesiegbar, von außen ist er nicht ganz so brutal gefährlich. Aber natürlich ein angsteinflößendes Gesamtpaket: Power, Technik, Ruhe, Fitness … hier stimmt fast alles.

      @ Marwürmchen … is klar, lieber kleine Schnitzelchen braten, damit hast du ja Millionen verdient. Gegen Bösel in Machdeburch, da ist es doch am schönsten, und gemütlicher als sich in Fresno um den IBF-WM-Titel Prügel abzuholen. Zzzzz …

      • 7. November 2017 at 15:03 —

        Ja Rieseneier,
        immerhin geht er im 25. Profikampf
        das erste Mal als Außenseiter in den Ring,
        so wie die 24 Boyz vorher gegen ihn,
        da wurde es bestimmt auch immer erwähnt,
        was für Eier die haben

        • 7. November 2017 at 16:41 —

          Er hat den Fight von vornerherein angenommen, ohne wenn und aber. Im Verhältnis zu Barrera und anderen, die den Kampf gegen Beterbiev entweder gleich absagten oder irgendwelche Ausreden vorschützten, sind seine Klöten gigantisch. Gegen Liebenberg war er auch kein Favorit. Also leg dich wieder hin.

      • 7. November 2017 at 22:06 —

        Hi Fetti du kleine Pussy, es ist schon lange nichts mehr mit Schnitzelchen braten, geniesse seit über 2 Jahren mein Leben, das ist etwas was du wahrscheinlich erst im Rentenalter erleben wirst!?

        • 9. November 2017 at 06:37 —

          Ihr 2 Vollidioten seid
          zusammen 150 Jahre alt
          und labert was von Leben genießen,
          Realität ist, ihr seid auf der
          Zielgeraden angekommen,
          der eine senil,
          der andere ein Krüppel,
          Nächste Ausfahrt Friedhof

  4. 7. November 2017 at 15:10 —

    Ich sehe den Kampf sehr eng,
    das wird ein Kopf-an-Kopf-Rennen,
    wie bei siamesischen Zwillingen

  5. 7. November 2017 at 17:44 —

    Kölling vs Murat oder Bösel wäre natürlich in nächsten Jahr ein guter Kampf. Dem steht aber entgegen, dass weder ECB, SES und neuerdings auch Sauerland auf solche Kämpfe aus sind.

    Man will, bzw. muss die deutschen Boxer aufbauen und im Ausland bei Titelkämpfen vermarkten. In Deutschland sind die großen TV-Partner weg und damit macht es auch keinen Sinn mehr, teure Veranstaltungen zu finanziere. Solange kein wirklicher Top-Boxer da ist, wird das auch so bleiben.

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