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Artur Beterbiev besiegt Isidro Ranoni Prieto

Am 23. Dezember verteidigte der in Kanada lebende Tschetschene Artur Beterbiev (10(10)-0-0) seinen WBA-NABA Titel im Halbschwergewicht gegen den in Argenentinien lebenden Isidro Ranoni Prieto (26(22)-1-3) durch einen KO1 Erfolg. Der in Paraguay gebürtige Prieto unterlag zuvor 2015 nur Eleider Alvarez nach Punkten.

Beterbiev „fackelt nicht lange“, wenn er im Ring steht. Er nutzt jede sich bietende Gelegenheit, um seinen Gegner auszuschalten. Dabei geht er scheinbar noch effizienter als Sergey Kovalev vor. Bereits nach einer halben Minute hatte er Prieto am Boden. Nach dem Anzählen lies Beterbiev seinem Gegner ein bisschen Luft. Er landete dann 30 Sekunden vor Ende der ersten Runde eine weitere Schlagserie bei Prieto. Diesmal schlug es so heftig beim 30-jährigen Südamerikaners ein, dass er nach dem Anzählen noch nicht wieder kampfbereit war. Resultat: Game over“ für Isidro Ranoni Prieto und KO1 Sieg für Artur Beterbiev.

Mit diesem überzeugenden Sieg machte Beterbiev einmal mehr seine boxerische Klasse deutlich. Der 31-jährige ist in allen 4 großen Verbänden in den Top 5 gelistet. Der Verband IBF hat ihn zum Pflichtherausforderer gegen den Sieger aus Ward vs Kovalev 2 erklärt. Diese Pflichtverteidigung soll bis spätestens September 2017 stattfinden.

Als Amateur konnte Beterbiev Kovalev besiegen. Er unterlag allerdings auch zweimal dem Ukrainer Oleksandr Usyk. Wie das jetzt unter Profibedingungen ausgehen würde, steht in den Sternen. Vielleicht hat Kovalv mehr Ringintelligenz und bewegt sich besser. Vielleicht boxt Beterbiev noch ein wenig kompromissloser als Kovalev. Ob Kovalev oder Beterbiev der bessere Boxer íst, ließe sich nur in einem Kampf gegeneinander beweisen. Sollte es zu dieser Kampfpaarung kommen, wäre in Russland jede Halle ausverkauft. Es ist allerdings anzunehmen, dass dieser Kampf, falls er kommt, wegen der besseren Pay-TV Vermarktung in Nordamerika stattfindet.

Ein heißes Match wäre auch eine Begegnung mit Andrè Ward. Falls es dem tatsächlich gelingt, Kovalev beim Rematch zu besiegen, kommt es unweigerlich zu diesem Kampf. Bei Ward weiss man allerdings nie, was er sich einfallen lassen wird um diesen Kampf zumindest auf die lange Bank zu schieben. Ward würde es gegen Beterbiev auf keinen Fall leichter haben als gegen Kovalev.

Ob es nun Ward ist oder Kovalev, der den IBF-Gürtel gegen Beterbiev verteidigen muss: Dieser Titelkampf wird eines der Highlights im Boxkalender 2017.

Hier der ganze Kampf:

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3 Kommentare

  1. 25. Dezember 2016 at 15:42 —

    „Eilander Alvarez“

    „Bei Ward weiss man allerdings nie, was er sich einfallen lassen wird um diesen Kampf zumindest auf die lange Bank zu schieben.“ Wie bei Kovalev, Barrera, Kessler oder Froch zum Beispiel.

    Seriöser Qualitätsjournalismus aus dem Hause boxen.de

  2. 25. Dezember 2016 at 16:21 —

    Schreibfehler kann man natürlich nicht machen, wenn man nix macht …

    UND: Kaum ein Boxer ziert sich so wie Ward, wenn er mal einen Steinwurf weit von zuhause weg boxen soll. Scheinbar hat er Heimweh.

    Wenn er dann mal woanders boxt, müssen die Punkrichter für ihn den Kampf gewinnen: Siehe letztens gegen Kovalev. Einzige Ausnahme: Das Super-Six Finale gegen Froch an der Ostküste.

  3. 28. Dezember 2016 at 09:55 —

    Der 1. Niederschlag war absolute Klasse, der war ja kaum zu sehen, eher zu erahnen!
    Auch in der Zeitlupe habe ich das Ding erst beim 2. Mal hin sehen erkannt!

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