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Arthur Abraham, Jürgen Brähmer, Felix Sturm – Was kann man noch erwarten?

Für alle 3 Boxer gilt: Sie waren in der Vergangenheit ohne jeden Zweifel Leistungsträger des deutschen Profiboxens und sind langsam aber sicher auf der Zielgeraden ihrer Karriere angekommen. Ob sie jemals wirklich auch internationale Weltspitze waren, soll nicht das Thema sein. Weiterhin gilt für alle 3, dass ihre Karriere im Moment an einem Punkt angekommen ist, wo ein würdiger „Abgang“ gesucht wird. Wie könnte die Karriere für die 3 Supermittelgewichtler ausgehen? Ist noch einmal ein „großer Wurf“ möglich, vielleicht sogar ein Run auf den vakanten WBO-Titel oder lässt man die Karrieren ruhig ausklingen?

Arthur Abraham: Der 39-jährige Abraham (47(30-6(1)-0) feierte seine größten Erfolge als IBF – Weltmeister im Mittelgewicht. Mit dem Aufstieg ins Supermittel und der Teilnahme am Super-Six-Turnier wendete sich das Blatt etwas. Nach einem beeindruckenden KO12-Erfolg gegen Jermain Taylor kamen Niederlagen gegen Andre Dirrell, Carl Froch und Andre Ward. Promoter Sauerland schickte ihn auf die WBO-Schiene, wo er erst Europameister wurde und sich dann in insgesamt 4 Kämpfen gegen Robert Stieglitz als WBO-Weltmeister durchsetzte. Kaum hatte er diesen Gürtel endgültig gewonnen, verlor er ihn in Las Vegas in einem desaströsen Kampf gegen Gilberto Ramirez. Danach begann es ruhig zu werden um Abraham. Er erzielte noch einmal 2 Siege und verlor dann gegen Chris Eubank jr, bei dem Versuch den IBO-Titel zu erobern. Sein letzter Erfolg war ein etwas umstrittener Punktsieg im April 2018 gegen Patrick Nielsen und dem damit verbundenen Gewinn des WBO-International Gürtels. Da Abraham diesen Titel nicht wieder verteidigte, wird er im April in Großbritannien von anderen Boxern neu ausgeboxt. Was jetzt folgt, ist völlig offen. Abraham hat den Anspruch, noch einmal einen WM-Kampf zu bestreiten.

Jürgen Brähmer: Der 40-jährige Brähmer (50(36)-3(1)-0) hat eine wechselvolle Karriere hinter sich. Unter der Regie vom Sauerland-Team wurde ihm 2013 noch einmal die Möglichkeit gegeben, zumindest regulärerer WBA-Weltmeister im Halbschwergewicht zu werden. Mit diesem Titel hat er noch 7x gutes Geld verdient, bis er 2016 im Kampf gegen Nathan Cleverly verletzt ausstieg und den Gürtel abgeben musste. Zu einem Rematch kam es nicht. Danach stieg er ins Supermittel runter und nahm am WBSS Turnier teil. Er besiegte in der Vorrunde den Amerikaner Rob Brant. Trotzdem ging es für ihn im Turnier nicht weiter, weil er aus gesundheitlichen Gründen aus dem Rennen genommen wurde. Hier erwischte ihn eine Unzulänglichkeiit im Reglement des Turniers. Auf andere Teilnehmer wurde dann gewartet, bis sie gesundheitlich fit für das Finale waren. Brähmer stand zuletzt im Dezember 2018 in Ring, wo er den Argentinier Pablo Nievas per TKO 5 abfertigte. Mittlerweile geht Brähmer neben der eigenen Karriere auch einer Trainertätigkeit nach. Er hat in Schwerin ein eigenes Gym aufgemacht und nicht nur damit seine weitere Zukunft abgesichert. Auch bei ihm ist völlig offen, wo die Reise auf der Zielgeraden seiner Karriere noch hin geht.

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Felix Sturm: Der 40-jährige Sturm (40(18)-5(1)-3) wurde seit 2001 vom Hamburger Promoter Klaus-Peter Kohl (Universum) zielstrebig bis zum WBO-Weltmeister im Mittelgewicht aufgebaut. Diesen Titel verlor er 2004 umstritten in den USA gegen Oscar de la Hoya. Sturm durfte einfach nicht gewinnen, weil ein Big Fight zwischen Oscar de la Hoya und Bernard Hopkins um alle 4 großen Titel längst in aller Munde war und große Umsätze versprach. In den Jahren danach wurde Sturm WBA-Champ und nach der Trennung von Universum WBA Super-Champ. Es kam ein paar mal zu umstrittenen Urteilen und Sturm verlor einige Fans. Das tat allerdings seiner Popularität keinen Abbruch. Seine beiden letzten Kämpfe führte er 2015/16 gegen den Russen Fedor Chudinov. Nach einer Punktniederlage setzte er bei der WBA ein Rematch durch, bei dem er umstritten gewann. Er war bereit, zu einem dritten Kampf gegen Chudinov anzutreten. Dazu kam es allerdings nie. Sturm sah sich Dopingvorwürfen ausgesetzt, die wegen eines Formfehlers niedergeschlagen wurden. Er hatte den Titel freiwillig niedergelegt, weil er sich medizinischen Behandlungen unterziehen wollte und keine Möglichkeit sah, den Gürtel innerhalb einer angemessenen Zeit zu verteidigen. Letzte Ankündigungen zufolge, will er demnächst wieder in den Ring steigen. Näheres ist noch nicht bekannt. Ob er gleich wieder um seinen niedergelegten Titel boxen kann, ist nicht bekannt. Dann müsste er gegen Callum Smith antreten. Wie das ausgeht, sollte er sich lieber nicht ausmalen.

Bleibt die oben erwähnte Frage: Was kann man noch erwarten? Als einziger freier WM-Gürtel wäre der des Verbandes WBO zu haben. Bei diesem Verband sind Brähmer (#8) und Abraham (#9) wenigstens im Ranking vertreten. Es ist mehr als fraglich, ob sie für einen WM-Kampf in Frage kämen. Sie müssten sich erst einmal in Eliminator-Kämpfen durchsetzen, falls die WBO dafür überhaupt zulässt. Sturm ist wegen seiner jetzt 3 Jahre andauernden Pause in keinem Ranking mehr zu finden. Über allem steht die Frage: Macht ein Run auf einen Titel für Abraham, Brähmer oder Sturm überhaupt noch einmal Sinn?

Wie interessant wäre es zum Beispiel, wenn sich alle 3 Boxer plus 3 weitere Super-Mittelgewichtler in Deutschland ein kleines Super-Six Turnier liefern würden? Ergänzend könnten vielleicht ein “alter Bekannter” wie Khoren Gevor oder auch jüngere Boxer wie Vincent Feigenbutz und Tyron Zeuge „mitmischen“ und sich mit den “alten Hasen“ messen.

Was glauben die Boxen.de Fans? Was wäre der beste Ausklang für die Karrieren von Abraham, Brähmer und Sturm?

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22 Kommentare

  1. 20. März 2019 at 09:17 —

    Ach ja,…da war ja mal was….
    Jetzt werden alte Geister am Fließband beschworen.
    Sie sollen schön da bleiben wo sie jetzt sind.
    und an euch alle da draußen: Diesen Artikel hat es nie gegeben…
    ihr kennt diese Droiden nicht…Weiterfahren!

  2. 20. März 2019 at 09:34 —

    Man hätte die Liste auch um Firat Arslan (immerhin WBO#1) und Marco Huck (hat ja seinen eigenden Artikel bekommen) erweitern können. Auch Manuel Charr kann man mitlerweile bald in die Kategorie “Alteisen” zählen auch wenn er noch WBA WM ist.
    Das deutsche Boxen ist quasi tot das hat der Boxabend in Südafrika wieder gezeigt. Ob die wenigen verbleibenden boxer etwas reißen können ( wie kabayel, zeuge oder feigenbutz) darf stark bezweifelt werden.
    Also holt man die letzten stars nochmal raus. erwarten kann man von ihnen scheinbar kaum noch etwas. brähmer ist mitlerweile auch fast nur inaktiv ist aber PH von krasniqi um die ebu em. das wäre schon nochmal was als karriere ausklang. hat stieglitz ja auch so gemacht. abraham soll ja noch 2 kämpfe oder so machen dafür wurde ja sogar wegner zurückgeholt aber passiert ist nix. und von sturm gibt es nur ankündigungen. arslan boxt nur noch gegen fallobst und wartet wohl auf den letzten großen zahltag und charr ebenso. kurzum es wird nicht besser werden.

    • 20. März 2019 at 10:19 —

      vergiss Tom Schwarz nicht. Er ist das beste talent das Deutschland hat *ironie off*

    • 22. März 2019 at 07:42 —

      arslan boxt nur noch gegen fallobst und wartet wohl auf den letzten großen zahltag und charr ebenso. kurzum es wird nicht besser werden.

      Finde ich eigentlich nicht das er Fallobst boxt. Er boxt Gegner die seiner Leistungsstufe entsprechen. Also auf Augenhöhe. Warum sollte er sich als Fast 50 Jähriger von einem Usyk vermöbeln lassen. Finde das Arslan im Gegensatz zu vielen anderen seine eigenen Fähigkeiten ganz gut einsortieren kann und dementsprechend seine Gegner auswählt.

      • 22. März 2019 at 08:21 —

        außer seferi war das nur fallobst, das sieht man auch daran, dass er sie kurzrundig durch KO weggehauen hat. das hat nichts mit seiner leistungsklasse zu tun! seferi da geb ich dir recht war in seiner klasse!

  3. 20. März 2019 at 09:52 —

    Ich würde ja Lothar Matthäus reaktivieren, um unseren deutschen Fußbal wieder auf die Beine zu helfen

  4. 20. März 2019 at 11:36 —

    Einen habt ihr vergessen:
    Jack Culcay boxt am 13.April in den USA einen WM-Ausscheidungsfight gegen Sergej Dervyanchenko.

  5. 20. März 2019 at 11:41 —

    Würde mal behaupten:
    Für mich z.Zt. der beste deutsche Boxer.

  6. 20. März 2019 at 11:50 —

    Sturm werden wir wohl nicht mehr im Ring sehen, der ist ja schon seit Jahren durch.
    Ob Abraham tatsächlich noch ein oder zwei Kämpfe bestreitet steht wohl auch in den Sternen und wenn…zum WM-Titel wird er es nicht mehr bringen.
    Am ehesten glaube ich das Brähmer noch mal kämpft, aber ob er auch den EBU-EM-Kampf tatsächlich bestreitet, trotz Pflichtherausvorderer….mal abwarten!

  7. 20. März 2019 at 12:52 —

    Rückkampf gegen Rob Brant wäre doch für Brähmer interessant! Immerhin aktuell Weltmeister, und auch er müsste ein Interesse haben, da er gegen Brähmer seine einzige (und auch klare) Niederlage hinnehmen musste.

    • 20. März 2019 at 13:26 —

      brant ist aber im mittelgewicht wm. dahin wird brähmer wohl nicht runter gehen (können). von daher auch eher uninteressant.

      • 20. März 2019 at 13:34 —

        Im Zweifel ein Catchwheight…

        • 20. März 2019 at 14:19 —

          ja aber was soll der kampf brähmer bringen wenn es nicht um den titel geht. er hat brant schon klar geschlagen. warum soll er nochmal gegen ihn boxen wenn er dabei nichts gewinnen kann?

          • 20. März 2019 at 21:54

            Was bringen diese Kämpfe sonst? Geld und „ich hab den Weltmeister geschlagen“… was bringt ihm ein EU-Titel? Sicher nicht mehr Kohle.

  8. 20. März 2019 at 14:22 —

    wilder vs breazeale 18.05
    nun offiziell

    frage mich ob wilder nun das angebot von dazn angenommen hat
    angeblich 80 millionen für 3 kämpfe
    1 x breazeale, 2 x joshua

    wäre nicht schlecht wenn es dieses jahr zum vereinigungskampf kommen würde..

  9. Was man erwarten kann?

    Den Rentenantrag, sonst nix.

  10. 22. März 2019 at 13:36 —

    Nix gar nix die wollte und will keiner sehen!
    Mal was Interessantes fury könnte auf schwarz treffen!dann kann ja schwarz zeigen was für eine schwergewichts Hoffnung er ist😁😁😁

    • 22. März 2019 at 15:29 —

      wobei das ziemlich sinnfrei wäre. klar soll schwarz gegen bessere gegner boxen aber von null gleich gegen einen top 3 boxer? schwarz sollte eher endlich mal top 20-30 gegner boxen und überzeugend schlagen.

  11. 22. März 2019 at 15:27 —

    andere Quellen sprechen von Charr als möglichen gegner.

  12. 22. März 2019 at 17:16 —

    Eigentlich ist es ja egal wer von beiden prügel bezieht,aber Charr wäre mir natürlich lieber dann ist dieser Witz (Manuel charr Weltmeister)endlich und für immer vorbei,denn nochmal darf er bestimmt nicht gegen einen 50 jährigem um eine Wm Titel boxen😁😁😁😁

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