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Arthur Abraham im Interview: „Smith wird die 12. Runde nicht erleben!“

Arthur Abraham ist genervt – genervt von Unterstellungen aus England, er habe das erste Aufeinandertreffen mit Paul Smith nur durch eine falsche Punktrichterentscheidung zu seinen Gunsten entschieden. Daher will der WBO-Weltmeister in weniger als zwei Wochen endgültig mit Smith abrechnen. Wie das in der Berliner o2 World aussehen soll und welchen weiteren Ansporn Abraham für einen klaren Sieg hat, verrät er im folgenden Interview.

Arthur Abraham, Ihr kommender Kampf steht unter dem Motto „Der Tag der Abrechnung“. Am 21. Februar geben Sie Paul Smith die erneute Chance, um die WBO-Weltmeisterschaft im Supermittelgewicht zu boxen. Wollen Sie etwas aus der Welt schaffen?

Arthur Abraham: Ich will noch einmal deutlich klarstellen, wer hier der Champion ist. Paul Smith hat im ersten Kampf eine gute Leistung gezeigt, doch ich war eben der Bessere. Wieso danach rumgejammert und in einigen englischen Medien von Fehlurteil geredet wurde, verstehe ich nicht. Weder der Veranstalter noch ich bestimmen die Punktrichter. Wie auch beim letzten Mal entscheidet darüber der Weltverband.

Befürchten Sie, aufgrund der Diskussionen in Smiths Heimat, dass die Unparteiischen beim Rematch das Geschehen im Ring nicht objektiv bewerten werden?

Arthur Abraham: Die Punktrichter werden über Jahre für diesen Job ausgebildet, und erst wenn Sie sich bewährt haben, dürfen sie überhaupt für einen WM-Kampf eingesetzt werden. Ich mache mir daher überhaupt keine Sorgen. Im Endeffekt gibt es nur eine Möglichkeit, ihnen die Verantwortung abzunehmen – einen Sieg durch K.o.!

Das gleiche hat Ihr Kontrahent Paul Smith vor. Er glaubt, dass Sie etwas richtig stellen müssen, da Sie sich für das Punkturteil von Ende September schämen.

Arthur Abraham: Das ist absoluter Quatsch! Smith will mich nur provozieren. Er sollte lieber weiter ordentlich trainieren, denn beim Rückkampf werde ich keine Gnade walten lassen. Beweisen will ich es eigentlich nur der englischen Presse, die aus Kampf Nummer Eins einen Skandal gemacht haben.

Gibt es dennoch etwas anderes, das Sie aus dem ersten Kampf gegen Smith gelernt haben? Also außer Kämpfe vorzeitig zu entscheiden, um jegliche Kontroversen zu vermeiden.

Arthur Abraham: Ja und zwar, dass Paul Smith eine bessere Figur als TV-Experte denn als Boxer macht. Da zeigt er häufig eine Weltklasseleistung. Im Ring hat er zwar gegen mich auch gezeigt, dass er oben mitboxen kann – doch für ganz oben reicht es für ihn eben nicht. Am 21. Februar werde ich dafür den erneuten Beweis liefern.

Falls alles klappt, wie Sie es sich vorstellen, haben Sie zudem doppelten Grund zur Freude. Einen Tag zuvor werden Sie 35 Jahre alt.

Arthur Abraham: Und ich fühle mich wie gerade einmal 25. Zum Glück, denn ich will noch einige Jahre boxen, den Fans tolle Fights zeigen und meinen WM-Titel verteidigen. Diese Ziele sind für mich vor allem Ansporn, gegen Smith ein Ausrufezeichen zu setzen.

Von welchen möglichen Duellen sprechen wir denn da?

Arthur Abraham: Es ist ja kein Geheimnis, dass durch die Zusammenarbeit von Team Sauerland und SAT.1 in Zukunft Highlights, wie zum Beispiel ein Kampf gegen Felix Sturm, möglich ist. Das ist schon seit Jahren ein Traum von mir, der mir und den Boxfans in Deutschland und der Welt bald erfüllt werden kann.

… welchen Paul Smith mit Hilfe von Legionen englischer Fans platzen lassen will. Beunruhigt es Sie, dass es in Ihrem „Wohnzimmer“ o2 World zu einem „Auswärtsspiel“ für Sie kommen könnte?

Arthur Abraham: Das ist für mich eher zusätzliche Motivation. Ich glaube sogar, dass sich meine Fans dadurch eher noch angestachelt fühlen werden, um mich mit Leib und Seele zu unterstützen. Und ich verspreche ihnen: Smith wird die 12. Runde nicht erleben!

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Berlin sind über die telefonische Ticket-Hotline 030-2060708899, im Internet unter www.tickethall.de und www.o2world-berlin.de sowie an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Von Samira Funk

Quelle: Sauerland Event

Bild: picture alliance

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16 Kommentare

  1. 11. Februar 2015 at 22:03 —

    … so langsam kann ich den Namen Abraham nicht mehr hören.

    • 12. Februar 2015 at 03:14 —

      @ reineckefuchs

      …..also ich höre auf dieser Seite nie irgendwelche Namen,ich lese sie…..grins!

      Mal was anderes,was ist dran an dem Gerücht das Charr der nächste Gegner von Wilder sein könnte??

      • 12. Februar 2015 at 08:12 —

        Das nennt man “den Klitschko-Karriere-Weg nehmen”…

      • 12. Februar 2015 at 11:06 —

        Hören oder lesen – egal. Leider ist im neuen Boxjahr noch recht wenig los, aber immer dieses gleiche Thema ist mir einfach “to much”.

        Charr vs Wilder wäre immerhin möglich. Wilder kann eine freiwillige Titelverteidigung machen und Charr wäre geeignet. Er ist im Top 15 Ranking vertreten und WBC-International Titelträger. Da Charr in den USA relativ unbekannt ist, wäre ein Kampf in Deutschland bestimmt ganz lustig. Volles Stadion und nach 4 Runden 50 000 heulende Libanesen.

        Charr nach dem Kampf: “Ich wollte doch den Wilder erstmal auspowern lassen, aber der böhse Ringrichter hat mich schon nach 9 Niederschlägen aus dem Kampf genommen … dabei wollte ich doch nur meinen offenen Schnürsenkel zumachen und ab der 11. Runde richtig Gas geben …!” o.O

    • 12. Februar 2015 at 08:10 —

      …so langsam kann ich den Namen Samira Funk nicht mehr hören mit “ihren” Artikeln und Interviews.

  2. 12. Februar 2015 at 07:40 —

    Abraham …dieser Loser of the Year Versager…großmäuliger Paper Fake Champ….Loser

  3. 12. Februar 2015 at 07:44 —

    An AA:
    So dolle waren deine Leistungen in letzter Zeit nicht, dass du hier solche Sprüchen klopfen kannst. Deine Zeiten, wo du mit einem ‘Hammer’ den Kampf entschieden hast, sind anscheinend vorbei.

    • 12. Februar 2015 at 08:16 —

      So viel macht eine Gewichtsklasse höher kämpfen und der Verzicht auf seine heißgeliebten 9oz Handschuhe aus…

  4. 12. Februar 2015 at 09:10 —

    !!ACHTUNG ACHTUNG!!

    Sauerland hat die Seite geentert, und Samira Funk ist nun Mitarbeiterin von Kalle und Nisse.

    Ab und zu darf dann auch mal SES mit Ulf Steinforth eine Meldung hier veröffentlichen, solange der Ulf nicht in den Weiten Russlands auf der Suche nach Natascha Ragosina ist…

  5. 12. Februar 2015 at 10:35 —

    Die Werbung oben bewirbt ein Magazin im Oktober …..wir haben Februar

    • 12. Februar 2015 at 11:09 —

      Da sagst du was. Erst war der Button 2 Monate kaputt und jetzt ist es an der Zeit die Werbung zu erneuern. Die 2. Ausgabe ist jedenfalls in Arbeit.

      Leider klappt die Zusammenarbeit zwischen den Eigentümern der Internet-Domain und Schreibern + Herausgeber der Print-Ausgabe nicht so gut wie man sich das wünschen würde.

  6. 12. Februar 2015 at 21:49 —

    Interessant welchen Quatsch wir von Abraham noch erwarten können…bla bla bla, ich will meinen Titel noch oft verteidigen…gegen wen so?…naja so gegen Felix Sturm…da haben wir auch schon ein Best of Four Duell bis 2020 geplant…schließlich wollen wir solche Kämpfe ja sehen.

  7. 13. Februar 2015 at 08:42 —

    Na ja, zu viel versprochen, Artur. Reden muss man nach dem Kampf! Der erste Kampf war voll langweilig….. Ich glaube, Abraham muss seine Karriere beenden

  8. 13. Februar 2015 at 11:11 —

    das kann ja was werden, wenn beide seiten auf ko aus sind.
    endet betimmt mit einem punkturteil.
    Bezüglich smith gebe ich abraham recht, was er jedoch über seine zukunft so erzählt ist desaströs. Der wortlaut “meinen gürtel” noch einige jahre zu verteidigen sagt ja schon dass nix mehr gescheites kommt. Er kann es halt nicht mehr besser und die gegner im SM sind immer noch zu gut.
    Eher würde ich brähmer noch einen vereinigungskampf zutrauen.
    jedoch sind vereinigungskämpfe so mit das unwahrscheinlichste was man sich vorstellen kann.
    Ziel ist es für die leute zu finden die abraham und brähmer beerben und somit die Wbo-gürtel–dynastie aufrecht erhalten.
    das mit huck war eine lose-lose-situation.Wenn er seinen gürtel erst mal los ist kann ihn sauerland nicht mehr schnell einfangen
    aber vielleicht gibt es ja noch eine zweite ära mit den beiden hoffnungslossen fällen

  9. 13. Februar 2015 at 22:33 —

    Hmmmmmmmmmm…bei Abraham scheiden sich die Geister!

    Ich bin einfach der Meinung das Abraham zu satt ist,der macht nur noch das Nötigste um zu gewinnen,aber wenn er noch mal etwas bewegen will müssen die Gegner um ein Vielfaches besser werden und er muss sie um hauen,im Prinzip eigentlich ganz einfach!!!!!

    Im Rückkampf gegen Smith erwarte ich eine starke Leistung und einen krachenden KO!

    Na ihr wisst ja,die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

    MfG Tom

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