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Arreola kehrt auf die Siegerstraße zurück: Klarer Punktsieg gegen tapferen Manuel Quezada

Chris Arreola ©Bart Schiavo.

Chris Arreola © Bart Schiavo.

Der ehemalige Weltmeisterschafts-Herausforderer Chris “The Nightmare” Arreola ist mit einem Erfolg gegen seinen amerikanischen Landsmann Manuel Quezada wieder auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Trotz insgesamt dreier Niederschläge reichte es für Arreola letztendlich nur für einen deutlichen Punktsieg, Arreola kann sich fortan Mexiko-Champion der WBC nennen.

Trotz des deutlichen Sieges gegen den tapfer kämpfenden Quezada erfüllte Arreola die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht ganz. Eigentlich war man davon ausgegangen, dass der haushoch favorisierte Amerikaner, der in der Vergangenheit immer wieder durch Gewichtsprobleme und mangelnden Trainingseifer aufgefallen war, sich mit einem frühen K.o.-Sieg für einen weiteren Titelkampf empfehlen würde, doch Quezada schien von Arreolas frühen Angriffsserien relativ unbeeindruckt.

Erst in der neunten Runde erzielte Arreola mit einer Kombination, die er mit einem Uppercut abschloss, zum ersten Mal deutliche Schlagwirkung. Insgesamt musste Quezada in der neunten zwei Mal zu Boden und wurde schließlich vom Gong gerettet. In der zehnten und elften Runde kehrte Quezada aber überraschenderweise zurück, Arreola, der drei Kilogramm mehr wog als in seiner Begegnung gegen Tomasz Adamek, schien etwas die Puste auszugehen. In der zwölften Runde musste Quezada erneut zu Boden, das Urteil fiel mit 117:108, 118:107 und 118:107 sehr deutlich aus. Arreolas Comeback ist also nur teilweise geglückt, wenn er in Zukunft wieder an der Weltspitze mitmischen will, wird er seinen Ankündigungen, sich fortan komplett auf den Boxsport zu konzentrieren, Taten folgen lassen müssen.

© adrivo Sportpresse GmbH

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4 Kommentare

  1. Ahmet
    15. August 2010 at 14:09 —

    Der boxende Hamburger is back

  2. Norman
    15. August 2010 at 15:48 —

    Dann schon eher der “boxende Nacho oder Tortilla”!

    Mit Hamburgern hat er enau so wenig zu tun wie mit Dönerspiess oder Eisbein mit Sauerkraut, er ist schliesslich Mexikaner^^

  3. boxfan85
    16. August 2010 at 12:39 —

    Na so langsam wird er merken,dass man in den großen Kämpfen in der Regel über eine große Distanz geht und er dafür einfach Kondition braucht.
    Anders geht es einfach nicht,dass würd Solis auch feststellen.

  4. Norman
    16. August 2010 at 14:18 —

    Seit dem ich etwas von Chris in der Presse und im net erfahren hatte, also 2009 vor dem Kampf gegen Vitali, finde ich ihne sehr sympatisch!
    Mit dem Typen würde ich gerne mal ein paar Bierchen zischen^^

    http://www.youtube.com/watch?v=8dysvyfp3wQ

    Hier noch ein paar Antworten von ihm, in einem Interview vor seinem Kampf gegen Vitali:

    Frage: Ihr Trainer Henry Ramirez, so heisst es, ist auch ein guter Kumpel von Ihnen…

    „Henry und ich haben uns in einer Bar kennen gelernt, hingen ab und quatschten miteinander. Da habe ich ihn angesprochen und gefragt, ob er nicht mein Trainer sein wollte. Er meinte nur, ich solle wieder mit ihm reden, wenn ich nüchtern bin. Im Gym geht es bei uns nur ums Boxen, aber sobald wir aus der Tür sind, sind wir Kumpels. Wir hängen zusammen ab, trinken Bier, besuchen uns gegenseitig und spielen Videospiele. Manchmal unterhalten wir uns einfach auch nur.“

    Frage: Ihr Spitzname ist “Nightmare”. Wie kam der zustande?

    „Als mein verstorbener bester Freund und ich einmal auf eine Party gehen wollten, was ich früher übrigens oft gemacht habe, haben wir uns dafür entschieden, vorher zum Frisör zu gehen, um uns die Haare schneiden zu lassen. Im Frisörsalon war so eine Lady, die totalen Mist mit meinen Haaren angestellt hat. Sie hat mir so einen Irokesen verpasst, wie es gerade angesagt hat. Ich sah furchtbar aus. Als ich zuhause war, habe ich mir meinen Schädel rasiert. Mein Kumpel kam vorbei und meinte, ‘Wie zum Teufel siehst du denn aus? Du siehst aus wie Freddie Krüger!’ Also nannte er mich den ganzen Abend lang Freddie. Da die Leute dachten, mein Name wäre Freddie, ging es dann über in ‘Krüger’ und davon dann zu ‘Nightmare’.“

    Ich hoffe für ihn, dass er langsam aus seinen Fehlern lernt, mehr Ausdauertraining vollzieht und das wir von ihm noch einiges hören werden!

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