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Antonio Tarver stoppt Danny Green nach neun Runden

Am Mittwoch konnte Antonio „The Magic Man“ Tarver in Sydney den IBO-Cruisergewichtsgürtel vom Australier Danny Green gewinnen. Tarver dominierte Green mit seinem boxerischen Können und schickte ihn bereits in der zweiten Runde zu Boden. Nach der neunten Runde beendete schließlich die Ecke des 38-jährigen Australiers den Kampf.

Danny Green kam sehr aggressiv zur ersten Runde heraus, während Tarver sich erst einmal anguckte, was der Australier zu bieten hatte. In der ersten Minute entstanden aus der wilden Aggression von Green heraus einige Clinches, doch Tarver fand bald sein Timing und landete den besten Schlag der Runde. Eine linke Gerade als Konter geschlagen fand ihr Ziel und ließ Green zurücktaumeln und rückwärts in die Seile fallen. Streng ausgelegt hätte der Ringrichter dies sogar als Niederschlag werten können, da ihn lediglich die Seile daran hinderten auf den Ringboden aufzuschlagen.

Dieser kam allerdings eine Runde später. Green hatte anfangs in der zweiten Runde seinen ersten wirklich guten Treffer mit einer rechten Geraden gelandet, doch war erneut zu offen für die präziseren Schläge des US-amerikanischen Veteranen. Dieses Mal war es ein linker Aufwärtshaken, der Green auskonterte, und dieses Mal waren keine Seile da um Green zu retten. Der Titelverteidiger krachte rückwärts zu Boden, fand aber rechtzeitig wieder hoch.

Die dritte Runde eröffnete Green mit einem starken Jab, der Tarver überraschte und seinen Kopf zurück schnappen ließ. Green befand sich inzwischen mehr im Rückwärtsgang und ging nur ab und zu für kurze überfallartige Angriffe nach vorne. Tarver versuchte weiterhin den richtigen Zeitpunkt für die Linke abzupassen und sie mit seinem rechten Jab vorzubereiten. Und besonders am Ende der Runde gelang ihm das auch wieder, als er Green an den Seilen stellen konnte und einige gute Treffer anbringen konnte um auch die dritte Runde für sich zu entscheiden.

Green schien nun überraschend zurückhaltend, ließ sich viel zu leicht mit dem Rücken an die Seile drängen, und verschanzte sich dort hinter seiner Deckung anstatt selber die Fäuste fliegen zu lassen. Der 42-jährige Tarver war deutlich aktiver und Green zu diesem Zeitpunkt schlichtweg in allen Bereichen überlegen. Greens Taktik funktionierte offensichtlich nicht, doch er schien keinen Plan B im Gepäck zu haben, und versuchte nicht nach vorne zu gehen und den Kampf in der Nahdistanz dreckig zu machen, was seine einzige Chance zu sein schien aufgrund von Tarvers klarer boxerischer Überlegenheit aus der Distanz. In den mittleren Runden kassierte Green immer wieder Tarvers linke Geraden, linken Aufwärtshaken und vor allem seinen starken Jab, mit dem er immer mehr den Kampf dominierte.

Erst in der siebten Runde versuchte Green mal was anderes und schlug, jetzt im Vorwärtsgang, immer wieder aus der Distanz die rechte Gerade zum Körper, während er bis dahin nur zum Kopf gegangen war. Seiner besten Runde folgte ein ordentlicher Anfang zur achten Runde, doch Tarver fand bald seinen Rhythmus wieder, etablierte den Jab wieder mehr und landete später drei weitere harte linke Geraden. Green ging ins letzte Drittel des Kampfes unter Zwang einen KO gegen Tarver, der noch nie in seiner langen Karriere gestoppt wurde, erzielen zu müssen um noch gewinnen zu können, doch die Dringlichkeit war dem Australier nicht wirklich anzusehen.

Stattdessen war es weiter Tarver, der dominierte und sogar auf den KO aus war, als er Green an Ende der neunten Runde schwer anklingelte. Eine linke Gerade und ein linker Aufwärtshaken stellten Green vor große Probleme, und Tarver ließ eine gute Kombination folgen, während Green hilflos an den Seilen stand. Die letzten Sekunden der Runde trieb Tarver Green noch einmal quer durch den Ring, und als der Gong schließlich erklang rettete dieser Green so gerade vor einem Niederschlag. Der Australier taumelte durch den Ring in die falsche Ecke, anscheinend ohne zu wissen, wo er sich befand bevor seine Ecke ihn zu seinem Stuhl führte. Es gab kurze Überlegungen Green weitermachen zu lassen, doch seine Ecke entschied sich zu Recht dagegen und signalisierte dies dem Ringrichter.

Antonio Tarver wurde damit zum Sieger durch TKO erklärt und ist nun im Alter von 42 Jahren der neue IBO-Cruisergewichtstitelträger. Nach einem kurzen Ausflug ins Schwergewicht machte sich der ehemalige Halbschwergewichtschamp damit nun auch einen Namen im Cruisergewicht. Danny Green hingegen wurde in seiner vierten Profiniederlage zum ersten Mal gestoppt.

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20 Kommentare

  1. ugna
    20. Juli 2011 at 15:11 —

    An alle Hater!

    Tarver is the man 😉

  2. oskarpolo
    20. Juli 2011 at 15:12 —

    Sauber Antonio !! Hätte ich ihn nicht zugetraut .

  3. jones
    20. Juli 2011 at 15:13 —

    Da war aber einer schnell.
    Schon eine beeindruckende Leistung von Tarver, so detlich habe ich es nicht erwartet.

  4. Sandro
    20. Juli 2011 at 15:17 —

    super leistung von antonio jetz soll er sich huck vorknöpfen

  5. anatoli
    20. Juli 2011 at 15:37 —

    Ich freue mich für Tarver er ist min so gut wie Hopkins.Tarver Vitali Johnson Hopkins ….etc sind die besten B.S dafür das alter nicht gleich schlecht bedeutet °°Super weiter so Tarver

  6. Tony
    20. Juli 2011 at 15:58 —

    RJJ beats Tarver
    Green beats RJJ
    Tarver beats Green

    Ein mal mehr bewiesen, das Kreuzvergleiche nichts taugen 🙂

  7. Ahmet
    20. Juli 2011 at 16:42 —

    @ Tony

    Roy Jones hat niemals Tarver geschlagen. Er hat beim ersten Kampf einen Sieg geschenkt bekommen.

  8. AlphaDogge
    20. Juli 2011 at 17:45 —

    Tarver ist ein Top Man, das hab ich immer gesagt!!! Er wollte ja ins Schwergewicht und das ist und wäre auch nichts für ihn aber im Halbschwer und Cruiser ist er ein Grosser!

  9. Han Anuk
    20. Juli 2011 at 18:00 —

    Respekt an Tarver,ich dachte der agressive still von Green.
    Wäre Gift für Tarver,aber er hat sich sehr gut auf Ihn eingestellt.

  10. Possi
    20. Juli 2011 at 18:45 —

    Alles ganz richtig. Aber gegen einen Mann der Klasse von Axel Schulz wären beide hilflos verloren. Gut, das Axel nicht ins Cruisergewicht wechselt. Das würde extrem langweilig werden, Axel würde alle dominieren!

  11. Possi
    20. Juli 2011 at 19:36 —

    Da schreibt wieder ein Ulrich Fromme mit meinem Namen.
    Verrecke Penne r!!!

  12. Han Anuk
    20. Juli 2011 at 19:56 —

    @ Possi

    Wie kommst du auf Axel Schulz ??? !!!

    Sehr schlechter Kommentar.

  13. matthias
    20. Juli 2011 at 20:11 —

    han anuk das mit dem axel schulz zieht der schon sehr lange hier ab das ist ein psycho den sollte man nicht für ernst nehmen.

  14. Han Anuk
    20. Juli 2011 at 21:41 —

    @ matthias

    das hast du gut formeliert.

  15. Possi
    20. Juli 2011 at 22:03 —

    Matthias das hast du gut formuliert! Was heisst eigentlich “formeliert”? Kennt hier einer den Begriff?

  16. Possi
    20. Juli 2011 at 22:17 —

    Unglaublich, jetzt versucht Ulrich Fromme sogar noch meinen Schreibstil zu kopieren…
    Wie kann man nur so krank sein, sowas abzuziehen….

  17. MainEvent
    20. Juli 2011 at 22:44 —

    Green schien keinen Plan B zu haben………..wann hatte der einen Plan B??? Schon in den Kämpfen gegen Beyer immer das Gleiche: von Anfang an Vollgas nach vorne, hauptsächlich harte gerade Hände, ab Runde 4 dreckig werden mit Ellbogen, Kopfstössen und co. …… für viele hat Plan A gereicht….nicht für Tarver 🙂

  18. Kano
    21. Juli 2011 at 02:25 —

    Tarver war für mich schon vor dem Kampf der Favorit,das einzige überraschende war für mich das er Green so deutlich schlug und das noch vorzeitig,ich rechnete vor dem Kampf mit einem knappen Punktsieg Tarvers,Respekt Antonio,da sieht mann das es Tarver in dem alter nicht nur um die Kohle ging.

  19. Peddersen
    21. Juli 2011 at 07:57 —

    Kano

    “…da sieht mann das es Tarver in dem alter nicht nur um die Kohle ging.”

    Frage: Für dich mag das eine neue Erkenntnis sein, vielleicht sogar eine unglaubliche, aber mal ehrlich, nenne mir bitte einen WM-Herausforderer (in welchem Alter auch immer), dem es nicht nur um die Kohle ging? Wenn du auch nur einen findest, bist du ab diesem Zeitpunkt mein Held.

  20. Peddersen
    21. Juli 2011 at 08:11 —

    Zusatz:

    Bei jedem stand wohl fest, dass es sich bei Tarver nicht um Fallobst handelte. Die Frage bezieht sich natürlich nicht auf diejenigen WM-Herausforderer, die man gemeinhin als Fallobst bezeichnet und als solches eingekauft wurden.

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