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Anthony Yarde verliert gegen Lyndon Arthur – full fight

Auch das jüngste Event des 68-jährigen Veranstalters Frank Warren am Samstag in London musste ohne Zuschauer stattfinden. Auf der Card standen 5 Kämpfe. Geboxt wurde im „Church House“ Westminster / London. Bei 4 der 5 angesetzten Kämpfe war die Rollenverteilung bereits durch die Gegnerwahl vorprogrammiert. Zum Verlieren eingekaufte Boxer traten gegen bisher ungeschlagene Hoffnungsträger an. Im Hauptkampf sollte Anthony Yarde gegen Lyndon Arthur antreten. Dabei sollte es um den Commonwealth-Titel und den WBO-Inter-Conti-Gürtel im Halbschwergewicht gehen.

Diese Begegnung zwischen Yarde (20(19)-1(1)-0) und dem bisher in 17 Kämpfen (12 KO) unbesiegten Arthur war der einzige Kampf mit offenem Ausgang. In Abstimmungen und Tippspielen sahen die Fans allerdings fast alle den bekannteren Yarde gegen Arthur vorne, der womöglich sogar einen weiteren vorzeitigen Sieg einfahren könnte. Mit einem Sieg in diesem Kampf käme er einem weiteren WBO-Titelkampf näher. Der bis dahin hoch gehandelte Yarde unterlag im August 2019 gegen WBO-Weltmeister Sergey Kovalev durch TKO 11. Danach folgten zwei vorzeitige Siege.

Der Kampf zwischen Yarde und Arthur war relativ ausgeglichen. Dazu muss man allerdings wissen, dass Arthur mit einer Handverletzung in den Ring kam, die er sich kurz vor dem Kampf beim Aufwärmen zugezogen hatte. Womöglich wäre der Sieg des 29-jährigen „King Arthur“ noch deutlicher ausgefallen. Die Punktrichter fällten mit 115:114, 111:117 und nochmal 115:114 ein SD-Urteil zu Gunsten von Arthur.

Gleich nach dem Kampf wurde nicht zum ersten Mal Kritik an Yardes Trainer Tunde Ajayi laut. Angeblich sind die Trainingsmethoden von Ajayi kontraproduktiv, weil er seinem Schützling Yarde in der Vorbereitung viel zu wenig Sparring zumutet. Promoter Frank Warren will deswegen mit Yardes Trainer reden. Die gleiche Kritik kam bereits vor mehr als einem Jahr von Bob Arum, als Yarde gegen Kovalev verloren hatte.

Im Moment ist der WBO-Gürtel im Halbschwergewicht vakant. Wer darum kämpfen wird, ist noch nicht entschieden. Im WBO-Ranking lagen vor dem Samstag Yarde auf #4 und Arthur auf #6. Das sollte sich nun geändert haben. Die Top 3 der WBO-Rangliste sind Joe Smith jr, Umar Salamov und Maxim Vlasov. Für Yarde ist der Zug zu einem WM-Kampf erst einmal abgefahren. Ob Arthur demnächst um den WBO-Titel kämpfen kann, sollte als neuer Träger des WBO-Inter-Conti eigentlich keine Frage sein.

Für Yarde kann es jetzt erst einmal nur erstrebenswert sein, ein Rematch gegen Kovalev zu bekommen. Davon war bereits vor dem Kampf gegen Arthur die Rede. Ob Kovalev sich noch darauf einlassen wird, muss man sehen. Immerhin ist auch er nicht mehr auf dem Zenit und wird nur in den Ring steigen, wenn er eine ordentliche Börse zu erwarten hat.

Hier der ganze Kampf:

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5 Kommentare

  1. 7. Dezember 2020 at 08:22 —

    Sorry, aber wo lag Kovalev gegen Yarde hinten?
    War ein knapper Fight, aber auf den Punktezetteln lag der Russe bei allen Judges vorne.

    Ansonsten war Yarde am Samstag natürlich enttäuschend.

    • 10. Dezember 2020 at 20:14 —

      Der war nicht mal knapp..
      Von 10 Runden konnte man Yarde ganze 2 geben.. (Ich weiß, dass die scorecards teilweise etwas knapper waren..)

      • 10. Dezember 2020 at 21:47 —

        Ja, knapp dahingehend, dass Yarde eine echte Chance hatte, Kovalev zu stoppen.
        In Bezug auf die einzelnen Runden war der Krusher natürlich deutlich vorne.

        Dennoch hätte ich von Yarde ehrlich gesagt eine Entwicklung erwartet und dass er Arthur klar beherrscht…

  2. 7. Dezember 2020 at 08:43 —

    Ist für mich auch Neu das kovalev zurück lag !
    Er hate kurz seine Schwierigkeiten hat sich aber wieder gefangen!

  3. 7. Dezember 2020 at 09:14 —

    Oh, sorry. Da habe ich was verwechselt oder war auf dem falschen Pferd unterwegs… Ändere ich gleich mal.

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