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Anthony Peterson lässt sich Brandon Rios Kampf aufzwingen… und verliert

Der WBA-Titeleliminator im Leichtgewicht zwischen den zwei ungeschlagenen US-Amerikanern Anthony Peterson und Brandon Rios versprach ein äußerst interessanter Kampf zu werden, und für eine Zeit lang hielt er dieses Versprechen auch. Doch nachdem der Kampf sich einigen Erwartungen entsprechend abspulte, begann Anthony Peterson, der keine Antwort auf den Boxstil von Rios zu finden schien, sich nur noch mit Tiefschlägen zu helfen zu wissen. In der siebten Runde schritt Ringrichter Russell Mora dazwischen und disqualifizierte Peterson zu Recht.

Dabei startete der jüngere der Peterson-Brüder durchaus viel versprechend in den Kampf und boxte die erste Runde ganz genau so wie er es tun musste um Erfolg zu haben. Mit seinem guten Jab hielt er den kürzeren Rios auf Distanz und brachte auch immer wieder rechte Geraden und linke Haken ein. Doch schon in der zweiten Runde änderte sich das Geschehen langsam. Brandon Rios drängte Peterson nun seinen Stil auf und kam immer wieder in die Halb- und Nahdistanz, da Petersons Jab nun plötzlich nicht mehr da war. Als härterer Puncher und besserer Infighter spielte das natürlich in die Karten von Rios, und während Peterson die zuschauerfreundlich zweite Runde zumindest noch eng gestalten konnte, ging es von da an nur noch bergab für ihn.

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Rios bestimmte nun vollkommen das Geschehen und war nicht nur viel aktiver, sondern landete auch die deutlich besseren und härteren Treffer. Nach der vierten Runde folgte eine Standpauke für Anthony Peterson von dessen Trainer, der von ihm forderte, dass er sich mehr im Ring bewege und den Jab einsetze. Zu Anfang der fünften Runde setzte Peterson zumindest die erste Vorgabe einigermaßen um. Doch während er nun den ganzen Ring nutzte, zuckte der Jab weiterhin nur sporadisch hervor, und es sah mehr so aus als ginge Peterson Rios jetzt lediglich aus dem Weg anstatt ihn auszuboxen. Kurz vor Schluss ging es dann wieder in den Infight, und als Peterson sich zumindest bemühte Kombinationen abzufeuern, konterte Rios mit einem harten linken Haken, der Anthony Peterson zum ersten Mal in dessen Karriere zu Boden schickte.

Peterson, der eigentlich als leichter Favorit in den Kampf gegangen war aufgrund seiner schnelleren Hände, besseren Technik und größeren Reichweite, war nun demoralisiert und ratlos. Er fand kein probates Mittel gegen Brandon Rios und griff in der sechsten Runde schließlich zu einem völlig falschen Mittel. Immer wieder landete er Tiefschläge, und obwohl Rios sich nie beschwerte, entgingen diese dem Auge von Ringrichter Russell Mora nicht. Innerhalb kürzester Zeit folgten die erste Warnung sowie zwei Punktabzüge. Peterson flirtete mit einer Disqualifikation und in der nächsten Runde war es dann soweit. Obwohl er den Großteil der Runde die Schläge hoch genug halten konnte, fanden zum Schluss der Runde wieder zwei Treffer ihr Ziel deutlich unterhalb der Gürtellinie. Mora sah wohl nur den Zweiten, doch dieser reichte ihm um dazwischen zu gehen und dem Kampf ein Ende zu setzen. Der Rundengong ertönte just in dieser Sekunde und so wurde Anthony Peterson nach genau drei Minuten der siebten Runde disqualifiziert.

Für den hoch gehandelten Peterson war es die erste Niederlage im einunddreißigsten Profikampf, und ähnlich wie seinem Bruder, der im Titelkampf Timothy Bradley unterlag, musste er diese hinnehmen, als er das erste Mal auf einen Gegner aus der erweiterten Weltklasse traf. Brandon Rios hingegen bleibt weiterhin ungeschlagen und ist nun Pflichtherausforderer von WBA-Weltmeister Miguel Acosta. Acosta ist eher unbekannt und dürfte als Außenseiter gegen Rios gelten, konnte aber zuletzt zwei Mal in Folge überraschend respektierte, ungeschlagene Gegner in Urbano Antillon und Paulus Moses besiegen.

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3 Kommentare

  1. Drenica
    12. September 2010 at 11:27 —

    der kampf war ein hammer hab es auf sky gesehen
    das war ein kampf nonstop action mal kam rios durch mal peterson so hin und her aber dann muss ja peterson tiefschläge geben 2 punkte abgezogen wegen tiefschläge und dann wo erwieder in kap reinkam haut er ihn wieder das war nicht so schlau weil er noch ein ko schaffen konnte.
    aber echt ein guter kampf =)

    gamboa gegen salido
    da hat man wieder die schwäche von gamboa gesheen gleich am boden ich bin mir sicher falls er gegen juan manuel llopez kämft wird er verlieren und das mit eine schönen ko

  2. HamburgBuam
    12. September 2010 at 12:41 —

    Der Kampf war in der Tat sehr schön anzusehen. Letztlich war das Ende natürlich unbedfriedigend, vor allem wenn man den packenden Verlauf in Betracht zieht. Aber vieleicht gewährt man uns ja irgendwann ein Rematch… Als freiwillige TV nach dem Titelgewinn (Sofern Rios gegen Acosta siegt)

  3. kalle
    12. September 2010 at 18:34 —

    peterson wurde zu recht disqualifiziert. er hat keinen weg mehr gefunden seinen stil durchzusetzen. schade,denn daß hätte ein schöner kampf werden können. aber wie gesagt, peterson ist seiner linie nicht treu geblieben. “never punch with a puncher!”, heißt doch so,oder!? 🙂

    bin mal gespannt was jetzt für rios kommt! okay,acosta…aber danach!

    Gamboa hat nicht wirklich überzeugt,finde ich. klar, er hat viele runden gewonnen, wirkte aber überheblich. ob er gegen JuanMA verlieren würde kann man nicht sagen. juanma hatte seine liebe mühe mit Mtagwa, den gamboa mühelos “zerstört” hat. mal sehen was da noch passiert.

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